Letzte Bearbeitung am 21-Dez-09 um 19:30 Uhr () Na denn - willkommen in den FZPW-Unterforen. Vielleicht klappts ja da!
Und wenn du deine Schnitte mit dem beleidigten Leberwurst-Aufstrich aufgegessen hast, lies dir mal dein Posting oben durch und du wirst mit dem gegebenem zeitlichen Abstand erkennen, das der Beitrag auch abgesehen von der fehlenden Interpunktion kaum zu entziffern ist.
Wie lautet noch gleich der poetische Hinweis des bekannten Dichters T.L aus Neuss: Punkt, Punkt, Komma - Klar!
Spaßpark Nürburgring Projekt stand früh auf der Kippe
Von Joachim Wille, 12.01.10, 17:57h Der Streit um den Freizeitpark am Nürburgring geht weiter. Vor dem Untersuchungsausschuss warf der ehemalige Marketingdirektor Andreas Bruckner anderen Verantwortlichen vor, die „Grüne Hölle“ zu auslandend geplant zu haben.
MAINZ - Das Konzept des über 300 Millionen Euro teuren Freizeitzentrums am Nürburgring war bereits während der Planungs- und Bauphase intern umstritten. Das zeigte sich am Dienstag bei der Befragung des inzwischen geschassten Nürburgring-Chefs Walter Kafitz und anderer früherer Mitarbeiter des Unternehmens im Nürburgring-Untersuchungsausschuss im Mainzer Landtag. Es kam zu heftigen Auseinandersetzungen zwischen dem Ex-Marketingleiter und einem federführenden Projektentwickler. Das Projekt habe da sogar „auf der Kippe“ gestanden, berichtete Kafitz.
Zu ausladend geplant
Der Marketingexperte Andreas Bruckner war 2005 als Marketingdirektor von der Nürburgring GmbH angestellt worden und verließ das Unternehmen wegen der Unstimmigkeiten im August 2008, zu einer Zeit, als das im Juli 2009 eröffnete Spaßpark-Projekt an der Rennstrecke in der Eifel bereits im Bau war. Er habe bestimmte Dinge „nicht mehr mittragen können“, sagte Bruckner. So sei der Freizeitpark nach Eintritt der Düsseldorfer Firma Mediinvest als Projektentwickler des „Eifeldorfs Grüne Hölle“ - mit Hotels, Restaurants und Großraumdisko - zu ausladend geplant worden. Zudem sei das Marketingkonzept entgegen seinen Vorstellungen nicht „aus einer Hand“ geplant gewesen.
Kafitz, der im Dezember 2009 entlassen worden war, berichtete auch über die Finanzierungsprobleme des Projekts. Die ursprüngliche Idee, das neue Zentrum mindestens zur Hälfte durch Privatinvestoren finanzieren zu lassen, habe sich nicht realisieren lassen. Es habe etwa für die „Indoor-Bereiche“ des Spaßparks keine Unternehmen gegeben, „die ins Risiko gehen wollten“. Deswegen habe man gesagt: „Dann machen wir es selbst und kaufen uns das Know-how dafür ein.“ Das Know-how kam dann von Mitarbeitern, die auch schon beim nach nur sieben Monaten gescheiterten Bremer „Space Center“ gearbeitet hatten.
Der Untersuchungsausschuss des rheinland-pfälzischen Landtags soll klären, wer die Verantwortung für die Ungereimtheiten bei dem Prestigeprojekt der SPD-Landesregierung trägt. Ein dubioses Geschäft zu einer privaten Ring-Finanzierung war im letzten Sommer geplatzt. Finanzminister Ingolf Deubel (SPD) trat zurück, und die Staatsanwaltschaft Koblenz nahm Ermittlungen auf.
