>Toll allerdings die Möglichkeit, dort in einem Zelt übernachten zu können. Mit ein paar >Leuten kann das bestimmt lustig werden. Natürlich erst dann, wenns keine Baustelle mehr >ist und der Dschungel schon etwas gewachsen ist. Ob wir das allerdings erleben werden, >das steht noch in den Sternen.
Spätestens, wenn Tropical Islands irgendwann man pleite gegangen ist (und ich persönlich hoffe das nicht) und die Natur sich die Halle zurückgeholt hat! ;-)
---------------------- Tobi - Ich fahr alles, auch wennet en Fahrstuhl is. ThemenParX - 100% Freizeitspaß!
"Tropical Island" öffnet in früherer Luftschiffhalle
Eine überdachte Südsee mit Palmenstrand und Regenwald - dieses in Deutschland einzigartige Projekt ist am Rande des Spreewaldes Realität geworden. Mit "Tropical Islands" öffnet am Sonntag (19. Dezember) eines der ehrgeizigsten Freizeitvorhaben Europas im brandenburgischen Ort Brand 50 Kilometer südöstlich von Berlin für Besucher die Tore. Untergebracht ist es in der größten freitragenden Halle der Welt, wo die gescheiterte CargoLifter AG einst mächtige Transport-Luftschiffe montieren wollte. Etwa 10.000 Besucher werden zum Auftakt erwartet.
Mehr als 400 Bauarbeiter haben es in der Rekordzeit von acht Monaten geschafft, eine pazifische Badelandschaft mit tropischen Häusern sowie einer exotischen Blumen- und Pflanzenwelt zu zaubern. In dem acht Fußballfelder großen und 107 Meter hohen Kuppelbau auf einem ehemaligen Militärflugplatz laufen die letzten Arbeiten auf Hochtouren. Zur großen Eröffnungsparty am Samstagabend wird auch Ministerpräsident Matthias Platzeck (SPD) erwartet.
Freizeitvergnügen in Brand - 50 Kilometer südöstlich von Berlin (dpa)
Kosten des Badevergnügens: 70 Millionen Euro
Allen Unkenrufen zum Trotz gibt sich der malaysische Investor Colin Au zuversichtlich. "Wir werden auf jeden Fall bis zur Eröffnung fertig sein", betont der 55-jährige Touristik-Unternehmer. Er steckt gemeinsam mit dem malaysisch-britischen Konzern Tanjong Public Ltd. 70 Millionen Euro in das Bade-und Freizeitparadies. "Die Kapazität ist für 8000 Menschen pro Tag ausgelegt, und jährlich rechnen wir mit 2,5 Millionen bis 3 Millionen Gästen", erläutert Au. "Schon nach einem Jahr wollen wir schwarze Zahlen schreiben."
Mit moderaten Preisen sollen viele Besucher aus ganz Deutschland sowie Polen, Großbritannien und anderen Ländern in das märkische Tropenparadies gelockt werden. So zahlen Erwachsene für vier Stunden wochentags 15 Euro und an den Wochenenden 20, größere Kinder die Hälfte. Ein Hotelarrangement mit einem 24-Stunden-Ticket sowie Doppelzimmer mit Frühstück kostet 80 bis 99 Euro. Kritik kommt unter anderen von Brandenburgs grüner Europa- Abgeordneter Elisabeth Schroedter. Sie hält den Energieverbrauch der Halle für zu hoch und bemängelt, dass die Investoren entgegen früheren Ankündigungen von der Landesregierung doch Fördermittel haben wollen. Und Wolfgang Pest, stellvertretender Chef der Initiative von CargoLifter-Aktionären "Zukunft in Brand", bezweifelt die Wirtschaftlichkeit des Projektes.
Bau von zwei Hotels geplant
Nach dem Rückschlag durch CargoLifter im Jahre 2002 für den Wirtschaftsstandort Brandenburg und der Pleite der geplanten Chipfabrik in Frankfurt (Oder) vor einem Jahr gibt es mit dem Tropenpark wieder Hoffnung in der strukturschwachen Region. Bisher seien 375 Mitarbeiter bei "Tropical Islands" beschäftigt, berichtet Unternehmenssprecherin Vivian Kreft. Bald sollen es doppelt so viele sein. Auch der Bau von zwei Hotels ist geplant.
Die Tourismusbranche ist voller Erwartungen. "Wir hoffen, dass die Besucher mithelfen, die Zahl von jährlich zwei Millionen Übernachtungen im Spreewald um 20 Prozent und die Auslastung von derzeit 36 auf 50 Prozent zu steigern", wünscht sich der Geschäftsführer des Tourismusverbandes Spreewald, Peter Stephan. Nach der Eröffnung des Tropenparadieses wird sich zeigen, ob diese Hoffnungen aufgehen.
ich habe gerade einen recht interessanten Artikel aus der Zeit gefunden:
[h2]Palmen fürs Volk[/h2]
Im Spreewald eröffnet ein malaysischer Unternehmer den 70 Millionen Euro teuren Themenpark Tropical Islands, eine Insel des ewigen Sommers. Die Brandenburger sind misstrauisch: Ihnen werden nicht zum ersten Mal blühende Landschaften versprochen
Der Traum begann damit, dass Colin Au kalt war. Er reiste auf der Suche nach Anlagemöglichkeiten durch Deutschland, und er bemerkte etwas, das so einfach ist, dass nur Fremde es bemerken: Auch die Deutschen frieren, und sie alle träumen davon, unter tropischen Palmen zu liegen. Und Colin Au hatte eine Idee: Bringen wir doch die Tropen nach Deutschland.
Brand in Brandenburg, das kahle Ende vom Spreewald. Hier standen einmal Gehöfte mit Namen wie »Die dürre Ziege« oder »Das Elend«, durchaus bezeichnend für den ortstypischen Humor. Hier steht seit 1999 das Relikt des letzten Unternehmertraums. Wie eine riesige Käseglocke ragt die Cargolifter-Halle aus der Landschaft, 360 Meter lang, 210 Meter breit und 107 Meter hoch. Gewaltige Zeppeline wollte man hier bauen, die sperrige Last, ja ganze Häuser sanft umhertragen würden. Doch kein einziger verließ je das Werk.
Kaum mehr als ein Jahr ist es her, dass Au und seine malaysischen Partner den Bau samt den 500 Hektar ringsum für 17,5 Millionen Euro kauften. Doch wenn man heute die Halle betritt, herrscht dort ein Treiben, wie man es seit dem Bau des Potsdamer Platzes nicht sah. Vierhundert Bauarbeiter schaffen Tag und Nacht. Bagger schaufeln Erde, Kräne senken Palmen in die dafür vorgesehenen Mulden, Tischler wuchten bambusverkleidete Tresen, Fassadenkletterer verkleiden die Kuppel mit Spezialglas, damit man hier braun werden kann. Und mittendrin übt ein Trüppchen Azubikellner das Balancieren von Tabletts. Auf der Empore mit den Büroräumen zählt ein Countdown die Tage, Stunden, Minuten, Sekunden bis zur Eröffnung am 18. Dezember. Dann muss die Verwandlung abgeschlossen sein von einer Werkhalle im Unteren Spreewald zum Themenpark Tropical Islands.
An Colin Au soll es nicht scheitern. Er trägt neuerdings Turnschuhe zum Anzug, weil er auf der Baustelle schon zwei Paar seiner guten Schuhe verschlissen hat. Er ist jeden Tag hier. Er wohnt auch hier. Ein Millionär, sogar ein Multimillionär soll er sein, munkelt man in der Gegend, ein richtiger Großunternehmer. Aber Colin Au spricht nicht gern über Geld. Er spricht von der genial einfachen Idee, die ihn sich suchte; und wenn er ins Schwärmen kommt, dann wirkt der zierliche Mann von 55 Jahren plötzlich nur halb so alt. Für die erste Revue, Viva Brasil, hat er die Storyline selbst entworfen. Ein hundert Jahre umspannendes Epos über das Ende der Sklaverei. Die riesigen Massai, die kleinen Pygmäen – so etwas sieht man nirgendwo sonst auf der Welt. Nur hier, auf seiner Insel.
Au kommt aus dem Kreuzfahrtgeschäft, und als ein Kreuzfahrtschiff mit eingebauten Zielen sieht er auch den Tropenpark. Da muss alles an Bord sein, vom Pool bis zum Souvenirshop, von der wechselnden Bühnenshow bis zu einer Auswahl an Restaurants. Da gehen auch nie die Lichter aus. Zu jeder Tageszeit will Au andere Zielgruppen empfangen: morgens die Angestellten zum Frühsport, vormittags die Schüler zum Naturkundeunterricht, nachmittags die Rentner auf einen Kaffee im Liegestuhl, abends das Kulturpublikum zu Tanz und Theater, nachts die Jugendlichen auf der Beach-Party. Und wer dann nicht mehr heimfahren mag, mietet sich einfach ein Zelt und übernachtet am Strand.
Es ist nicht nur ein Platz an der Sonne, was Au hier verkauft. Es ist ein Urlaub von Deutschland mit seinem auf manche Art rauen Klima. Hier soll man lächeln – und die Angestellten allen voran. Nicht umsonst fanden die Bewerbungsgespräche als Partys statt. Bei der Servicekultur habe Deutschland Nachholbedarf, sagt Colin Au. Aber Lächeln kann man ja lernen. Die Damen am Ausgang machen ihre Sache schon sehr gut. »Danke, dass Sie bei uns waren«, sagen sie so unbeirrbar freundlich wie die Stewardessen nach der Landung.
Schönwalde, eine Bahnstation weiter im Süden. Chance Weiterbildung, Merkblatt geringfügige Beschäftigung, Grundsicherung für Arbeitsuchende – die Prospekte im Amt Unterspreewald geben eine Vorstellung vom Zustand der Region. Aber das Amt ist in heiteren Farben gestrichen, und vor der Tür des Amtsdirektors steht ein Orangenbäumchen. Kein Geschenk von Tropical Islands, wie er betont.
Carsten Saß ist eloquent, jung und verbindlich. Man würde ihn eher für einen Anwalt halten als für einen Beamten in der Provinz. Saß macht schön Wetter. So sieht er seinen Beruf. »Heimlich weinen können wir auch. Aber bitte nur heimlich.« Er kann den 17 Prozent, die arbeitslos sind, kaum helfen. Die Gemeinden haben ja selbst kein Geld. Aber er will, dass die Spreewälder trotz allem stolz sein können auf ihre Heimat. Also beschafft er Fördermittel für Dorferneuerungen, Denkmalpflege, die Instandsetzung verlassener Häuser. Mit Erfolg: Viele Flecken haben sich wohnlich herausgeputzt, die Abwanderung ist einstweilen gestoppt.
