Kirmes Ausstellung

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Kirmes Ausstellung

Alte und neue Bilder zeigen alle Seiten der Annakirmes

Riesendamen und kluge Hunde

Düren (an-o/göz). Eine kleine Ausstellung erfreut noch bis zum 20. Juni die Besucher des Rathauses. Zu sehen sind uralte und ganz neue Bilder von der Annakirmes und anderen Jahrmärkten.

Kirmes heute und vor 100 Jahren - da liegen Welten dazwischen. Wo früher Riesendamen und Wundermädchen die Aufmerksamkeit aller Besucher auf sich zogen, blinken und strahlen in unseren Tagen die Fahrgeschäfte um die Wette.

Kaum mittelgroß sind die Farb-Fotos von Jörg Henke und Luise Schwellenbach, einer in Düren bekannten Bildchronistin. Fast immer im Halbdunkel fotografierten sie die Annakirmes in den 80er und 90er Jahren von ihrer schönsten Seite: Glänzend und strahlend, mit lauter still vergnügten Menschen.

Auf den fast 100 Jahre alten und stark vergrößerten Postkarten mit Kirmesmotiven sind dagegen auch Kirmesbesucher zu sehen, die sich streiten, die zu viel getrunken haben und sich übergeben, und die ausgelassen schreien oder singen.

Dazu gibt es Schiffschaukeln zu bewundern, mit Dampf oder Pferden betriebene Karussells, Verkäufer mit Bauchläden, Eisbären und "gelehrte Hunde und Katzen". Insgesamt scheint es früher mehr um menschliche und tierische Kuriositäten als um Technik gegangen zu sein. Bei der Eröffnung dankte Dürens Bürgermeister Paul Larue den Schaustellern und den beiden Foto-Künstlern für ihr Engagement. "Die Bilder", so Larue in seiner Eröffnungsrede, "machen Appetit auf die kommende Annakirmes."

Viel Geld bleibt hängen

Larue stellte die historische und die wirtschaftliche Bedeutung der Annakirmes heraus: Sie sei "älter als wir alle und braucht Kontinuität". Und sie sei natürlich auch ein nicht zu unterschätzender Wirtschaftsfaktor. Etwa acht Millionen Mark bleiben immerhin, laut Larue, pro Jahr mit der Annakirmes in der heimischen Wirtschaft hängen.

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