Dippemess

#1

Dippemess

Den ultimativen Kick gibt es im "Chaos" über der Stadt

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Die „Alpina-Bahn“ besteht aus 1 000 Metern Schienenstrecke und ist 35 Meter hoch. Da sie keine Loopings hat, kann die ganze Familie über Berg und Tal mitfahren. Foto: Bernd Georg

Frankfurt (biv) - Das weiß-grün gestreifte Riesenrad „Bellevue“ trägt seine Fahrgäste 56 Meter über Frankfurts Dächer und gehört zu den beiden größten transportierbaren weltweit. Die Wildwasserbahn ist gar die größte ihrer Art. Ihre Schwindelfreiheit auf die Probe stellen können Volksfestfreunde von 6. April bis 1. Mai auf dem Festplatz am Ratsweg: Es ist Zeit für die Frühjahrs-Dippemess. 158 Schausteller und Händler, 15 Großanlagen für den Nervenkitzel, aber auch Hits für Kids wie Ponyreiten und neun Kinderkarussells, allerlei Buden mit Losen oder Zuckerleckereien stehen zur Belustigung bereit.

Aus dem schwarzen Schlund tönen grausige Geräusche: ein Stöhnen, ein Hecheln, Schreie. Ruckartig verschwindet das viersitzige Gefährt im Dunkeln. Nach der dreiminütigen Fahrt über vier Etagen in der "Geisterschlange", einer der größten transportierbaren Geisterbahnen in Europa, hat der Gespensterfreund abgeschlagene Köpfe, jede Menge Särge, Gräber und Gehängte gesehen. Aber vor allem eines ist Horror: der ohrenbetäubende Sound.

Auf der Dippemess werden die letzten Vorbereitungen für die Eröffnung getroffen. Der überdimensionale Totenschädel über dem Eingang der Grusel-Bahn etwa bekommt noch rasch von einem Schausteller die riesigen Zähne geputzt.

Die spektakulärste Neuheit auf dem Oster-Volksfest heißt "Chaos". Der Name beschreibt das irre Schaukelerlebnis der Insassen. "Man bekommt den ultimativen Kick", verspricht der österreichische Betreiber. Und "ein Spiel mit den Zentrifugalkräften bis an den Grenzbereich". Das "Chaos" besteht aus einer Gondel in Scheibenform, die an einem Stahlarm auf eine Höhe von 23 Metern gezogen wird. Die Scheibe dreht sich heftigst, während der Arm hin und her schwenkt.

"Das fünf Millionen teure High-Tech-Teil ist fabrikneu und wird am Main erstmals aufgebaut", berichtet Kurt Stroscher, Leiter der Open-Air-Veranstaltungen bei der Tourismus+Congress GmbH. Für sechs Mark können sich die Besucher das Erlebnis gönnen. Magenfreundlicher ist die Fahrt in der Alpina-Bahn, einer Achterbahn für die ganze Familie mit einer Schienenlänge von 1 000 Metern. Oder auch die Wildwasserbahn, deren spritzige Fahrt durch einen Wildbach, eine Silbermine und vorbei an Wasserfällen führt. Die 1 000 Tonnen schwere Anlage wurde in 60 Containern auf einem Sonderzug in die Mainmetropole gekarrt.

Zur Dippemess, die ursprünglich ein mittelalterlicher Markt für Haushaltswaren war, gehören auch diesmal Händler, die Töpfe - zu hessisch "Dippe" -, aber auch Taschen und Gürtel verkaufen. Das Fest wird morgen um 19 Uhr von Oberbürgermeisterin Petra Roth eröffnet. Buden, Markt und Fahrgeschäfte laden Montag bis Donnerstag von 14 bis 23 Uhr, Freitag und Samstag von 14 bis 24 Uhr und sonntags von 12 bis 23 Uhr zum Amüsieren ein. Donnerstage sind Familientage: Dann wird für den halben Preis Karussell gefahren. Morgen und am 1. Mai gibt's um 22 Uhr Feuerwerk. Besucher reisen am besten mit der U-Bahnline 7, Straßenbahnlinie 12 oder den Buslinien 121 und 122 an.


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Jens Uwe Kupka
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#2

RE: Dippemess

Antwort auf JUK, Beitrag #1

Nach der Beschreibung wurde da also ein Fahrgeschäft konstruiert
und gebaut ohne dass dies in der Szene vorher groß bekannt wurde?
Oder habe ich da was verpennt?
Bin gespannt, von welcher Firma das Fahrgeschäft ist und wem es
gehört.