Nürburgring-Ausschuss untersucht Scheitern des Bremer Space Parks 11.01.10 | 19:05 Uhr
Der Untersuchungsausschuss zum Nürburgring befasst sich am Dienstag mit dem Scheitern des Bremer Space Parks. Es gehe im Wesentlichen um die Frage, ob die Probleme des gescheiterten Bremer Freizeitparks auf die neue Erlebniswelt am Nürburgring übertragbar seien, sagte der Vorsitzende des Untersuchungsausschusses, Carsten Pörksen (SPD), am Montag auf ddp-Anfrage in Mainz.
Der Space Park war im Februar 2004 als erster «Indoor»-Freizeitpark Deutschlands eröffnet, schon ein halbes Jahr später aber wegen mangelnder Besucherzahlen wieder geschlossen worden.
Mehrere frühere Mitarbeiter des Space Parks waren auch bei der Nürburgring GmbH beschäftigt worden, darunter der kaufmännische Geschäftsführer Hans Lippelt sowie der Marketingdirektor Andreas Bruckner. Die Opposition kritisiert, aufgrund der Fehlentwicklungen beim Space Park hätten Schwierigkeiten mit der Erlebniswelt am Nürburgring früher vorhergesehen werden müssen. Stattdessen seien bei der Landestochter Nürburgring GmbH genau dieselben Manager beschäftigt worden, die schon das Unternehmen Space Park gegen die Wand gefahren hätten.
Darüber hinaus muss der Untersuchungsausschuss darüber befinden, ob dem ehemaligen Nürburgring-Hauptgeschäftsführer Walter Kafitz, der ebenfalls erneut vorgeladen ist, Betroffenheitsstatus zugebilligt wird. Dies würde bedeuten, dass Kafitz sich im Ausschuss künftig von einem Anwalt begleiten und beraten lassen dürfte, erläuterte Pörksen. Kafitz wolle sich so vor nachteiligen Aussagen schützen, die in möglichen kommenden Gerichtsverfahren dann gegen ihn verwendet werden könnten. Nach Auffassung des Wissenschaftlichen Dienstes des Landtags sei Kafitz Antrag zulässig, fügte Pörksen hinzu.
Ab der nächsten Sitzung am 22. Januar geht es dann im Ausschuss um die eigentlichen Vorgänge rund um die im Juli 2009 gescheiterte Privatfinanzierung für die Erlebniswelt. Geladen ist dazu dann erneut auch der frühere Finanzminister Ingolf Deubel (SPD).
"War das für Sie eine Grundlage der Kalkulation? Kein Kaufmann macht einen Businessplan ohne Zahlen.
Lindner: Uns ist nicht die Zahl der Zuschauer wichtig, sondern der Umsatz, den sie bringen. Die Zahl der Besucher ist für uns nur insofern relevant, dass sie steigt, wenn der Ringracer läuft. Jetzt beschäftigen wir uns erst mal damit, wie wir das Ringwerk und den Boulevard wirtschaftlicher machen können. Wir werden sicherlich die Öffnungszeiten variieren und damit Erfahrungen sammeln."
Nürburg. (dpa) Die Achterbahn am Nürburgring wird auch 2010 nicht mehr in Betrieb gehen. "Der Start ist voraussichtlich im Frühjahr 2011", sagte eine Sprecherin der Nürburgring Automotive GmbH am Mittwoch und bestätigte damit einen entsprechenden Bericht der "Rhein-Zeitung".
(...) Nach Angaben des Nürburgring-Betreibers ist die Analysephase nach dem Zwischenfall an der Achterbahn abgeschlossen, nun könne mit der Ersatzteilproduktion für den "Ringracer" begonnen werden. Danach stünden Testfahrten und die TÜV-Abnahme an. Wie lange dieser Prozess dauern werde, sei jedoch "nicht absehbar", sagte die Sprecherin.
Naja, IRGENDWANN laufen die Intamin Bahnen: MF: Stützen im ersten Turn müssen umgebaut werden, weil Passagiere sie während der Fahrt berühren können.
