wie in diesem Forum bereits einmal erwähnt, soll im ostfriesischen Westerholt ein neuer Freizeitpark entstehen.
Nach diversen lokalen Pressemeldungen in den letzten Tagen soll in den nächsten Wochen die Verträge mit den Investoren unterzeichnet werden. Für die Baugenehmigung so wie sonstigen Studien und Verfahren sind acht Monate eingeplan. Danach soll sofort mit dem Bau begonnen werden. In ca. drei Jahren soll der Park fertig sein.
Die Fakten:
20 Hektar großes Gelände mit Option auf Erweiterung 60 Millionen Investitions-Summe 500000 Besucher sind von April bis Oktober eingeplant Free-Fall-Tower, Wildwasserbahn sowie ein Coaster sind als Haupt-Attraktionen vorgesehen Westernstadt mit Übernachtung Technik-Museeum Spaßbad Wildpark-Gelände
Die Gemeinde und die Bevölkerung stehen dem Projekt positiv gegenüber, so das keine größeren Einwände zu Erwarten sind.
Freefall und Coaster als Starkattraktionen sind ja nicht schlecht, Da die Nordseeküste ein beliebter Urlaubsort ist, keine Einwände aus der Bevölkerung zu erwarten sind und der Park wahrscheinlich noch viel erweitern kann, sehe ich darin einen neuen nennenswerten Park
Nach langer Zeit auch mal wieder ein Posting von meiner Seite.
Ich als Ostfriese habe meine eingene Meinung zu diesem Projekt. Grundsätzlich bin ich für jedes gut durchdachte Freizeitparkprojekt. Das Projekt "Freizeitpark Nordseeküste" ist für mich jedoch von vornherein zum Scheitern verurteilt. Diese Meinung basiert darauf, das ich das Konzept das hinter dem Projekt steht für nicht rentalbel halte. Der Initiator, nähmlich der Ostfriesische Schaustellerverband, will daraus eher eine Art "Mobile Heidepark Hussecke" machen indem sie die Fahrgeschäfte auf- und abbaubar lassen. Dadurch haben sie die Möglichkeit ihre eigenen Fahrgeschäfte außerhalb der Festplatzsaison lukrativ einzusetzen. Über eine Achterbahn oder eine Wildwasserbahn habe ich noch nichts gelesen. Nur ein FreeFall Tower wurde in den lokalen Zeitungen erwähnt.
Außerdem will man, dass die 4 Geplanten bereiche jeweils seperat bezahlt werden, je nachdem für welchen Bereich man sich interessiert. Das Technik-Museum wird wohl eher eine Art Werbefläche für die Firma "Enercon" (Windkraft-Museum) und das Spaßbad hat zwei Konkurenten in nächster Umgebung (Bensersiel und Schortens).
Zudem muss ich hier einmal klarstellen, das die Region Ostfriesland lediglich in der Sommerzeit ein attraktiver Touristenort ist, und auch dass hängt sehr stark vom hier so berüchtigten Wetter ab. Sollte es einmal einen verregneten Sommer geben, würde sich auch der Freizeitpark nicht füllen, da dann sowie so niemand in Ostfriesland ist.
Der wesenliche Grund für meine Vermutung des Scheiterns ist jedoch, das der geplante Park ca. 45 min von jeder Autobahn entfernt liegt. Auch wenn ein Autobahnzubringer bis nach Aurich geplant ist, bis der überhaupt in die Bauphase kommt sind 6-7 Jahre vergangen und selbst dann bräuchte man noch ca. 30 min bis zum Park.
Daher denke ich, sollte der Park über die Planungsphase hinausgehen, wird dieser relativ bald wieder von der Bildfläche verschwinden. Ich würde persönlich aber jedem Investor von diesem Projekt abraten.
