Musik-Erlebnispark

#1

Musik-Erlebnispark

Artikel aus der Augsburger Allgemeinen

Mittwoch, 28.03.2001
Musik-Erlebniswelt in Günzburg geplant

Unweit vom neuen Legoland soll ein weiteres Unterhaltungsprojekt entstehen
Jettingen-Scheppach (als). Der Kreis Günzburg ist auf dem besten Wege, Deutschlands Top- Region für touristische Erlebniswelten zu werden. Direkt an der A 8 soll unweit vom Legoland bis Frühjahr 2003 ein europaweit einzigartiger Musik-Themenpark in Jettingen- Scheppach entstehen. Projektentwickler ist Felix Maria Roehl, der maßgeblich an der Realisierung des Ludwig-Musicals in Füssen beteiligt war. Der Musikpark mit einem geplanten Investitionsvolumen von 200 Millionen Mark wäre für die Region der zweite große Coup nach der Ansiedlung des "Legoland Deutschland" in Günzburg. Vorangetrieben wird das Projekt von der Thurn & Taxis Management GmbH, deren Geschäftsführer Roehl seit seinem Ausscheiden beim Musical- Theater ist.
Der Musikpark soll binnen zwei Jahren auf einem 15 Hektar großen Gelände nahe der Autobahnabfahrt Burgau verwirklicht werden und bis zu 300 Jobs bieten. Geplant ist neben einer Konzerthalle und einer Open-Air-Bühne eine Musikwelt mit zahlreichen Themenbereichen für erlebnishungrige Touristen.
Das Unterhaltungsangebot inmitten großer Wasserflächen und einer den Alpen nachempfundenen Kunstlandschaft soll jährlich hunderttausende Besucher anlocken. Der Park sei in seiner Dimension mit dem Legoland vergleichbar, in das vom Sommer 2002 an jährlich 1,5 bis zwei Millionen Besucher strömen sollen, sagt Roehl. Legolandchef John Jakobsen, von Roehl bereits eingeweiht, sieht den geplanten Nachbarpark "sehr positiv". Sein Kommentar: "Das könnte eine gute Ergänzung zu unserem Angebot sein."
An der Entwicklung ist auch Musikmanager Hans R. Beierlein beteiligt, der "Übervater" der volkstümlichen Musikszene in Deutschland. Er zeigte sich gegenüber unserer Zeitung begeistert von dem Projekt: "Es wäre ein weltweites Unikat, das gut nach Deutschland passt." Angestrebt wird, mit Beierleins Hilfe in dem Park regelmäßig Musiksendungen fürs Fernsehen zu produzieren. Der Musikpark geht aus dem Dinapark- Projekt hervor, das seit drei Jahren läuft und dessen Realisierung zuletzt immer stärker angezweifelt wurde.



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#2

RE: Musik-Erlebnispark

Antwort auf JUK, Beitrag #1

weiterer Artikel Stuttgarter Zeitung

Alpen und Nordsee in Schwaben vereint
Zwischen Augsburg und Ulm entstehen an der A8 Süddeutschlands größte Freizeitparks

GÜNZBURG. Zwischen künstlichen Alpen und einer nachgebauten Waterkant soll in Bayerisch-Schwaben von 2003 an die Musik spielen. Etwa 30 Kilometer östlich von Ulm ist eine so genannte Musikerlebniswelt geplant.

Von Annegert Bock

"Das ist insgesamt eine tolle Geschichte'', sagt Peter Ploeckl, Bürgermeister der 7000 Einwohner zählenden Gemeinde Jettingen-Scheppach im Kreis Günzburg. Einstimmig hat der Gemeinderat am Mittwochabend in nicht öffentlicher Sitzung einem Konzept zugestimmt, das der Geschäftsführer der Thurn & Taxis Management GmbH Felix Maria Roehl vorgestellt hat: ein in Europa angeblich beispielloser Musikpark mit Volksmusik, Klassik, Jazz und Pop, mit künstlichem Kulissenmix aus Rothenburg und Münchner Oktoberfest, Alpen und Nordsee.

Das alles gibt es dann auf 15 Hektar Fläche im neuen, 40 Hektar großen Gewerbegebiet an der Ausfahrt Burgau der A8 Ulm-Augsburg. Weil der 37-jährige Roehl allen Zweiflern zum Trotz als Geschäftsführer der Ludwig Musical Projekt GmbH in Füssen einen Riesenerfolg hatte, rechnet der Bürgermeister fest mit der Realisation.

Etwa 200 Millionen Mark soll die Musikerlebniswelt mit rund 30 Life-Bühnen, einem "Tastenhaus'', Ritterburg, Jazzhaus und Popmusikpalast kosten und der Gemeinde rund 200 neue feste Arbeitsplätze und 100 zusätzliche Saisonjobs bringen. Schon im Jahre 2003 soll die Eröffnung sein. Die Voraussetzungen sind günstig, denn das Gelände an der Autobahn ist baurechtlich bereits als Freizeitpark ausgewiesen. Ursprünglich sollte hier ein Park zu den Themen Technik, Gesundheit, Sport und Musik entstehen. Von der Münchner Projektentwicklerin, die das Gelände reserviert hatte, übernahm Roehl die Rechte.

Er will sich freilich ganz auf Musik spezialisieren. Dabei hat er, wie der Bürgermeister verrät, einen gewichtigen Förderer im Hintergrund, den 74-jährigen Hans R.Beierlein, der als eine Art Papst der deutschen Volksmusikszene gilt. Der schwäbisch-bayerische Musik-Freizeitpark soll dann auch den passenden Hintergrund für Fernsehsendungen abgeben. "Schwerpunkt wird wohl die volkstümliche Musik sein'', meint der Bürgermeister, aber Jazz und Klassik seien genauso vorgesehen. Wichtig sei, dass ein breites Publikum angesprochen wird.

Erhofft werden Besucherzahlen, die in die Millionen gehen. "Der Einzugsbereich reicht bis nach Stuttgart und München'', erklärt Ploeckl. "Jettingen-Scheppach liegt genau in der Mitte.'' Zusammen mit dem neuen Legolandpark, der zwölf Kilometer entfernt an der Ausfahrt Günzburg der A8 nächstes Jahr seine Tore öffnet, entstünde 20 Autominuten von Ulm entfernt das größte Freizeitzentrum in ganz Süddeutschland. Der deutsche Legolandpark, ein 300-Millionen-Mark-Projekt, ist bereits im Bau. Im Sommer 2002 werden die ersten Besucher erwartet. Interaktives Spielen und Lernen, Fahrattraktionen, Shows, Lego-Modelle und insgesamt 50 Millionen Lego-Steine warten hier auf die Besucher. In der ersten Saison werden, wenn alles nach Plan läuft, bereits 1,2 Millionen erwartet. Die Zielgruppe sind hier natürlich Familien mit Kindern. Die etwas Älteren dürfen sich dann gleich nebenan im Musikpark amüsieren. Bürgermeister Ploeckl hält die Kombination für ausgesprochen ideal.


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