Das Gelände des Luftschiff-Planers soll ein Freizeitpark mit Tropenlandschaft werden. Die Investoren wollen rund 120 Millionen Euro investieren, langfristig etwa 1000 Arbeitsplätze schaffen und auf öffentliche Fördermittel verzichten.
Berlin - Erneut gibt es Hoffnung für den insolventen Luftschiff-Planer Cargolifter . Nachdem vor einigen Wochen Spekulationen aufgekommen waren, die Werfthalle der Aktiengesellschaft müsse wegen der hohen Unterhaltskosten abgerissen werden, gibt es nun offenbar Pläne, das Gelände des Unternehmens in einen Freizeitpark mit Tropenlandschaft umzuwandeln.
Cargolifter-Insolvenzverwalter Rolf-Dieter Mönning teilte mit, die malaysisch-englische Investorengruppe Colin Au und Tanjong Public Ltd. habe den Zuschlag im Bieterverfahren erhalten. Ziel sei es, das Kaufgebot bis zum 15. Juli abschließend zu verhandeln und einen rechtsverbindlichen Kauf- und Übertragungsvertrag abzuschließen. Über den Kaufpreis sei Stillschweigen vereinbart worden.
In der Cargolifter Werft in Brand bei Berlin soll den Angaben zufolge eine Tropenlandschaft mit Sandstränden, Regenwald und ganzjährigem Tropenklima einschließlich zweier Hotels und eines Restaurants entstehen. Die Investoren wollen beim mehrstufigen Projektausbau rund 120 Millionen Euro investieren, langfristig etwa 1000 Arbeitsplätze schaffen und insgesamt auf öffentliche Fördermittel verzichten. Zudem sind sie nach Angaben des Insolvenzverwalters auch an der Realisierung eines Lufttechnologie-Zentrums interessiert.
Ähnliches Projekt in Südengland
Weiter hieß es, der Investor Au habe auf ein ähnliches und bereits realisiertes Projekt in Südengland verwiesen, erklärte Mönning. Bei Cornwall gilt das so genannte Eden Project mit über 100.000 Pflanzen auf einer Ausstellungsfläche von weit mehr als 22.000 Quadratmetern als größtes Treibhaus der Welt.
Brandenburgs Ministerpräsident Matthias Platzeck (SPD) bezeichnete die Pläne als "interessantes Projekt". Das klinge alles sehr verlockend, aber bis zur Realisierung werde es noch viele Verhandlungen geben müssen, sagte der Regierungschef am Donnerstag bei einem Arbeitsbesuch in Lübben.
Wird die Palme Brandenburgs "Baum des Jahres"?
Platzeck wörtlich: "Wir werden sehen, ob die Tropenlandschaft in Brand verwirklicht werden kann und die Palme dann vielleicht Brandenburgs 'Baum des Jahres' wird."
Nach Cargolifter-Angaben ist die Werfthalle die größte freitragende Halle der Welt. Sie ist 360 Meter lang, 210 Meter breit und 107 Meter hoch. Ohne stützende Wände und andere Tragkonstruktionen wird bei einer Grundfläche von gut 63.000 Quadratmetern ein Raum von 5,5 Millionen Kubikmetern umspannt. Zur Veranschaulichung: Dies entspricht der Fläche von neun Fußballfeldern, groß genug, um 14 Großflugzeuge vom Typ Boeing 747 zu parken.
Großtoranlage mit acht verschiebbaren Elementen
Die Halle besteht aus drei Teilen: zwei Großtoranlagen und einem zylindrischen Teil. Das Tragwerk des zylindrischen Teils besteht aus fünf Stahlbögen, die einzelnen Bögen bestehen aus jeweils zehn Elementen, jedes mit einem Gewicht von 65 Tonnen (bei den inneren drei Bögen) bzw. 135 Tonnen (bei den beiden äußeren Bögen).
An den Stirnseiten befindet sich je eine Großtoranlage mit acht ineinander verschiebbaren Torelementen. Die schalenförmige Torkonstruktion ermöglicht auf beiden Seiten eine 200 Meter breite und 100 Meter hohe halbkreisförmige Öffnung.
