Freizeitpark Pläne

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Freizeitpark Pläne

Artikel Ostthüringer Zeitung

29.03.2001
Investor würde in Saalfeld gern Freizeitpark errichten



Von OTZ-RedakteurinUte Häfner Saalfeld. Architekt Wolfgang Feuerpfeil hat seit einem Jahr eine Idee: Er will zwischen Feengrotten und Bergfried, etwa im Gebiet der Sauren Wiesen unterhalb der Saalfelder Gartenkuppen, einen naturnahen Familienfreizeitpark errichten. »Es soll kein Geiselwind werden, aber eine Attraktion wie eine Achterbahn gehört schon dazu«, erklärt er sein Vorhaben.

Auf die Idee kam er, nachdem er von Planungen über eine südliche Stadtrandentwicklung gehört hatte. Der Saalfelder Stadtrat beschloss ein Konzept über solche Entwicklung bereits vor Jahren.

Mehr als eine Idee ist das Feuerpfeil-Vorhaben noch nicht. »Ich wollte in der Stadt nur abfragen, wie die Chancen für die Umsetzung aussehen. Und stieß auf massiven Widerstand«, klagt Feuerpfeil, der seit der Wende auch ein Architekturbüro in Saalfeld betreibt, nach Angaben von Stadtrat Wolfgang Dütthorn (CDU) aber der einzige Architekt in Saalfeld ist, der von der Stadtverwaltung noch nie einen Auftrag bekam.

Peter Becher, Leiter des Saalfelder Stadtplanungsamtes, sieht größte Probleme bei derartiger Ansiedlung auf den Sauren Wiesen. Nicht nur, dass einer der besten Wanderwege mit der schönsten Aussicht verbaut würde. Viel dramatischer sieht Becher die Erschließung des Gebietes, die wohl nur über die Südstadt möglich wäre.

Ganz anders würde Feengrotten-Geschäftsführerin Yvonne Habermann die Umsetzung der Idee sehen, »die endlich etwas Neues brächte.« Sie hat dabei nicht nur die Feengrotten im Blick, sondern das ganze Städtedreieck. Allerdings weiß sie auch, dass der technische Leiter der Feengrotten während ihrer Abwesenheit eine Stellungnahme zum Vorhaben verfasste, die niederschmetternd ist. Angeblich seien die Lärmbelästigungen zu hoch.

Stadtrat Dütthorn versuchte, Wolfgang Feuerpfeil in der Stadtverwaltung Gehör zu verschaffen. »Wenn es jetzt heißt, Feuerpfeil habe das Konzept falsch verstanden, habe ich es auch falsch verstanden«, reagiert er auf die angebliche Aussage, dass die Sauren Wiesen eine Art Park werden sollten.

Bürgermeister Richard Beetz (CDU) konnte die Feuerpfeilsche Idee bisher nicht weitertragen, »weil wenigstens eine grobe Vorplanung her muss, um weiter miteinander zu reden.« Beetz will das Gespräch mit Feuerpfeil nochmals suchen, nachdem ihm bekannt wurde, dass der potenzielle Investor mit seinem Vorhaben im Landkreis Kronach auf offene Ohren stieß.



Jens Uwe Kupka
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