TTD: verspätet, Dekoteile fliegen im laufenden Betrieb vom Wagen (evtl. Schuld des Betreibers?), Seil gerissen, mehr Down- als Uptime.
Kingda Ka: verspätet, Downtime deluxe, schwere Panne die offenbar große Materialschäden verursacht hat.
Volcano: verspätet, kann zunächst nur mit verkürzten Zügen betrieben werden.
Maverick: Überschlagselement wird -warum auch immer- komplett entfernt.
I305: Mehr Eingriffe als Michael Jacksons Nase. Derzeit ist der erste Hügel größtenteils demontiert.
Perilous Plunge: verspätet, Boot "entgleist" im Splashdown und prallt in eine Wand.
Diverse Megacoaster: Zug "überschießt" die Bremsen und fährt entweder durch die Station oder kollidiert mit zweitem Zug. Die zahlreichen "Leute fallen aus Wagen"-Zwischenfälle sind nicht unbedingt dem Design zuzuschreiben, allerdings ziehen sie ständige Änderungen am Rückhaltesystem nach sich.
Shoot the Rapids: verspätet weil Boote nicht in den Kanal passen (!) und nicht in den Liftmechnismus greifen.
Das sind gerade mal die Dinge, die mir spontan einfallen. Ich könnte bei entsprechender Recherche noch mehr aufzählen und habe die Zwischenfälle, die mit größter Wahrscheinlichkeit auf mangelhafte Wartung zurückzuführen sind, nicht erwähnt.
Jedoch: warum passieren bei Intamin so grobe und teilweise beängstigende Zwischenfälle (Kentucky, Knotts, Holiday Park) wenn diese Parks auch Anlagen anderer Hersteller haben, die sicher einem vergleichbaren Maintenance-Programm unterworden sind (oder eben nicht)?
Letzte Bearbeitung am 21-Nov-10 um 19:56 Uhr () Super Idee! Der Seitenhieb passt super und trifft es auf den Punkt!
Ich persönlich glaube, S&S hat den Ring bereits abgehakt und keine Interesse mehr, die Bahn überhaupt noch zu vollenden. Sonst wäre die Bahn schon längst geöffnet. Vielleicht hat der Ring die Bahn auch schon fast oder gar vollständig bezahlt? Ich glaube jedenfalls nicht mehr daran, dass die Bahn jemals an den Start gehen wird. Genauso wenig glaube ich daran, dass der Park lange überlebt.
Und sollte die Bahn doch noch mal laufen, dann sicherlich nicht Dank S&S.
S&S soll den Ring abgehakt haben? Glaube ich eher weniger! Bei dem großen "Erfolg" des ring°werk würde es mich eher überraschen, wenn da vom Park noch irgendjemand Interesse an einer Öffnung hätte. Wenn das Teil nicht läuft, brauchen sie die Bahn vermutlich wenigstens nicht bezahlen und können damit die Verluste ein bißchen auffangen...
Nürburgring - Im Sommer 2011 soll es mit dem Ringracer, Modell High-Thrill-Coaster, endlich losgehen. Das hoffen zumindest Konstrukteure und Ringmanager.
Die schnelle Attraktion vom Nürburgring, der "Ringracer", soll nun endlich im nächsten Sommer auf die Piste gehen.
Trotzdem haben rund 130 000 Personen schon jetzt die spektakuläre Fahrt der superschnellen Achterbahn am Ring miterlebt – allerdings nur in der im Internet veröffentlichten Computeranimation.
In der Realität waren es nur ganz wenige Fahrgäste, die bei Probefahrten über die Strecke donnerten. „Die Eröffnung der weltweit einzigartigen Achterbahn rückt ein gutes Stück näher, heißt es in einem Geschäftsbrief der Nürburgring Automotive GmbH unter der Überschrift „Optimierung macht gute Fortschritte“. Die Abstimmungen des Herstellers mit dem TÜV über die technischen Modifikationen lägen in den letzten Zügen.
