"Die Zeit" sagt Science Centern Pleitewelle voraus
Wolfsburg reagiert gelassen / "Architektur und Inhalt sorgen für Erfolg"
Science Centern droht die große Pleite, prophezeit "Die Zeit" in ihrer gestrigen Ausgabe. Unsinn, kontern Rat und Verwaltung in Wolfsburg. "Wir bieten Spitzenqualität in hervorragender Verpackung - ich bin vom Erfolg überzeugt", sagt CDU-Fraktionschef Manfred Kolbe. Und er ist nicht der einzige.
In Deutschland boomen Science Center, während sie woanders schließen, mäkelt die Zeit. Und orakelt: Vielen Projekten drohe ein Millionenfiasko. Kulturdezernent Dr. Wolfgang Guthardt reagiert gelassen. Wolfsburg biete mit Architektin Zaha Hadid und Ausstellungsplaner Joe Ansel - der auch das weltbekannte Exploratorium in San Francisco ausstattet - die "Creme de la Creme": "Und das haben andere nicht!"
Rückendeckung kommt aus der Politik. Von einem "überragenden Projekt, das sich über Deutschland hinaus in ganz Europa sehen lassen kann" spricht Dr. Hans-Joachim Throl (FDP). Und Elke Braun (Grüne) hält ein flammendes Plädoyer für die Inhalte des Museums: "Hier geht es endlich einmal nicht ums reine Konsumieren, sondern ums Erleben und Ausprobieren komplexer technischer Zusammenhänge - ich sehe das auch als wichtige bildungspolitische Einrichtung."
Nachdenklich äußert sich Bärbel Weist (PUG). "Ob Multiplex-Kinos oder Erlebnisparks - ich frage mich, ob man jede Welle mit machen muss". Beim Science Center komme es darauf an, die Folgekosten im Griff zu behalten. Das sieht Marco Moretti (SPD) trotz "glänzender Ausgangsposition durch Architektur, Inhalt und Standort" ähnlich. Auf sechs Millionen Mark werden die jährlichen Kosten geschätzt, Kalkulation: Drei Millionen durch Zuschauer, zwei Millionen durch Stiftung, eine Million städtischer Zuschuss.
Moretti: "Unsere Folgekosten müssen wir möglichst weit senken, indem wir interessante Geldgeber für die Stiftung gewinnen - VW hätte da eine prima Sogwirkung." Zwar hatte VW eigentlich schon abgewunken, dennoch: "Die Hoffnung bleibt", sagt auch Manfred Kolbe.
fra, Wolfsburg
Jens Uwe Kupka
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http://www.hansaparkfan.de
Science Centern droht die große Pleite, prophezeit "Die Zeit" in ihrer gestrigen Ausgabe. Unsinn, kontern Rat und Verwaltung in Wolfsburg. "Wir bieten Spitzenqualität in hervorragender Verpackung - ich bin vom Erfolg überzeugt", sagt CDU-Fraktionschef Manfred Kolbe. Und er ist nicht der einzige.
In Deutschland boomen Science Center, während sie woanders schließen, mäkelt die Zeit. Und orakelt: Vielen Projekten drohe ein Millionenfiasko. Kulturdezernent Dr. Wolfgang Guthardt reagiert gelassen. Wolfsburg biete mit Architektin Zaha Hadid und Ausstellungsplaner Joe Ansel - der auch das weltbekannte Exploratorium in San Francisco ausstattet - die "Creme de la Creme": "Und das haben andere nicht!"
Rückendeckung kommt aus der Politik. Von einem "überragenden Projekt, das sich über Deutschland hinaus in ganz Europa sehen lassen kann" spricht Dr. Hans-Joachim Throl (FDP). Und Elke Braun (Grüne) hält ein flammendes Plädoyer für die Inhalte des Museums: "Hier geht es endlich einmal nicht ums reine Konsumieren, sondern ums Erleben und Ausprobieren komplexer technischer Zusammenhänge - ich sehe das auch als wichtige bildungspolitische Einrichtung."
Nachdenklich äußert sich Bärbel Weist (PUG). "Ob Multiplex-Kinos oder Erlebnisparks - ich frage mich, ob man jede Welle mit machen muss". Beim Science Center komme es darauf an, die Folgekosten im Griff zu behalten. Das sieht Marco Moretti (SPD) trotz "glänzender Ausgangsposition durch Architektur, Inhalt und Standort" ähnlich. Auf sechs Millionen Mark werden die jährlichen Kosten geschätzt, Kalkulation: Drei Millionen durch Zuschauer, zwei Millionen durch Stiftung, eine Million städtischer Zuschuss.
Moretti: "Unsere Folgekosten müssen wir möglichst weit senken, indem wir interessante Geldgeber für die Stiftung gewinnen - VW hätte da eine prima Sogwirkung." Zwar hatte VW eigentlich schon abgewunken, dennoch: "Die Hoffnung bleibt", sagt auch Manfred Kolbe.
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