Kölner Osterkirmes

#1

Kölner Osterkirmes

LETZTE BEARBEITUNG AM 19-Apr-2001 UM 15:17 Uhr ()

Schausteller wollen Kirmes verlängern
Verwaltung befürchtet Klage von Anwohnern


Die Stadt wird den Antrag der Gemeinschaft Kölner Schausteller auf Verlängerung der Osterkirmes bis einschließlich 1. Mai voraussichtlich ablehnen müssen. Grund dafür sei der strenge Bebauungsplan für den Standort am Deutzer Rheinufer, erklärte gestern Michael Eppenich, persönlicher Referent des für den Stadtbezirk Innenstadt zuständigen Dezernenten Dr. Ulrich Schröder.

Ähnlich wie in Aachen und Augsburg hatten die Beschicker des Frühlings-Volksfestes in Köln um eine Ausnahmegenehmigung gebeten. Statt am 29. April Schluss zu machen, würden die Karussell-Betreiber in diesem Jahr gerne noch über den Maifeiertag bleiben, weil er auf einen Dienstag fällt.

Ohne Verlängerung müssten sie mit dem Abbau ihrer Fahrgeschäfte am Montag, 30. April beginnen, dann wegen des Feiertags aussetzen und am 2. Mai ihre Arbeiten fortsetzen, so Rudolf von der Gathen vom Vorstand der Gemeinschaft Kölner Schausteller. Die Kirmes-Betreiber argumentieren, dass zum 1. Mai allenthalben "die Fröhlichkeit regiert".

Nur auf dem Kölner Festplatz sollen die "mit hohen Investitionen auf Kreditbasis" angeschafften Schaustellergeschäfte brachliegen. Doch der Stadt sind offenbar die Hände gebunden. "In anderen Städten gibt es nicht so strenge Rechtsgrundlagen wie bei uns", so Eppenich. Der Bebauungsplan für das Gebiet sehe wegen der Rahmenbedingungen eine Beschränkung der Frühjahrs-Kirmes auf genau 16 Tage vor.

"Eine Sondergenehmigung könnten die Anwohner anfechten." Wegen eines sehr aktiven Beschwerdeführers will es die Stadt auf eine Klage nicht ankommen lassen. Die Verärgerung der Schausteller könne er durchaus nachvollziehen, so Eppenich. "Aber unser Bewegungsspielraum für Ausnahmen ist nahe Null."KE

Kölner Rundschau
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Und noch ein weiterer Artikel aus dem Kölner Morgen...

Die Anwohner sind schuld }>
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Die Deutzer Kirmes kann nicht verlängert werden
Weil ein Anwohner auf den Bebauungsplan pocht - Schausteller sind wütend auf Stadt


Köln. Kölns Schausteller sind sauer. Erst verdirbt ihnen das katastrophale Osterwetter das Geschäft. "Bis heute fehlen uns bereits 300.000 Besucher", klagt Schaustellersprecher Rudolf von der Gathen. Und jetzt weigert sich die Stadt das Frühlings-Volksfest am Deutzer Rheinufer bis zum 1. Mai zu verlängern.

Denn der Bebauungsplan für das Kirmesgelände an der Deutzer Werft sieht nur 16 Veranstaltungstage vor. "Der Montag nach dem Ende unseres Volksfestes ist der Tag vor einem arbeitsfreien, nicht kirchlichen Feiertag", argumentiert Helmut Pilgram, im Vorstand bei der Gemeinschaft Kölner Schausteller (GKS). Vergebens - ein (!) Anwohner hatte gegen die verlängerte Kirmes opponiert.

Die Stadt erteile im Moment keine Ausnahmegenehmigung, so Heinrich Albrings vom Bezirksamt Innenstadt. Sonst könnten Anwohner rechtliche Schritte einleiten. "Wir haben versucht, mit dem Nachbarn Kontakt aufzunehmen", berichtet von der Gathen, "aber der weigert sich, mit uns an einem Tisch zu sitzen."

Eine kölsche Lösung bleibt außer Sicht. Zeitgleiche Volksfeste, die Aachener "Bend" und der Ausburger "Plärrer" dürfen in diesem Jahr bis zum 1. Mai ihre Tore öffnen. In Köln werden am 30. April und am 1. Mai die fliegenden Bauten ruhen.

