No Name City in Österreich

#1

No Name City in Österreich

Artikel aus "Der Standard"

Der Wilde Westen im Wiener Süden


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STANDARD-Mitarbeiter Andreas Tröscher
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Wöllersdorf - "Wissen Sie, wo das Vorstellungsgespräch ist?" Die elegant gekleidete Dame zieht etwas nervös an ihrer Zigarette und blickt dabei ein wenig ungläubig auf die riesigen, kahlen Erdhügel, die permanent von schweren Baufahrzeugen umkreist werden. Ohne auf Antwort zu warten wagt die Frau eine Prognose: "Das muss da hinten sein, wo ,Saloon' steht." Sie hat Recht. Dort, im Obergeschoß des riesigen, ebenfalls ziemlich unfertigen Holzhauses, warten drei grimmig dreinblickende Männer in einem kleinen Büro auf potenzielles Personal.

Geht es nach Markus Gerauer, dem Boss der Grimmigen, so werden sich dort bald bis zu 1400 konsumierende Gäste tummeln. Gerauer, Manager des Freizeitparks "No Name City", Österreichs erster Westernstadt, schreitet selbstbewusst durch eine künstlich angelegte Ödnis, die in wenigen Tagen - genauer: am 31. März - eröffnet werden und in vollem Glanz erstrahlen soll. Bange Fragen kontert er siegessicher: "Aber ja, bis dahin sind wir längst fertig." Dem Zufall wurde rein gar nichts überlassen. "Wir sind keine Westernfreaks", erklärt Gerauer trocken, "Untersuchungen haben ergeben, dass Nachfrage besteht. Darum haben wir es gebaut." Punkt.

30 Kilometer südlich von Wien und nur unweit der Autobahnabfahrt liegt die künstliche Wildnis. Im 50-Kilometer-Radius befinden sich noch Wiener Neustadt und St. Pölten. Dass die Liebe zum Detail deswegen nicht auf der Strecke bleiben musste, versucht der Manager beim Rundgang zu beweisen. Auf 15 Hektar soll demnächst eine "Zeitreise" möglich sein, die den Besucher Wildwest hautnah erleben lässt. Von Bisons über Indianer in Zelten, Kanufahren am See und Goldwaschen bis hin zu Pokerrunden im Saloon mit dazugehöriger Schlägerei und Bank- oder Postkutschenüberfällen wird so ziemlich alles geboten, was der nordamerikanische Westen um 1870 zu bieten hatte. Für die nötige Action sorgt ein Stunt-Team. "Vier Paare haben sich sogar schon für eine Westernhochzeit angemeldet", verkündet Gerauer stolz. Dabei muss die Kirche erst geweiht werden.


100 Millionen Schilling wurden bisher investiert - Förderungen von Gemeinde, Land, Bund und EU zeigen, dass die Freunde des Wilden Westens nahezu überall zu finden sind. Markus Gerauer rechnet mit jährlich 200.000 Besuchern. Anfangs. Später dürfen es gerne mehr werden. Im Erfolgsfall ist eine Ausdehnung des Westernparks um weitere 15 Hektar möglich. "Wir wollen niemanden neppen", erklärt Gerauer die günstigen Eintrittspreise - Tageskarten für Erwachsene um 140 und für Kinder um 80 Schilling sollen dafür sorgen, "dass die Familien auch am Gelände noch Geld ausgeben wollen", so der Freizeitparkmanager.

Am Eröffnungstag wird Winnetou-Urgestein Pierre Brice ebenso anwesend sein wie die Missen aus Kroatien und Österreich. Vielleicht auch die elegant gekleidete Dame. Diesmal aber ohne Zigarette, dafür mit einem Tablett in der Hand, im Westernhemd, in engen Jeans und mit Cowboystiefeln.
Info: (07712) 5501-10, www.nonamecity.at



Jens Uwe Kupka
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#2

RE: No Name City in Österreich

Antwort auf JUK, Beitrag #1

Schaut irgendwie aus wie die frühere No Name City in Poing bei München...

Erste Infos: http://www.nonamecity.at/

Und im folgenden ein Abschnitt aus folgender Seite: http://www.oe-journal.at/Kurznachrichten/nr201299.htm

"***** "No Name City" in Wöllersdorf-Steinabrückl *****
Im Frühsommer 2001 soll in Wöllersdorf-Steinabrückl (Bezirk Wiener Neustadt) ein Westernpark namens "No Name City" seinen
Betrieb aufnehmen. In diesem Zusammenhang hat die NÖ (=Niederösterreich) Landesregierung im Zuge eines der letzten Pakete an
Regionalisierungsprojekten beschlossen, der Westernstadt "No Name City" Errichtungs- und Betriebs GmbH einen Zuschuß aus
Regionalförderungsmitteln in der Höhe von 10 Millionen Schilling zu genehmigen. Insgesamt sieht der Investitionsplan 55,8 Millionen Schilling vor, EU-Fördermittel in der Höhe von 4 Millionen Schilling oder 40 Prozent des Zuschusses sind aus dem
EFRE-Fonds/Ziel 2-Maßnahme 2 (BABH/Touristische Infrastruktur) vorgesehen.
Nach seiner Fertigstellung soll der Westernpark auf einer Fläche von ca. 145.000 Quadratmetern aus einer Mainstreet, Stallungen,
einem künstlichen See mit der Möglichkeit zu Kanufahrten und einem Park bestehen. Der Park selbst wird Erlebniselemente wie
Pferdekoppeln, einen Streichelzoo, ein Goldwash Camp, rund 20 zu vermietende Indianerzelte, einen Abenteuerspielplatz und ein
Erdhaus als Ausstellungsraum aufweisen, die durch eine "No Name City"-Eisenbahn verbunden werden. Für die Mainstreet sind ein
Saloon mit ca. 1.400 Sitzplätzen und Live-Musik, ca. 20 Hotelzimmer in den Obergeschossen der Mainstreet, ein Town Office, Imbißstände, ein mexikanisches Lokal, Geschäfte etc. vorgesehen."

Und hier gibt's sogar Baustellenbilder (für alle Phl-, MW-, HoPa-, HePa-, etc.-Fans! ;-)):

http://www.eib-instabus.at/images/noname2.jpg
http://www.eib-instabus.at/images/noname4.jpg

Man beachte die Materialien: Nicht nur eine der wenigen Neuheiten der Freizeitparksaison 2001, die hauptsächlich aus Ziegeln besteht, sondern auch eine fast genauso authentische Materialwahl wie die Plastikfelsen in der Batcave! ;-)

Interessant in dem Zusammenhang ist auch folgende Seite, auf der sich u.a. dieses Foto befindet:

http://www.red-grizzly.de/Bilder/trapper.jpg

http://www.red-grizzly.de/

Stefan A.
#3

RE: No Name City in Österreich

Antwort auf Michelfeit, Beitrag #2

>Erste Infos: http://www.nonamecity.at/

Die URL stand auch schon im den von mir geposteten Artikel am ende..

>Interessant in dem Zusammenhang ist auch
>folgende Seite, auf der sich
>u.a. dieses Foto befindet:
>
>http://www.red-grizzly.de/Bilder/trapper.jpg

Homepage ist auch mir bekannt. Bild ist vom Hansa Park ;-)

>
>http://www.red-grizzly.de/
>
>Stefan A.


Jens Uwe Kupka
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