Bis Ende des Jahres sollen die Arbeiten am Ringracer abgeschlossen sein, sofern keine wetterbedingten Verzögerungen eintreten. Für Tests und die Abnahme durch den TÜV sind drei bis vier Monate eingeplant, sodass die Inbetriebnahme im Sommer 2011 erfolgen kann“, erklärt die Gesellschaft mit beschränkter Haftung. Der Ring-Racer, mit 217 km/h als schnellste Achterbahn der Welt angekündigt, gilt als Symbol für das im Finanzskandal geendeten Projekt „Nürburgring 2009“. Den Titel „schnellste Achterbahn“ kann man sich auch abschminken. Im November wurde im Freizeitpark „Ferrari World“ in Abu Dhabi eine 2000 Meter lange Bahn in Betrieb genommen, die 240 km/h erreicht. Einen konkreten Starttermin für den Ring kann Pressesprecherin Stefanie Hohn nicht nennen.
„Es wird im Sommer 2011 sein“, erklärt sie auf Nachfrage der RZ. Gemeinsam mit der Herstellerfirma S&S Power aus den USA sei man dabei, an den Fehlern der Startvorrichtung zu arbeiten. Die Techniker sind allerdings noch nicht soweit, dass zumindest Testfahrten stattfinden können. Mit 10,4 Millionen Euro war die Bahn projektiert. Ob dieser Preis gehalten werden kann, ist längst nicht sicher. Trotzdem wirbt die US-Firma, die nach eigenen Angaben in 30 Ländern rund 400 Stahlachterbahnen gebaut hat, im Internet mit dem „Nürburgring Race Truck“, allerdings mit dem Zusatz „currently under construction“ – derzeit noch im Bau.
Na, da kann man sich ja mal überraschen lassen ob daraus wirklich was wird oder ob die nächsten Verzögerungen noch kommen.
Wenn der Ringracer dann, irgendwann mal fährt, dürfte er schon interessant sein, trotz der kurzen Strecke. Aber bevor das nicht definitiv ist, braucht man da gar nicht hin fahren. Das ist meinen Meinung, da mich Persönlich nur der Ringracer dort hin ziehen würde.
Trotzdem wirbt die US-Firma, die nach eigenen Angaben in 30 >Ländern rund 400 Stahlachterbahnen gebaut hat, im Internet mit dem „Nürburgring Race >Truck“, allerdings mit dem Zusatz „currently under construction“ – derzeit noch im Bau.
Wo stehen denn all diese Bahnen? Rides könnte ich mir vorstellen, aber 400 Coaster?
Nürburgring: Neue Tests mit RingRacer ab 7. März Es wird ernst für den RingRacer: Für die "schnellste Achterbahn der Welt", die das nie war, sollen ab dem 7. März die Tests beginnen, um sie endlich zum Laufen zu bringen.
[h3]War Risiko bei Nürburgring-Projekt größer?[/h3]
Bei der Finanzierung des Freizeitparks am Nürburgring ist das finanzielle Risiko offenbar größer gewesen als die Landesregierung bisher gesagt hat. Das bestätigten Mitarbeiter des Landesrechnungshofes am Freitag im Nürburgring-Untersuchungsausschuss.
In zwei Fällen überwies die Nürburgring GmbH Geld aus dem Liquiditätspool des Landes als Sicherheit in die Schweiz. Zunächst 80 Millionen und später 95 Millionen Euro. Die Landesregierung hatte stets behauptet, für das Geld habe kein Risiko bestanden. Dem widersprach der Präsident des Landesrechnungshofes, Klaus Behnke, im Untersuchungsausschuss.