Mit freundlichen Grüßen aus dem schönen Ostfriesland
Nach meinen Infos ist der TK-Park-Besitzer der Initiator des Freizeitparks. Der Schaustellerverein hat nur eine beratende Tätigkeit. Ich kann es mir nicht vorstellen, daß der Herr Langenscheidt mit seinen Zugmaschienen ankommt und mal eben einen Tower oder eine Wildwasserbahn aus dem Park holen kann. Das Geld kommt eindeutig nicht vom Schaustellerverein.
Ich muß Dir recht geben, daß der Park nicht laufen wird, wenn man für jeden Bereich seperat bezahlen soll. Davon habe ich allerdings noch nichts gehört.
In der Presse wurde eine Wildwasserbahn erwähnt und auf dem abgebildeteten Entwurf des Parks ist ein Coaster eingezeichnet.
Mit der Autobahn könnte ein Problem werden. Allerdings von der A28 (Abfahrt Riepe) kann man es in 30 min schaffen und wenn 2005 die A31 fertig ist, erreicht man Westerholt aus dem Ruhrgebiet in ca. 2,5 Std.
Wie bereits erwhähnt, habe ich von der Wildwasserbahn noch nichts gelesen. Jedoch habe ich auch nicht jede Lokalzeitung der letzten Tage danach abgesucht. Vor ein paar Tagen war ein etwas größerer Bericht in den Ostfriesischen Nachrichten (Osfriesland-BILD). Leider kann ich den nicht wieder finden um meine Argumentation zu belegen. Dort stand auch etwas über die Geschichte mit den seperaten Preisen pro Bereich, sowie die Idee mit der mobilität der Attraktionen. Dort wurde das jedoch mit damit begründet, das man den Besuchern stets die neuesten Attraktionen bieten will. Das mit Langenscheids Auf- und Abbauaktionen war meine Interpretation. Den Entwurf des Parks habe ich noch nicht gesehen. Kannst du den vielleicht einmal posten?
In 30min bis nach Westerholt ist zwar möglich (du musst es ja wissen), für einen Freizeitparkbetrieb ist das in meinen Augen aber zu lange. So muss jeder Parkbesucher erst einmal durch Aurich durch um den Park zu erreichen, egal ob man von Riepe oder von Filsum abfährt. Ich hätte den Park direkt in Reichweite der AS Riepe gesetzt um den Gästen ärger zu ersparen und um Parkbesuchern, die nicht gerade in Ostfriesland Urlaub machen die Anfahrt zu erleichtern. Genug Landfläche ist da ja auch. Ich vermute jedoch, dass die Riepster schon im Vorraus beschwerden (wie beim Windpark) einreichen würden.
Schöne Grüße aus Ostfrieland
Ingo
PS: Schön das ich nicht der einzeige Ostfriese hier im Forum bin. PPS: Ich wohne in Walle.
Vielleicht ein bisschen spät, aber ich habe gestern einen passenden Artikel im Archiv der "Ostfriesen Zeitung" (OZ) gefunden, der meine Argumentation alles in allem gut darstellt:
[h3]"60 Millionen für Freizeitpark[/center][/h1]
TK-Park-Betreiber will in Westerholt einen Vergnügungspark bauen / Schausteller beteiligt Von Heidi Janssen
Auf 20 Hektar soll in den nächsten zwei bis drei Jahren ein kleines "Fantasialand" entstehen.
Westerholt. Eckhard Till plant Großes. Der Kölner Anwalt, der vor gut dreieinhalb Jahren in Westerholt den TK-Park eröffnete, will der kleinen Freizeitanlage einen großen Bruder hinzugesellen. Zwischen dem Park im Gewerbegebiet von Westerholt und Europas größtem Windpark soll auf rund 20 Hektar ein Freizeitpark Nordseeküste entstehen. Rund 60 Millionen Mark sollen verschiedene Geldgeber in den nächsten Jahren dort investieren. Gestern stellte Till das Konzept für den Park vor. Architekt Bernhard Krause aus Ibbenbühren hat in seinem Entwurf das Gelände aufgeteilt. Auf rund 15 Hektar sollen eine Sommerrodelbahn, entstehen, eine Westernstadt, ein kleines Spaßbad, ein Oldtimermuseum sowie ein See zum Bootfahren. Verschiedene Eisenbahnen sollen die Attraktionen untereinander verbinden.