"Flugzeuge im Bauch" statt Luftschiffe in Bau
Diese Tore öffneten sich allerdings nie für eines der geplanten Riesen-Luftschiffe, die den Aktionären versprochen worden waren. Stattdessen wurde die Halle vor einiger Zeit noch einmal als Location für Dreharbeiten genutzt. Gedreht wurde der Videoclip "Flugzeuge im Bauch" mit dem ehemaligen Soap-Darsteller Olli P.
Die Cargolifter AG und mehrere Tochtergesellschaften hatten im vergangenen Juni Insolvenz angemeldet. Ursprünglich wollte das Unternehmen riesige Luftschiffe zum Transport schwerer Lasten bauen. Rund 70.000 Aktionäre stellten ungefähr 300 Millionen Euro bereit. Die Forderungen der Gläubiger sollen sich auf mehr als 100 Millionen Euro belaufen.
Berlin (Reuters) - Das Gelände des zahlungsunfähigen Luftschiffbauers Cargolifter soll in einen Freizeitpark mit Tropenlandschaft umgewandelt werden.
Insolvenzverwalter Rolf-Dieter Mönning teilte am späten Mittwochabend mit, die malaysisch-englische Investorengruppe Colin Au und Tanjong Public Ltd. habe den Zuschlag im Bieterverfahren erhalten. Ziel sei es, das Kaufgebot bis zum 15. Juli abschließend zu verhandeln und einen rechtsverbindlichen Kauf- und Übertragungsvertrag abzuschließen. Die Investoren wollen in mehreren Stufen rund 120 Millionen Euro investieren, langfristig rund 1000 Arbeitsplätze schaffen und insgesamt auf öffentliche Fördermittel verzichten. Die Landesregierung Brandenburg reagierte am Donnerstag verhalten auf das Projekt.
Die Investoren sind den Angaben zufolge auch an der Realisierung eines Lufttechnologie-Zentrums interessiert. Dennoch dürfte der ehemals von Cargolifter geplante Bau von Luftschiffen künftig bescheidener ausfallen. Ursprünglich wollte Cargolifter Luftschiffe zum Transport von Schwerlasten bauen, hatte das Projekt aber wiederholt verschoben und zuletzt wegen der Insolvenz auf Eis gelegt.
SANDSTRÄNDE STATT LUFTSCHIFFE IN DER CARGOLIFTER-HALLE
In der Mitteilung Mönnings hieß es, der Gläubigerausschuss habe im Insolvenzverfahren der Cargolifter AG und weiterer acht Tochterfirmen eine Auffanglösung vereinbart. In der Cargolifter Werft in Brand bei Berlin soll nach der Offerte von Au/Tanjong eine Tropenlandschaft mit Sandstränden, Regenwald und ganzjährigem Tropenklima einschließlich zweier Hotels und eines Restaurants entstehen. Die Halle, die nach Unternehmensangaben als größte freitragende Halle der Welt gilt, ist 360 Meter lang, 210 Meter breit und 107 Meter hoch.
Der Investor Au habe auf ein ähnliches und bereits realisiertes Projekt in Südengland verwiesen, erklärte Mönning. Bei Cornwall gilt das so genannte Eden Project mit über 100.000 Pflanzen auf einer Ausstellungsfläche von weit mehr als 22.000 Quadratmetern als größtes Treibhaus der Welt.
Die brandenburgische Landesregierung, die über ihre Investitionsbank ILB größter Gläubiger von Cargolifter ist, reagierte zurückhaltend auf das Konzept. Eine Bewertung des Projektes könne es erst nach den Detailverhandlungen geben, sagte ein Regierungssprecher. (Quelle mit Foto: http://de.news.yahoo.com/030619/71/3i35q.html)
Für den insolventen Luftschiffbauer Cargolifter zeichnet sich eine ganz neue Lösung ab: In der riesigen Halle in Brand soll eine Tropenlandschaft mit Sandstränden, Salzwasserlagune, Regenwald und zwei 5-Sterne-Hotels entstehen.
