Colossos-Bericht in der HAZ vom 14.4.

#1

Colossos-Bericht in der HAZ vom 14.4.

LETZTE BEARBEITUNG AM 14-Apr-2001 UM 09:32 Uhr ()

Warten auf "Colossos": Fans schwärmen vom Schweben

Im Heidepark fährt jetzt die weltgrößte Holzachterbahn

Soltau. Abergläubisch? "Keine Spur." Dass die größte Holzachterbahn der Welt ausgerechnet an einem Freitag, dem 13., ihren Betrieb aufnimmt, ist für Helmut Nothing überhaupt kein schlechtes Omen. Seit 20 Jahren plant er neue Fahrattraktionen im Heidepark Soltau, aber die Holzachterbahn "Colossos" sei schon etwas ganz Besonderes, sagt er und wiegt seinen Kopf bedächtig hin und her. Bis zu 120 Stundenkilometer erreichen die Wagen der 60 Meter hohen Bahn, das maximale Gefäle beträgt 61 Grad, die größte Querneigung liegt bei 67 Grad. Da lohne es sich durchaus schon einmal, einige Stunden auf die Eröffnung zu warten, sagt Nothing. Das findet auch Dennis Vedder. Vier Stunden harrt der 13-jährige aus Soltau schon in der Kälte aus. Ungeduldig ist er nicht. "Ich freu mich schon auf den Nervenkitzel", sagt er.

Für Michael Wenko aus Oldenburg ist es "Ehrensache", bei der Eröffnung von "Colossos" dabei zu sein. Der Computerspezialist fährt Achterbahn aus Leidenschaft. Ihn fasziniert die komplizierte Technik, erzählt der 31-jährige und schiebt seine Baseballkappe nach hinten. Wenko ist ein organisierter Achterbahnfan. "Freundeskreis Kirmes- und Freizeitparks" heißt sein Verein. Im Sommer sind die Achterbahnfreaks beinahe jedes Wochenende in einem anderen Park unterwegs. Sie schwärmen vom Kick, vom Geschwindigkeitsrausch, vom Gefühl des Schwebens, das sie "Airtime" nennen.

Eine Achterbahn aus Holz ist für den Betreiber des Heideparks, Hans-Jürgen Tiemann, schon immer der größte Traum gewesen. 45 Millionen Mark hat er ihn sich kosten lassen. Bis zu 1500 Personen kann "Colossos" in einer Stunde transportieren. Aus 3000 Kubikmetern Kiefernholz, 80 Tonnen Schrauben und 3800 Kubikmetern Beton haben Firmen aus der Region in nur sechs Monaten den gigantischen Baau errichtet. Dann folgt eine ausgiebige Sicherheitsprüfung. Bis Freitagmittag sitzen die Sachverständigen vom TÜV München an ihren Rechnern. Das Interesse, auch der Medien, ist so groß, dass die Gutachter mit ihrer Arbeit nicht so recht vorankommen. Die Eröffnung verschiebt sich Stunde um Stunde.

Endlich, um kurz vor 14 Uhr, ist es dann so weit. Als Erste dürfen die Handwerker fahren, die "Colossos" gebaut haben. Helmut Nothing sitzt ganz vorn, neben ihm Zimmermann Frank Patzenhauer. Begleitet vom Jubeln und Klatschen der mehreren tausend Zuschauer sausen die gelben Wagen die Steilwand hinunter. Nach 145 Sekunden sind die Teilnehmer der Jungfernfahrt wieder da. Die Haare zerzaust, auf den Gesichtern ein leicht entrücktes Lächeln: "Einfach bombastisch", japst Patzenhauer, und Nothing fehlen für einen kurzen Moment die Worte. "Irre", sagt er dann. Wenko schwärmt vom Schweben: "So etwas habe ich noch nie erlebt." Eine halbe Stunde später wird "Colossos" schließlich auch für die übrigen Besucher geöffnet. Dennis Vedder rennt ganz vorn.

(Sorry für Tippfehler, ich sitze nicht an meiner Tastatur.)

--
Besucht http://www.tvboardy.de, das unabhängige TV-Magazin!