Für den beheizbaren Strand wurde italienischer Sand herbeigeschafft
»Ich sehe meine Aufgabe darin, nach jedem Strohhalm zu greifen«, sagt Saß. Und Tropical Islands verspricht, weit mehr als ein Strohhalm zu sein. Fünfhundert Arbeitsplätze will das Unternehmen besetzen, zum größten Teil mit Anwohnern. Weil man die Nähe zur Region sucht, heißt es bei Tropical Islands. Weil die Gehälter für lange Anfahrten zu niedrig sind, maulen die Spreewälder. Aber viele von ihnen stehen schon unter Vertrag. Saß glaubt an den Erfolg des Unternehmens. Und wenn es wieder schief geht? »Dann werde ich versuchen, auch das positiv zu sehen. Cargolifter hat Strom auf das Gelände gebracht. Tropical Islands bringt Abwasserleitungen und eine Zufahrt. Der Standort wird auf keinen Fall schlechter« – außer wenn man abergläubisch ist.
Der Weg von Schönwalde in den Tropenpark führt durch Krausnick, dessen unverhofft gewachsener Vorort Brand eigentlich ist. »Krausnick, bekannt seit 1004« steht auf einer Steintafel. Damals siedelten hier die Sorben, und sie benannten den Platz nach ihrem Wort für den wilden Birnbaum. Zwar behauptet jetzt ein Professor aus Leipzig, dass es auch das sorbische Wort für Kuhdorf gewesen sein könnte, aber daran mag hier niemand glauben. Krausnick hat 430 Einwohner, eine barocke Kreuzkirche, ein Hotel und ein Geschenklädchen, das jeden Abend für eine Stunde öffnet. Es gibt auch eine Schule, die einmal zum Brechen voll war. Heute dient sie als Gemeindebüro.
Erwin Hormann ist bloß auf einen Sprung hier. Er wollte nach dem Kopierer sehen, der es schon wieder nicht tut. Er trägt noch seine Arbeitskleidung und auf dem Kopf eine Baseballkappe mit der Aufschrift »Tina«. Hormann ist der Bürgermeister von Krausnick, ein stämmiger Mann mit Schnauzer und freundlichen Augen, die auch dann lustig schauen, wenn das, was er erzählt, nicht so lustig ist. Seine Söhne seien jetzt beim Bund, sagt er – »ist immer noch besser, als hier zu kellnern«. Trotzdem sieht er im Fremdenverkehr die letzte Chance für seinen Ort. Vielleicht belebt Tropical Islands ja das flaue Wintergeschäft; und vielleicht merken ein paar der Durchreisenden, dass auch die einheimische Landschaft einen Urlaub lohnt. Hormann hofft es. Glauben mag er es nicht. »Ich bin lieber Pessimist und freue mich hinterher, wenn es was wird.« Sie haben ihn schon ein paarmal eingeladen zu Veranstaltungen in der Halle, aber immer unter der Woche. Was die sich vorstellen. Hormann arbeitet beim Straßenbau. Da macht man nicht einfach mal blau. Aber die Eröffnung, das ist ein Samstag. Dann geht er hin, keine Frage.
Man trifft in der Gegend auch eine andere Art von Pessimisten: die, die sich freuen, wenn es nichts wird. Fast meint man sie zu verstehen. Da haben sie sich nun die Reisefreiheit erkämpft, doch die Tropen bleiben für die meisten so unerreichbar wie zuvor. Und wie zum Hohn stellt man sie ihnen nun vor die Tür: Da habt ihr blühende Landschaften – gegen Eintritt, versteht sich. Doch auch die Nörgler müssen zugeben, dass etwas Schöneres als Tropical Islands auf diesem Boden nie stand. Vor der Wende war das Areal Sperrgebiet. Die Rote Armee unterhielt hier einen ihrer wichtigsten Luftwaffenstützpunkte. Innerhalb von 20 Minuten sollten die Jagdbomber alle strategisch bedeutsamen Punkte der Bundesrepublik erreichen. Darum wurde über den umliegenden Dörfern andauernd der Tiefflug geübt.
Die Armeestraße von Krausnick nach Brand ist erst seit kurzem geöffnet. Ironie der Geschichte: Der Weg zu den Tropen führt durch die Sowjetunion. Ein Ehrenmal am Dorfende erinnert an die Helden, die im »großen vaterländischen Krieg 1941 bis 1945« fielen. Der Kranz davor ist frisch. Dann windet die Straße sich in den Kiefernwald. Man sieht verlassene Wachtürme, Ruinen ohne Dächer und das Asylbewerberheim, das geräumt wurde, als Cargolifter kam. Allerlei Altlasten dämmern hier vor sich hin. Schließlich ein blitzblankes neues Schild: »Tropical-Islands-Allee«.
Durch die Glasfront vor seinem Büro kann Colin Au auf die Baustelle sehen. Doch, das wird alles bis zum Wochenende fertig, auch wenn es jetzt nicht so aussieht. Von den sechs »Dörfern« stehen schon Borneo, Bali und Thailand, erbaut aus Tropenhölzern über einem Betonkern, der deutschem Baurecht genügt. Die Südsee ist gefüllt, was bei fünf Millionen Litern allein eine Woche dauert. Für den beheizbaren Strand darum wurde italienischer Sand herbeigeschafft, der märkische ist zu grob. Auf der Bühne klatscht ein indischer Musiker mit Pudelmütze in die behandschuhten Hände. Bald ist es hier am Tag 25 Grad warm und 23 in der Nacht – und an der Lagune noch sieben Grad mehr. Das Personal wurde schon gegen Grippe geimpft, damit es keine Epidemie gibt, wenn sich jemand bei der Rückkehr nach Deutschland verkühlt.
Welches Bild von den Tropen er hier vermitteln will? Colin Au schreckt ein wenig zurück. Er hat die Freizeitparkpleiten der letzten Jahre verfolgt. Stets traf es die, die ihren Kunden etwas aufzwingen wollten. Er dagegen gibt den Leuten das, was sie lieben. »Biergarten«, sagt er nach kurzem Zögern, denn seine Mitarbeiter meinen, er solle das Wort nicht verwenden. »Aber genau das machen wir hier: einen Biergarten mit Palmen statt Kastanien.«≤ Womit Au nicht meint, Deutsche wollten nur zechen. Im Gegenteil: »Wenn Australier in ein Resort kommen, dann suchen sie als Erstes die Bar. Deutsche prüfen immer zuerst, ob auch alles authentisch ist.« Aber warum nicht? Ein bisschen authentisch, das geht ja auch.
Der Mann fürs Authentische ist Stefan Berndt. Er fischt mit gestreckten Fingern eine Visitenkarte aus der Tasche. »Horticulture Manager« steht darauf. Immer noch der beste Titel, meint er. Obergärtner, Gärtnerchef, das klinge doch blöd. Mit seinen acht Mitarbeitern sorgt er dafür, dass aus dem Reißbrettdschungel Wirklichkeit wird. Er selbst kann nicht mehr mit anfassen seit einem Sturz vom Lastwagen, bei dem er sich beide Handgelenke brach.
Vielleicht gibt es bald Brandenburger Kokosnüsse
Noch sieht sein Regenwald nicht sehr echt aus. Aber das soll er in ein, zwei Jahren, wenn sich das Pflanzendach über den Spazierwegen schließt. Berndt gestaltet sein Paradies nach der Natur oder, genauer gesagt, nach dem Naturfilm, dem ja die meisten Besucher ihre Vorstellung von den Tropen verdanken. Es wird nichts verfälscht, bloß ein wenig verdichtet. An die 500 Pflanzenarten sind hier versammelt. Manche haben einen weiten Weg hinter sich, zum Beispiel die 150 Jahre alten Ficus-Bäume aus Thailand, die auf 14 Meter gestutzt wurden, damit sie auf Sattelschlepper passten. Nun dürfen sie wieder wachsen. Wer weiß, vielleicht gibt es sogar einmal Brandenburger Kokosnüsse. Die wird Berndt dann aber unreif pflücken: »Es wäre ja nicht so angenehm, wenn eine davon auf die Liegestühle fiele.« Die Tierwelt ist weniger üppig angelegt. Sehen wird der Besucher nur Marienkäfer, die zur Schädlingsbekämpfung dienen. Hören kann er sie alle – vom Band.
Berndt macht einen Rundgang über das bepflanzte Gelände, das einen Komplex von 2200 Umkleidekabinen bedeckt. Die tropischen Pflanzen passen gut nach Brandenburg. Sie geben nicht viel auf Versprechen. Sie registrieren nur, dass es im Moment noch an einigem fehlt: an Luftfeuchtigkeit, Wärme und Licht. Entsprechend traurig hängen ihre Blätter. »Natürlich ist das Stress für die«, sagt Berndt, »aber die werden wieder.« Die, die beim Transport eingegangen sind, fristen ihr Nachleben als Dekoration. Stefan Berndt streckt die genähte Hand aus zum Abschied und zieht sie dann mit verlegenem Lächeln zurück. »Manchmal vergesse ich es.«
Die letzten Vorbereitungen finden unter den Augen der Öffentlichkeit statt. So gleichgültig die Spreewälder tun, so zahlreich flanieren sie in der Halle. Sie linsen durch den Bauzaun, hinter dem die Sambatänzerinnen proben. Sie werfen respektvolle Seitenblicke auf den Millionär aus Malaysia, der neben ihnen in der Kantine sitzt. War der nicht neulich sogar auf dem Dorffest? Das Gästebuch von Tropical Islands liest sich wie beim Krankenbesuch vor der Operation: Man drückt die Daumen, man wünscht alles Gute, man kommt gewiss bald wieder. Die Zahlen sind weithin bekannt: 70 Millionen Euro hat Au investiert, und mehr als 4000 Gäste am Tag müssen kommen, damit der Laden läuft. Er selbst rechnet mit 8000 – aus Berlin, aus Polen, aus halb Europa über den nahen Flughafen Schönefeld. Machen sich die Deutschen zu viel Sorgen? Colin Au lacht: »Ja, viel zu viel.«
Information
Anreise: Mit dem Regionalzug Berlin–Cottbus bis Brand. Nach der Eröffnung soll zwischen Brand und dem Resort ein Shuttle-Service eingerichtet werden. Autofahrer nehmen die A13 Berlin–Dresden bis Staakow. Der Weg zum Resort ist ausgeschildert
Eintritt: Die Preise sind nach Tageszeiten gestaffelt und liegen zwischen 5 und 20 Euro für vier Stunden
Übernachtung: Auf dem Gelände derzeit nur im Zelt, zu mieten für 15 Euro. Künftig bietet Tropical Islands Arrangements mit Übernachtung, Frühstück und 24-Stunden-Ticket ab 55 Euro an
Die reine Idee des Tropdenparks finde ich nicht schlecht. Wenn ich da oben in Berlin wohnen würde, würde ich mir das bestimmt mal ansehen da ich auch die Eintrittspreise gerechtfertigt finde. Jedoch hab ich das Gefühl, wie wohl die meisten, dass sich das alles nicht rentieren wird. Man überlege sich nur die ganzen Heizkosten... uiuiuiuiui Es werden bestimmt in den ersten paar Monaten einige Besucher kommen, aber ich denke das wird drastisch zurück gehen. Die 24 Stunden Öffnung finde ich zwar auch nicht schlecht, aber wer soll schon großartig in der Woche z.B. zwischen 12-6 Uhr morgens schwimmen gehen? Man könnte sich hier lieber die Personalkosten sparen und vielleicht nur übers Wochenende, sprich ab Freitag 24 Stunden bis Sonntag 0 Uhr, geöffnet haben. Was mich etwas stören würde, ist die niedrige Wassertiefe von 1,3m, aber eine Wassertiefe von z.B. 3m ist bestimmt nicht wegen dem Boden möglich; liegt ja alles nur auf den "alten" Boden drauf. Ich hätte es schöner gefunden, wenn man ein Teil mit Wasserrutschen, Wellenbad etc. (Fun) und ein Teil mit Wellnes, Massage, Sauna etc. zum entspannen gebaut hätte. Aber dann wäre es bestimmt kein Tropicalisland geworden sondern nur ein normales Erlebnisbad, was sich meiner Meinung vielleicht mehr gelohnt hätte in Sachen mehr Besucher.