Berlin - Die Engländer haben es schon: ihr kleines Stückchen Paradies mitten im verregneten Cornwall in Südengland. Eine Regenwaldlandschaft von etwa 6000 Quadratmetern - "Garten Eden" - die von einer riesigen Glaskuppel bedeckt wird. Und was England schon hat, soll Brandenburg nun auch bekommen. In der Riesenhalle des insolventen Luftschiffentwicklers Cargolifter in Brand (Dahme-Spreewald) will ein malaysisch-englischer Bieter Salzwasserlagune, Sandstrände mit Kokospalmen, Regenwald und Dschungelpfaden entstehen lassen. "Inklusive zwei Fünf-Sterne-Hotels mit je 500 Betten", bestätigt Daniel Lawlor, ein Partner des Insolvenzverwalters Rolf-Dieter Mönning die Pläne.
Diese Auffanglösung für die insolvente Cargolifter AG und acht ihrer Tochtergesellschaften wurde bereits am Dienstag vom Gläubigerausschuss einstimmig genehmigt. "Aus einem Kreis von zuletzt fünf Bietern hat das malaysisch-englische Konsortium Colin Au und Tanjong Public den Zuschlag erhalten", sagt Lawlor. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart. "Ziel ist nun, das Kaufangebot bis zum 15. Juli abschließend zu verhandeln", berichtet Lawlor der Berliner Morgenpost. Insgesamt wollen Colin Au und Tanjong Public rund 120 Mio. Euro in den Bau des "Tropical Island" investieren und rund 1000 Arbeitsplätze schaffen.
Das Konsortium sei auch an der Realisierung eines Lufttechnologie-Centers in Zusammenarbeit mit dem Landkreis Dahme-Spreewald interessiert. "Aber der Investor versteht vom Luftschiffbau noch weniger als Sie und ich", gibt Lawlor zu bedenken.
Enttäuscht und verärgert über die Tropenlandschaft-Entscheidung zeigt sich die Aktionärsinitiative "Zukunft in Brand", die sich für einen Erhalt der Leichter-als-Luft-Technologie stark gemacht hat. "Das ist nicht das, was ein Land wie Brandenburg braucht", kritisiert Mirko Hörmann, Mitbegründer der Initiative. "Das Luftfahrtkompetenzzentrum kann jetzt, da die Halle zum Urwald werden soll, überall errichtet werden." Brandenburgs Minsterpräsident Matthias Platzeck (SPD) hingegen sprach von einem interessanten Projekt: "Ich bin froh, wenn der Insolvenzverwalter Lösungsvarianten erarbeitet hat und Verträge abschließen kann. Aber wir werden sehen, ob das alles in trockene Tücher kommt." Auch Hörmann von der Initiative "Zukunft in Brand" will vorerst abwarten: "Die Verträge sind ja noch nicht unterschrieben." Und nachdem in den vergangenen Monaten bereits Investoren wie ATG, Universal Express oder Lion Monaco vom Insolvenzverwalter ins Gespräch gebracht wurden, dürfe man gespannt sein, wie sich die Verhandlungen entwickeln.
Trotz allem bleibt die Frage, ob der Kreis Dahme-Spreewald überhaupt eine Tropenlandschaft braucht. Schließlich ist schon seit längerem ein Spreewald Resort mit Hotels und Badelandschaften in Lübben geplant. Platzeck jedenfalls hält es für möglich, dass beides nebeneinander bestehen kann. "Gewaltige Projekte sind immer mit Risiken verbunden", sagt hingegen Lawlor. Trotz allem hofft er, dass er die Akte Cargolifter möglichst bald schließen kann.
Letzte Bearbeitung am 20-Jun-03 um 13:30 Uhr () Letzte Bearbeitung am 20-Jun-03 um 13:13 Uhr () Eigentlich ja eine nette Idee ein zweites Projekt Eden ausgerechnet in Brandenburg zu bauen. Fragt sich der naive Betrachter allerdings wie man aus einer gewaltigen Halle aus Stahlträgern mit Membrandach(nicht gerade die Ideallösung um die Sonne hineinzulassen) eine Tropenhalle macht. Vielleicht züchtet man genetisch manipulierte Tropenpflanzen,die kein Licht mehr brauchen(die Bezeichnung "Dunkelpalme" habe ich mir vorsichtshalber schützen lassen...). Für die Besucher kann man ja dann den Tropenhimmel auf die gewölbte Decke projizieren - die Forumshops@Cesars Palace lassen grüßen.
