Wiener Prater
Tradition und Moderne in der neuen Wurstelprater-Saison
Rund 70 Millionen Schilling in neue Attraktionen investiert - Infrastruktur-verbesserungen erst mit U-Bahn-Ausbau.
Wien (APA) - Der Wiener Finanz- und Wirtschaftsstadtrat Sepp Rieder (S) ist ein echter Praterexperte, denn er ist in nur 100 Meter Entfernung vom legendären Bier- und Stelzenparadies "Schweizerhaus" aufgewachsen. Umso mehr freut es ihn, dass der Wiener Wurstelprater "unverwechselbar, und doch voll neuer Attraktionen" ist: "Ich gratuliere den Unternehmern, dass sie den Prater nicht zum Standardvergnügungspark mit Spielhallen und Sexshops verkommen lassen", sagte Rieder heute, Mittwoch, bei einer Pressekonferenz.
Über die Neuigkeiten in dem 235 Jahre alten Vergnügungsareal berichtete bei der traditionellen Saisoneröffnungsveranstaltung im Schweizerhaus der Präsident des Wiener Praterverbands, Alfred Kern. Rund 70 Mill. S (5,09 Mill. Euro) habe man über den Winter investiert, um die "einmalige Verbindung von traditionellem und Modernem" noch attraktiver zu gestalten. Unter dem Namen "Blue Planet" wird es erstmals eine Dinosaurier-Erlebniswelt geben. "Outbreak" nennt sich ein "Karussell für coole Kids", mit "Frisbee" und "Discovery" kann die Stärke der Magennerven getestet werden.
Im Vordergrund soll laut Kern die Familienfreundlichkeit stehen, daneben wird auch auf Nostalgisches gesetzt. Unter anderem gibt es 2001 ein neues - nostalgisch angehauchtes - Kinderringelspiel. "Prater Marina", eines der ältesten Tunnelringelspiele des Praters, wurde auf Hochglanz gebracht. Doch auch das World Wide Web erobert den Prater: Eine Spielhalle wurde zum Internet-Cafe umgebaut.
Traurig stimmt den Prater-Präsidenten, dass sein Vergnügungspark noch immer für unsicher gehalten wird. Dabei "sind wir vom Sex schon weg", alle einschlägigen Etablissements wurden in den vergangenen Jahren abgesiedelt. Weiterer Beleg für die Ungefährlichkeit ist für Kern, dass die Polizei sogar "zwei Damen" und nicht nur gestandene Mannsbilder im Prater auf Streife schickt.
Eine weitere Attraktivierung des alljährlich von drei Millionen Menschen besuchten Freizeitgeländes erhofft sich Kern durch eine Neugestaltung des Pratereingangs, einen neuen Pratersternübergang und eine verbesserte Anbindung an den öffentlichen Verkehr. Allerdings: Vor der Fertigstellung der U-Bahn-Linie U2 im Jahr 2007 wird sich laut Rieder nicht viel tun. Auch der Umbau des Bahnhofs Wien Nord sei von ÖBB und Infrastrukturministerium zurückgestellt worden.
Bei der Neugestaltung des benachbarten Messegeländes, wo rund die Hälfte der 22 Hektar großen Fläche für neue Nutzungen frei wird, sollen dagegen bis Jahresende zumindest die Planungen abgeschlossen werden. Klar ist allerdings noch immer nicht, was dort errichtet werden soll. "Keine Konkurrenz zum Wurstelprater" lautet für Rieder die Devise: "Ich bin dafür, den Platz möglichst multifunktional einzusetzen." Auch den Raumbedarf einer möglichen Fußball-Europameisterschaft in Wien will der Stadtrat in die Planung einbeziehen.
Tiroler Tageszeitung
Jens Uwe Kupka
http://www.henson.com/cards/images/everyday_06s.gif
http://212.227.177.77/JUK/hp_banner.jpg
http://www.hansaparkfan.de
Rund 70 Millionen Schilling in neue Attraktionen investiert - Infrastruktur-verbesserungen erst mit U-Bahn-Ausbau.
Wien (APA) - Der Wiener Finanz- und Wirtschaftsstadtrat Sepp Rieder (S) ist ein echter Praterexperte, denn er ist in nur 100 Meter Entfernung vom legendären Bier- und Stelzenparadies "Schweizerhaus" aufgewachsen. Umso mehr freut es ihn, dass der Wiener Wurstelprater "unverwechselbar, und doch voll neuer Attraktionen" ist: "Ich gratuliere den Unternehmern, dass sie den Prater nicht zum Standardvergnügungspark mit Spielhallen und Sexshops verkommen lassen", sagte Rieder heute, Mittwoch, bei einer Pressekonferenz.
Über die Neuigkeiten in dem 235 Jahre alten Vergnügungsareal berichtete bei der traditionellen Saisoneröffnungsveranstaltung im Schweizerhaus der Präsident des Wiener Praterverbands, Alfred Kern. Rund 70 Mill. S (5,09 Mill. Euro) habe man über den Winter investiert, um die "einmalige Verbindung von traditionellem und Modernem" noch attraktiver zu gestalten. Unter dem Namen "Blue Planet" wird es erstmals eine Dinosaurier-Erlebniswelt geben. "Outbreak" nennt sich ein "Karussell für coole Kids", mit "Frisbee" und "Discovery" kann die Stärke der Magennerven getestet werden.
Im Vordergrund soll laut Kern die Familienfreundlichkeit stehen, daneben wird auch auf Nostalgisches gesetzt. Unter anderem gibt es 2001 ein neues - nostalgisch angehauchtes - Kinderringelspiel. "Prater Marina", eines der ältesten Tunnelringelspiele des Praters, wurde auf Hochglanz gebracht. Doch auch das World Wide Web erobert den Prater: Eine Spielhalle wurde zum Internet-Cafe umgebaut.
Traurig stimmt den Prater-Präsidenten, dass sein Vergnügungspark noch immer für unsicher gehalten wird. Dabei "sind wir vom Sex schon weg", alle einschlägigen Etablissements wurden in den vergangenen Jahren abgesiedelt. Weiterer Beleg für die Ungefährlichkeit ist für Kern, dass die Polizei sogar "zwei Damen" und nicht nur gestandene Mannsbilder im Prater auf Streife schickt.
Eine weitere Attraktivierung des alljährlich von drei Millionen Menschen besuchten Freizeitgeländes erhofft sich Kern durch eine Neugestaltung des Pratereingangs, einen neuen Pratersternübergang und eine verbesserte Anbindung an den öffentlichen Verkehr. Allerdings: Vor der Fertigstellung der U-Bahn-Linie U2 im Jahr 2007 wird sich laut Rieder nicht viel tun. Auch der Umbau des Bahnhofs Wien Nord sei von ÖBB und Infrastrukturministerium zurückgestellt worden.
Bei der Neugestaltung des benachbarten Messegeländes, wo rund die Hälfte der 22 Hektar großen Fläche für neue Nutzungen frei wird, sollen dagegen bis Jahresende zumindest die Planungen abgeschlossen werden. Klar ist allerdings noch immer nicht, was dort errichtet werden soll. "Keine Konkurrenz zum Wurstelprater" lautet für Rieder die Devise: "Ich bin dafür, den Platz möglichst multifunktional einzusetzen." Auch den Raumbedarf einer möglichen Fußball-Europameisterschaft in Wien will der Stadtrat in die Planung einbeziehen.
Tiroler Tageszeitung
Jens Uwe Kupka
http://www.henson.com/cards/images/everyday_06s.gif
http://212.227.177.77/JUK/hp_banner.jpg
http://www.hansaparkfan.de