Diskussionsübersicht

  1. #1 Colossos-Bericht in der HAZ vom 14.4. Tobias
    1. #2 RE: Colossos-Bericht in der HAZ vom 14.4. Onkel Juergen
      1. #4 RE: Colossos-Bericht in der HAZ vom 14.4. Steffen
    2. #6 RE: Colossos-Bericht in der HAZ vom 14.4. Jens Wolters
      1. #7 RE: Colossos-Bericht in der HAZ vom 14.4. Jens Wolters
        1. #8 RE: Colossos-Bericht in der HAZ vom 14.4. Jens Wolters
#2

RE: Colossos-Bericht in der HAZ vom 14.4.

Antwort auf Tobias, Beitrag #1

Ich kann es immer weniger erwarten! Das ist ja schlimmer als mit Star-Wars Episoe 1 damals.... *schluck*

Noch 3 lange Wochen zum Event!

MfG Euer Onkel Jürgen
http://www.schleimspur.de/selber.JPG
#3

RE: Colossos-Bericht in der HAZ vom 14.4.

Antwort auf Onkel Juergen, Beitrag #2

LETZTE BEARBEITUNG AM 15-Apr-2001 UM 10:25 Uhr ()

>Ich kann es immer weniger erwarten!
>Das ist ja schlimmer als
>mit Star-Wars Episoe 1 damals....
>*schluck*
>
>Noch 3 lange Wochen zum Event!
>
>
Nur mit dem Unterschied, das Colossos unsere Erwartungen erfüllen wird, im Gegensatz zu StW1 :-) ( oder ist C ein Kiddie- Ride ? )

***may the force be with U !!!***


Brother of f :-)n
http://212.227.177.77/dcforum/User_files/3ac7963807f44561.jpg

Chris

#4

RE: Colossos-Bericht in der HAZ vom 14.4.

Antwort auf Onkel Juergen, Beitrag #2

So, da haben wir nun Colossos endlich eröffnet und wo sind bitte, abgesehen von ein paar Einsen und diesen Artikeln hier, ein paar Fahrberichte von Leuten, die schon gefahren sind???

Ich hatte gehofft, daß hier ein Sturm von Postings losbricht, aber...

Vielleicht können die Herren mit den sehr guten Schulnoten, diese ein wenig erläutern? :-)

Wie schnell fährt der Lift?
Wie lange dauert die eigentliche Fahrt?
Wie sitzt es sich in den Sitzen?
Wie gut oder schlecht sind die Bügel?
Wie ist das Fahrgefühl? Wendepunkt, Helix etc....
Gibt es wirklich gute Airtime? Im Vergleich zu anderen?
Ist die Fahrt ruhig und sauber oder es gibt es unruhige Stellen/Schläge?
Wie ist die Bahn vom Fahrgefühl verglichen mit anderen großen Holzachterbahnen?
Ist es nun wirklich ein Hammer oder nur ein Hammer in Deutschland/Europa und sonstwo steht immer noch der bessere Woddie?

Da kann man doch hundert Aufsätze darüber schreiben, oder? Herr Latotzki vielleicht?

Wäre nett! :-)

greetings
Steffen
#5

RE: Colossos-Bericht in der HAZ vom 14.4.

Antwort auf Steffen, Beitrag #4

Mein Tip: Fahr selber so schnell wie möglich hin. Eine eigene Meinung ist besser als die eines anderen zu adaptieren.
Und schließlich handelt es sich hierbei um eine der größten Holzachterbahnen der Welt und das alleine dürfte schon Anlass genug sein, dorthinzufahren...
Viel Spass wünscht dir dabei
Jakob

P.S. Schau dir die Signatur von The Knowledge an, das dürfte Aufschluss geben...

First public train rider on Colossos

www.holidaysearch.de
#6

RE: Colossos-Bericht in der HAZ vom 14.4.

Antwort auf Tobias, Beitrag #1

Die Zeitungen in Deutschland stehen ja heute voll von Colossos:

Neues Presse Hannover:

Niedersachsen: Colossos kommt in Fahrt
Jungfernfahrt für den Colossos: Am Freitag ging die größte Holzachterbahn der Welt im Heidepark Soltau zum ersten Mal auf die 1500 Meter lange Strecke. NP-Mitarbeiterin Inken Hägermann (29) fuhr mit.

Lange hats gedauert, bis ich endlich starten konnte: Technische Probleme, Schnee und Minusgrade verzögerten die Jungfernfahrt. Erst sollte sie Donnerstagabend stattfinden, dann hats bis Freitagmittag gedauert.