>Trotz allem bleibt die Frage, ob der Kreis Dahme-Spreewald >überhaupt eine Tropenlandschaft braucht. Schließlich ist >schon seit längerem ein Spreewald Resort mit Hotels und >Badelandschaften in Lübben geplant.
Damit rechnen die allen Ernstes noch.....(kopfschüttel)
>"Gewaltige Projekte sind immer mit Risiken verbunden"
...und gewaltige Risiken immer mit Projekten wie diesen...
Kein Freizeitpark in der Luftschiffhalle: Vorstand der CargoLifter AG i. I. fordert runden Tisch
Berlin (ots) - Der Vorstand der CargoLifter AG i. I. fordert einen runden Tisch: Gemeinsam mit Vertretern der Bundes- und Landespolitik, der Technologie, den Gläubigern und Investoren soll eine letzte Chance genutzt werden, den Industriepark Brand für die Luftschifftechnologie zu erhalten und den Umbau des Standortes zum Freizeitpark zu verhindern.
"Jedem Bürger ist klar, dass der Bau eines weiteren Freizeitparks in einer Region, in der nahezu jeder Fünfte arbeitslos ist, die denkbar schlechteste Variante darstellt", erklärt Hans-Georg Engelken, seit April 2003 neuer Alleinvorstand der seit Juni letzten Jahres in Insolvenz befindlichen CargoLifter AG: "Was wir brauchen, sind Arbeitsplätze mit einer echten Wertschöpfung, damit sich die Menschen Freizeit leisten können. Nach wie vor bietet der Standort Brand die einmalige Chance, ein Zentrum der Luftschifftechnologie zu etablieren. Diese Chance muss erhalten werden!"
Erst kürzlich veröffentlichte der Vorstand der CargoLifter- Gesellschaft ein Konzept, dessen Kernpunkt die Erhaltung des Standortes als Basis für alle Luftschiffprojekte und weitere Marktanwendungen der Leichter-als-Luft-Technologie ist. Gestärkt wird der Vorstand dabei nicht zuletzt durch den aktuellen Beschluss der Bundespolitik, diese Technologie als umweltfreundliche Technologie zu fördern. In einem gemeinsamen Schreiben forderte eine Gruppe von Abgeordneten aller Fraktionen des Deutschen Bundestages den brandenburgischen Wirtschaftsminister Junghanns auf, sich für die Erhaltung des Technologiestandortes einzusetzen.
Arnd Middelmann, Aufsichtsratsvorsitzender der CargoLifter AG i. I. erklärt: "Es wäre ein Hohn! Weltweit wächst derzeit das Interesse an unserer Technologie, und endlich wird diese Technologie auch in Deutschland, dem "Land der Zeppeline", wieder entdeckt. Und da will man in Brandenburg die Halle mit Tropenpflanzen und künstlichen Lagunen zum Freizeitparadies umbauen?!"
Vom Land Brandenburg, das seit einem Jahr von der Erhaltung des Technologiestandortes Brand redet, sind nun Taten gefordert. "Wir haben ein Konzept für die Erhaltung auf den Tisch gelegt. Für die nächsten drei Jahre benötigen wir 6 - 8 Millionen Euro", so Hans- Georg Engelken abschließend: "Private Investoren haben ihre Bereitschaft signalisiert, verlangen aber zu Recht die Mitwirkung des Landes. - Ein Bruchteil des Engagements, das momentan für die Chip-Fabrik in Frankfurt/Oder aufgebracht wird, würde hier schon die Wende bringen."
Gestern erläuterte Engelken das neue Konzept Minister Junghanns in Potsdam. Ziel des Vorstands ist die erste Zusammenkunft des runden Tisches in der nächsten Woche.
Freizeitparks in Brandenburg: Viele Ideen, viele Flops Wenn alles geklappt hätte, gäbe es in Brandenburg schon 20 Freizeitparks. Aber kein einziger wurde eröffnet. So sollte am nördlichen Berliner Autobahnring Europas größtes Einkaufs- und Vergnügungscenter gebaut werden. Die Behörden genehmigten nur die Hälfte der Verkaufsfläche, worauf sich der indische Investor zurückzog. In Häsen bei Gransee war ein Freizeitpark mit Hunderten Ferienhäusern geplant. Hier stimmte die Verkehrsanbindung nicht. Auch der Lausitzring sollte durch einen Freizeitpark ergänzt werden. Nicht einmal das Hotel wurde gebaut. Seit acht Jahren spricht eine holländische Investorengruppe vom „baldigen Baubeginn“ für ihre Tropenlandschaft am Rande des Spreewaldes. Die gibt es immerhin schon in Potsdam – in der früheren Buga-Blumenhalle. Ste.