Abgebaut werden dürfen Karussells und Losbuden erst nach dem Feiertag. In Deutz sind 93 Schaustellerunternehmen, rund 700 Personen, von der rigiden Stadtpolitik betroffen. "Und tausende kirmesfreudige Kölner noch dazu", ergänzt von der Gathen. Christian Bos





Jens Uwe Kupka
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Diskussionsübersicht

  1. #1 Kölner Osterkirmes JUK
    1. #2 RE: Kölner Osterkirmes tricktrack
      1. #4 RE: Kölner Osterkirmes NaLogo
        1. #5 Frischer Artikel dazu JUK
          1. #6 RE: Frischer Artikel dazu Twister-Sister
          2. #8 RE: Frischer Artikel dazu Krummbein123
            1. #10 RE: Frischer Artikel dazu Onkel Juergen
#2

RE: Kölner Osterkirmes

Antwort auf JUK, Beitrag #1

LETZTE BEARBEITUNG AM 19-Apr-2001 UM 15:47 Uhr ()

Man kann an der Kölner Spießigkeit, die sich gerne als "Weltoffen" tarnt wiklich verzweifeln. Wie kann es angehen, dass EINE PERSON in der heutigen Zeit, einen derartigen Terror ausübt, dass die Stadt Köln es vorzieht feige zu kuschen!
Die diesjährige Kölner Osterkirmes ist eine einzige Katastrophe! Der "Rundlauf" ist zu einem schmalen Schlauch verkommen, und die Attraktionen sind mehr als dürftig. Es ist zu beobachten, dass die Bebauung von mal zu mal unattraktiver wird, was ja auch kein Wunder ist. Wäre ich Schausteller würde ich sicher auch nur nach Köln gehen, wenn ich kein besseres Angebot hätte. Drohendes Hochwasser, ein schmaler Platz, hohe Gebühren und dazu die lächerliche Auflage, selbst am Wochende um 22 Uhr zu schließen!!!
Schade, denn das Kölner Publikum hat wirklich die Spendierhosen an, und würde mehrere Rides sicher begrüßen (Anders als in Recklinghausen, wo der Platz zwar brechend voll ist, aber die Rides eher spärlich besucht werden.)
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"Das gibt es nur in Kölle"
#3

RE: Kölner Osterkirmes

Antwort auf tricktrack, Beitrag #2

#4

RE: Kölner Osterkirmes

Antwort auf tricktrack, Beitrag #2

Tach,

also ich wohne nur 50m vom "Öcher Bend" entfernt, der ja dieses Jahr auch wie Augsburg eine Ausnahmeregelung erfahren durfte.
Einerseits versteh ich nicht, wie man wegen defakto 2 Tage mehr so ein riesen Gezetter veranstalten kann, andererseits kann ich bestätigen, dass es einen als Anwohner nach 2 Wochen tierisch auf die Eier gehen kann mit dem "Krach" und den dazugehörenden Umständen (Parkerei/Dreck, etc). Bei uns schallt es ziemlich gewaltig.

Wenn es um eine Verlängerung um 1 Woche gehen würde, hätte ich für den einen Anwohner verständniss, aber nicht bei 2 Tagen mehr, es sei denn man könnte von einem Fahrgeschäft in sein Badezimmr sehen ;-).

Also, bei mir würde ich sagen Freifahrten auf allen Geschäften und Ihr könnt in den Mai tanzen ;-)

NaLogo, der sich darüber gefreut hat, dass noch mal eine Achterbahn auf dem "Öcher Bend" stand (CrazyCoaster) und der keine Reibekuchen mehr sehen kann :-erks
#5

Frischer Artikel dazu

Antwort auf NaLogo, Beitrag #4

Da isser, der Übeltäter...

Artikel Kölner Express

Keine Verlängerung, weil es ihm zu laut ist
Dieser Rentner stoppt die Kirmes

Von TINA STEINACKER

Köln - Eine Vier-Zimmer-Wohnung direkt an der Siegburger Straße. Vierte Etage, 24 Meter Luftlinie vom Kirmesplatz am Deutzer Rheinufer entfernt.

Wir stehen mit Rentner Albrecht Carl Heucke (81) und seiner Frau Ingrid (66) auf dem Balkon ihrer Wohnung. Die Aussicht auf Rhein und Dom ist traumhaft, einfach schön.

Doch seit Jahren gibts Ärger direkt vor der Haustüre - genau zweimal im Jahr: die Düxer Volksfeste im Frühjahr und im Herbst. „Der Lärm ist unerträglich“, ärgert sich der pensionierte Architekt.