Egal - jetzt ist es soweit. Inmitten der Handwerker, die in den vergangenen sechs Monaten den Colossos im Heidepark gebaut haben, traue ich mich. Ein Kamerateam ist auch mit an Bord. Gurt fest gezurrt, Sicherheitsbügel vor den Bauch gezogen - ich bin so weit.

Langsam zieht ein Gewinde den extra für diese Bahn entwickelten Zug zum Start in 60 Metern Höhe. Tolle Aussicht: Ganz schön steil, fällt mir auf. Ich möchte aussteigen.

Zu spät. Wir haben den Gipfelpunkt erreicht. Langsam und dann immer schneller kippt der kleine Zug nach unten. Jetzt geht es in rasendem Tempo fast senkrecht gen Erdboden. Die Fliehkraft drückt mich in den Sitz, ich schreie lauthals - ich wollte doch nicht so jung sterben. Die Räder rattern auf den stählernen Schienen, das Holz knarrt - klingt ganz anders als die üblichen Achterbahnen. Auch das Fahrgefühl ist neu: ruppiger gehts zu - und gleichzeitig weicher. Holz federt eben doch anders als eine Stahlkonstruktion.

Der Schwung der Abfahrt treibt uns den ersten Anstieg wieder hoch. Der Fahrtwind zerzaust mir die Reste der Frisur. Das hier ist Wahnsinn: hoch, runter, wieder hoch, wieder runter. Dann legt sich der Zug in die Kurve - ich kralle mich am Sicherheitsbügel fest. Langsam finde ich Gefallen an diesem Höllenritt.

Zwei weitere Steigungen. Plötzlich macht es plopp. Etwas Weißes fliegt an mir vorbei. Das Kamerateam kann sich vom Mikrofon-Schutz gegen den Wind verabschieden. Kein Durchhaltevermögen, dieser technische Krimskrams. Ich dagegen bin voll bei der Sache: Wir rasen in den engen Kreisel. Mitten durch das hölzerne Colossos-Gestell. Ich ziehe den Kopf vor den niedrig scheinenden Streben ein. Haben die Techniker daran gedacht, dass Menschen in den Zügen sitzen? Ich sehe kommen, dass mein Schädel gegen eine Holzverstrebung klatscht. Passiert natürlich nicht - ist alles ganz genau ausgemessen.

Die letzten Hügelchen nehmen wir ganz locker. Begeistert steige ich am Ziel aus, lächle und knirsche fröhlich. Ich habe Sand zwischen den Zähnen. Aber wen kümmerts? Ich war die Erste im Colossos. Und das zählt doch was!


VON INKEN HÄGERMANN, SOLTAU


Landeszeitung Lüneburger Heide:

Sturz in die Tiefe aus 60 Metern Höhe
Holzachterbahn "Colossos" im Heide-Park Soltau nimmt Betrieb auf
Soltau. Beim Anblick der himmelhohen, 60 Meter emporstiegenden Anlauftrasse fällt einem spontan der Turmbau zu Babel ein. Einfallen wird die neue Achterbahn im Heide-Park Soltau im Gegensatz zum sprichwörtlichen Fehlschlag in alter Zeit nicht, obwohl sie gänzlich aus Holz gefertigt ist. Der 55-jährige Bauleiter Helmut Nothing, ein nüchterner Mensch, gerät ins Schwärmen, wenn er von der Fahrt über das gigantische Bauwerk spricht: "Das ist Wahnsinn; zwischendurch, bei den so genannten Camel-Backs, hat man das Gefühl zu schweben." Die einzige Gefahr sei, dass man danach süchtig wird: "Ich bin schon viermal mitgefahren." Statisch bis ins Detail durchgerechnet, sei die Konstruktion absolut sicher.
Eine streng geordnete Aneinanderreihung von Holzbalken offenbart sich beim Rundgang um und unter der Achterbahn, die nicht ohne Grund "Colossos" genannt wird. 45 Millionen Mark waren für Material wie Beton, Holz, Schrauben, Nägel und für Arbeitskosten aufzuwenden. Abgesehen von der Steilstrecke zu Beginn buckelt sich der Rest des Baus wie ein Lindwurm oval durchs Gelände.
Aus der Nähe sind die vielen Schrauben und Nägel zu sehen, mit denen die einzelnen Balken verbunden sind. "Das Holz ist ganz normale deutsche Kiefer, die läßt sich gut imprägnieren", erklärt Nothing. "Vergleichbare Bahnen halten mindestens 30 bis 40 Jahre." Besonders stolz ist er darauf, dass während der acht Monate Bauzeit nicht ein Unfall passiert ist: "Das ist bei einem solchen aufwändigen Vorhaben außergewöhnlich."
Um diese Details werden sich die vielen Besucher nicht kümmern, ihnen geht es allein um den Nervenkitzel der Sause über die Holzhügel und durch die Holztäler. Schon Stunden vor der offiziellen Eröffnung gestern Nachmittag standen Interessierte ungeduldig am Eingang zur Achterbahn. Immer wieder musste sie das Personal vertrösten, denn die Techniker vom TÜV waren noch zu Werke. In der Nacht zuvor hatten sie ihre Arbeit wegen Schnee- und Hagelsturms abbrechen müssen.
Schließlich war es soweit: Die erste offizielle Fahrt mit dem Zug zu fünf Wagen startete um 14 Uhr. "Besetzt mit den Bauhandwerkern", erklärte Parksprecher Klaus Müller, "und bejubelt von Hunderten von Zuschauern." Der Ansturm sei enorm. Um ihn zu befriedigen, werde die Bahn an diesem Tage länger als üblich fahren.