Und ein DPA-Meldung, publiziert bei der Berliner Morgenpost
Insolvenzverwalter von Cargolifter verteidigt tropisches Freizeitpark-Projekt Potsdam/Brand - Die Entscheidung für den Bau eines Freizeitparks mit Tropenlandschaft auf dem Gelände der insolventen Cargolifter AG in Brand (Dahme-Spreewald) ist von Insolvenzverwalter Rolf-Dieter Mönning verteidigt worden. Das malaysisch-englische Konsortium Colin Au und Tanjong Public Ltd. habe als einziger der fünf Bewerber die große Halle des Luftschiffunternehmens in sein Konzept einbezogen, sagte Mönning gestern. Dagegen habe kein einziger Konzern Interesse für die Leichter-als-Luft-Technologie gezeigt.
Mönning wies damit die Kritik des Cargolifter-Aufsichtsrates Carl von Gablenz vom Wochenende zurück. Der Ex-Vorstandschef von Cargolifter hatte moniert, dass mit dem Zuschlag des Gläubigerausschusses für Kaufverhandlungen mit Au/Tanjong die Chance für die jetzt weltweit anerkannte Luft-Technologie in Deutschland in einem Freizeitpark ende.
"Es wird weltweit keine Leichter-als-Luft-Technologie geben", sagte dagegen Mönning. "Die Argumente, die Carl von Gablenz und seine Anhänger immer wieder verbreiten, halten keiner realen Überprüfung stand. Wenn es eine Chance für diese Technologie gäbe, hätte ich sie bei meiner einjährigen Investorensuche gefunden." Er habe sich zwischen einer Brache auf dem Gelände in Brand und wirtschaftlichen Aktivitäten entscheiden müssen und letztere gewählt. Bis zum 15. Juli soll ein Kaufvertrag abgeschlossen werden.
Mit Investitionen von 120 Millionen Euro sollen in Brand zunächst 500 Arbeitsplätze und später noch einmal 500 entstehen. Das Konsortium Au/Tanjong wolle die Brandenburger Tropenlandschaft mit Salzwasserlagune, Sandstränden und Kokospalmen sowie Regenwald in der riesigen Cargolifter-Halle als Referenzobjekt für Europa bauen, sagte Mönning.
>>Schließlich ist >>schon seit längerem ein Spreewald Resort mit Hotels und >>Badelandschaften in Lübben geplant. > >Damit rechnen die allen Ernstes noch.....(kopfschüttel) Damit rechnen die nicht nur, sondern angeblich soll der Vertrag unter Dach und Fach sein.
Übrigens hatte sich Ensis (-> SpreewaldResortLübben) bei der CargoLifterHalle mitgeboten!
>>Damit rechnen die allen Ernstes noch.....(kopfschüttel) >Damit rechnen die nicht nur, sondern angeblich soll der Vertrag unter Dach und Fach >sein. > >Übrigens hatte sich Ensis (-> SpreewaldResortLübben) bei der CargoLifterHalle >mitgeboten!
Hmmm........ Fassen wir doch einfach mal zusammen: -ein paar Ex-Disney-Attraktionsdesigner,die ihren Höhepunkt überschritten haben -eine holländische Weltfirma,die selbst in Holland kaum einer kennt -Lokalpolitiker,die sich gegenseitig die Augen auskratzen würden,um hier mit im Boot zu sitzen,wenn......ja,wenn sie nicht wichtigere Dinge zu tun hätten (vielleicht Golfspielen im Spreewald?) -ein Projekt,daß viel zu groß für seinen Standort ist - oder ein Standort,der viel zu klein für so ein Projekt ist..... -ein Zeitplan,der nix mit Planung zu tun hat(sollte nicht letztes Jahr schon Eröffnnung sein?) -pathologischer Größenwahn bei allen Beteiligten
Fehlen eigentlich nur noch Kleinigkeiten....Investoren etwa,denen eine knappe Milli € Verlust nix ausmacht (die können das dann in die Bankkaufmannlehre mit einbeziehen - "Heute machen wir Konkurs....damit ihr das auch mal lernt!")
