Hoppegarten bald Vergnügungspark?

#1

Hoppegarten bald Vergnügungspark?

Western-Reiten, Schießbuden, alles möglich. Vorverträge schon unterzeichnet


--------------------------------------------------------------------------------

Von ROGER ROHDE

--------------------------------------------------------------------------------

Berlin - Unser Pferde-Paradies Hoppegarten - langsam wird's ein Höllenritt, um die Galopprennen doch noch zu retten...

Jetzt ein neuer verwegener Plan, für den schon Verträge existieren! Heute soll im Berliner Forum-Hotel verkündet werden, dass Hoppegarten zum Vergnügenspark umfunktioniert wird. Kein Witz, der Spreepark in Treptow oder Phantasialand in Köln lassen grüßen. Ein Insider: "Western-Reiten, Schießbuden, einfach alles, was Geld bringt, ist dann vorstellbar." Damit die Rennbahn (mitten im "Themenpark Pferd") weiter leben kann.

Nach BZ-Informationen sind die Vorverträge zwischen der "Horse Park Holding" und dem Land Brandenburg bereits unterzeichnet. Ist die Finanzierung innerhalb der nächsten 6 Monate gesichert, wird der Vertrag gültig.

Die Idee für den Vergnügenspark hatten der Bielefelder Verleger Bernhard von Schubert (kaufte jüngst den Stoof-Verlag auf) und das Bankhaus Merck, Finck &Co.!

Klappt's, könnte die Traditionsbahn weiter bestehen. Wenn nicht, müsste der Besitzer- und Züchterverein das Geld zur Rettung auf den Tisch legen.

--------------------------------------------------------------------------------



Jens Uwe Kupka
http://www.henson.com/cards/images/everyday_06s.gif

http://212.227.177.77/JUK/hp_banner.jpg
http://www.hansaparkfan.de
#2

RE: Hoppegarten bald Vergnügungspark?

Antwort auf JUK, Beitrag #1

weiterer Artikel aus der Berliner Zeitung vom 23. 03. 2001

Aus der Rennbahn Hoppegarten soll "Pferdesportpark" werden
Eigentümerin will Anlage an Investoren-Gruppe verkaufen
Klaus Weise

HOPPEGARTEN. Die in finanzielle Schwierigkeiten geratene Galopprennbahn in Hoppegarten soll verkauft werden. Die Investoren wollen das Areal an der Berliner Stadtgrenze zu Europas größtem "Freizeitpark für Pferdesportfans" machen. Diesen Plan stellte am Donnerstag Wolfgang Horstmann, der Sprecher der Geschäftsführung der Bodenverwertungs- und verwaltungs GmbH (BVVG), in Berlin vor. Die BVVG ist treuhänderische Eigentümerin der Anlage. Man habe sich mit der Investorengruppe "Horse Park Holding" über die Eckpunkte einer umfassenden Privatisierung des gesamten Geländes der Galopprennbahn Hoppegarten GmbH geeinigt, sagte Horstmann. "Das ist exakt das, was wir uns seit langem vorgestellt haben."
Investor: "Einzigartig in Europa"

Am Dienstag sei eine gemeinsame Absichtserklärung unterzeichnet worden. Aus ihr soll nun möglichst schnell eine vertragliche Vereinbarung werden. Danach sollen 440 Hektar an die Holding verkauft, weitere 210 Hektar Kernfläche - die Rennbahn selbst, die Tribünen, die Bollensdorfer Trainierbahn - verpachtet werden.

Die Investoren wollen auf dem dann insgesamt 650 Hektar großen Areal einen Erlebnis-, Freizeit- und Themenpark rund ums Pferd machen. "Das Projekt ist in Ausrichtung und Größe einzigartig in Europa", sagt Dirk Nishen, Sprecher der Holding. Nur im US-amerikanischen Kentucky existiert bereits eine ähnliche Anlage. Zu der Investorengruppe gehören unter anderen Bernhard von Schubert, der Geschäftsführer der Gundlach Gruppe, Siegfried Berger, der Direktor des Bankhauses Merk, Fink & Co., Dirk Nishen und Ferdinand Leve, beide von der Planungsgruppe Leve.

Voraussetzung für den Abschluss eines Kaufvertrages ist nach BVVG-Angaben allerdings, dass das Land Brandenburg zustimmt, dass zwei weitere Trainierbahnen verkauft werden dürfen. Die Bahnen sollten ursprünglich als Fläche in eine Stiftung eingebracht werden. BVVG-Sprecher Horstmann war aber zuversichtlich, dass Brandenburg mit der geplanten Privatisierung einverstanden sein wird. Die zweite Bedingung für einen Verkauf ist, dass der Union-Klub den bestehenden Pachtvertrag mit der BVVG auflöst. "Es liegen Erklärungen vor, dass der Union-Klub dazu bereit ist", sagte Horstmann. Allerdings ließ er offen, ob die BVVG den Pachtvertrag nicht auch einseitig kündigen könne. Schließlich ist dem Union-Klub wegen finanzieller Schwierigkeiten am Dienstag die Lizenz entzogen worden, in Hoppegarten Pferderennen zu veranstalten. Bei den Gesprächen zwischen BVVG und HorsePark Holding seien Union-Klub-Vertreter zugegen gewesen. "Es gab nie eine konfrontative Stimmung", sagte Horstmann.

Rennen 2001 noch unklar

Der Union-Klub ist seinen Angaben zufolge "wichtiger Bestandteil des Konzepts". Die Holding könne aus rechtlichen Gründen gar nicht Veranstalter von Renntagen sein. "In Sachen Lizenzentzug ist für mich noch nicht aller Tage Abend. Aller Voraussicht nach wird der Union-Klub auch weiterhin der Veranstalter in Hoppegarten sein", sagte der BVVG-Sprecher.

Mit der HorsePark Holding werde seit Weihnachten verhandelt, jetzt sei ein Abschluss möglich. Eine Anschubfinanzierung von der BVVG werde es nicht geben. Ob in diesem Jahr Rennen auf der Bahn organisiert werden, wollte und konnte Horstmann nicht beantworten. "Natürlich liegt uns daran, dass Rennen stattfinden."


Jens Uwe Kupka
http://www.henson.com/cards/images/everyday_06s.gif

http://212.227.177.77/JUK/hp_banner.jpg
http://www.hansaparkfan.de

Reaktion auswählen