Ich hoffe und wünsche mir nur, das Tropicalisland trotz der vielen Kritik (auch meinerseits) es vielleicht doch schafft und es ein Erfolg wird. *Teu, teu, teu*
Es gibt erste Erfolge bei den Besucherzahlen zu vermelden.
Wie in diesem kurzen Artikel aus der Welt zu lesen ist, waren die Weihnachtsfeiertage mit rund 16000 Besuchern sehr erfolgreich. Man rechnet auch in dieser Woche mit einem regen Zuspruch.
Man sieht also, Interesse an dem Projekt ist vorhanden. Bleibt zu hoffen, dass viele nicht zum ersten und letzten Mal da waren, sondern zu Wiederholungstätern werden...
Letzte Bearbeitung am 28-Dez-04 um 10:06 Uhr () >Es gibt erste Erfolge bei den Besucherzahlen zu vermelden. >...waren die Weihnachtsfeiertage mit rund 16000 Besuchern sehr >erfolgreich. Man rechnet auch in dieser Woche mit einem regen Zuspruch. >Man sieht also, Interesse an dem Projekt ist vorhanden. Bleibt zu hoffen, dass viele >nicht zum ersten und letzten Mal da waren, sondern zu Wiederholungstätern werden...
...mal das Ferienende und somit die Realität abwartende Grüße,
Ich möchte ja nicht zu pesimistisch sein, aber wenn ich bedenke das es (soweit mir bekannt ist) im Schnitt 4000 Besucher täglich sein müssen damit sich das Projekt rechnet, da kommen mir Zweifel. Wenn man bedenkt das "Tropical Island" ganz neu ist (also viele z. Zt. aus reiner Neugierde hingehen) dann Zweifel ich daran das man im Jahresschnitt auf einen Tagesdurchschnitt von 4000 Leuten kommt. Trotz meiner Zweifel wünsche ich mir dennoch das das Projekt erfolgreich sein wird und drücke die Daumen. Ich werde auf jeden Fall versuchen im nächsten Jahr einmal dort hinzukommen (leider ist die Entfernung vom Ruhrgebiet dorthin recht groß) :-(
Ich habe mal wieder einen Artikel zum Thema, diesmal von BerlinOnline:
[h2]Bereits 88000 Besucher in Tropical Islands[/h2]
Eintrittspreise für die Nacht wurden erhöht
Jens Blankennagel
BRAND. Draußen ist es kalt, drinnen warm: Der Temperatur- unterschied von mehr als 25 Grad erklärt, warum der Freizeitpark Tropical Islands bei Brand derzeit so beliebt ist. Sogar derart beliebt, dass das Management etwas gegen den Ansturm von Gästen unternommen hat, jedenfalls nachts. Denn die am 19. Dezember eröffnete Tropenhalle ist nicht nur 365 Tage im Jahr, sondern auch rund um die Uhr geöffnet. Und genau das brachte Unruhe in die Idylle unter Palmen. Bisher kostete ein Vier-Stunden-Ticket wochentags 15 Euro, doch von 22 bis 6 Uhr waren für vier Stunden nur fünf Euro fällig. Dieser Preis lockte allabendlich viele Jugendliche an, die in dutzenden Gruppen feierten.
"Die Partys gingen oft bis drei Uhr morgens", sagte Tropical-Islands-Sprecherin Kathrin Schaffner, "andere Gäste fühlten sich gestört." Deshalb wurde mit dem neuen Jahr der nächtliche Billig-Tarif abgeschafft und der Preis für ein Vier-Stunden-Ticket von fünf auf zehn Euro erhöht. "Wir werden in dieser Woche sehen, ob dieses Konzept funktioniert", sagte sie.
Insgesamt zeigt sich das Management zufrieden. In den ersten 15 Tagen besuchten 87500 Gäste die ehemalige Cargolifter-Halle, die für 70 Millionen Euro von einer Luftschiffproduktionsstätte in eine Tropenlandschaft mit Palmen, Strand, Bars und Show-Bühne umgebaut wurde. "Wir sind uns sicher, dass wir uns zu einem Tourismusmagneten entwickeln", sagte Schaffner. Zwar seien am Eröffnungstag nur 6000 statt der erhofften 10000 Besucher gekommen, doch nach dem "Vorweihnachtsstress" kamen allein an beiden Weihnachtsfeiertagen 16000 Besucher. Am 29. Dezember war es sogar so voll, dass drei Stunden lang keine weiteren Besucher eingelassen werden konnten und die Polizei die Autobahnabfahrt Staakow sperren musste. Für die Silvesterparty am Strand zahlte jeder der 4000 Gäste 99 Euro.
Auch nach dem Ende der Weihnachtsferien sei die Halle am Montag "angenehm gefüllt" gewesen, sagte Schaffner. Schon jetzt werde verstärkt auf zusätzliche kulturelle Events gesetzt, um Besucher zu rekrutieren. Diese Aktivitäten sollen deutlich verstärkt werden, wenn es im Frühsommer wärmer wird und der Reiz einer Tropenhalle abnehmen könnte. Derzeit kommen die Besucher noch mehrheitlich mit dem Auto nach Brand. Doch langfristig setzt der Freizeitpark auf die Kooperation mit der Deutschen Bahn, deren Regionalzüge die Station in Brand im Stundentakt anfahren. Von dort ist ein kostenloser Bus-Shuttle zur Halle eingerichtet.
Tropical Islands Wird das ehrgeizige Projekt ein Erfolg?
Seit knapp einem Monat hat der Tropenpark "Tropical Islands" südlich von Berlin seine Tore geöffnet. Das ehrgeizige Projekt mit Badestrand und künstlichem Regenwald in der ehemaligen Cargolifter- Halle soll im Jahr rund drei Millionen Besucher anlocken, doch Kritiker bezweifeln den Erfolg des Freizeitparks: Besonders der Standort und die hohen Heiz- und Betriebskosten seien ein Risiko. "blickpunkt'" schaut hinter die Kulissen von "Tropical Islands" und zieht eine erste Bilanz.
Kein Platz an der Lagune 100 000 Besucher - doch Tropical Islands hat noch mit manchem Ärgernis zu kämpfen Jürgen Schwenkenbecher
BRAND. Als das Freizeitparadies Tropical Islands kurz vor Weihnachten öffnete, wurden die Gesichter im Management immer länger. Statt der erhofften 10 000 Besucher kam nur gut die Hälfte - ein Ansturm auf ein neues Highlight der Tourismusbranche sieht anders aus. Richtig eng wurde es dann aber zwischen den Jahren, als die Tropenhalle zeitweilig wegen Überfüllung schließen musste. Es war die beste Werbung.
Genau einen Monat nach dem Auftakt ist der Alltag eingezogen auf der warmen Insel, als die sich der Freizeitpark selbst sieht. Vielleicht 1 000 Gäste, vor allem Rentner und Paare im mittleren Alter, sind am Mittwochmittag, einem ganz normalen Tag, gekommen. An der Lagune mit den 37 Grad warmen Whirlpools ist kaum noch Platz zu finden. Die Wassertemperatur in der gegenüberliegenden "Südsee" liegt beim Test tatsächlich wie angekündigt bei fast 28 Grad. Aber viele der Liegen am angewärmten Strand bleiben trotzdem frei. "Es ist ruhiger geworden", sagt Unternehmens-Sprecherin Kathrin Schaffner. "Aber wir sind zufrieden."
Die anfänglichen Klagen von Gästen über zu niedrige Luft- und Wassertemperaturen sind ausgeräumt, andere - zum Beispiel über den grauen Betonboden in weiten Teilen der Halle - lassen sich nicht so schnell lösen. Für Unruhe sorgen jetzt vielmehr Beschwerden über das Personal. "Dringend bitte ich Sie dahin zu wirken, dass Ihr Personal sich tatsächlich als Dienstleister versteht", teilte ein Berliner Arzt dem Unternehmen mit und beklagte sich über das "martialische Auftreten" von Busfahrern und Security-Leuten. Ein Gast aus Zeuthen schimpfte über die Preise und das magere Speisenangebot in den Nachtstunden. Er schlussfolgerte: "Wenn der Ruf des Neuen verblasst ist, wird wohl Ernüchterung das Sagen haben."
Genau das ist das Schreckgespenst des Unternehmens. "Wir beantworten alle Kritiken persönlich", sagt die Sprecherin. "Und natürlich laden wir die Leute ein wiederzukommen. Sie sollen sehen, dass die Mängel abgestellt wurden oder eine Ausnahme waren." Denn auf Wiederkehrer ist Tropical Islands angewiesen. Wiederkehrer wie Volker Holst, Ingenieur aus Finsterwalde. Er beobachtete mit seiner Familie schon die Bauphase, schaute sich nach Weihnachten das Musical "Viva Brasil" an und reiste nun begeistert erneut mit Frau und Schwiegereltern nach Brand. "Meinen letzten übrig gebliebenen Urlaubstag vom vorigen Jahr kann ich kaum besser verbringen", sagt er. So stellt sich Tropical Islands seine Besucher vor. Um das Publikumsinteresse aufrecht zu halten, warb die Spaßeinrichtung jetzt erstmals mit Anzeigen in Zeitungen für das Musical. Seit zwei Tagen sind Karten dafür an 1 300 Vorverkaufsstellen zu haben. Und um keine Langeweile aufkommen zu lassen, lockt Tropical Islands auch mit diversen Sportkursen und Workshops. Das Programm muss nur exotisch angehaucht sein, um ins Konzept zu passen. Auch Wellness-Angebote können jetzt gebucht werden.
Doch mancher Ärger lässt sich nicht verbergen. Mit dem Anbringen von vier transparenten Folien an der Südseite haben Arbeiter mehr zu tun als erwartet. Noch im Januar soll jetzt mit wochenlanger Verzögerung die erste aufgehängt sein - viele der 12 000 Pflanzen benötigen das Sonnenlicht dringend.
