Erlebnispark in Lübeck
Lübecker Nachrichten
Lübecker plant "Sonnenstadt" an der Trave
Von Julia Paulat und Michael Berndt, LN
Lübeck - Lübeck macht sich für einen Erlebnispark unter dem Namen "Heliopolis" (Sonnenstadt) stark. Auf dem ehemaligen Metallhüttengelände in Herrenwyk soll das Science Center das Phänomen Energie durch Experimente für Jedermann begreifbar machen - nach dem Vorbild des "Universum Science Centers" in Bremen. Unklar ist jedoch die Finanzierung.
Initiator des Projektes ist der Lübecker Ingenieur Franz-Peter Marx, Geschäftsführer der Firma Technology Engineers. "Wir wollen auf spielerische Weise zeigen, welche Bedeutung die Energie für den Menschen und die Umwelt hat", erklärte Marx - gerade von einer Erkundungsfahrt aus Bremen zurückgekehrt. Entstanden ist die Idee aus dem Plan eines Demonstrationsparks, in dem Unternehmen wie der Lübecker Windkraftanlagenhersteller DeWind, Sun Energy aus Reinbek und die Stadtwerke Lübeck gewerblichen Interessenten ihre Technologien vorstellen wollen. "Der Raum Lübeck entwickelt sich durch die hier ansässigen Firmen und die Fachhochschule zu einem Schwerpunkt im Bereich regenerative Energien", so Marx. Die Stadtwerke Lübeck und die Fachhochschule Lübeck sollen Interesse an dem "Heliopolis"-Projekt signalisiert haben.
Wirtschaftssenator Wolfgang Halbedel (CDU) sprach von einer "guten Idee". Ein solches Center würde der Stadt zusätzlich Touristen bringen und zu einer ganzjährigen Belebung beitragen, ist der Senator sicher. Auch Tourismusdirektor Johann W. Wagner hält das Vorhaben für "sehr interessant". Freizeit- und Erlebniswelten würden immer beliebter. Das Beispiel des Centers in Bremen zeige, dass das Konzept interaktiver Wissensvermittlung gerade bei jüngeren Menschen sehr gut ankomme, sagte Wagner.
Bürgermeister Bernd Saxe (SPD) äußerte sich indes vorsichtig: "Jeder Versuch, uns technologisch neu zu orientieren, ist sicher richtig." Die Stadt will zunächst eine Machbarkeitsstudie erstellen lassen. Sie soll nach dem Willen der Politik in die Prioritätenliste des Regionalprogramms 2000 für das kommende Jahr aufgenommen werden. Eine Entscheidung darüber steht aber noch aus. Rund 200 000 Mark werden für die Studie veranschlagt, die Hälfte davon muss die Stadt aufbringen. Mit dem Betrieb des Heliopolis-Centers will Lübeck allerdings nichts zu tun haben: "Das darf auf gar keinen Fall eine städtische Einrichtung werden", so Halbedel.
Das im September 2000 eröffnete Universum Science Center, das eng mit der Uni Bremen zusammenarbeitet, hat nach Angaben seines Geschäftsführers bereits 400 000 Besucher angezogen. Die Flensburger Phänomenta, deren Schwerpunkt auf der Physik liegt, zählt knapp 70 000 Besucher pro Jahr.
ln-online/lokales vom 31.07.2001 08:51
Lübecker plant "Sonnenstadt" an der Trave
Von Julia Paulat und Michael Berndt, LN
Lübeck - Lübeck macht sich für einen Erlebnispark unter dem Namen "Heliopolis" (Sonnenstadt) stark. Auf dem ehemaligen Metallhüttengelände in Herrenwyk soll das Science Center das Phänomen Energie durch Experimente für Jedermann begreifbar machen - nach dem Vorbild des "Universum Science Centers" in Bremen. Unklar ist jedoch die Finanzierung.
Initiator des Projektes ist der Lübecker Ingenieur Franz-Peter Marx, Geschäftsführer der Firma Technology Engineers. "Wir wollen auf spielerische Weise zeigen, welche Bedeutung die Energie für den Menschen und die Umwelt hat", erklärte Marx - gerade von einer Erkundungsfahrt aus Bremen zurückgekehrt. Entstanden ist die Idee aus dem Plan eines Demonstrationsparks, in dem Unternehmen wie der Lübecker Windkraftanlagenhersteller DeWind, Sun Energy aus Reinbek und die Stadtwerke Lübeck gewerblichen Interessenten ihre Technologien vorstellen wollen. "Der Raum Lübeck entwickelt sich durch die hier ansässigen Firmen und die Fachhochschule zu einem Schwerpunkt im Bereich regenerative Energien", so Marx. Die Stadtwerke Lübeck und die Fachhochschule Lübeck sollen Interesse an dem "Heliopolis"-Projekt signalisiert haben.
Wirtschaftssenator Wolfgang Halbedel (CDU) sprach von einer "guten Idee". Ein solches Center würde der Stadt zusätzlich Touristen bringen und zu einer ganzjährigen Belebung beitragen, ist der Senator sicher. Auch Tourismusdirektor Johann W. Wagner hält das Vorhaben für "sehr interessant". Freizeit- und Erlebniswelten würden immer beliebter. Das Beispiel des Centers in Bremen zeige, dass das Konzept interaktiver Wissensvermittlung gerade bei jüngeren Menschen sehr gut ankomme, sagte Wagner.
Bürgermeister Bernd Saxe (SPD) äußerte sich indes vorsichtig: "Jeder Versuch, uns technologisch neu zu orientieren, ist sicher richtig." Die Stadt will zunächst eine Machbarkeitsstudie erstellen lassen. Sie soll nach dem Willen der Politik in die Prioritätenliste des Regionalprogramms 2000 für das kommende Jahr aufgenommen werden. Eine Entscheidung darüber steht aber noch aus. Rund 200 000 Mark werden für die Studie veranschlagt, die Hälfte davon muss die Stadt aufbringen. Mit dem Betrieb des Heliopolis-Centers will Lübeck allerdings nichts zu tun haben: "Das darf auf gar keinen Fall eine städtische Einrichtung werden", so Halbedel.
Das im September 2000 eröffnete Universum Science Center, das eng mit der Uni Bremen zusammenarbeitet, hat nach Angaben seines Geschäftsführers bereits 400 000 Besucher angezogen. Die Flensburger Phänomenta, deren Schwerpunkt auf der Physik liegt, zählt knapp 70 000 Besucher pro Jahr.
ln-online/lokales vom 31.07.2001 08:51

