Da ich nun auch zu den Menschen gehöre die den Hulk "erleben" durften, stellt sich mir verstärkt die Frage, warum sich dieser B&M wie ein Vekoma SLC der 1. Generation fährt... Tatsache ist, daß ich in den vergangenen 2 Wochen 3x drauf war, einmal hinten (oh mein Gott, mein Kopf!) und 2 mal vorne, und ich in jedemfall mit Kopfschmerzen ausgestiegen bin. Der Ride ist so unruhig, daß ich echt glauben würde er wäre von der Firma aus NL wenn ich es nicht besser wüßte. Gibt es irgendwelche Unterschiede zu anderen B&Ms bzgl. des Fahrwerks? Selbst der schon relativ betagte Kumba im Buschgardens war da angenehmer.
Nein, das Fahrwerk unterscheidet sich von den anderen B&M Bahnen überhaupt nicht. Vor knapp einem Jahr bot Hulk in einigen Wagen aber auch schon stellenweise recht unruhige Fahrten. Ich würde dies eher auf die Techniker des Parks schieben (Lager, etc. müssen eben richtig eingestellt werden) da wie gesagt nur einige Reihen nicht unbedingt sauber fuhren - Damit kann es am Track nicht liegen! Trotzdem fördert dieser das Erlebnis aber nicht unbedingt: Nach dem 1. Vertikallooping wird Hulk ziemlich unharmonisch, man erlebt einige heftige Richtungswechsel, die man in dieser Form von B&M Bahnen eigentlich nicht gewohnt ist.
Dass die Bahn kein Hit ist, der Meinung schließe ich mich an - Wer einmal 100 Meilen westlich Kumba gefahren ist (6 Jahre älter), weis was ich meine!
B&M fertigt halt nicht immer TOP-Coaster, dafür gehören die beiden Drachen aber zur Spitzenklasse (vom Layout und auch vom Fahrgefühl).
Das liegt an den stüztzen und an den rädern! IOA will das der Hulk in gewisserweise schreit, sie haben die stütztn nämlich nicht mit sand gefüllt und sie haben auch andere, lautere räder benutzt! Wenn du kraken gefahren bist, kennst du den lautstärke unterschied...! Aber Hulk beginnt auch erst ab der ersten korkscrew ruppelig zu werden!
Auf der Coaster-DVD "Americas Greatest Roller Coaster Thrills" ist als Bonustrack ein Interview mit dem Chefdesigner von USIOA drauf, der genau erklärt, was sie am Hulk geändert haben. Der Hulk ist ja eine laute Compicfigur, dementsprechend sollte die Bahn über die Schienen "röhren". Sie haben extra mehrere Radbeschichtungen ausprobiert bis die richtige "laute und etwas ruppige" gefunden war.
Ist bei dieser Bahn also beabsichtigt - man glaubt es kaum !
Die DD fahren ja auch wieder ruhiger, hier gibt´s übrigens auch eine geniale Geschichte dazu, die Züge werden nämlich beim hochfahren "gewogen", der leichtere Zug darf etwas eher los, damit im near-miss Looping die Beine der Fahrgäste exakt aufeinanderpassen ...
>Richtig ! > >Die DD fahren ja auch wieder >ruhiger, hier gibt´s übrigens auch >eine geniale Geschichte dazu, die >Züge werden nämlich beim hochfahren >"gewogen", der leichtere Zug darf >etwas eher los, damit im >near-miss Looping die Beine der >Fahrgäste exakt aufeinanderpassen ...
Das hat jetzt zum Beispiel bei mir widerrum eigentlich nie hingehauen. Der blaue Drachen war immer zu früh dran, was natürlich den Spaß gerade in der ersten Reihe des Ice enorm minderte.
Alle Bilder, die ich von dem Looping irgendwo gefunden habe, mehrere Videoquellen und auf meinen eigenen Bildern (habe viele gemacht) zeigen immer die Füße der Gäste exakt auf den Füßen der des anderen Wagens.
Vielleicht war bei deinem Besuch diese automatische Wiegefunktion kaputt ? Denn sie ist hierzu unerläßlich, je leicher ein Wagenzug ist desto mehr macht sich der Reibungsverlust bemerkbar. Und der Near-Miss Looping ist ja nicht am Anfang sondern ziemlich genau in der Mitte des Rides (der erste Near-Miss ist der Airtimehügel im einen Zug, der andere macht darunter 90 Grad versetzt eine Schraube, dann kommt die zweite Near-Miss Begegnung mit den beiden Loopings, der dritte Near-Miss sind die interlocked Corkscrews).
Ob die Stützen nun mit Sand gefüllt sind oder nicht hat keine Auswirkungen auf den Fahrkomfort. Härtere Räder dafür schon. Ob diese nun aber wirklich auf der Bahn montiert sind, weiß ich nicht. Fakt ist, dass die Bahn in vielen Streckenabschnitten verdammt hohe G-Kräfte produziert. Im Sommer letzten Jahres hatte ich nach über 100 verschiedenen Achterbahnen das erste Mal einen Black - Out bei einer Fahrt, es war auf Hulk. Für mich ist diese Bahn, bis auf den Abschuß, ein Coaster, den man nicht gefahren haben muß.
>Ob die Stützen nun mit Sand >gefüllt sind oder nicht hat >keine Auswirkungen auf den Fahrkomfort.
Na, das denke ich aber schon. Mehr Gewicht in den Stuetzen sorgt dafuer, dass weniger Schwingungen entstehen. Und die uebertragen sich auch auf den Wagen.