Und Anfang Januar gab es das nächste Ärgernis. Die Baubehörde des Kreises untersagte das Übernachten in Zelten am Strand - aus Brandschutzgründen. Mit einem solchen Problem hatte niemand gerechnet. "Das ist doch typisch Deutsch", schimpft die Sprecherin Kathrin Schaffner leise. Jetzt wird nach einem Kompromiss gesucht.
In der vorigen Woche zählte das Unternehmen den 100 000. Besucher. Grob hoch gerechnet kämen so - Kontinuität vorausgesetzt - rund 1,5 Millionen Gäste binnen eines Jahres zusammen. Das ist die Zahl, die Tropical Islands zur Deckung seiner Kosten benötigt. Aber Fragen zum Besucherinteresse sollen künftig gar nicht mehr beantworten werden. Ein leeres Haus wäre die schlechteste Werbung
> In der vorigen Woche zählte das Unternehmen den 100 000. Besucher. Grob hoch gerechnet > kämen so - Kontinuität vorausgesetzt - rund 1,5 Millionen Gäste binnen eines Jahres > zusammen. Das ist die Zahl, die Tropical Islands zur Deckung seiner Kosten benötigt. > Aber Fragen zum Besucherinteresse sollen künftig gar nicht mehr beantworten werden. > Ein leeres Haus wäre die schlechteste Werbung.
Bereits nach 1 Monat (welcher dazu noch zur Hauptsaison gehört) bereits so nüchterne Zahlen. Das Projekt ist meiner Meinung nach, und der "Hinterton" ist in dem Bericht nicht zu "überhören", bereits dem Tode geweiht.
Ich werde voraussichtlich Anfang Februar dem "Island" einen Besuch abstatten und mir selber ein Bild vor Ort machen - bevor der ganze Schuppen wieder zu macht.
Was kommt wohl nach dem "Island"? Es darf schonmal spekuliert werden und auch Vorschläge eingereicht werden...
>Was kommt wohl nach dem "Island"? Es darf schonmal spekuliert werden und auch >Vorschläge eingereicht werden...
Es gibt da noch etwas Konkursmasse aus Bremen, die könnte man ja in die Halle packen, dann gibts im Bremer Weltraumkomplex mehr Platz für die zahlreichen Geschäfte, welche sich ja auch derzeit wie wild um die Verkaufsflächen reißen... }> *SCNR*
Ich persönlich würde es allerdings wirklich schade finden, wenn Tropical Islands schließen muss. Immerhin war es mal wieder ein frisches Konzept, dem ich persönlich durchaus Erfolgschancen zugerechnet habe. Ich persönlich hätte ja wenigstens zwei oder drei Fahrattraktionen integriert, um evtl. auch ein wenig die Freizeitparkschiene zu fahren um so quasi zweigleisig doch auf die angepeilten Besucher zu kommen...
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Ich würde dem negativen Zwischenton des Berichts nicht allzuviel Gewicht schenken - schließlich hatte die Presse auch den EP 1975 totgesagt. Wie die Entwicklung in Brand weitergehen wird, muß sich halt zeigen...
Seit einigen Wochen liegt ein Hauch von Südsee über Brandenburg: Der Freizeitpark "Tropical Islands" lockt mit tropischem Flair und künstlichem Regenwald. Derzeit ist der Gast im Tropenparadies noch recht alleine.
Punkt 6.00 Uhr morgens am 19. Dezember 2004 hatte das "Tropical Islands", 60 Kilometer südöstlich von Berlin in dem Örtchen Brand gelegen, seine Pforten und Strände geöffnet. Über die Weihnachtsfeiertage war der Park sehr gut besucht. Seit Anfang des Jahres liegen die Besucherzahlen bei durchschnittlich 3500 Personen am Tag. Und die können sich in der 66.000 Quadratmeter großen Badelandschaft verlaufen.
Illusionen entstehen
In der größten frei tragenden Halle der Welt befand sich früher die CargoLifter AG, die dort Luftschiffe bauen wollte. 2002 ging die Firma pleite.
Der malaysische Multimillionär Colin Au investierte viel Geld in das Freizeitprojekt und baute die 107 Meter hohe und acht Fußballfelder große Halle um. Ein künstlicher Regenwald mit 10.000 Pflanzen und Vogelstimmen aus dem Lautsprecher lassen die Illusion vom schnellen Abstecher ins Südseeparadies entstehen.
Bei Wassertemperaturen von 28 bis 31 Grad (Lufttemperatur 25 Grad) lädt eine 4000 Quadratmeter große Lagune mit zwei Wasserfällen zum Schwimmen ein. Der 800 Meter lange Sandstrand umsäumt den Riesen-Pool. Jeden Abend läuft ein Musical, in den ersten Monaten "Viva Brasil", ein farbenprächtiges und leichtes Spektakel. Dazu kommt Erlebnisgastronomie, untergebracht in einem tropischen Dorf. Langweilen braucht sich also niemand.
Günstige Abendtarife
Vier Stunden Aufenthalt kosten pro Person unter der Woche 15 Euro, am Wochenende 20 Euro. Dazu kommen die Preise für Essen und Getränke. Günstiger wird es zwischen 22.00 und 6.00 Uhr, dann sind 7,50 Euro fällig. Ursprünglich geplant war, dass Besucher am Sandstrand der Lagune zelten können - die behördliche Genehmigung steht jedoch noch aus. Bis dahin finden Gäste, die von weit her kommen, in den umliegenden Hotels eine Herberge.
Gute Anbindung
Die Nähe zu Berlin lässt die Betreiber auf Gäste aus aller Welt hoffen. Interessant wird es sicherlich für Familien, die während eines Städtetrips in der Hauptstadt einen "freien Tag" im Liegestuhl unter Palmen zu schätzen wissen. Das "Tropical Islands" ist gut mit öffentlichem Personennahverkehr zu erreichen, ein kostenloser Shuttle-Bus bringt die Besucher vom Bahnhof Brand zum Ziel.
Noch kommen die Gäste allerdings vor allem aus Brandenburg. Und die haben viel Platz, denn die Besucherzahlen liegen unter den mindestens 4000 Gästen, die nötig sind, um kostendeckend zu arbeiten. Insbesondere der Wochenanfang erweist sich als Geheimtipp für diejenigen, die ihre Ruhe wollen.
Etwas OT, aber dennoch berichtenswert, da der Sprung sicherlich für einiges an Medienpräsenz sorgen wird. Aus der Neuen Westfälischen Zeitung:
Weltrekord aus 107 Metern
Basejumper Johannes Rose will mit neun anderen Springern ins Guinness-Buch
VON JAKOB SCHMID
Bielefeld. Abspringen wird Johannes Rose aus 107 Metern Höhe. Eine Sekunde freien Fall plant er ein, dann wird sich sein Fallschirm öffnen. Der Bielefelder und neun weitere Springer werden sanft zu Boden gleiten und einen Weltrekord aufgestellt haben – den Weltrekord im Indoor-Synchron-Basejumping .
Basejumping, das ist Fallschirmspringen von festen Objekten, seien es Brücken, Hochspannungsmasten, Klippen oder die Dachkonstruktion einer Halle. Am 31. Januar ist es die Tropical-Islands-Halle südlich von Berlin. Ursprünglich für den Bau des Transport-Luftschiffs "Cargo-Lifter" gebaut, beherbergt sie heute einen Freizeitpark mit Tropenatmosphäre. 107 Meter hoch ist die kuppelartige Konstruktion, die nur von äußeren Stahlträgern gehalten wird. Damit ist sie die größte freitragende Halle der Welt und aus Sicht der Basejumper "der absolute Hammer", wie Johannes Rose sagt.
Seit er die ersten Bilder sah, hat er sie als Sprungobjekt ins Auge gefasst. Einfach mit einem Fallschirm die Stahlträger hochklettern und mal eben einen Sprung wagen, das geht nicht. Und weil er fürchtete, dass ihm eine vorsichtige Anfrage nur ein Kopfschütteln einbringen würde, hat er das Ganze gleich richtig groß aufgezogen. Die Aussicht auf einen Rekordsprung in ihrer Halle fanden die Freizeitpark-Betreiber offenbar gut. "Die waren sofort begeistert", berichtet Rose, der für das Event erfahrene Springer aus ganz Deutschland zusammengetrommelt hat. ...
Brand - Mit einem Sprung aus der ungewöhnlich niedrigen Höhe von 107 Metern haben zehn Fallschirmspringer in Brand bei Lübben (Dahme-Spreewald) einen neuen Weltrekord aufgestellt. Von einer Plattform direkt unter dem Dach der Riesenhalle des Freizeitparks "Tropical Islands" schwebten die Wagemutigen in die künstliche Tropenlandschaft hinab. In einem weiteren Rekordversuch landeten 15 Springer nacheinander an einer festgelegten Stelle am Strand - eine nach Unternehmensangaben in Deutschland bisher einmalige Leistung.
Die Weltrekordler gehören dem Verein Deutscher Objektspringer an. Sie halten internationale Meistertitel im "Indor BASE-Springen" und nahmen weltweit an vielen Rekordversuchen teil. BASE steht für das Springen von fest stehenden Objekten. dpa
Ein Artikel aus der Lausitzer Rundschau vom 26.02.:
Halle von Tropical Islands erhält Klarsichtdach
Neue Preise sollen Randzeiten besser auslasten
Das Freizeitressort Tropical Islands in Brand (Dahme-Spreewald) will die Sonne in die Riesenhalle holen.
Auf der Südseite der ehemaligen Luftschiffhalle wird von Montag an die undurchsichtige Dachhaut auf vier Feldern abgebaut und durch eine durchsichtige Kunststofffolie ersetzt, teilte das Unternehmen gestern mit. Die Arbeiten sollen nachts erledigt werden und bis 10. März dauern. In dieser Zeit müssen die Südsee und Teile des Regenwaldes gesperrt werden. Die neue Folie lässt die Sonnenstrahlen durch, was den Pflanzen das Wachstum ermöglicht und den Besuchern die natürliche Bräunung. Die vier Folien umfassen eine Fläche von 20 000 Quadratmeter. Sie sind dreilagig mit getrockneter Luft gefüllt, die zur Stabilität und Dämmung beiträgt. Der Umbau hatte sich wegen Schnee und Kälte um mehrere Wochen verzögert. Eine gute Woche nach dem Abschluss der Arbeiten gibt es für die Gäste neue Preise. Sie gelten vom 19. März bis 17. Juni und sollen den Angaben zufolge eine gleichmäßigere Auslastung und mehr Besucher in den Randzeiten bringen. Das Basisticket wird von vier auf sechs Stunden erweitert. Ein sechsstündiger Besuch kostet künftig wochentags nach 18 Uhr 14 Euro und am Wochenende 19 Euro. Bisher bezahlen die Gäste für vier Stunden 15 Euro an Wochentagen und 20 Euro am Wochenende. Zwischen neun und 18 Uhr erhöht sich der Eintrittspreis wochentags von 17 auf 18 Euro und an Wochenenden von 22 auf 25 Euro. Kinder bis 13 Jahren zahlen weiterhin die Hälfte des Erwachsenenpreises. An mehreren Samstagen seien bisher jeweils 8000 Besucher gezählt worden. Damit sei Tropical Islands in diesem Winter die meist besuchte Freizeitattraktion in Deutschland, hieß es. (dpa/ta)
würde sagen mit geringer Luftfeuchtigkeit weil diese ja an die Folie kondensieren würde und Tropfen wie Linsen wirken können und vielleicht sogar die Folie beschädigen könnten. Auf alle Fälle aber der Lichtdurchlässigkeit schaden würden.
