Aus dem Tagblatt vom 17.09.2009:[h3]Warten auf die Jungfernfahrt[/h3]
Die Achterbahn im Connyland steht, wann der erste Wagen mit Personen rollen wird, ist aber noch ungewiss. Derzeit wird noch an der Technik gearbeitet, bevor die Endabnahme durch den TÜV erfolgen kann.MAYA MUSSILIER
Lipperswil. Roby Gasser steht im Bahnhof für die Achterbahn und richtet einen prüfenden Blick nach unten. Dort ist gerade ein Monteur mit dem Einbau der Technik beschäftigt. Neben der Technik stehen noch Arbeiten an der Steuerung, an den Bremsen und an der Positionierung des Wagens aus.
Testlauf mit Verspätung«Vor zwei Wochen hätte eigentlich der erste Testlauf stattfinden sollen», sagt der Connyland-Inhaber Roby Gasser. An Terminverzögerungen betreffend der Achterbahn Cobra ist Roby Gasser längst gewöhnt.
So stehen seit drei Jahren die Fundamente, der Bahnhof wurde im letzten Sommer fertiggestellt– was fehlte, waren die Teile für die Bahn. Geplant sei ursprünglich gewesen, die Bahn im März 2006 in Betrieb zu nehmen, doch im Oktober des Vorjahres erfuhren die Connyland-Betreiber davon, dass die Fabrik in Russland geschlossen worden war. Im letzten Herbst kam dann unverhofft die Mitteilung, dass die Bahn jetzt doch geliefert werden könne.
Viele Rückschläge erlebtIn der Hoffnung, dass die Bahn noch auf die Saison 2009 in Betrieb genommen werden kann, verschob das Connyland die Saisoneröffnung um zwei Wochen. Doch die Teile trudelten nur etappenweise ein. Eine Verzögerung folgte auf die nächste. «Wir haben viele Rückschläge erlebt und jene seit letztem Herbst waren die schlimmsten.» Für Roby Gasser ist die Vorfreude auf die Bahn der Müdigkeit gewichen: «Im Moment will ich einfach nur noch fertig werden.»
Hoffnung: SaisonbeginnAuf Terminangaben betreffend Eröffnung der Bahn will er sich gar nicht mehr einlassen. Er hofft, dass es zu Beginn der nächsten Saison endlich soweit ist. Doch zeige der Bau einer Achterbahn beim Nürburgring, dass es mit der TÜV-Abnahme dauern könne. Die Bahn sei seit sechs Monaten betriebsbereit, wegen einigen Mängeln aber noch nicht freigegeben.
Anfragen aus ÜberseeDass mit der Inbetriebnahme der «Cobra» auch der Zulauf des entsprechenden Publikums einsetzt, daran zweifelt Roby Gasser nicht. «Wir haben für die Jungfernfahrt Anfragen von Achterbahn-Fanclubs aus Amerika und Australien.» Wer dann aber zu den ersten Benützern gehören werde, wisse er noch nicht. Er habe noch keine Zeit gehabt, sich damit auseinanderzusetzen. Roby Gasser betont, dass die «Cobra» mit Abstand die grösste Investition für das Connyland sei, die den grössten Nervenkitzel bringe, aber auch die grösste Wartung verlange. So sind aus Sicherheitsgründen auch nach Inbetriebnahme jeden Morgen zwei Testfahrten mit Sandsäcken nötig.
Wenn dann die Fahrgäste kreischend durch den Looping wirbeln, will man im Connyland über das nächste Projekt nachdenken. «Das wird der Umbau des Restaurants sein», verrät Roby Gasser. Dieses soll erweitert werden. Ein neues System soll zudem die Wartezeiten für die Besucher verringern. Und danach? «Es wird uns sicher nicht langweilig», sagt Gasser. Denn Ideen haben die Betreiber des Freizeitparkes noch viele.
Quelle: http://www.tagblatt.ch Stefan A. Michelfeit -
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