Einen nachvollziehbaren Grund für beide Bardepots gab es laut Prüfungsgebietsleiter Johannes Siebelt nicht. Die achtstelligen Summen der größtenteils landeseigenen Nürburgring GmbH flossen zwar wieder nach Rheinland- Pfalz zurück, allerdings mit einem Verlust von 170.000 Euro. Der Zeuge verwies auf das im Juni 2010 veröffentlichte Gutachten des Rechnungshofs in Speyer. Demnach hatte es formell sogar ein kleines Risiko gegeben, dass der umstrittene Schweizer Geschäftsmann Urs Barandun "allein über die Mittel der Nürburgring GmbH hätte verfügen können". Gegen ihn ermittelt die Staatsanwaltschaft Koblenz ebenso wie gegen den über die Affäre gestolperten Ex-Finanzminister Ingolf Deubel (SPD) und sechs weitere Manager.
Undurchsichtiges Finanzierungsmodell
Die Hintergründe des komplexen Finanzierungsmodells mit Verbindungen nach Dubai, in die Schweiz, nach Luxemburg und Nordamerika inklusive eines Handels mit US-Lebensversicherungen hätten sich niemandem erschlossen, betonte Siebelt. Aus Sicht des Rechnungshofs hätte der Aufsichtsrat mehr kontrollieren und die zahlreichen Warnungen ernst nehmen müssen.
Die CDU versuchte im Ausschuss wiederholt, etwaige Versäumnisse des heutigen Finanzministers Carsten Kühl (SPD) nachzuweisen, und sah sich dabei selbst auch erfolgreich. Der Ressortchef war damals als Wirtschaftsstaatssekretär Mitglied des Aufsichtsrats am Nürburgring gewesen. Nach Darstellung der SPD förderte die Befragung der Zeugen des Rechnungshofs aber nichts Neues zutage.
>Ungeachtet dessen hatte man sich vom amerikanischen >Hersteller und Konstrukteur des zur >Lahmheit verdonnerten Racers getrennt. >Mit einer Spezialfirma aus dem Schwarzwald wurde >das Fahrgeschäft komplett überholt.
>>Ungeachtet dessen hatte man sich vom amerikanischen >>Hersteller und Konstrukteur des zur >>Lahmheit verdonnerten Racers getrennt. >>Mit einer Spezialfirma aus dem Schwarzwald wurde >>das Fahrgeschäft komplett überholt. > >Interessant. Wer könnte das sein ;-) >
Ich glaube da liegst du komplett falsch. Abgesehen davon, das obrige Aussage so auch nicht korrekt ist.
Auf der Homepage des Ring Werks gibts einen neuen Clip des Ring Racers. Das bewegte Material zeigt jedoch nur eine Testphase mit sehr geringer Testgeschwindigkeit.
Erneute Explosion am Ring-Racer Nürburgring. Die Serie der Pleiten, Pech und Pannen am Nürburgring reißt nicht ab. Schon wieder hat es am Ring-Racer eine Explosion gegeben. Diese war weithin hörbar und sorgte am Samstagmorgen für Aufregung an der Rennstrecke.
Start der Nürburgring-Achterbahn wieder völlig offen 19.07.2011 Von Jens Albes und Birgit Reichert, dpa
Nürburg (dpa/lrs) - Der Start der pannengeplagten Achterbahn am Nürburgring steht wieder in den Sternen. Am Dienstagmorgen sagte Ring-Generalmanager Kai Richter, der «Ringracer» solle nach fast zweijährigem Probebetrieb an diesem Freitag pünktlich zum Formel-1-Rennen in der Eifel endlich Fahrt aufnehmen. Es fehle nur noch die Genehmigung der Kreisverwaltung Ahrweiler.
Diese teilte jedoch schließlich mit, die Unterlagen des Nürburgrings «für den Bau und den Betrieb» des «Ringracer» seien ihr erst am Dienstagnachmittag vorgelegt worden - und zudem unvollständig. Nun müsse es erst ein «umfangreiches Prüfverfahren» geben. Das Wichtigste sei die Sicherheit der Fahrgäste. Die rheinland-pfälzische CDU-Landtagsfraktion kommentierte: «Pleiten, Pech und Pannen - schlimmer geht's nimmer.»
