Artikel zum Thema Sicherheitsprüfung
Frankenpost vom 30. 07. 2001
Vor Beginn des Volksfestes werden die Fahrgeschäfte kontrolliert
Ohne Stempel dreht sich gar nichts
Datei nicht vorhanden
HOF. - Über dem Platz liegt eine seltsame Ruhe - die Ruhe vor dem Sturm. Es ist Freitag Mittag, in wenigen Stunden beginnt das Hofer Volksfest. Doch an manchen Fahrgeschäften laufen die Arbeiten noch auf Hochtouren - kritisch beobachtet von Hartmut Schleicher und Uwe Gebhardt vom Bauordnungsamt sowie Platzmeister Reiner Langheinrich vom Fachbereich Umwelt, Öffentliche Sicherheit und Ordnung. Die drei laufen über den Volksfestplatz, werden von den Schaustellern freundlich begrüßt. Man kennt sich - oft schon seit Jahren.
Jedes Mal bevor das Volksfest eröffnet wird, kontrollieren Schleicher, Gehardt und Langheinrich die ,,prüfpflichtigen`` Fahrgeschäfte. Ausgenommen sind davon nur die, die weniger als fünf Meter hoch sind oder von den Besuchern nicht betreten werden können. Peter Faber und Horst Hermann von der Hofer Feuerwehr untersuchen Feuerlöscher und Fluchtwege.
Heuer statten die fünf Herren acht Fahrgeschäften, zwei so genannten Belustigungen (die Geisterbahn und die ,,Hexenwippe``) und fünf Kinderfahrgeschäften einen Besuch ab. Die meisten Schausteller halten ihr Prüfbuch schon in der Hand. Hier sind alle technischen Details ihrer Fahrgeschäfte eingetragen - und vor allem die Genehmigungen des TÜV. ,,Heute kontrollieren wir nur noch die Prüfbücher``, sagt Hartmut Schleicher. Die eigentliche Arbeit beginnt schon viel früher: Etwa drei Wochen vorher werden die einzelnen Stellplätze auf dem Volksfestplatz eingezeichnet, mit Nummer und Namen des Fahrgeschäfts. Wenn dann die ersten Schausteller zum Aufbauen kommen, ist auch Hartmut Schleicher zur Stelle: ,,Etwa ein bis zwei Stunden pro Tag schau ich ,inkognito` beim Aufbau zu.``
Jede einzelne Schraube wird allerdings nicht geprüft. ,,Das ist Aufgabe des TÜV.`` Denn einmal pro Jahr müssen die großen Fahrgeschäfte vom TÜV untersucht werden, kleinere Geschäfte müssen alle zwei, drei oder fünf Jahre. Um Risse oder Brüche feststellen zu können, durchleuchten die Exper ten die tragenden Teile der Fahrgeschäfte. Stellt der TÜV Mängel fest, wird im Prüfbuch eingetragen, dass sie innerhalb einer bestimmten Frist zu beseitigen sind. Auch das kontrolliert Hartmut Schleicher. ,,Ansonsten schauen wir, ob die Verankerung passt, oder die Spannseile richtig aufgebaut sind.``
Bislang hatte Hartmut Schleicher nur einen Fall, in dem er wegen Mängeln nicht seinen Stempel ins Prüfbuch machen konnte. Das war allerdings bei einem Zelt, und dazu nicht auf dem Hofer Volksfest.
Bei Peter Münch, der mit seiner Achterbahn ,,Wilde Maus`` schon seit Jahren nach Hof kommt, gibt es keine Probleme. Das Prüfbuch passt, die Betriebserlaubnis gilt bis 31. März 2002. Hartmut Schleicher presst den Stempel aufs Papier, unterschreibt und klappt das blaue Buch zu. ,,Jeder Schausteller achtet genau darauf, dass ordentlich aufgebaut wird``, sagt Reiner Langheinrich, als er die Treppen der Achterbahn wieder hinabsteigt. ,,Denn ein Unfall ist das Schlimmste, was dem Besitzer eines Fahrgeschäfts passieren kann. Der schlechte Ruf lässt sich nur sehr schwer wieder korrigieren``, fügt Hartmut Schleicher hinzu und schaut auf die Uhr. Sie müssen weiter, die Geisterbahn wartet schon.