Im Ernst - für mich klingt die ganze Spreewaldresortnummer nach Luftschloss....
> >>>Damit rechnen die allen Ernstes noch.....(kopfschüttel) >>Damit rechnen die nicht nur, sondern angeblich soll der Vertrag unter Dach und Fach >>sein. >> >>Übrigens hatte sich Ensis (-> SpreewaldResortLübben) bei der CargoLifterHalle >>mitgeboten! > >Hmmm........ >Fassen wir doch einfach mal zusammen: >-ein paar Ex-Disney-Attraktionsdesigner,die ihren Höhepunkt überschritten haben >-eine holländische Weltfirma,die selbst in Holland kaum einer kennt >-Lokalpolitiker,die sich gegenseitig die Augen auskratzen würden,um hier mit im Boot zu >sitzen,wenn......ja,wenn sie nicht wichtigere Dinge zu tun hätten (vielleicht >Golfspielen im Spreewald?) >-ein Projekt,daß viel zu groß für seinen Standort ist - oder ein Standort,der viel zu >klein für so ein Projekt ist..... >-ein Zeitplan,der nix mit Planung zu tun hat(sollte nicht letztes Jahr schon Eröffnnung >sein?) >-pathologischer Größenwahn bei allen Beteiligten > >Fehlen eigentlich nur noch Kleinigkeiten....Investoren etwa,denen eine knappe Milli € >Verlust nix ausmacht (die können das dann in die Bankkaufmannlehre mit einbeziehen - >"Heute machen wir Konkurs....damit ihr das auch mal lernt!") > >Im Ernst - für mich klingt die ganze Spreewaldresortnummer nach Luftschloss.... > Hallo,
ich hab nicht gesagt, dass ich diesem Projekt Glauben oder eine Zukunft schenke!
Ich kann mir nicht vorstellen, dass unter den vorhanden Bedingungen, die Du auch genannt hast, dieses Projekt, über das man eigentlich auch gar nichts konkretes weiss oder mal gesehen hat, zu Stande kommen wird. Ich finde das Freizeitparkkonzept zudem einfallslos und nicht als Grundlage ausreichend für die angestrebte Größe!
Schon Cicero verlangte, dass öffentlich nur der sprechen dürfe, wer gebildet, charakterlich gefestigt, von tadellosem Verhalten und vertrauenswürdig, ein vir bonum, sei
Für alle Freunde beeindruckender Architektur und für solche Leute die nicht unbedingt die Lego Show anschauen wollen, denen sei folgende Meldung ans Herz gelegt:
CargoLifter-Halle in Brand wieder für Besucher geöffnet
Die ehemalige Werfthalle des gescheiterten Luftschiffentwicklers CargoLifter in Brand kann ab Samstag wieder besichtigt werden. Bis März 2004 werden die Gäste immer samstags durch die größte freitragende Halle der Welt mit ihrer ursprünglichen Ausstattung geführt. Von April bis September 2004 sollen Führungen über die Baustelle des Unterhaltungsparkes Tropical Island angeboten werden, kündigte Sprecherin Vivian Kreft an. Der Freizeitpark soll im Oktober 2004 öffnen.
Die Besichtungen finden samstags von 11 bis 17 Uhr statt. Zu jeder vollen Stunde fahre ein Bus vom Besucherparkplatz zur Halle. Der Eintritt beträgt für Erwachsene fünf Euro, für Kinder und Studenten 3,50 Euro.
besonders kostengünstig kann man bei diesem Projekt die Millionen Liter Salzwasser beschaffen. Man braucht nur bei den ehemaligen CargoLifter Aktionären deren Tränen :'( für den Kursverfall abholen und das Becken dürfte voll sein! }>
Danke CargoLifter AG!
cya airtime
PS: Glücklicherweise keine CargoLifter Aktien gekauft habende Grüße!