„Wir müssen nachts mit Oropax schlafen.“ Deshalb liegt der Rentner mit den Schaustellern über Kreuz, stoppt die Kirmes. Penibel achtet er darauf, dass die Öffnungszeiten (von 14 bis 22 Uhr) genau eingehalten werden. Wenn nicht, faxt er eine Beschwerde umgehend an die Kölner Stadtverwaltung.

Heuckes Frau stört besonders das Gekreische: „Wenn die Leute im Karussell über Kopf in den Sitzen hängen und schreien, sitzen wir senkrecht im Bett.“

„Ich gönne allen ihr Vergnügen und bin auch bestimmt kein Spielverderber. Aber ich lass mich nicht verschaukeln.“ Aus seinen Aufzeichnungen geht hervor, dass in den vergangenen Jahren auf der Kirmes manchmal noch bis kurz vor Mitternacht gefeiert wurde.

In diesem Jahr ist wohl schon ein bisschen besser geworden. „Sie machen jetzt um halb elf Schluss. Und wenn sie sich weiterhin daran halten, sagen wir ja auch nichts mehr.“

Heucke ist nicht der einzige, der auf die Barrikaden geht. Wir treffen Rechtsanwalt Dr. Norbert Monßen. Seine Wohnung liegt nur wenige Meter von Heuckes entfernt. „Ursprünglich sollte am Deutzer Rheinufer eine Grünanlage entstehen“, erzählt er. „Das steht auch in der Satzung drin.“ Doch stattdessen wurde das geplante Erholungsgebiet zum Festplatz.

Norbert Monßen hat seit 1999 über 20 Briefe an die Stadt geschrieben und auf die gesetzlichen Festlegungen hingewiesen. „Sie haben nicht reagiert. Stattdessen geht der Platz nur immer mehr kaputt. Die Lastwagen blockieren die Wege, zerstören mit ihren Reifen den Rasen. Und die Buden stellen sie auf, wo sie wollen.“

Monßen hat die Nase voll. Als die Schausteller die Kirmes jetzt verlängern wollten, blieb der Anwalt knallhart. „Das machen wir nicht mit.“

Sehr zum Leidwesen von Schausteller-Sprecher Rudolf von der Gathen. „Wir wollen für zwei Tage schließen und dafür bis 1. Mai bleiben“, sagt er. „Denn wir hatten durch Wetter und den Stromausfall von Sonntag große Umsatzeinbußen.“

Jetzt will er juristische Schritte einleiten, um eine Verlängerung zu erreichen. Der Kirmes-Knatsch geht in die nächste Runde.




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#6

RE: Frischer Artikel dazu

Antwort auf JUK, Beitrag #5

Hi!

Klar, Kirmes im Wohngebiet ist immer so eine Sache und eigentlich geht es mich ja nix an aber ....
etwas verstehe ich bei der ganzen Sache nicht:
Es geht hier doch scheinbar hauptsächlich um dieses Rentner-Ehepaar, daß sich über den Lärm vor der Haustür so aufregt. Als Rentner ist man ja nun nicht gezwungenermaßen darauf angewiesen, morgends "in aller Herrgotts-Frühe" aus den Federn zu müssen, wie beispielsweise Schüler oder Berufstätige. Da ist es doch meiner Meinung nach nicht soooo schlimm, wenn abends bis um Mitternacht vor der Tür gefeiert wird, zumal dies ja nur 2x im Jahr für einen absehbaren Zeitraum vorkommt. Würden sich hierbei vor allem Berufstätige etc. beschweren, könnte ich dafür eher etwas mehr Verständnis aufbringen ...
Hinzu kommt bei diesem speziellen Fall ja noch die Tatsache, daß ja nicht mal bis 23.00 Uhr gefeiert wird, sondern daß so um 22.00 Uhr (!) die Kirmes-Geschäfte schließen, da dürfte es doch wirklich nicht sooooo schlimm sein, wenn man das Fest etwas verlängert.

Was denkt Ihr darüber?

Gruß
Twisi
#7

RE: Frischer Artikel dazu

Antwort auf Twister-Sister, Beitrag #6

Hallo,

mich erinnert das Ganze an manche Berichte, wonach Leute mit viel Zeit am Fenster hängen und es sich zur Aufgabe machen, irgendwelche Regelverstöße penibel aufschreiben und melden.
Ich war gestern berufsbedingt in Köln und war doch enttäuscht von der Kirmes. Auch der umgebaute Rollover hat mich nicht gerade begeistert. Wenn er zügig fährt ist der Fahrtablauf wie bei einem Top-Spin, wobei mit Mühe 3 Überschläge geschafft werden. Der Roll-Over typische Fahrtablauf war recht langsam, wohl mit Absicht.

