Neue Freizeitanlage für die Schweiz
Artikel Basler Zeitung
Zweiter Anlauf für Freizeitpark auf Henkel-Areal
Für rund 200 Millionen Franken soll auf dem Henkel-Areal in Pratteln ein Freizeitpark mit Hotel gebaut werden. Dies sehen die Pläne einer Promotorengruppe mit der Generalunternehmung Marazzi vor. Das Bauvorhaben wurde mit strengen Sicherheitsauflagen belegt.
http://www.baz.ch/_images/article/2001-04-25/25.4._BL1_A_.tif.jpg
Links die Anlage mit teilweise verglastem Kuppeldach, rechts der Blick in die offene Halle mit den beiden anderen Bädern. Modellfotos Armbruster
Pratteln. stg. Im Prattler Einwohnerrat wurde der Schleier über dem neuen Überbauungsprojekt für das Henkel-Areal zum ersten Mal gelüftet. Auf dem weitläufigen Industriegelände soll ein «Multizentrum» mit Wasser-, Sport-, Lern- und Erlebniswelten sowie einem Hotel mit 80 Zimmern aus dem Boden wachsen. Henkel-Geschäftsführer Rolf Münch sprach von einem «einzigartigen Freizeitangebot». Als Herzstück der Überbauung mit dem wohlklingenden Namen «Raurica Nova» ist eine Kuppelhalle mit einem teilweise verglasten Dach vorgesehen. Zum Wahrzeichen des Freizeitparks soll ein 45 Meter hoher «Fun-Tower» werden.
522 Arbeitsplätze
Hinter den kühnen Bauplänen stehen die Henkel & Cie. AG und die Marazzi Generalunternehmung AG, die in der Region Basel mit dem Neubau des Fussballstadions St. Jakob einige Bekanntheit erlangt hat. Der Erfinder des Projekts ist der Zürcher Architekt Justus Dahinden. Überbaut werden soll ein Viertel des Henkel-Grundstücks, das sich über rund 66 000 Quadratmeter erstreckt. Die restliche Fläche soll als grosszügige Grünzone gestaltet werden, die sich nahtlos an den Hardwald anfügt. Für den Vergnügungspark sind Investitionen von rund 200 Millionen Franken geplant. Die Zahl der Arbeitsplätze wird auf 522 beziffert.
Für das Bauprojekt ist ein Quartierplan ausgearbeitet worden, wie der frühere Basler Regierungsrat Christoph Stutz erklärte, der den Promotoren als Berater zur Seite steht. Dabei handle es sich um eine Vereinbarung, die zwischen der Gemeinde Pratteln, der Baselbieter Bau- und Umweltschutzdirektion und der Promotionsgemeinschaft ausgehandelt worden sei. Besonderes Augenmerk sei den Sicherheits- und Verkehrsfragen geschenkt worden, sagte Stutz.
Er bekundete Verständnis für die Bedenken der benachbarten Industriebetriebe, die gegen das erste Überbauungsprojekt auf die Barrikaden gestiegen sind. Schon damals mussten die rund 600 geplanten Wohnungen aus dem Bauprogramm gestrichen werden. Inzwischen sei eine «glasklare Regelung» getroffen worden, mit der die umliegenden Industrieunternehmen vor Betriebseinschränkungen geschützt würden, betonte Stutz. Dass die Promotoren auf die Anliegen der Industriebetriebe eingegangen sind, bestätigte René A. Fricker, Geschäftsleiter der Rohner AG.
Zu den zahlreichen Sicherheitsauflagen gehört eine bis zu neun Meter hohe Ringmauer ohne Fenster (vgl. BaZ vom 4. April). Damit soll das Freizeitparadies von den benachbarten Industriebetrieben abgeschirmt werden. Als weitere Vorkehrungen für den unwahrscheinlichen Fall eines Industrieunfalls sind beispielsweise zwei Grünwälle, Fenster aus Verbundssicherheitsglas, ein Wasservorhang und Schleusen vorgesehen.