S.S.
Vor Beginn des Volksfestes werden die Fahrgeschäfte kontrolliert
Ohne Stempel dreht sich gar nichts
Datei nicht vorhanden
HOF. - Über dem Platz liegt eine seltsame Ruhe - die Ruhe vor dem Sturm. Es ist Freitag Mittag, in wenigen Stunden beginnt das Hofer Volksfest. Doch an manchen Fahrgeschäften laufen die Arbeiten noch auf Hochtouren - kritisch beobachtet von Hartmut Schleicher und Uwe Gebhardt vom Bauordnungsamt sowie Platzmeister Reiner Langheinrich vom Fachbereich Umwelt, Öffentliche Sicherheit und Ordnung. Die drei laufen über den Volksfestplatz, werden von den Schaustellern freundlich begrüßt. Man kennt sich - oft schon seit Jahren.
Jedes Mal bevor das Volksfest eröffnet wird, kontrollieren Schleicher, Gehardt und Langheinrich die ,,prüfpflichtigen`` Fahrgeschäfte. Ausgenommen sind davon nur die, die weniger als fünf Meter hoch sind oder von den Besuchern nicht betreten werden können. Peter Faber und Horst Hermann von der Hofer Feuerwehr untersuchen Feuerlöscher und Fluchtwege.
Heuer statten die fünf Herren acht Fahrgeschäften, zwei so genannten Belustigungen (die Geisterbahn und die ,,Hexenwippe``) und fünf Kinderfahrgeschäften einen Besuch ab. Die meisten Schausteller halten ihr Prüfbuch schon in der Hand. Hier sind alle technischen Details ihrer Fahrgeschäfte eingetragen - und vor allem die Genehmigungen des TÜV. ,,Heute kontrollieren wir nur noch die Prüfbücher``, sagt Hartmut Schleicher. Die eigentliche Arbeit beginnt schon viel früher: Etwa drei Wochen vorher werden die einzelnen Stellplätze auf dem Volksfestplatz eingezeichnet, mit Nummer und Namen des Fahrgeschäfts. Wenn dann die ersten Schausteller zum Aufbauen kommen, ist auch Hartmut Schleicher zur Stelle: ,,Etwa ein bis zwei Stunden pro Tag schau ich ,inkognito` beim Aufbau zu.``
Jede einzelne Schraube wird allerdings nicht geprüft. ,,Das ist Aufgabe des TÜV.`` Denn einmal pro Jahr müssen die großen Fahrgeschäfte vom TÜV untersucht werden, kleinere Geschäfte müssen alle zwei, drei oder fünf Jahre. Um Risse oder Brüche feststellen zu können, durchleuchten die Exper ten die tragenden Teile der Fahrgeschäfte. Stellt der TÜV Mängel fest, wird im Prüfbuch eingetragen, dass sie innerhalb einer bestimmten Frist zu beseitigen sind. Auch das kontrolliert Hartmut Schleicher. ,,Ansonsten schauen wir, ob die Verankerung passt, oder die Spannseile richtig aufgebaut sind.``
Bislang hatte Hartmut Schleicher nur einen Fall, in dem er wegen Mängeln nicht seinen Stempel ins Prüfbuch machen konnte. Das war allerdings bei einem Zelt, und dazu nicht auf dem Hofer Volksfest.
Bei Peter Münch, der mit seiner Achterbahn ,,Wilde Maus`` schon seit Jahren nach Hof kommt, gibt es keine Probleme. Das Prüfbuch passt, die Betriebserlaubnis gilt bis 31. März 2002. Hartmut Schleicher presst den Stempel aufs Papier, unterschreibt und klappt das blaue Buch zu. ,,Jeder Schausteller achtet genau darauf, dass ordentlich aufgebaut wird``, sagt Reiner Langheinrich, als er die Treppen der Achterbahn wieder hinabsteigt. ,,Denn ein Unfall ist das Schlimmste, was dem Besitzer eines Fahrgeschäfts passieren kann. Der schlechte Ruf lässt sich nur sehr schwer wieder korrigieren``, fügt Hartmut Schleicher hinzu und schaut auf die Uhr. Sie müssen weiter, die Geisterbahn wartet schon.
S.S.