Letzte Bearbeitung am 01-Apr-05 um 14:15 Uhr () Hallo nochmal,
um diesem Fehlposting doch noch einen Sinn zu geben, hier ein kurzer Artikel von cafe-future.net:
[h2]Tropical Islands: Die ersten 100 Tage im Badeparadies[/h2]
Durchschnittlich 6 Stunden Südseeflair tanken Besucher im brandenburgischen ’Tropical Islands’. Bereits im ersten Monat (Eröffnung am 19. Dezember) waren es mehr als 100.000, die im tropischen Ambiente dem Winter ein Schnippchen schlagen wollten. Die meisten Wassernixen & Burgenbauer kommen aus der Nähe: Berlin und Brandenburg. Aber auch aus Polen und anderen europäischen Ländern reist man für den XXL-Badespaß nach Krausnick-Brand, 80 km südöstlich von Berlin.
Exotisch sind nicht nur Einrichtung & Temperatur der künstlichen tropischen Insellandschaft, sondern auch die beliebtesten Foodservice-Optionen: das Asia-Buffet (13-15 EUR) im tropischen Dorf sowie das Kombi-Angebot ’Show & Dine’ – ein 3-Gänge-Menü während der Abendshow. Wie zufrieden sind die Macher des Freizeitparks bisher? „Unsere Erwartungen wurden voll erfüllt“, lautet das erste, wenig greifbare Resümee. Feilen werde man neben der Platzierung von Kiosken und Food-Stationen noch am gastronomischen Angebot. So soll demnächst u. a. ein Frontcooking-Restaurant ans Wasser gehen.
sagen wir lieber 44 Meter. Es ist das Jupiter-Rad von Schmidt-Kipp. Ein Standard 44-Meter-Nauta-Rad. Und in der riesigen Halle sieht es exakt so aus wie das Faller-Modell.
[h2]Investor zufrieden mit Besucherzuspruch in Tropical Islands[/h2]
Brand - Fünf Monate nach Eröffnung des Freizeitparks Tropical Islands in Brand bei Lübben (Dahme-Spreewald) hat sich das Management zufrieden mit dem Besucherzuspruch gezeigt. An den Wochentagen kämen im Durchschnitt 3000 bis 3500 Gäste und an den Wochenenden täglich bis 8000 in die Riesenhalle, sagte gestern der malaysische Investor Colin Au. Inzwischen seien die Angebote von Tropical Islands in den Reisekatalogen aufgeführt und machten die Anlage immer bekannter. Für den Sommer rechne er mit einem geringeren Interesse, weil viele Menschen im Urlaub unterwegs seien.
Die Freizeitanlage in der größten freitragenden Halle der Welt war am 19. Dezember 2004 für Besucher eröffnet worden. Wo die 2002 pleite gegangene Cargolifter AG große Transportluftschiffe bauen wollte, baden die Gäste jetzt in einer künstlichen Südsee oder in einer Lagune, erkunden den Regenwald oder genießen abends ein Showprogramm mit Künstlern aus der Pazifikregion.
Zu wenig Tageslicht und kühle Innentemperaturen hatten anfangs dazu geführt, daß der Regenwald zu Schaden kam. Von den 13 000 Bäumen, Sträuchern und Pflanzen mußten 5300 erneuert werden. Bis September sollen auch alle vier Dachplanen auf der Südseite durch eine durchsichtige Kunststoffolie ersetzt werden. dpa
Der Tropen-Freizeitpark Tropical Islands buhlt um neue Kundenschichten: Künftig will er verstärkt Veranstaltungen für Firmengruppen bieten und plant dazu ein eigenes Hotel. Laut offiziellen Zahlen lockt die gewaltige Bade- und Gastro-Halle in Brandenburg werktags etwa 3000 Gäste an - jetzt im Sommer sogar eher weniger.
Brand - "Wir bleiben im Firmenkundengeschäft am Ball, um da die Umsatzzahlen zu erhöhen", sagte die Marketing-Chefin von Tropical Islands, Antje Pflug, im Gespräch mit SPIEGEL ONLINE. Derzeit erziele das Unternehmen aus Brand in der Niederlausitz weniger als zehn Prozent seiner Erlöse in diesem Segment. "Das darf sich gerne verdoppeln", so Pflug.
Sie setzt darauf, dass künftig mehr Großunternehmen Teile der 107 Meter hohen Tropenhalle oder davor liegende Hangars für Partys und Tagungen buchen. "Wir arbeiten im Moment schon an großen Events für 2005 und das Jahr darauf." Nach ihren Worten finden derzeit pro Woche vier bis zehn Firmenveranstaltungen bei Tropical Islands statt, meist aber für kleinere Unternehmen.
Mit der Großkunden-Offensive versuchen die Betreiber der künstlichen Tropenwelt, weitere Einnahmequellen jenseits des Ticketverkaufs an Touristen und Badegäste zu erschließen. Der Hintergrund: Angesichts der aktuellen Besucherzahlen scheint fraglich, ob Tropical Islands in diesem Jahr wie angekündigt Gewinne erzielen kann.
"Im Schnitt etwas weniger"
Offiziell heißt es zwar, man sei mit dem Gästeaufkommen ein halbes Jahr nach Eröffnung "zufrieden". Wochentags kommen laut Firmensprecherin Kathrin Schaffner "rund 3000 Gäste" in die frühere CargoLifter-Halle, am Wochenende seien es 6000 bis 7000 täglich. Sie räumt aber ein: "Jetzt im Sommer sind es im Schnitt etwas weniger."
Auffällig ist zudem: Noch im Mai hatte Colin Au, der malaysische Initiator des Projektes, etwas höhere Besucherzahlen genannt - so sprach er von täglich bis zu 8000 Gästen an Wochenenden. Damit keine Verluste anfallen, benötigt Tropical Islands nach eigenen Angaben 1,5 Millionen Besucher im Jahr, also gut 4100 pro Tag.
Hoffen auf den TUI-Effekt
DDP Investor Au vor der Halle (Archivbild): Die genauen Besucherzahlen will das Unternehmen erst im Januar 2006 nennen Pflug gibt sich gleichwohl optimistisch: Ab der kommenden Saison sei Tropical Islands erstmals über die Kataloge von TUI, Neckermann und anderen Veranstaltern buchbar. Allein dadurch könne das Besucheraufkommen um zehn Prozent steigen. Außerdem verhandele man mit Airlines, die Berlin ansteuern, über Kooperationen beim Ticketverkauf.
Darüber, wie viel der typische Ausflügler beim Hallenbesuch ausgibt, schweigt Tropical Islands sich aus. Colin Aus ursprüngliches Konzept sieht vor, dass die Gäste, zusätzlich zum Eintritt, möglichst viel in den Konsum von Getränken und Essen investieren - ähnlich wie auf einem Kreuzfahrtschiff, das erst dank der Gastronomie profitabel arbeitet.
Pommes im Palmenland
Bei einem Besuch an einem Wochentag war aber jüngst zu beobachten, dass die Mehrheit der Besucher nach Brand kommt, um in der "Bali-Lagune" oder der "Südsee" zu baden. In den teureren Restaurants im "tropischen Dorf", wo Papageienfisch oder samoanische Gerichte serviert werden, bleiben die meisten Stühle leer.
Beim Speiseangebot seien der "American Counter" mit Fastfood und die Snacks besonders beliebt, sagt denn auch Gastronomiechef Rainer Heilen. Gleichwohl überlegt Tropical Island nach seinen Worten, im Gourmet-Bereich zu expandieren. "Es wird diskutiert, eine Sterneküche zu schaffen."
Probleme mit dem Spaßbad-Image
Man sei schon "ein kleines bisschen" überrascht davon gewesen, dass die meisten Gäste Tropical Islands vor allem als Hallenbad verstehen und die Gastronomie und der Regenwald weniger gut angenommen werden, räumt Pflug an. Sie berichtet auch von 14-Jährigen, die vor der Tür "schnell noch den Sixpack Bier leer trinken und dann nichts mehr, um Geld zu sparen", oder Eltern, die "die Stullen für die Kinder" dabei haben.
Das Unternehmen versucht, auf verschiedene Weise gegenzusteuern: Das kürzlich reformierte Preissystem soll Gäste ermutigen, länger zu bleiben. Die Werbung rückt vor allem Entertainment-Angebote wie die Tanzrevue "Ruf der Südsee" oder die Partyreihe "Tacca Beach Club" in den Mittelpunkt.
"Nicht nur den Burger"
Außerdem will sich Tropical Islands stärker als Veranstaltungsort für private Partys und Hochzeiten etablieren. "Das ist eine ideale Zielgruppe", sagt Pflug, "weil diese Leute ein bisschen mehr Geld in der Tasche haben und eher das Vier-Gänge-Menü bestellen als den Burger aus der Selbstbedienung."
Um das lukrative Geschäft mit Firmenkunden zu forcieren, sagt die Marketing-Chefin, wolle Tropical Islands im kommenden Jahr ein Hotel mit 300 bis 400 Betten in "unmittelbarer Nähe" der Halle bauen. Derzeit liegt das nächste kleinere Hotel acht Kilometer entfernt in Krausnick. Das eigene Haus werde einen "gehobenen und einen Standardbereich" bieten, so Pflug.
Auch eine "Saunalandschaft" soll dem Tropenpark Extra-Umsätze einbringen. Sie soll ebenfalls auf dem früheren Militärareal außerhalb der Halle angesiedelt werden, der Baubeginn ist für dieses Jahr anvisiert. Und auch für den Saunabesuch, kündigt Pflug an, werde man zusätzlich zum Halleneintritt einen "kleinen Aufpreis" verlangen.
"Man sei schon "ein kleines bisschen" überrascht davon gewesen, dass die meisten Gäste Tropical Islands vor allem als Hallenbad verstehen und die Gastronomie und der Regenwald weniger gut angenommen werden, räumt Pflug an. Sie berichtet auch von 14-Jährigen, die vor der Tür "schnell noch den Sixpack Bier leer trinken und dann nichts mehr, um Geld zu sparen", oder Eltern, die "die Stullen für die Kinder" dabei haben.
Außerdem will sich Tropical Islands stärker als Veranstaltungsort für private Partys und Hochzeiten etablieren. "Das ist eine ideale Zielgruppe", sagt Pflug, "weil diese Leute ein bisschen mehr Geld in der Tasche haben und eher das Vier-Gänge-Menü bestellen als den Burger aus der Selbstbedienung."