Der «Ringracer» war bereits zur Eröffnung des umgebauten Nürburgrings 2009 als schnellste Achterbahn der Welt mit einer Höchstgeschwindigkeit von 217 Kilometern pro Stunde angekündigt worden. Nach einem Unfall bei einer Testfahrt im Herbst 2009 hatte sich der Start immer wieder verzögert.
Am Dienstag sagte Ringmanager Richter: «Nach all den Testfahrten und Verbesserungen ist dies wahrscheinlich jetzt die sicherste Bahn der Welt.» Allerdings solle sie vorerst nur Tempo 130 bis 140 erreichen.
Der Parlamentarische Geschäftsführer der CDU-Fraktion, Hans-Josef Bracht, vermutete, diese Drosselung diene nur dazu, überhaupt eine Genehmigung zu erhalten. «Wir sind gespannt, ob Ministerpräsident (Kurt) Beck (SPD) den Start noch in seiner Amtszeit erleben darf.»
Wie hoch der finanzielle Schaden wegen des Ausfalls der Hauptattraktion im Ring-Freizeitpark sei, bleibe offen. Auf Nachfragen habe die Landesregierung bislang keine Zahlen genannt. In einem dpa-Gespräch sagte Bracht: «Es stellt sich die Frage, ob das Land das verantwortliche Unternehmen in Regress nehmen sollte.» Für jahrelanges Warten und deutlich gedrosseltes Tempo seien die eingesetzten Steuermillionen nicht gedacht gewesen.
Der Generalanzeiger Bonn berichtet über die Schließung des Freizeitparks am Nürburgring Betroffen sind anscheinend neben Ringwerk auch die Kartbahn und das Einkaufzentrum.
Die Rhein Zeitung berichtet: u.a. - "Die nicht rentablen Betriebsteile werden geschlossen", sagte der Sprecher der Nürburgring Automotive GmbH, Karl-Heinz Steinkühler, am Dienstag in Mainz. ... - Mit der Achterbahn "Ringracer", für die die Genehmigung fehlt, kalkuliere die NAG derzeit nicht mehr. Der Nürburgring werde in der reduzierten Form "hochprofitabel" sein. ...
Gruß, Stefan
Mitglied der Initiative zur Verbreitung seltener Satzzeichen
[h2]Nürburgring versinkt im Chaos[/h2] Es ist das Prestigeprojekt von Kurt Beck: Mit Millioneninvestitionen wollte der rheinland-pfälzische Ministerpräsident den defizitären Nürburgring auf Kurs bringen. Doch die Rennstrecke verschlingt immer mehr Landes-Millionen - und Becks Regierung steht unter dem Verdacht, das Ausmaß des Desasters zu verschleiern.
Irgendwo über den Wäldern der Eifel, auf einem knapp 700 Meter hohen Berg, wacht die Nürburg über die nach ihr benannte Rennstrecke. Inzwischen türmen sich die Probleme des Nürburgrings fast bis hoch zur Burgruine - doch der Chef mahnt zur Ruhe. Man dürfe nicht immer gleich nervös werden, sagte der rheinland-pfälzische Ministerpräsident Kurt Beck (SPD) kürzlich dem Südwestrundfunk, "in fünf Jahren werden alle sagen, bei allem was es da auch an Abstrichen gibt, aber unter dem Strich war es gut, dass wir uns dort engagiert haben in dieser strukturschwachen Region Eifel." Er wünsche sich in der Debatte um den "Ring" künftig "mehr Lust am Gelingen als am Misslingen".