Viele Grüße
Hans-Jürgen

#8

RE: Frischer Artikel dazu

Antwort auf JUK, Beitrag #5

War ja klar, dass sich wieder mal die Rentner beschweren. Die haben auch nichts anderes zu tun, als sich über Gott und die Welt aufzuregen. Die müssen aufpassen, dass die keinen Herzinfarkt bekommen, wenn die sich aufregen.

Ja ja, Rentner sein ist ein schwerer und gefährlicher Beruf.
-Um 5.00 Uhr aus dem Bett, weil da der erste schon zur Arbeit fährt
-Bis 9.30 Uhr am Fenster stehen
-9.30 Uhr wird die erste Mahlzeit eingenommen
-9.45 Uhr wieder ans Fenster
-10.30 Uhr einkaufen gehen
-12.00 Uhr Mittagessen
-12.15 Uhr Mittagsschlaf
-12.45 Uhr zurück ans Fenster
-19.00 Uhr auf die Couch Fernseh gucken
-21.30 Uhr ins Bett sich aufregen das man nicht schlafen kann, weil es draussen so laut ist
-ca.2.00 Uhr auf Toilette, wegen der Blasenschwäche

MfG Krummbein123
#9

RE: Frischer Artikel dazu

Antwort auf Krummbein123, Beitrag #8

>Ja ja, Rentner sein ist ein
>schwerer und gefährlicher Beruf.
>-Um 5.00 Uhr aus dem Bett,
>weil da der erste schon
>zur Arbeit
> fährt
>-Bis 9.30 Uhr am Fenster stehen
>
>-9.30 Uhr wird die erste Mahlzeit
>eingenommen
>-9.45 Uhr wieder ans Fenster
>-10.30 Uhr einkaufen gehen
>-12.00 Uhr Mittagessen
>-12.15 Uhr Mittagsschlaf
>-12.45 Uhr zurück ans Fenster
>-19.00 Uhr auf die Couch Fernseh
>gucken
>-21.30 Uhr ins Bett sich aufregen
>das man nicht schlafen kann,
> weil es draussen so
>laut ist
>-ca.2.00 Uhr auf Toilette, wegen der
>Blasenschwäche
>
>MfG Krummbein123

Salût,

na dann weisst Du ja auch schon was Du mal so im hohen Alter machen wirst ;-)

NaLogo
#10

RE: Frischer Artikel dazu

Antwort auf Krummbein123, Beitrag #8

>-10.30 Uhr einkaufen gehen
>-12.00 Uhr Mittagessen
>-12.15 Uhr Mittagsschlaf

EEEEEEEEEEEEHHHHH: FALSCH!

Jeder Berufstätige, der in seiner 30minütigen Mittagspause drauf angewiesen ist, im nächsten Supermarkt etwas essbares zu kaufen, wird Dir bestätigen, das Renter NUR zwischen 12 Uhr und 13 Uhr einkaufen! ...Wenn Du dann einen/eine an der Kasse vor Dir hast, hörst Du mit sicherheit Sätze wie "Warten Sie, ich habs passend", "Abwiegen? Oh, muss ich das?" "Haben Sie die Dingensdinger da nicht mehr, die es früher gab? Sie wissen schon...", "Was haben Sie gesagt? Ich hör nicht so gut... Und was steht da? Ich hab meine Brille nicht an..."...

Mit sehr viel Pech gerät man dann sogar noch in eine Horde wildgeworder Hausfrauen mit möglichst kleinen, nervigen Hosenscheissern im Gepäck, die noch einen Grosseinkauf starten müssen... ARGHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHH!


MfG Euer Onkel Jürgen
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#11

RE: Frischer Artikel dazu

Antwort auf Onkel Juergen, Beitrag #10

#12

RE: Frischer Artikel dazu

Antwort auf Onkel Juergen, Beitrag #10

Du hast vergessen, dass mit absoluter Sicherheit das abgezählte Kleingeld (und ich meine "klein") garantiert in die Ritze des Förderbandes kullert, und damit ein Teil der Rente erstmal wieder umständlich herausgefischt werden muss.
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"Frau Surge, bitte die 9" - LIDL Onboard Soundtrack (frag Knowledge)

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