Sehr viel dezenter kann man es gar nicht machen. Also zusammenfassend:
Wenn das Angebot nicht angenommen wird, sind die (zahlenden) Gäste die Deppen. Am Angebot kann es gar nicht liegen - Preisgestaltung, Angebotspalette, Dienstleistung, Infrastrukutr, oder komsumunfreundliche Atmo - das steht alles ausserhalb jeglicher Diskussion, nein, der Konsument ist der Esel. Ist das hier Betriebswirtschaft für Anfänger und solche, die es mal werden wollen?
Das klingt für mich ja schon fast wie das Geheule nach der nächsten Wahl, wo sich irgendwelche Politiker darüber beschweren, dass das dumme Volk mal wieder die Falschen gewählt hat, nur weil Sie nicht zufrieden waren...
Letzte Bearbeitung am 05-Jul-05 um 12:17 Uhr () >Klar. Und ich kann die Marketing-Managering gut verstehen. Du anscheinend nicht - aber >du warst ja auch nicht da. > >Da drängt sich bei mir die Frage auf, ob du dich nicht besser raushalten solltest, >anstatt hier wie ein Blinder von der Farbe zu quatschen.
Hallo Tim, worauf bezieht sich denn meine Blindheit?
Falls sich die Blindheit auf meine Unkenntniss der Situation vor Ort bezieht, halte ich deinen Einwand schon für ein wenig berechtigt. Jedoch nur für ein wenig, da ich keine Kritik an den Umständen im Park geäußert habe. Lediglich die mE unkritische und wenig konstruktive Darstellung "Hilfe, unsere Gäste sind zu blöd" ging mir ein bischen auf den Saque.
Tatsächlich ist mein erstes Posting völlig belanglos und überflüssig wie nur noch was, wenn der Park tatäschlich so gut aufgestellt sein sollte, dass diese Punkte nicht mehr wesentlich zu verbessern sind, was mich sehr freuen sollte. Das kann ich nicht beurteilen, möglicherweise kannst Du mir diesbezüglich helfen, falls Du dazu Lust hast. Vermutlich hast Du aber eher keine Lust.
Wenn ich einen Dienstleistungsbetrieb analysiere, ist die Zielgruppendefinition ein wichtiger Parameter, in diesem Punkt kann ich Frau Pflug auch gut verstehen. Allerdings ist dies nicht der einizge Punkt, der zu beachten ist. Und meiner Meinung nach sollte dies dann auch in einem solchen Bericht erwähnt werden, soweit kann ich die Marketingchefin nicht so gut verstehen (oder Herrn Streitz, falls er das gekürzt hat).
Anyway, der Punkt, warum ich über den Park schreibe, obwohl ich noch nicht da war, läßt vielleicht damit beantworten, dass ich bei näherem Hinsehen gar nicht so sehr über den Park schreibe, als vielmehr über das in dem Artikel beschriebene Managementkonzept, oder noch besser über das dort nicht beschriebene Konzept. Möglicherweise kam das allerdings nicht so gut raus, denn wenn Du das mißverstanden hast, dann sicherlich auch einige andere Leser, die nicht so fix im Oberstübchen sind wie Du - ich vermute, da gibt es einige davon.
> Trotzdem würde mich eine Achterbahnfahrt bei 40°C und 90% rel. Luftfeuchte schon reizen. > Wäre das nicht was für diese Zeppelinhalle bei Brandenburg?
In die Halle gehört sowieso ein Freizeitpark. Da passt locker ein Megacoaster rein. So blöde Pools lockt doch keinen hinter'm Ofen hervor. Und in der Gegend gibt's gar nicht so viele Parks, also sollte auch Publikum vorhanden sein. Würde dies der grösste komplett überdachte Freizeitpark sein, oder gibt's schon sowas grosses?
Das das Tropical Island in den ersten Quartalen keinen Gewinn abwirft dürfte wohl jedem klar gewesen sein. Ich hoffe nur das dieses riesen Schiff (ich find diese Bezeichnung irgendwie passend) schon bald profitable Gewinne erwirtschaftet.
Tropical Island wäre dann endlich mal in Deutschland ein Beispiel dafür, das man auch mit einem riskanten Konzept erfolg haben kann. Denn genau das fehlt im moment nach dem Space Park debakel in der Freizeitwirtschaft. Hoffen wir das Beste...
"Planmäßiger Wechsel" - Zeppeliner kaufen Know-how von Cargolifter
von Regina Köhler und Nikolaus Doll
Brand - Die Geschäftsleitung von Tropical Islands, dem Freizeitpark in der einstigen Cargolifter-Halle bei Brand, wird voraussichtlich spätestens in der kommenden Woche einen neuen Direktor für das tägliche Management präsentieren. Das bestätigte Antje Pflug, Marketingleiterin des Freizeitparks und Mitglied des Senior-Managements. "Der Posten muß neu besetzt werden, weil sich der malaysische Investor Colin Au planmäßig aus dem täglichen Management zurückgezogen hat", so Pflug. Gleichzeitig widersprach sie Berichten, nach denen Au seinen Posten vor Ort wegen wirtschaftlicher Schwierigkeiten des Projekts Tropical Islands aufgegeben habe. "Es war von Anfang an geplant, daß sich Herr Au, der als Ideengeber und Projektleiter fungierte, nach der Startphase anderen Aufgaben zuwendet."
Seit der Eröffnung im Dezember 2004 soll der Freizeitpark rund drei Millionen Euro Verlust gemacht haben. "So steht es im Bericht des britisch-malaysischen Tanjong-Konzerns, der 75 Prozent der Anteile am Freizeitpark hält", bestätigte Antje Pflug. Mit diesen Verlusten zu Beginn sei aber gerechnet worden. Der Mutterkonzern gehe davon aus, in zwei Jahren Gewinne zu machen.
Unterdessen hat Rolf-Dieter Mönning, der Insolvenzverwalter der Luftschiff-Firma Cargolifter AG, bekanntgegeben, daß das Know-how des Pleite gegangenen Unternehmens von der Luftschiffbau Zeppelin GmbH in Friedrichshafen erworben wurde. Nach der Insolvenz von Cargolifter waren die Arbeitsmittel versteigert, zuletzt die Halle verkauft worden. Was blieb, waren die Forschungsunterlagen zur Leichter-als-Luft-Technologie (LaL), die von der Crew um Cargo-Chef Carl-Heinrich von Gablenz erarbeitet worden waren. Um sie gab es zuletzt einen Bieterwettstreit, denn auch von Gablenz will wieder in das Luftschiff-Geschäft einsteigen. 50 000 Euro wollte er für das Know-how zahlen, offenbar zu wenig, denn die Zeppeliner vom Bodensee erhielten den Zuschlag.
Neuer Geschäftsführer bei Tropical Islands Ole Hensing, bisher Chef des Oranienburger Spaßbades, soll die Tropenhalle rentabel machen
Martin Klesmann
ORANIENBURG. Der 41-jährige Ole Bested Hensing, ein gebürtiger Däne, wird neuer Geschäftsführer von Tropical Islands. Diese Personalie bestätigte Donnerstag. Kathrin Schaffner, Sprecherin des Unternehmens, das in der ehemaligen Cargolifter-Halle südlich von Berlin eine künstliche Tropenwelt geschaffen hat. Monatelang hatte Tropical Islands nach einem Nachfolger für den Malaysier Colin Au suchen lassen. Au, Gründer und Investor des Freizeitparks, hatte das Unternehmen bereits vor Monaten verlassen. Beim malaysischen Tanjong-Konzern, der 75 Prozent der Anteile an Tropical Islands hält, waren Millionenverluste wegen des Engagements in der Mark Brandenburg aufgelaufen. Diese Verluste von mehr als drei Millionen Euro seien eingeplant gewesen, hieß es bei Tropical Islands.
Nun soll Hensing die künstliche Tropenwelt in wenigen Jahren rentabel machen. Der Mann studierte an der TU Berlin Wirtschaftsingenieurswesen und hatte bereits zahlreiche Posten in verschiedensten Unternehmen inne. So arbeitete er zwei Jahre lang in einer Freizeitanlage auf Long Island in den USA. 2000 stieg er dann wiederum zwei Jahre lang in den Erdgas-Handel ein - als Vorstandssprecher der neu gegründeten Potsdamer Natgas AG. Offenbar wechselt er gerne im Zwei-Jahres-Rhythmus den Job. Denn seit zwei Jahren ist er nun Geschäftsführer des Oranienburger Spaßbades Turm-Erlebniscity nördlich von Berlin. Und will wieder wechseln.
Das Oranienburger Bad, erst 2002 eröffnet, ist inzwischen das bestbesuchte Spaßbad in der Region Berlin-Brandenburg. Unter Hensings Ägide steigerte die Turm-Erlebniscity die Besucherzahlen noch einmal um fast 100 000 auf insgesamt 530 000 Gäste im Jahre 2004. "Herr Hensing hat die Werbeaktivitäten deutlich gesteigert", sagte Kerstin Faßmann am Donnerstag. Sie ist Vize-Bürgermeisterin und Aufsichtsratsvorsitzende der Stadtservice Oranienburg GmbH, die das Bad betreibt. Sie bedauere es sehr, dass Hensing bereits vor drei Wochen um die Aufhebung seines noch drei Jahre laufenden Vertrages gebeten habe. Hensing habe gezielt Werbung an den Berliner S-Bahnen plakatieren lassen, sagt sie, und auch ein Gutscheinsystem für das Oranienburger Bad entwickelt. Er hat für die Turm-Erlebniscity ein eigenes Club-Ticket eingeführt, das die Besucher mit Vergünstigen und speziellen Veranstaltungen an das Freizeitbad binden soll. Kenner der märkischen Tourismusbranche raten den Tropical Islands-Betreibern schon lange zu einem ähnlichen Vorgehen, damit die Besucher nicht nur einmal den Weg in die umgestaltete Cargolifter-Halle bei Brand finden. Hensing, der am Donnerstag nicht zu sprechen war, gilt als ruhiger aber bestimmter Manager, der strikt auf die Kosten achtet. Er halbierte die Verluste für das Oranienburger Bad, das die Stadt in Eigenregie gebaut hatte, binnen zwei Jahren auf 900 000 Euro.
Dem bisherigen Tropical Islands-Manager Colin Au hatten selbst Mitarbeiter vorgeworfen, die Wünsche der zumeist deutschen Kundschaft nicht hinreichend zu berücksichtigen. Er sei als "absoluter Patriarch" aufgetreten und habe Verbesserungsvorschläge nicht ernst genommen, heißt es.
"Die Ernennung Hensings ist ein Hoffnungszeichen", sagte Barbara Hackenschmidt, Tourismusexpertin der SPD-Landtagsfraktion. "Das Service-Personal muss aber nun besser geschult werden." Noch beim Verlassen der Freizeithalle seien in den vergangenen Monaten unnötige Wartezeiten aufgetreten, monierte die Politikerin. Auch Christian Tänzler von Tourismusmarketing Brandenburg nahm die Personalie wohlwollend auf. Er plädierte dafür, dass die Halle künftig stärker mit Billigfluglinien im nahen Schönefeld kooperieren sollte.