Auf den verbleibenden fünf Hektar sollen moderne Fahrgeschäfte die Besucher anlocken. Der Verein Ostfriesischer Schausteller ist hier eingebunden. Dessen Vorsitzender, Karl-Heinz Langenscheidt, sieht in der Kooperation eine große Chance, sowohl für den Park als auch für die Besitzer der Fahrgeschäfte. Power-Tower, Autoscooter und Co sollen auf dem Gelände nicht fest installiert werden, sondern transportabel bleiben. So ist ein Wechsel möglich. "Dem Besucher wird immer etwas Neues geboten", so Langenscheidt. Die Schausteller könnten so die Auslastung ihrer Geschäfte erhöhen. Vielleicht sei auch mal ein Hersteller von Fahrgeschäften bereit, seine neustes Modell für einige Wochen in Westerholt vorzustellen, spekuliert er.
Eckhard Till will den Park nicht in Eigenregie betreiben, er sucht für die einzelnen Attraktionen Investoren. Deshalb wird im Park auch kein Eintrittsgeld genommen. Jedes Angebot steht für sich. So kann alles einzeln genutzt werden. In dem Freizeitpark soll auch Bezug auf den nahen Windpark genommen werden. Der Architekt denkt dabei an eine Art Technikmuseum in der die Entwicklung der Windkraft nachvollzogen werden kann.
Eine Art "Fantasialand" soll der Vergnügungspark nach Aussage Tills werden, "nur ein wenig kleiner". "Das Fantasialand hat 28 Hektar", fügt er zur Erklärung an. Bei den Besucherzahlen ist er noch bescheidener. Der Park in Brühl bei Köln habe jährlich rund drei Millionen Besucher. Till: "Wenn wir 300 000 und mehr im Jahr haben, ist das auch gut." Angepeilt sind etwa 500 000 Gäste jährlich."
Totaler Blödsinn: Der Park soll nicht im ostfriesischen Westerholt, sondern vielmehr in Herten-Westerholt (bei Recklinghausen) entstehen. Der Name ist "Isy-Tims Coasterland". Besonderheit in diesem Park ist, dass in alle Coaster-Wagen Ghettoblaster eingebaut sind, auf denen aber nur 1 einziges Lied verfügbar ist:
"The impression that i get" von den Mighty Mighty Bosstones
Weiterhin fallen in "Isy-Tims Coasterland" die vielen Bierdosen-Automaten auf. Außerdem erhalten alle Personen, die auch bei winterlichen Temperaturen nicht auf ihr Hawaii-Hemd verzichten, freien Eintritt!
Das tragen von Ziegenbärten ist für alle männlichen Mitarbeiter Pflicht, weibliche Angestellte müssen blond sein und äußerst knappe Oberteile anziehen, nabelfrei ist mandatory.
In der Hoffnung, diese Konfusion ein wenig aufgeklärt zu haben,
>Wo ungefähr soll das denn sein? >Und wo hast du das >gelesen oder gehört?
Gut, dann erkläre ich jetzt den Witz:
Mein Posting war rein humoristischer Natur und spielte auf das ziegenbärtige, Hawaii-Hemd-tragende und mit blonder Girlie-Freundin gesegnete FKF-Mitglied Tim Iser aus Herten-Westerholt an. Der hat die Angewohnheit, seinen Ghettoblaster auf so ziemlich jede Achterbahn mitzunehmen und dann während der Fahrt "The Impression that i get" von den Mighty Mighty Bosstones zu hören.
Die ernstzunehmenden (und sehr informativen, danke!) Postings bezüglich des geplanten Freizeitparks im ostfriesischen Westerholt stammen ausschliesslich von den Kollegen Brede und Jakobs.