31.01. MINISTERIUM INFORMIERT AUSSCHUSS FALSCH Verwirrung um "Tropical Island"
BRAND - Der Wirtschaftsausschuss des brandenburgischen Landtags ist vom Potsdamer Wirtschaftsministerium monatelang über den Investor des geplanten Freizeitparks "Tropical Island" in Brand (Dahme-Spreewald) falsch informiert worden. Das sagte der Ausschuss-Vorsitzende Heiko Müller (SPD) gestern.
Noch in der Sitzung vom 21. Januar habe der Staatssekretär im Ministerium, Wolfgang Vogel (CDU), die Investorengruppe um den Touristikunternehmer Colin Au und den malaysischen Konzern Tanjong als Betreiber des Tropenparks "Eden-Project" im englischen Cornwall dargestellt und deren Erfahrung mit solchen Vorhaben herausgehoben, so Müller. Das gehe auch aus dem Sitzungsprotokoll hervor. Tatsächlich haben die Tropical-Island-Investoren nichts mit der Freizeitattraktion zu tun. Gerade um diesen Punkt hatte es zuletzt Verwirrung gegeben. "Es ist im höchsten Maße ärgerlich, dass man sich auf Informationen des Ministeriums in solch politisch brisanten Angelegenheiten nicht verlassen kann", so Müller.
"Der Staatssekretär hat das möglicherweise in der Verkürzung missverständlich ausgedrückt", räumte Ministeriumssprecher Steffen Kammradt ein. Aus der Kreisverwaltung in Lübben hieß es gestern, dass die Baugenehmigung für den Freizeitpark in Brand heute erteilt werde. gd
In Brandenburg entstehen jetzt blühende Landschaften: In der Riesenhalle des Cargolifters wird ein kompletter Regenwald mit Tropendorf gebaut.
Leise, nur von einem sachten Plätschern begleitet, gleiten die Kähne durch die Kanäle der Spree. Mit langen Stangen staken die Bootsführer vorwärts, kein Motorenlärm stört den Frieden, und zum Höhepunkt der Tour verraten die Männer in den sorbischen Trachten ihr Lieblingsrezept für die berühmten Spreewaldgurken. Es ist diese anheimelnde Atmosphäre, die jährlich rund zwei Millionen Touristen in den Spreewald nahe der polnischen Grenze treibt.
Doch nun soll ein Hauch von Exotik das biedere Heimatidyll aufwerten und möglichst junge Besucher in die dünn besiedelte Gegend locken. Ein Großinvestor will einen tropischen Freizeitpark an den Rand des Gurkenparadieses pflanzen - ausgerechnet an einen Ort, wo ein ähnlich visionäres Vorhaben gerade beerdigt wurde: in die 66 000 Quadratmeter große Halle des gescheiterten Projektes Cargolifter.
Anfang des Monats wurden die ersten Palmen in die größte freitragenden Halle der Welt gepflanzt, in der ursprünglich mal Last-Zeppeline gebaut werden sollten. Rund 300 Millionen Euro kostete die Pleite der Cargolifter AG die Aktionäre, weitere 50 Millionen Euro wurden aus Steuermitteln aufgebracht. Doch damit nicht genug: Auch der malaysische Investor, der die Investitionsruine für den Schnäppchenpreis von gut 17 Millionen Euro erstand, hat jetzt beim Potsdamer Wirtschaftsministerium und der landeseigenen Investitionsbank einen Förderantrag über 12 Millionen Euro gestellt. Weitere Gelder sollen in die Erschließung, Verkehrsanbindung und Tourismusförderung fließen.
Die Landesregierung unter Matthias Platzeck (SPD), gebeutelt durch Subventionsdesaster etwa bei der Frankfurter Chipfabrik oder dem Lausitzring, prüft derzeit die Anfrage - mit der gebotenen Vorsicht. Denn es mangelt nicht an warnenden Beispielen.
So bleiben bei dem jüngst eröffneten und mit 240 Millionen Euro subventionierten "Space Park" in Bremen die Besucherzahlen weit unter den Erwartungen. Und ein "Regenwaldhaus" in Hannover rechnet sich nur dank städtischer Pachtnachlässe. "Wir sind skeptisch gegenüber öffentlich geförderten Projekten", sagt Klaus-Michael Machens, Präsident des Verbandes Deutscher Freizeitparks und Freizeitunternehmen.