Neuer Geschäftsführer prüft Neuausrichtung von Tropical Island Brand • Im brandenburgischen Tropenparadies weht ein frischer Wind. Der künftige Geschäftsführer von Tropical Islands, Ole Bested Hensing, will die Unternehmensstrategie in den kommenden Monaten überprüfen und mittelfristig neu ausrichten.
Von Jörg Schreiber, ddp
Die Frage ist, ob die Besucher "lieber den Ballermann oder Ruhe im Tropenwald" wollen, sagt er. Ziel ist, vor allem in den schwach ausgelasteten Zeiten mehr Menschen als bisher in die größte freitragende Halle der Welt zu locken und das Unternehmensergebnis bis 2007 auszugleichen.
Dafür bringt der 41-Jährige gute Voraussetzungen mit: Der in Dänemark geborene und mit sechs Jahren nach Deutschland gekommene Hensing hatte nach dem Betriebswirtschaftsstudium Erfahrungen bei Unternehmen wie der Siemens AG, der Lufthansa und in der Geschäftsführung zweier Energieversorger gesammelt. In den vergangenen Jahren führte er dann die Turm-Erlebniscity in Oranienburg in den Kreis der drei erfolgreichsten Erlebnisbäder Deutschlands, wie er sagt. In dieser Zeit habe er dort die Millionenverluste weitgehend abgebaut.
Der Wechsel zu Tropical Islands sei ihm daher nicht leicht gefallen. Nachdem er Gespräche beim malaysisch-britischen Unternehmen Tanjong geführt, das in den Aufbau des vor neun Monaten eröffneten Tropenparks 70 Millionen Euro investierte, und dann "die realen Zahlen" gesehen habe, konnte er aber nicht widerstehen. "Die Zahlen sind aus meiner Sicht völlig in Ordnung", sagt er.
Ab 2007 schwarze Zahlen angestrebt "Wir peilen für 2007 ein ausgeglichenes Ergebnis an", gibt er als Ziel vor und fügt hinzu: "Ich bin fest davon überzeugt, dass das Tropenparadies in den nächsten Jahren ein sehr erfolgreiches Geschäftsmodell wird." Auch mit den Besucherzahlen, die zwischen 1500 und 9000 am Tag lägen, sei er "relativ zufrieden". 1,5 Millionen Gäste pro Jahr wären eine Zielgröße, die die schwarze Null ermöglichen würde. Wie viele Besucher seit Dezember 2004 tatsächlich kamen, dürfe er aber mit Rücksicht auf die börsennotierte Muttergesellschaft nicht sagen.
Den Wechsel von dem malaysischen Manager Colin Au zu ihm findet Hensing ganz normal. Der Initiator von Tropical Islands habe hier ein "wirklich hervorragendes Projekt" aufgebaut, sagt Hensing. Doch Au habe erkannt, dass ein Freizeitpark in Deutschland anders funktioniere als in Asien und für die langfristige Marketingstrategie einen Manager brauche, der den Markt kenne. Tanjong stehe weiter hinter dem Projekt, sagt er zu Gerüchten über ein baldiges Aus. "Ich würde hier heute nicht sitzen, wenn wir morgen zumachen", sagt Hensing. Das Unternehmen, das 75 Prozent der Anteile hält, habe bei einer US-Beratungsgesellschaft ein Gutachten anfertigen lassen. Die Quintessenz: Das Projekt mache Sinn.
In den nächsten Monaten will der neue Chef von fast 600 Mitarbeitern die strategische Ausrichtung des Projekts grundlegend überprüfen. Ungeklärt sei beispielsweise, ob man sich stärker für Familien mit Kindern oder Alleinstehende öffnen will, und ob beides zusammen gehe. Zudem solle geprüft werden, ob die allabendlichen Shows langfristig beibehalten werden sollen.
Im Dezember will Hensing das neue Konzept auf einer Aufsichtsratssitzung in Kuala Lumpur vorstellen. Danach könne ein Masterplan für weitere Investitionen aufgestellt werden.
Den Freizeitpark "Tropical Islands" in Brand (Dahme-Spreewald) haben nach Informationen der RBB- Fernsehsendung "Brandenburg aktuell" bis Ende September rund 700.000 Gäste besucht.
Diese Zahl habe der künftige Geschäftsführer Ole Bested Hensing genannt. Für einen wirtschaftlichen Betrieb sind aus seiner Sicht 1,5 Millionen Besucher pro Jahr erforderlich. Damit werde ein wirtschaftlicher Erfolg für das Unternehmen unwahrscheinlich, hieß es in dem Fernsehbericht.
Hensing hatte vor kurzem als Zielmarke das Jahr 2007 angegeben, in dem voraussichtlich erstmals schwarze Zahlen geschrieben würden. Dabei zeigte er sich optimistisch, dass "Tropical Islands" nach absehbaren Anfangsverlusten ein erfolgreiches Erholungsprojekt wird.
Der Freizeitpark war Ende 2004 in der ehemaligen CargoLifter-Halle südöstlich von Berlin eröffnet worden. Derzeit sind dort rund 580 Menschen beschäftigt. Der gebürtige Däne Hensing soll zum 1. November den Posten als Geschäftsführer antreten. Er ist Nachfolger des malaysischen Investors Colin Au. Stand: 05.10.2005 19:51 Quelle: rbb-online
Der neue Chef von Tropical Islands, Ole Hensing, über Traumurlaub, Illusionen und Verluste
Herr Hensing, was ist Tropical Islands für Sie? Spaßbad, Wellness-Oase, ein Tropenhaus mit Palmen?
Wir sind ein eigenes Erholungsgebiet für Kurzreisende, das grenzt uns zu den Freizeitparks in Deutschland ab. Wer zu uns kommt, will in der Regel einen oder zwei Tage Urlaub machen und Entspannung finden, und das in einer interessanten botanischen Umgebung, in der weltgrößten freitragenden Halle. Im Übrigen: Tropical Islands ist ein Pilotprojekt, es sind weltweit viele Standorte geplant.
Mit den Thermen und Spaßbädern in Brandenburg haben Sie reichlich Konkurrenz. Erst jüngst öffnete eine Therme in Burg im Spreewald.
Wir sehen diese Bäder nicht als Konkurrenz. Dort bleiben die Leute durchschnittlich drei Stunden, bei uns sind es sechs bis sieben Stunden. Selbst die Lage von Tropical Islands ist positiv. Wenn Sie anderthalb Stunden anreisen, ist das wie eine Anreise zum Urlaubsort.
Der Urlaubsort Tropical Islands schreibt tiefrote Zahlen. Auf Dauer verträgt das kein Unternehmen. Wie viel Zeit haben Sie bekommen, um eine Schließung abzuwenden?
Ich finde, für das erste Jahr sind die Ergebnisse - wir erwarten etwa eine Million Besucher - wirklich gut. Bei einem jungen Unternehmen, das zehn Monate existiert, ist es doch nicht erstaunlich, dass es noch kein Plus macht. Im Dezember werden wir mit dem Aufsichtsrat in Malaysia überlegen, welche Veränderungen für das kommende Geschäftsjahr notwendig sind. Wir sehen Licht am Ende des Tunnels.
Ihr Vorgänger Colin Au sprach aber von geschätzten zweieinhalb Millionen Besuchern im Jahr. Anderthalb Millionen seien notwendig zur Deckung der Kosten, sagte er.
Ich weiß, dass mein Vorgänger diese Zahlen nannte. Als Externer fand ich die erstaunlich. Sicher werden wir hier mit anderen Zahlen arbeiten müssen, auch in der Zukunft. Im Geschäftsjahr 2007/2008 wollen wir mit einem erhöhten Marketingaufwand ein ausgeglichenes Ergebnis erzielen. Es gibt aber keine strenge Zielvorgabe. Für den Tanjong-Konzern ist es wichtig, dass wir eine positive Entwicklung haben.
Von welchen Besucherzahlen gehen Sie künftig aus?
Im Geschäftsjahr 2006/2007 wollen wir uns konsolidieren und unser Produkt fertig stellen. Insofern gehen wir von 1 bis 1,1 Millionen Besuchern aus und nehmen bewusst einen weiteren Verlust in Kauf. Danach wollen wir sehr schnell 1,5 bis 1,8 Millionen Besucher pro Jahr erreichen.
Warum sollten jemals mehr Besucher kommen als im ersten Jahr, wo die Neugier noch groß ist?
Während es in einem Freizeitpark um die Attraktion geht, geht es bei uns um einen wirklichen Tag Urlaub mit der Illusion einer tropischen Welt. Daher gehen wir langfristig davon aus, dass unsere Besucher öfter zu uns kommen als in einen Freizeitpark. Wir konkurrieren mit jedem anderen Freizeitangebot. Letztlich geht es um die Zeit der Menschen. Sie werden entscheiden, was für sie in ihrer jeweiligen Situation den meisten Mehrwert hat. Wir bieten ein oder zwei Tage Erholung in einer tropischen Umgebung.
Blanker Beton und Baustellenbereiche lassen nicht unbedingt Urlaubsstimmung aufkommen. Es gibt auch Klagen über unfreundliches Personal und schlechte Versorgung.
Ich kenne die Probleme. Ein neuer Leiter des operativen Betriebes mit Erfahrung in der Freizeitindustrie und der Erlebnisgastronomie stellt derzeit das Gastronomiekonzept auf den Kopf. Zudem habe ich den Eindruck, dass es bei den Mitarbeitern, die gut ausgewählt sind, noch an der Identifizierung mit dem Unternehmen fehlt. Und den Beton finde ich auch nicht schön. Es gibt viele Ideen und wir müssen überlegen, was so schnell wie möglich - voraussichtlich im nächsten Sommer - umgesetzt werden kann. Dazu gehören der Eingangsbereich und auch das tropische Dorf, die ineinander übergehen. Wir brauchen auch mehr Rückzugsflächen für die Gäste, die es ruhiger haben wollen. Wir müssen viele Dinge überdenken und den Bedürfnissen des europäischen Marktes anpassen.
Werden Sie die Preise erhöhen?
Es gibt vielleicht ein zu kompliziertes Preissystem, das einfacher gestaltet werden könnte. Das hat aber nichts mit einer Preiserhöhung zu tun.
Zur Eröffnung im Dezember 2004 zählte Tropical Islands mehr als 700 Beschäftigte, jetzt sind es etwa 580. Wird es weitere Entlassungen geben?
Freizeitunternehmen wie wir beginnen immer mit einer höheren Zahl an Beschäftigten, als tatsächlich gebraucht werden. Nur so kann der Start organisiert werden. Wir benötigen langfristig etwa 500 Mitarbeiter. Wenn wir das umliegende Gelände erschließen, wird diese Zahl steigen. Betriebsbedingte Kündigungen stehen aber nicht zur Debatte. Wir gehen von einer natürlichen Fluktuation aus, auch werden manche Zeitverträge nicht verlängert. Das ist in der Branche üblich.