http://news.landeszeitung.de/pictures//archiv/14042001/images/hires/lan-g2koloss.jpg


Walsroder Zeitung:

Wenn der Magen Purzelbäume schlägt

Colossos / Verspätete Jungfernfahrt gestern Nachmittag im Heide-Park
Gestern Nachmittag öffnete mit ein paar Stunden Verspätung die neueste Attraktion im Heide-Park Soltau: Die ersten Mutigen konnten die rasante Berg- und Talfahrt mit der Holzachterbahn "Colossos" genießen.

[Soltau.] "Halt, ich will lieber doch aussteigen!" Der Hilferuf ist nicht ernst gemeint - und wenn schon: Es sind nur noch wenige Meter bis zum Abgrund, jetzt gäbe es ohnehin kein Zurück mehr. Wenige Sekunden später stehen die Haare zu Berge, schlägt der Magen Purzelbäume. Schussfahrt aus 60 Metern Höhe, 61 Grad Gefälle: Bei 120 Stundenkilometern und fast freiem Fall wechselt das Gefühl von Schwerelosigkeit ab mit Adrenalinstößen.

Viel zu schnell ist sie dann nach gut einer Minute vorbei, die Jungfernfahrt der Holzachterbahn "Colossos" im Heide-Park Soltau. Die meisten Fahrgäste sind noch so mit ihren Eindrücken und der Position ihrer Innereien beschäftigt. Worte wie "irre","wahnsinn", "unglaublich" beschreiben umso treffender das gerade Erlebte. Zusammen mit dem Applaus der "Versuchskaninchen" und der Park-Besucher, die bereits seit Stunden an der Absperrung ausharren, sind sie das schönste Lob für Bauleiter Helmut Nothing und sein Team.

Und auch den Mitarbeitern des Freizeitparkes fällt nach der geglückten Premiere ein ganzer Steinbruch vom Herzen: Immer wieder fragen sie sich in den Stunden zuvor, ob sich die "Colossos"-Wagen überhaupt wie geplant in Bewegung setzen können. Immer wieder prüft der TÜV bei Testfahrten mit wassergefüllten Plastikkanistern neue Fahrbedingungen. Gurte werden geöffnet, festgezurrt und wieder geöffnet. Hier wird immer wieder geruckelt, dort kritisch beäugt. Und so kann die erste bemannte "Colossos"-Fahrt am Karfreitag statt um 9 Uhr erst gegen 14 Uhr starten. Doch das Warten hat sich gelohnt: Für die Fans von schnellen Geschwindigkeiten, rasanten Kurven und nervenkitzelnden Berg- und Talfahrten wird "Colossos" der Anziehungspunkt im Heide-Park werden

http://www.pipeline.de/cgi-bin/showpics.pl?id=491754&rid=21


Hamburger Abendblatt:

Größte Holzachterbahn der Welt im Heide-Park Soltau eröffnet

"Colossos" auf hölzernen Beinen





Soltau - "Colossos", die größte Holzachterbahn der Welt, ist am Freitag im Heide-Park Soltau (Landkreis Soltau-Fallingbostel) eröffnet worden. Die erste Fahrt über die 1500 Meter lange Strecke unternahmen am Nachmittag traditionell die beteiligten Handwerker. Mehrere Tausend Menschen verfolgten die Jungfernfahrt und jubelten vor Begeisterung.
Sechs Monate lang hatten die Handwerker an dem riesigen nostalgischen Bauwerk gearbeitet. Dabei verbrauchten sie insgesamt 90 000 Holzteile aus Kiefer, sechs Tonnen Nägel und 80 Tonnen Schrauben. Eine Sprinkler-Anlage soll für gleichmäßige Feuchtigkeit des 45 Millionen Mark teuren Riesen sorgen.
"Wegen der schlechten Witterungsbedingungen konnten wir erst mit Verspätung starten", sagte der Sprecher des Heide-Parks, Klaus Müller. Ein Schneesturm und Minus-Temperaturen hatten die letzten Prüfungen des TÜVs verzögert. Wagemutige Besucher können sich von nun an mit Geschwindigkeiten bis zu 120 Kilometern pro Stunde in die Tiefe stürzen. (HA)


NWN:

Größte Holzachterbahn der Welt eröffnet

Erste Fahrt im Heidepark Soltau unternahmen die Erbauer

Von Jens Tittmann

Soltau (nwn/dpa) - Die größte Holzachterbahn der Welt ist am Freitag im Heide-Park Soltau eröffnet worden. Die erste Fahrt über die 1.500 Meter lange Strecke unternahmen am Nachmittag traditionell die beteiligten Handwerker. Mehrere tausend Menschen verfolgten die Jungfernfahrt und jubelten vor Begeisterung.


Neue Holzachterbahn im Heidepark Soltau
dpa
Sechs Monate lang hatten die Handwerker an dem riesigen nostalgischen Bauwerk gearbeitet. Dazu verbrauchten sie insgesamt 3.000 Kubikmeter niedersächsische Kiefer, eine Sprengler-Anlage soll für gleichmäßige Feuchtigkeit des hölzernen Riesen sorgen. Insgesamt kostete das Bauwerk 45 Millionen Mark.
Gigantisch sind die Eckdaten der neuen Bahn: Die Holzachterbahn hat eine Höhe von etwa 60 Metern haben; die Streckenlänge beträgt 1.500 Meter, die maximale Geschwindigkeit 120 Stundenkilometer. 145 Sekunden (einschließlich der Liftfahrt) wird die Bahn unterwegs sein, hat ein maximales Gefälle von 61 Grad bei der Schussfahrt sowie eine Querneigung von bis zu 67 Grad in den Kurven. Zwei Züge mit je fünf Wagen können insgesamt 60 Personen transportieren. 1.500 Personen wird "Colossos" pro Stunde maximal transportieren können. Es gilt als sicher, dass diese sagenhafte Holzachterbahn die Achterbahnfans weltweit in ihren Bann ziehen wird, so das Park-Management.

"Wegen der schlechten Witterungsbedingungen konnten wir erst mit Verspätung starten", sagte der Sprecher des Heide-Parks, Klaus Müller. Ein Schneesturm und Minus-Temperaturen hatten die letzten Prüfungen des TÜVs verzögert. Wagemutige Besucher können sich von nun an mit Geschwindigkeiten von bis zu 120 Kilometern pro Stunde in die Tiefe stürzen. "Wir rechnen damit, dass wir heute etwas länger auf haben, damit möglichst viele Menschen fahren können", sagte Müller.


Focus:

Gigantische Holz-Achterbahn


I m Heidepark Soltau haben die Betreiber die nach eigenen Angaben größte Holzachterbahn der Welt eingeweiht. Die Jungfernfahrt über die 1500 Meter lange Strecke unternahmen am Freitagnachmittag die beteiligten Handwerker. Die nostalgische Konstruktion mit dem Namen „Colossos“ ist 60 Meter hoch, das Gefälle beträgt abschnittweise 61 Grad. Mit Spitzengeschwindigkeiten bis zu 120 Stundenkilometern ist die Anlage in der Lüneburger Heide die rasanteste Holzachterbahn Deutschlands.

