Wirtschaftsfaktor Kirmes
Lippische Landes-Zeitung
Wirtschaftsfaktor Kirmes
VON PETER JANSEN
Bonn. Ob Schießbude, Kettenkarussell oder Fünffach-Looping – die Faszination der Kirmes ist ungebrochen. 170 Millionen Besucher wurden im vorigen Jahr auf den Volksfesten in Deutschland gezählt, hinzu kamen weitere 50 Millionen Besucher von Weihnachtsmärkten – das sind mehr als alle Theater, Kinos und Fußballbundesligavereine zusammen auf die Beine bringen.
Rechtzeitig zu Beginn der Freiluftsaison hat der Deutsche Schaustellerbund zusammen mit dem Bundeswirtschaftsministerium eine Studie über die „sozioökonomischen Effekte von Volksfesten“ vorgelegt. Für Bier, Bratwurst, Karussells, Bahn, Bus oder Parkplatz gab jeder Volksfestbesucher im Schnitt 45 Mark aus, was sich im Jahr auf stattliche 7,7 Milliarden Mark addierte. Rein rechnerisch werden damit fast 46.000 Arbeitsplätze gesichert. Da Schiffschaukelbremser und Losverkäufer oft nur als Teilzeit- und Aushilfskräfte eingestellt werden, ist die Zahl der tatsächlich Beschäftigten deutlich höher.
Nutznießer sind vor allem die Städte und Kreise, denen jährlich insgesamt rund 300 Millionen Mark aus Standgebühren und Steuereinnahme in die Kassen fließen. Der Präsident des Schaustellerbunds, Hermann Krameyer aus Herford, pries bei der Vorstellung der Studie die deutsche Volkfestkultur als einzigartig auf der Welt. Im Massenbetrieb der Volksfeste mit Besuchern aus allen Schichten der Bevölkerung sei die Integration ausländischer Mitbürger eher möglich als im Theater oder im Fußballstadion.Zur Bewahrung des Brauchtums müssten attraktive Standorte für Volksfeste gesichert und die Gebühren für die Schausteller gesenkt werden.
Jens Uwe Kupka
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Wirtschaftsfaktor Kirmes
VON PETER JANSEN
Bonn. Ob Schießbude, Kettenkarussell oder Fünffach-Looping – die Faszination der Kirmes ist ungebrochen. 170 Millionen Besucher wurden im vorigen Jahr auf den Volksfesten in Deutschland gezählt, hinzu kamen weitere 50 Millionen Besucher von Weihnachtsmärkten – das sind mehr als alle Theater, Kinos und Fußballbundesligavereine zusammen auf die Beine bringen.
Rechtzeitig zu Beginn der Freiluftsaison hat der Deutsche Schaustellerbund zusammen mit dem Bundeswirtschaftsministerium eine Studie über die „sozioökonomischen Effekte von Volksfesten“ vorgelegt. Für Bier, Bratwurst, Karussells, Bahn, Bus oder Parkplatz gab jeder Volksfestbesucher im Schnitt 45 Mark aus, was sich im Jahr auf stattliche 7,7 Milliarden Mark addierte. Rein rechnerisch werden damit fast 46.000 Arbeitsplätze gesichert. Da Schiffschaukelbremser und Losverkäufer oft nur als Teilzeit- und Aushilfskräfte eingestellt werden, ist die Zahl der tatsächlich Beschäftigten deutlich höher.
Nutznießer sind vor allem die Städte und Kreise, denen jährlich insgesamt rund 300 Millionen Mark aus Standgebühren und Steuereinnahme in die Kassen fließen. Der Präsident des Schaustellerbunds, Hermann Krameyer aus Herford, pries bei der Vorstellung der Studie die deutsche Volkfestkultur als einzigartig auf der Welt. Im Massenbetrieb der Volksfeste mit Besuchern aus allen Schichten der Bevölkerung sei die Integration ausländischer Mitbürger eher möglich als im Theater oder im Fußballstadion.Zur Bewahrung des Brauchtums müssten attraktive Standorte für Volksfeste gesichert und die Gebühren für die Schausteller gesenkt werden.
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