Viele Grüße
Hans-Jürgen


#3

RE: Dippemess

Antwort auf neubauer, Beitrag #2

Hallo Hans-Jürgen,

Chaos ist ein KMG-Afterburner der Firma Rieger.
Fotos vom Chaos-Aufbau gibt es übrigens unter http://www.dippemess.de/fd2001/0104.htm
Viele Gruesse :-wink2
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Doozer
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#4

RE: Dippemess

Antwort auf JUK, Beitrag #1

Und noch ein Artikel aus der Frankfurter Rundschau:

[h2]Auf der Dippemess herrscht in diesem Jahr das "Chaos" [/h2]

Eine Weltneuheit unter den Fahrgeschäften für Besucher mit starken Nerven / FR verlost 20 Freitickets

Von Christina Hebel

Noch ruhen die Fahrgeschäfte auf dem Festplatz - die Dippemess beginnt erst am Freitag. Bis dahin haben die 158 Schausteller und Gastronome viel zu tun: Sie bauen die Anlagen und Stände auf und putzen alles auf Hochglanz. Auch in diesem Jahr wartet die Dippemess mit einer Weltneuheit auf: dem Fahrgeschäft Chaos.

Der Name Chaos ist Programm: Bei diesem Fahrgeschäft sitzen die Gäste auf einer Scheibe, die sich immer schneller dreht. Zudem schaukelt sie an einem Arm hin und her - und das in 23 Meter Höhe. Die Beine der Gäste baumeln dabei über dem Abgrund - der ultimative Kick ist garantiert. Die rund fünf Millionen Mark teure Weltneuheit kommt direkt aus der Fabrik. Eine Chaos-Fahrt kostet sechs Mark.

Wem das Schaukelerlebnis noch nicht reicht, der steigt in den "Techno Power". "Das ist was für jugendliche Hardliner, denen es nicht schnell oder hoch genug ist", lacht Kurt Stroscher von der städtischen Gesellschaft Tourismus + Congress Frankfurt. Er organisiert die Dippemess. Bei diesem modernen Fahrgeschäft drehen sich die Gondeln immer schneller, bis sie im 90 Grad Winkel am schnellsten rotieren - eine Attacke auf den Magen.

Hoch hinaus geht es auch bei der blau-weißen Alpina-Bahn. 1000 Meter Fahrt über Berg und Tal erwarten die Fahrgäste. Durch den rauschenden Wildbach geht es bei der Wildwasserbahn, die soll rund 15 Millionen Mark gekostet haben und kam per Sonderzug mit 60 Containern nach Frankfurt. "Die Schausteller bauen schon seit zwei bis drei Wochen auf, sie kommen direkt aus dem Winterloch", erklärt Stroscher.

Gemütlicher geht es beim Riesenrad "Bellevue" zu. Am Mittwoch drehte es schon langsam seine ersten Runden. Die Arbeiter tauschten an den 42 Gondeln die letzten Glühbirnen aus, damit das Rad am Freitagabend im vollem Glanz erstrahlen kann. Bis zu 65 Meter hoch fahren die Gondeln - von hier haben die Besucher den besten Blick über die Stadt. Während alle anderen Schausteller fast fertig sind, klafft noch eine große Lücke auf dem Platz. "Der Salto Mortale fehlt ", stellt der Organisator überrascht fest. Es muss wohl im Akkord aufgebaut werden.

"Insgesamt stehen hier Fahrgeschäfte im Wert von 70 bis 80 Millionen Mark", schätzt Stroscher. Neben den modernen Großanlagen gibt es auch die guten alten Fahrgeschäfte - zum Beispiel ein Kettenkarussell. Es weckt die Vorfreude, mit baumelnden Beinen über den Festplatz zu fliegen. Nicht zu vergessen sind die 45 Händler mit ihren Töpferwaren und Ledertaschen. Schließlich ist das seit dem 14. Jahrhundert Tradition. Damals war die Dippemess ein mittelalterlicher Verkaufmarkt für Haushaltswaren, wie Keramikschüsseln - zu frankfurterisch: "Dippe" - deshalb auch der Name Dippemess.
Quelle: Frankfurter Rundschau
Viele Gruesse :-wink2
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