In den vergangenen Monaten hat Tropical Islands versucht, mit vielen Veranstaltungen Besucher anzulocken. Bleiben Sie bei dem Konzept?
Wir sehen uns nicht als Event-Agentur. Wir sehen uns als eine Einrichtung, die auf dem Markt als Veranstaltungsort zur Verfügung steht. Unser Showprogramm halten wir zum Beispiel für sehr wichtig, auch wenn zu überlegen ist, ob es wirklich täglich stattfinden sollte.
Welche Veränderungen planen Sie in und außerhalb der Halle?
Ich hoffe, die noch unschönen Bereiche in der Halle 2006 fertig stellen zu können. Parallel dazu denken wir über Beherbergungsmöglichkeiten nach, besonders für die internationalen Gäste. Ob das ein Hotel ist oder ein Ort mit vielen unterschiedlichen Unterkünften, ist noch nicht klar. Auf jeden Fall werden wir die 500 Hektar, die wir zur Verfügung haben, in den nächsten Jahren nutzen. Wichtig ist für uns, die Region zu stärken. Seit der Eröffnung von Tropical Islands sind die Hotelübernachtungen im Spreewald übrigens um 40 Prozent gestiegen.
Haben Sie Ihren Vorgänger Colin Au, der Tropical Islands kreierte, schon getroffen?
Nein, noch nie.
Was würden Sie aus heutiger Sicht anders als er machen?
Wahrscheinlich gar nichts. Wir haben es Colin Au zu verdanken, dass Tropical Islands entstanden ist. Vielen Deutschen wäre es zu riskant gewesen, ein solches Projekt überhaupt in Angriff zu nehmen. Möglicherweise hätte man sich mehr Zeit mit der Planung lassen müssen.
2006 macht Tropical Islands für vier bis sechs Wochen zu
Eva Dorothée Schmid
BRAND. Eine der Besonderheiten von Tropical Islands war bisher, dass das Tropenparadies 365 Tage im Jahr rund um die Uhr öffnen wollte. 2006 ist es damit vorbei. Der Betreiber der Halle wird für einige Wochen die Öffnungszeiten einschränken, um größere Umbauten vorzunehmen. Geplant ist, dass die Tropen-Halle ausgerechnet im Herbst für vier bis sechs Wochen komplett geschlossen wird. Vorher, in der besucherschwächeren Sommerzeit, sei der Umbau noch nicht machbar, weil bis dahin die Planungen voraussichtlich noch nicht abgeschlossen sein werden, was genau verändert werden soll, heißt es dazu aus der Pressestelle.
Ole Bested Hensing, als neuer Geschäftsführer seit dem 1. November offiziell im Amt, schwebt vor, den bisher wenig einladenden Eingangsbereich neu zu gestalten, außerdem will er im Tropendorf, wo man bisher auf ein Meer von Stühlen trifft, Rückzugsräume für die Gäste schaffen und einen größeren Bereich für Kinder einrichten. "Wir denken auch darüber nach, im Bereich Spa und Sauna was zu machen", sagte Hensing. Zudem soll die Leinwand hinter der Südsee, auf die nach der Eröffnung Sonnenauf- und -untergänge sowie Wolken projiziert wurden, bemalt werden. Denn wegen des Tageslichts, das jetzt durch die neue, transparente Außenhaut der Halle einfällt, funktionierten die Projektionen nicht mehr. Insgesamt sollen weitere zehn Millionen Euro investiert werden.
Durch die Schließung werde das Unternehmen 2006 noch weniger Besucher haben als in diesem Jahr und noch tiefer rote Zahlen schreiben, so Hensing. Bis Ende September kamen 784 000 Besucher, bis Ende des Geschäftsjahres, das bis zum 31. Januar geht, erwartet der Geschäftsführer eine Million Besucher. Zehn bis 20 Millionen Euro Verlust hat Tropical Islands laut Hensing bisher gemacht. 2007 will er dann aber nahe an die Gewinnzone kommen, im Jahr darauf schwarze Zahlen schreiben.
Außengelände soll bebaut werden
Im nächsten Jahr wird auch die Bebauung des 500 Hektar großen Außengeländes geplant, am Mittwoch fand dazu eine Runde mit den Gemeinden und Architekten statt, um zunächst einmal einen Bebauungsplan zu erstellen. 2007 sollen dann Übernachtungsmöglichkeiten auf dem Außengelände geschaffen werden und für zusätzliche Besucher sorgen.
Seit der neue Geschäftsführer im Amt ist, gab es bereits einige Veränderungen. Das Riesenrad, das für ein halbes Jahr in der Halle stand, wurde abgebaut und wird gerade ersetzt durch einen Kinderbereich mit riesiger Rutsche in Form eines quergestellten Dampfers, Hüpfburg und Wasserbassin zum Paddeln. Ende der Woche soll der neue Kinderbereich fertig sein. Abends arbeitet das Tropenparadies jetzt verstärkt mit Lichtinstallationen. So ist die Südsee in Pink und Lila erleuchtet, ebenso die Leinwand dahinter. Die Halle nach Einbruch der Dunkelheit taghell zu erleuchten sei zu teuer, so Hensing. "Das kostet pro Stunde 1 000 Euro für den Strom, das können weder wir noch die Gäste bezahlen", sagte er.
Der Geschäftsführer hat außerdem die Marketingabteilung neu aufgestellt und arbeitet an einem neuen Marketingkonzept, das besser an die deutschen Gegebenheiten angepasst werden soll. Hensing stellte auch eine Marktforscherin ein, die jetzt erkundet, welche Vorstellungen die Deutschen eigentlich von den Tropen haben. "Das Schlimmste ist, wenn die Leute bestimmte Vorstellungen haben. Und dann kommen sie her und wir erfüllen die nicht. Dann kommen die nie wieder", sagte Hensing. Ziel müsse es sein, die Vorstellungen der Besucher zu übertreffen.
Kaum Verständnis für Tropen-Zulage J. Schwenkenbecher, M. Klesmann und J. Blankennagel
POTSDAM. Einen Tag nach der Zusage Brandenburgs, die Freizeiteinrichtung Tropical Islands mit 15 Millionen Euro zu unterstützen, ist eine Auseinandersetzung über den Umgang mit Steuermitteln entbrannt. "Es kann nicht sein, dass der Staat immer dann einspringt, wenn es Unternehmen schlecht geht", beschrieb gestern Karl-Ludwig Böttcher, der Geschäftsführer des Brandenburger Städte- und Gemeindebundes, das Dilemma. "Andererseits darf in dieser absolut strukturschwachen Region keiner dieser Arbeitsplätze verloren gehen."
Der Landesförderausschuss, in dem unter anderen Vertreter von fünf Ministerien, der Landesinvestitionsbank und der Zukunftsagentur Brandenburgs sitzen, hatte am Montag die schon im Oktober 2003 beantragten, aber auch in der Landesregierung höchst umstrittenen Fördermittel freigegeben. Tropical Islands müsse 501 Arbeitsplätze für fünf Jahre garantieren und das Geld in den Ausbau der Freizeitanlage investieren, sind die wichtigsten Auflagen.
Jetzt hagelt es Kritik von allen Seiten. Karl Brenke, Ostdeutschlandexperte beim Deutschen Institut für Wirtschaft (DIW), spricht von einem "fatalen politischen Signal", auch angesichts des Überangebots an Thermen und Spaßbädern in Brandenburg. Grundsätzlich sollten zwar Projekte unterstützt werden, die dafür sorgen, dass Geld aus anderen Regionen in die eigene Region fließt. Allerdings müsse Wirtschaftspolitik auch konsequent sein und Anfangsaussagen, dass Tropical Islands nicht gefördert werde, müssten eingehalten werden. "Eine Förderung erfolgt in der Regel nur, um neue Arbeitsplätze zu schaffen", sagte Brenke.
In der Freizeitbranche wird Tropical Islands, das nach Umbauarbeiten und mit neuem, international ausgerichtetem Konzept ab 2007 schwarze Zahlen schreiben will, aufmerksam beobachtet. "Warum muss jetzt schon ein neues Konzept her?", fragt Ulrich Reinhardt vom BAT-Freizeit-Forschungsinstitut in Hamburg. "Das Grundproblem ist, dass der Standort zweieinhalb Millionen Besucher im Jahr nicht hergibt." Es sei nicht sinnvoll, Arbeitsplätze teuer zu subventionieren. "Kein deutscher Freizeitpark hat bisher Fördermittel erhalten", sagt Reinhardt. Er verweist auf die Ausnahme, den Space Park in Bremen. Der erhielt laut Steuerzahlerbund etwa 200 Millionen Euro Subventionen - und musste im September 2004 nach sieben Monaten wegen Besuchermangels schließen.
Der Steuerzahlerbund warnt auch diesmal vor der risikoreichen Unterstützung. "Angesichts der Finanzsituation des Landes sollten wir hier keine Fördermittel einsetzen", sagt Angela Mai, die Vorsitzende des Steuerzahlerbundes in Brandenburg. Eine "fatale Fehlentscheidung" sieht auch die Grünen-Bundestagsabgeordnete Cornelia Behm. Bei nicht kostendeckend arbeitenden Großunternehmen mache eine Förderung keinen Sinn.
Vor der Entscheidung zu Tropical Islands war es im Förderausschuss nach Informationen der Berliner Zeitung zu einem Eklat gekommen. Der Vertreter von Finanzminister Rainer Speer (SPD) weigerte sich, an der Abstimmung teilzunehmen. Auch der Vertreter des Infrastrukturministeriums stimmte nicht für die Förderung, sondern verlangte bis Freitag die Klärung offener Fragen. Offenbar zweifeln einige Ministerien am Wirtschaftskonzept des Projektes und befürchten, dass bald noch mehr Fördergeld beantragt wird.
Gestern bekräftigte das Wirtschaftsministerium noch einmal die Notwendigkeit der Finanzspritze. "Die Förderung fließt, weil das Landesinteresse gegeben ist", sagt Ministeriumssprecher Steffen Kammradt. "Das Landesinteresse ist die deutschland- und europaweite touristische Ausstrahlung dieser einzigartigen Halle."
Mark Weber, Sprecher des Landesrechnungshofes, fordert ein "tragfähiges Wirtschaftskonzept als Voraussetzung für eine derartige Förderung". Innerhalb des Rechnungshofes fragt man sich, wie das Land sich gegebenenfalls die 15 Millionen Euro vom malaysischen Mutterkonzern Tanjong zurückholen will - wenn zum Beispiel die Zahl der Arbeitsplätze auf unter 500 zurückgeht.
Wegen der Arbeitsplätze begrüßt die Gewerkschaft Verdi die Förderung. "Doch in der Halle soll nicht nur tropisches Klima, es müssen auch deutsche Arbeitsbedingungen herrschen", sagte Verdi-Landeschef Werner Ruhnke. Es gehe auch darum, dass für die 500 Jobs Tariflohn gezahlt werde.