Star-World Artikel
Artikel aus den
Stuttgarter Nachrichten
vom 07.04.2001
Gulliver im Wasenland
Aufbau einer Achterbahn
Kleiner, jetzt sag mal was! Sag mal: "Ich heiße Galactor.'' Sag schon. "Gaa-laa- ctoor.'' Bitte. Jetzt sag halt. "Gaa-laa-ctoor.'' Keine Chance. Galactor bleibt stumm. Aber kein Wunder. Nach seiner Ankunft am Donnerstag im Lilliput-Land Stuttgart wird an ihm gewerkelt und geschrubbt, gebohrt und geschliffen.
VON HILMAR PFISTER
Und jetzt popelt ihm einer der Arbeiter auch noch mit dem Besen im Ohr herum. "Weiter rechts und lächeln'', ruft der Fotograf. Galactor schweigt noch immer. Doch das wird sich ändern. Pünktlich zum Beginn des diesjährigen Frühlingsfestes auf dem Cannstatter Wasen am 14. April wird auch Galactor bei Stimme sein. Mehr noch. "Er singt und spricht lippensynchron'', verspricht Schausteller Klaus Renoldi von der Achterbahn "Star -World''.
Und in dieser "Star-World'' ist Galactor ganz klar der größte Star. 20 Meter hoch ist er und wiegt 30 Tonnen. Ein Märchen von Gulliver im Wasenland. Eines mit spannender Vorgeschichte. Rumpf und Unterkörper mussten erst einmal von Hamburg nach Stuttgart transportiert werden. Zwölf Stunden Fahrzeit genügten, dem Tieflader sei Dank. "Da kann es dann schon mal passieren, dass uns die Polizei an der Tankstelle anhält, nur um ein Foto zu machen'', erzählt Renoldi. Seit dem 18. Lebensjahr ist der Schausteller im Familienbetrieb mit dabei, heute mit 26 hat er bereits über hohe Geldsummen zu entscheiden. Galactor war dabei der teuerste Einkauf. 1,2 Millionen Mark ist der Riese wert. Doch wie viel sein Besitzer für ihn ausgeben musste, das schert den Galactor nur wenig. Geduldig lässt er die Ohrputznummer über sich ergehen und blinzelt kurz mit den Augen. Tatsächlich!
Da wieder! Die meterhohen Augenlider heben sich, und zwei grüne Augäpfel kommen zum Vorschein. "Wer macht denn da an den Augen rum?'', ruft Renoldi. Na wer schon? Die Lilliputaner-Arbeiter natürlich. Was jetzt noch von Hand gezogen und gedrückt wird, erledigen bald die vielen Schläuche und Kabel im Inneren des Galactor. Die Steuerung der Gliedmaßen erfolgt per Hydraulik, für die Mimik ist der Luftdruck zuständig. Das heißt: Alles nur heiße Luft, wenn der Galactor spricht? "Er hat verschiedene Texte auf Lager, und ich kann per Mikro auch was sagen'', verspricht Schausteller Renoldi. Zeit zum Üben ist noch reichlich. Fangen wir am besten schon mal an. Na, Kleiner, wie wär's? Sag mal: "Ich heiße Galactor.'' Jetzt sag schon. "Gaa-laa-ctoor.''
Jens Uwe Kupka
http://www.henson.com/cards/images/everyday_06s.gif
http://212.227.177.77/JUK/hp_banner.jpg
http://www.hansaparkfan.de
Stuttgarter Nachrichten
vom 07.04.2001
Gulliver im Wasenland
Aufbau einer Achterbahn
Kleiner, jetzt sag mal was! Sag mal: "Ich heiße Galactor.'' Sag schon. "Gaa-laa- ctoor.'' Bitte. Jetzt sag halt. "Gaa-laa-ctoor.'' Keine Chance. Galactor bleibt stumm. Aber kein Wunder. Nach seiner Ankunft am Donnerstag im Lilliput-Land Stuttgart wird an ihm gewerkelt und geschrubbt, gebohrt und geschliffen.
VON HILMAR PFISTER
Und jetzt popelt ihm einer der Arbeiter auch noch mit dem Besen im Ohr herum. "Weiter rechts und lächeln'', ruft der Fotograf. Galactor schweigt noch immer. Doch das wird sich ändern. Pünktlich zum Beginn des diesjährigen Frühlingsfestes auf dem Cannstatter Wasen am 14. April wird auch Galactor bei Stimme sein. Mehr noch. "Er singt und spricht lippensynchron'', verspricht Schausteller Klaus Renoldi von der Achterbahn "Star -World''.
Und in dieser "Star-World'' ist Galactor ganz klar der größte Star. 20 Meter hoch ist er und wiegt 30 Tonnen. Ein Märchen von Gulliver im Wasenland. Eines mit spannender Vorgeschichte. Rumpf und Unterkörper mussten erst einmal von Hamburg nach Stuttgart transportiert werden. Zwölf Stunden Fahrzeit genügten, dem Tieflader sei Dank. "Da kann es dann schon mal passieren, dass uns die Polizei an der Tankstelle anhält, nur um ein Foto zu machen'', erzählt Renoldi. Seit dem 18. Lebensjahr ist der Schausteller im Familienbetrieb mit dabei, heute mit 26 hat er bereits über hohe Geldsummen zu entscheiden. Galactor war dabei der teuerste Einkauf. 1,2 Millionen Mark ist der Riese wert. Doch wie viel sein Besitzer für ihn ausgeben musste, das schert den Galactor nur wenig. Geduldig lässt er die Ohrputznummer über sich ergehen und blinzelt kurz mit den Augen. Tatsächlich!
Da wieder! Die meterhohen Augenlider heben sich, und zwei grüne Augäpfel kommen zum Vorschein. "Wer macht denn da an den Augen rum?'', ruft Renoldi. Na wer schon? Die Lilliputaner-Arbeiter natürlich. Was jetzt noch von Hand gezogen und gedrückt wird, erledigen bald die vielen Schläuche und Kabel im Inneren des Galactor. Die Steuerung der Gliedmaßen erfolgt per Hydraulik, für die Mimik ist der Luftdruck zuständig. Das heißt: Alles nur heiße Luft, wenn der Galactor spricht? "Er hat verschiedene Texte auf Lager, und ich kann per Mikro auch was sagen'', verspricht Schausteller Renoldi. Zeit zum Üben ist noch reichlich. Fangen wir am besten schon mal an. Na, Kleiner, wie wär's? Sag mal: "Ich heiße Galactor.'' Jetzt sag schon. "Gaa-laa-ctoor.''
Jens Uwe Kupka
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