Juniorchef des «Connyland» verhaftet
STECKBORN/TG - Das Bezirksamt Steckborn hat am Mittwoch den Juniorchef des Freizeitparks Connyland, Roberto Gasser, und zwei Angestellte verhaftet.
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Was mussten die Delfine im "Connyland" wohl alles erleiden?
Geklärt werden sollen Vorwürfe, es sei gegen das Tierschutz- und das Betäubungsmittelgesetz verstossen worden. Wie Bezirksstatthalter Roger Forrer am Donnerstag erklärte, soll auch Seniorchef Conny Gasser vernommen werden. Dabei gehe es nicht nur um Vorwürfe wegen der umstrittenen Delfinhaltung im "Connyland", sondern auch um die Haltung der übrigen Tiere.
Das Bezirksamt hat nach Angaben Forrers auf Grund einer Anzeige der Arbeitsgruppe zum Schutz der Meeressäuger (ASMS) vom Dezember Gutachten zur Tierhaltung im "Connyland" eingeholt. Dadurch hätten sich Anhaltspunkte ergeben, dass im Freizeitpark gegen das Tierschutzgesetz verstossen werde. Die Verhafteten und weitere noch zu Vernehmende sollen dabei auch Angaben machen, warum bestimmte Vorkehrungen nicht getroffen wurden, um Verletzungen der Tiere zu verhindern. Zu diesen fehlenden Vorkehrungen gehören auch Einrichtungen, die verhindern könnten, dass die Delfine nachts über den Beckenrand auf die Beckenumrandung springen, dort liegen bleiben und fast verenden.
Geklärt werden sollen auch Vorwürfe bezüglich der Dressurmethoden im "Connyland". Gegen die Verantwortlichen hatten im vergangenen Jahr ausser dem ASMS auch ehemalige Angestellte in einem Artikel des "Beobachters" Vorwürfe erhoben: Delfine seien getreten worden, und ein Seelöwe in einen viel zu kleinen Transportwagen gesperrt worden.
Die nun laufenden Ermittlungen haben aber laut Roger Forrer nicht mit den Vorwürfen zu tun, die nach dem Tod von zwei Delfinbabies gegenüber den Connyland-Verantwortlichen erhoben wurden. Damals wurde beanstandet, dass die gebärenden Delfinmütter nicht von den anderen Delfinen getrennt wurden und dass Parkbesucher stundenlang vom Beckenrand aus zusehen konnten.
Die ASMS, die seit Jahren für die Abschaffung der Delfinhaltung im "Connyland" kämpft, fühlt sich durch die Verhaftungen bestätigt - ohne die Verhafteten vorverurteilen zu wollen.
In einem Communiqué fordert die ASMS jetzt, "das Conny-Land in andere Hände zu geben, in Hände, welche für alle dort lebenden Tiere einen würdigen Platz finden - ausserhalb von Lipperswil". Die früheren Klagen des ASMS waren jeweils von den kantonalen Stellen zurück gewiesen worden: Die Delfinhaltung entspreche den gesetzlichen Vorschriften, hiess es jeweils. Der Thurgauische Tierschutzverband (TTSV) hatte sich lange Zeit hinter die Parkleitung gestellt. Erst nachdem die Kritik im "Beobachter" veröffentlicht worden war, verlangte der TTSV "schonungslose Aufklärung sämtlicher Vorwürfe".
QUELLE: SDA
Jens Uwe Kupka
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Was mussten die Delfine im "Connyland" wohl alles erleiden?
Geklärt werden sollen Vorwürfe, es sei gegen das Tierschutz- und das Betäubungsmittelgesetz verstossen worden. Wie Bezirksstatthalter Roger Forrer am Donnerstag erklärte, soll auch Seniorchef Conny Gasser vernommen werden. Dabei gehe es nicht nur um Vorwürfe wegen der umstrittenen Delfinhaltung im "Connyland", sondern auch um die Haltung der übrigen Tiere.
Das Bezirksamt hat nach Angaben Forrers auf Grund einer Anzeige der Arbeitsgruppe zum Schutz der Meeressäuger (ASMS) vom Dezember Gutachten zur Tierhaltung im "Connyland" eingeholt. Dadurch hätten sich Anhaltspunkte ergeben, dass im Freizeitpark gegen das Tierschutzgesetz verstossen werde. Die Verhafteten und weitere noch zu Vernehmende sollen dabei auch Angaben machen, warum bestimmte Vorkehrungen nicht getroffen wurden, um Verletzungen der Tiere zu verhindern. Zu diesen fehlenden Vorkehrungen gehören auch Einrichtungen, die verhindern könnten, dass die Delfine nachts über den Beckenrand auf die Beckenumrandung springen, dort liegen bleiben und fast verenden.
Geklärt werden sollen auch Vorwürfe bezüglich der Dressurmethoden im "Connyland". Gegen die Verantwortlichen hatten im vergangenen Jahr ausser dem ASMS auch ehemalige Angestellte in einem Artikel des "Beobachters" Vorwürfe erhoben: Delfine seien getreten worden, und ein Seelöwe in einen viel zu kleinen Transportwagen gesperrt worden.
Die nun laufenden Ermittlungen haben aber laut Roger Forrer nicht mit den Vorwürfen zu tun, die nach dem Tod von zwei Delfinbabies gegenüber den Connyland-Verantwortlichen erhoben wurden. Damals wurde beanstandet, dass die gebärenden Delfinmütter nicht von den anderen Delfinen getrennt wurden und dass Parkbesucher stundenlang vom Beckenrand aus zusehen konnten.
Die ASMS, die seit Jahren für die Abschaffung der Delfinhaltung im "Connyland" kämpft, fühlt sich durch die Verhaftungen bestätigt - ohne die Verhafteten vorverurteilen zu wollen.
In einem Communiqué fordert die ASMS jetzt, "das Conny-Land in andere Hände zu geben, in Hände, welche für alle dort lebenden Tiere einen würdigen Platz finden - ausserhalb von Lipperswil". Die früheren Klagen des ASMS waren jeweils von den kantonalen Stellen zurück gewiesen worden: Die Delfinhaltung entspreche den gesetzlichen Vorschriften, hiess es jeweils. Der Thurgauische Tierschutzverband (TTSV) hatte sich lange Zeit hinter die Parkleitung gestellt. Erst nachdem die Kritik im "Beobachter" veröffentlicht worden war, verlangte der TTSV "schonungslose Aufklärung sämtlicher Vorwürfe".
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