Woher der Regierungschef seinen Optimismus nimmt, ist fraglich. Klar ist nur: Bislang ist dem Ministerpräsidenten und seiner Mannschaft das Millionenprojekt gründlich misslungen. Die Suche nach Privatinvestoren für den monströsen Freizeitpark an der Rennstrecke scheiterte , den 330 Millionen Euro teuren Bau finanzierte schließlich eine landeseigene Bank. Und die finanzielle Irrfahrt geht weiter. Im vergangenen Jahr 2011 erhielt die Nürburgring GmbH - sie gehört zu 90 Prozent dem Land und zu zehn Prozent dem Landkreis Ahrweiler - nach Informationen des SPIEGEL vom Land weitere direkte und indirekte Hilfen in Höhe von insgesamt 85 Millionen Euro. Ein Sprecher des zuständigen Mainzer Innenministeriums bestätigte auf Nachfrage, dass das Land im April und Dezember 2011 zwei Kredite über zusammen gut acht Millionen Euro auszahlte. Um eine Insolvenz der Gesellschaft zu vermeiden, erklärte das Land zudem bei älteren Krediten von 20 Millionen Euro einen Rangrücktritt. Mit dieser indirekten Stützungsmaßnahme stellt das Land seine Ansprüche als Gläubiger zurück.
Das ist wirklich alles sehr Traurig, vor alllen für die Mitarbeiter.
Aber das ganze Projekt ist auch von anfang an falsch angegangen worden. Das man den Ring attraktiver machen und Arbeitsplätze schaffen wollte war ja auch eine gute Idee. Nur wie man das jetzt angegangen ist, ist schlicht und weg eine Katastrophe und wer darf das letzten Endes wieder Zahlen, der Steuerzahlen.
Nürburgring-Debakel: Totalschaden für den Steuerzahler
18.07.2012 · Kurt Beck, der seinen Urlaub wegen der Pleite des Nürburgrings abbrechen musste, sucht die Schuldigen nun in Brüssel. Denn die Wettbewerbshüter der EU waren von der staatlichen Förderung des Freizeitparks noch nie angetan - und wollten auch jetzt nicht über eine kurzfristige Finanzspritze entscheiden.
(...)Die nahezu landeseigene Nürburgring GmbH als Besitzgesellschaft der legendären Rennstrecke in der Eifel samt des neuen Erlebnisparks rund um das Thema Formel Eins wird in wenigen Tagen zahlungsunfähig und muss wahrscheinlich am nächsten Dienstag Insolvenz anmelden.(...)
(...)Als Hauptgläubiger kann das Land nun nur darauf hoffen, dass der vom Gericht eingesetzte Insolvenzverwalter wenigstens einen Teil der Forderungen durch den Verkauf der Rennstrecke und der erst im Juli 2009 mit Steuergeldern fertig gestellten Gebäude begleichen kann. Allerdings taxierten Wirtschaftsgutachter den Wert der Liegenschaften dem Vernehmen nach nur auf etwas mehr als 120 Millionen Euro. Finanzminister Carsten Kühl (SPD) muss eine für den jetzt eingetretenen Notfall angelegte Rücklage im Haushalt von 254 Millionen Euro anzapfen, um den ISB-Kredit weiter zu bedienen.(...)
Aber, kleiner Trost: der olle Bernie steht schon für die Formel 1 bereit:
Ringbetreiber melden: Ecclestone will Formel 1 in der Eifel auf eigene Rechnung
Während die Pressekonferenz zur Insolvenz des Nürburgrings lief, verschickten die gekündigten Pächter und Betreiber der Strecke vermeintlich gute Nachrichten: Die Formel 1 auf dem Nürburgring sei gesichert, sie wollen eine Lösung mit Formel-1-Chef Bernie Ecclestone gefunden haben. (...)
Anm.d.A.: Übrigens auch für Rock am Ring will man schon mit dem entsprechenden Veranstalter eine Lösung gefunden hat. Wenn der nur halb so altruistisch veranlagt ist Mr. B. Ecclestone, dann gilt wohl das Motto: Noch einmal um sich treten, dem Puter noch die letzten Federn ausreißen, und dann rette sich wer kann.
Meine Fresse - wenn für das Finanzdesaster auch nur irgendjemand zahlen müsste. Aber wir haben ja den Steuerzahler... und die Schrottpreise bei Stahl sind gerade ganz okay... Däh!