Für die Holzanlage verbauten die Handwerker 3000 Kubikmeter Kiefernholz und 750 000 Nägel. Eine Sprengler-Anlage soll künftig den hölzernen Riesen gleichmäßig befeuchten.

„Wegen der schlechten Witterungsbedingungen konnten wir erst mit Verspätung starten“, sagte ein Sprecher des Parks. Ein Schneesturm und Minus-Temperaturen hatten die letzten Prüfungen des TÜVs verzögert.


Grüße

Jens




#7

RE: Colossos-Bericht in der HAZ vom 14.4.

Antwort auf Jens Wolters, Beitrag #6

Selbst die Holländer schreiben über Colossos, hier ein Bericht aus dem Algemeen Dagblad, eine der größten Zeitungen in Holland:

http://www.fixma.uwnet.nl/colossos.jpg

Foto gescannt von Fixma, aus dem holländischen Forum (in dem thread sagte einer der Holländer (Frank), daß die Achterbahn inzwischen fast in jeder holländischen Zeitung gestanden hat!)

Hier der Text für alle holländisch Lesenden:

Dit weekeinde kan het (Duitse) publiek terecht in de achtbaan van Heidepark in Soltau, Nedersaksen. Het is ‘werelds grootste houten Roller Coaster, die ‘Colossos’ wordt genoemd. Het proiect heeft liefst 45 miljoen mark (zo’nf 50 miljoen) gekost. Wie durft, moet over een sterke maag beschikken. De snelheid kan onderweg oplopen tot 120 km/uur. Foto EPA


Grüße

Jens
#8

RE: Colossos-Bericht in der HAZ vom 14.4.

Antwort auf Jens Wolters, Beitrag #7

Auch die Engländer können schöne Fotos von Colossos schießen. Hier ein Foto aus der Times vom 14.4.:

http://members.aol.com/yesterdaypark/myhomepage/big.jpg
#9

RE: Colossos-Bericht in der HAZ vom 14.4.

Antwort auf Jens Wolters, Beitrag #8

Hier noch was aus der Hamburger Morgenpost von heute:

Heidepark: Größte Holzachterbahn der Welt eröffnet
Abwärts mit Gebrüll

Mit der größten Holzachterbahn der Welt können seit Karfreitag wagemutige Gäste des Heideparks Soltau die Belastbarkeit ihres Magens auf die Probe stellen. Die "Colossos" ist 60 Meter hoch, hat ein maximales Gefälle von 61 Grad und erreicht Spitzenwerte von 120 Sachen. Der MOPO-Fotograf Christian Brinkmann ist Achterbahn-Freak und testete als einer der ersten die neue Heidepark-Attraktion. Sein Urteil: Super! Unbedingt ausprobieren.

Die 145 Sekunden lange Berg- und Talfahrt beginnt sehr entspannt. Mit einem kleinen Ruck werden die Wagen mit insgesamt 30 Fahrgästen auf 60 Meter Höhe gezogen. Wer sich nicht nur im Sitz festkrallt und auf seine Füße guckt, hat von der Startposition aus einen wunderbaren Blick über die weite Heidelandschaft.

Doch dann tut sich der Abgrund auf. Der Zug neigt sich und rast immer und immer schneller werdend Richtung Erde. Spitze Schreie sind zu hören, Angstschweiß bricht aus und Fahrgäste kneifen die Augen zu. Die abgebrühteren wie Christian Brinkmann bekommen einen trockenen Mund und krallen sich an den Haltebügeln auf ihren Beinen fest. Und das ist auch gut so. Denn nach der Talfahrt schießen die Wagen wieder in den Himmel. Bei der nächsten Abfahrt folgen die Körper aber erst noch weiter der steilen Aufwärtsbewegung und werden fast aus den Sitzen gerissen.

Dreimal geht es insgesamt auf und ab, bevor der Zug dann in die Steilkurve geht und weiter zur 360-Grad- Schleife. Zwei kleine, aber nicht zu verachtende Aufschwünge vor der letzten Kurve sorgen noch einmal für Adrenalin-Alarm. Dann bremst der Zug sanft ab und hält. Aufatmen - und danach gibt es für die Freaks nur noch eins: Ganz schnell noch einmal anstellen.


Reaktion auswählen