Geregelt worden ist auch die Verkehrserschliessung. Damit der Verkehr verflüssigt und auf dem berüchtigten «Raserstück» der Hardstrasse zwischen Pratteln und Muttenz beruhigt werden kann, soll bei der heutigen Einfahrt zum Henkel-Areal ein Kreisel gebaut werden. Ein weiterer Strassenkreisel ist auf der Kunimatt-Kreuzung geplant. Für die Erschliessung will die Henkel & Cie. AG der Gemeinde Pratteln à fonds perdu einen einmaligen Beitrag von 3,6 Millionen Franken bezahlen, wie Stutz erläuterte. Dazu soll die Personenunterführung des SBB-Bahnhofs ausgebaut und mit einer Rampe auf der Nordseite versehen werden. Ausserdem muss mindestens für einen einjährigen Versuchsbetrieb eine Shuttle-Buslinie zwischen dem «Multizentrum» und dem Bahnhof angeboten werden.
Henkel will in Pratteln bleiben
Auf dem Henkel-Areal ist die Produktion vor fünf Jahren nach einer rund neunzigjährigen Tradition eingestellt worden. Damit das Gelände nicht zu einer «Industriebrache» verkommt, habe man sich für eine Umnutzung entschieden, erklärte Lutz W. Hofmann von der Henkel-Europazentrale in Düsseldorf. Das Unternehmen wolle dem Standort Pratteln auch in Zukunft die Treue halten. Man wolle deshalb die Verwaltung der Firma in der neuen Überbauung unterbringen.
Der Prattler Gemeinderat will demnächst den Quartierplan zur Mitwirkung der Bevölkerung verabschieden. In einem nächsten Schritt werden der Einwohnerrat und voraussichtlich auch das Stimmvolk über den Quartierplan befinden.
Jens Uwe Kupka
http://www.henson.com/cards/images/everyday_06s.gif
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http://www.hansaparkfan.de
Zweiter Anlauf für Freizeitpark auf Henkel-Areal
Für rund 200 Millionen Franken soll auf dem Henkel-Areal in Pratteln ein Freizeitpark mit Hotel gebaut werden. Dies sehen die Pläne einer Promotorengruppe mit der Generalunternehmung Marazzi vor. Das Bauvorhaben wurde mit strengen Sicherheitsauflagen belegt.
http://www.baz.ch/_images/article/2001-04-25/25.4._BL1_A_.tif.jpg
Links die Anlage mit teilweise verglastem Kuppeldach, rechts der Blick in die offene Halle mit den beiden anderen Bädern. Modellfotos Armbruster
Pratteln. stg. Im Prattler Einwohnerrat wurde der Schleier über dem neuen Überbauungsprojekt für das Henkel-Areal zum ersten Mal gelüftet. Auf dem weitläufigen Industriegelände soll ein «Multizentrum» mit Wasser-, Sport-, Lern- und Erlebniswelten sowie einem Hotel mit 80 Zimmern aus dem Boden wachsen. Henkel-Geschäftsführer Rolf Münch sprach von einem «einzigartigen Freizeitangebot». Als Herzstück der Überbauung mit dem wohlklingenden Namen «Raurica Nova» ist eine Kuppelhalle mit einem teilweise verglasten Dach vorgesehen. Zum Wahrzeichen des Freizeitparks soll ein 45 Meter hoher «Fun-Tower» werden.
522 Arbeitsplätze
Hinter den kühnen Bauplänen stehen die Henkel & Cie. AG und die Marazzi Generalunternehmung AG, die in der Region Basel mit dem Neubau des Fussballstadions St. Jakob einige Bekanntheit erlangt hat. Der Erfinder des Projekts ist der Zürcher Architekt Justus Dahinden. Überbaut werden soll ein Viertel des Henkel-Grundstücks, das sich über rund 66 000 Quadratmeter erstreckt. Die restliche Fläche soll als grosszügige Grünzone gestaltet werden, die sich nahtlos an den Hardwald anfügt. Für den Vergnügungspark sind Investitionen von rund 200 Millionen Franken geplant. Die Zahl der Arbeitsplätze wird auf 522 beziffert.
Für das Bauprojekt ist ein Quartierplan ausgearbeitet worden, wie der frühere Basler Regierungsrat Christoph Stutz erklärte, der den Promotoren als Berater zur Seite steht. Dabei handle es sich um eine Vereinbarung, die zwischen der Gemeinde Pratteln, der Baselbieter Bau- und Umweltschutzdirektion und der Promotionsgemeinschaft ausgehandelt worden sei. Besonderes Augenmerk sei den Sicherheits- und Verkehrsfragen geschenkt worden, sagte Stutz.
Er bekundete Verständnis für die Bedenken der benachbarten Industriebetriebe, die gegen das erste Überbauungsprojekt auf die Barrikaden gestiegen sind. Schon damals mussten die rund 600 geplanten Wohnungen aus dem Bauprogramm gestrichen werden. Inzwischen sei eine «glasklare Regelung» getroffen worden, mit der die umliegenden Industrieunternehmen vor Betriebseinschränkungen geschützt würden, betonte Stutz. Dass die Promotoren auf die Anliegen der Industriebetriebe eingegangen sind, bestätigte René A. Fricker, Geschäftsleiter der Rohner AG.
Zu den zahlreichen Sicherheitsauflagen gehört eine bis zu neun Meter hohe Ringmauer ohne Fenster (vgl. BaZ vom 4. April). Damit soll das Freizeitparadies von den benachbarten Industriebetrieben abgeschirmt werden. Als weitere Vorkehrungen für den unwahrscheinlichen Fall eines Industrieunfalls sind beispielsweise zwei Grünwälle, Fenster aus Verbundssicherheitsglas, ein Wasservorhang und Schleusen vorgesehen.
Geregelt worden ist auch die Verkehrserschliessung. Damit der Verkehr verflüssigt und auf dem berüchtigten «Raserstück» der Hardstrasse zwischen Pratteln und Muttenz beruhigt werden kann, soll bei der heutigen Einfahrt zum Henkel-Areal ein Kreisel gebaut werden. Ein weiterer Strassenkreisel ist auf der Kunimatt-Kreuzung geplant. Für die Erschliessung will die Henkel & Cie. AG der Gemeinde Pratteln à fonds perdu einen einmaligen Beitrag von 3,6 Millionen Franken bezahlen, wie Stutz erläuterte. Dazu soll die Personenunterführung des SBB-Bahnhofs ausgebaut und mit einer Rampe auf der Nordseite versehen werden. Ausserdem muss mindestens für einen einjährigen Versuchsbetrieb eine Shuttle-Buslinie zwischen dem «Multizentrum» und dem Bahnhof angeboten werden.
Henkel will in Pratteln bleiben
Auf dem Henkel-Areal ist die Produktion vor fünf Jahren nach einer rund neunzigjährigen Tradition eingestellt worden. Damit das Gelände nicht zu einer «Industriebrache» verkommt, habe man sich für eine Umnutzung entschieden, erklärte Lutz W. Hofmann von der Henkel-Europazentrale in Düsseldorf. Das Unternehmen wolle dem Standort Pratteln auch in Zukunft die Treue halten. Man wolle deshalb die Verwaltung der Firma in der neuen Überbauung unterbringen.
Der Prattler Gemeinderat will demnächst den Quartierplan zur Mitwirkung der Bevölkerung verabschieden. In einem nächsten Schritt werden der Einwohnerrat und voraussichtlich auch das Stimmvolk über den Quartierplan befinden.
Jens Uwe Kupka
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