Investor Colin Au, 54, lässt sich nicht einschüchtern. Zur Not will seine Firma Au Leisure Investments Ltd. und sein Partner Tanjong PLC aus Malaysia das Millionen teure Tropenparadies auch ohne öffentliche Gelder finanzieren. Die Asiaten sind von der Akzeptanz ihrer Ananas-Oase überzeugt. Denn sie hoffen auch auf unterhaltungsbedürftiges Publikum aus dem 70 Kilometer entfernten Berlin. Für 25 Euro pro Tag sollen die gestressten Großstädter bei bis zu 28 Grad auf Dschungeltour gehen und sich schließlich am Strand einer fast 4000 Quadratmeter großen "Tropical Sea" niederlegen. Ein 140 Meter breiter künstlicher Horizont soll die Illusion unendlicher Weite verbreiten.
Verköstigt werden die prognostizierten drei Millionen Besucher im Jahr stilecht im Tropendorf, und wer Hirnnahrung braucht, kann wechselnde Ausstellungen zum Ökosystem Regenwald besuchen. Der Hauptstadtklientel werden nächtliche Beach-Partys mit Laserstrahlen und Margaritas geboten. Solcherart bespaßt, geht es dann per Shuttle-Bus zurück nach Berlin-Mitte. Wer will, kann in ehemaligen Sowjetkasernen nächtigen, die zu einem Hotel umgebaut werden.
"Die Leute müssen gar nicht mehr nach Asien fahren", sagt Projektarchitekt Jürgen Grothe, "der Regenwald liegt vor der Tür."
Der Glaube an die blühenden Landschaften am Spreewald stützt sich auf die Berechnungen der Hamburger Firma Wenzel Consulting, die schon die Zahlen für den Space Park in Bremen lieferte. Auch Hallenentwickler Martin Hautum von der Münchner Firma CL Map GmbH bejubelt das gewagte Vorhaben des Investors: "Wenn der Mann was anpackt, dann klappt es."
Ganz aus der Luft gegriffen ist die Hoffnung nicht. Schließlich ist Au kein Neuling im Großprojektgeschäft. Als Präsident der in Hongkong ansässigen Kreuzfahrtschifflinie "Star Cruises" ließ er im niedersächsischen Papenburg Schiffe bauen.
Doch sollte er sich täuschen, wird sich das Amtsgericht Cottbus einer Premiere gegenübersehen: einem Insolvenzantrag aus dem Regenwald.
Laut der Wiegand Referenzliste bekommt Tropical Island eine 52m lange Black Hole Rutsche und eine 42m lange Wasserrutsche. Ich hoffe, es kommen noch Produkte anderer Hersteller dazu...
Das nenn ich mal eine geile Begründung, die Lausitzer Rundschau meldet:
06.10.2004 01:05 Richtfest für Tropical Islands in Brand erneut verschoben Potsdamer Politiker mit Terminschwierigkeiten
Das für diesen Samstag geplante Richtfest für den Freizeit- und Erlebnispark Tropical Islands in Brand (Dahme-Spreewald) muss erneut verschoben werden, sagte gestern Projektmanager Günter Mosler. Grund seien organisatorische Probleme.
Dem Vernehmen nach sei es derzeit wegen der Bildung der neuen Regierung in Potsdam schwierig, Brandenburgs Spitzenpolitiker zu der Zeremonie nach Brand zu holen, wo das malaysisch-britische Konsortium Au/Tanjong seit Mitte April in der ehemaligen CargoLifter-Halle das 70-Millionen-Euro-Projekt errichtet. Schon Mitte September war das Richtfest abgesagt worden. Seit gestern wird das erste von sechs Häusern für ein Tropendorf gebaut, das den Gästen Kultur und regionale Küche anbieten soll. (dpa/uf)
BRAND Der tropische Freizeitpark in der ehemaligen Halle des Luftschiffbauers Cargolifter in Brande (Dahme-Spreewald) soll noch vor Weihnachten eröffnet werden. Als Eröffnungstermin des 70 Millionen Euro teuren Projektes mit etwa 500 Arbeitsplätzen wurde gestern beim offiziellen Richtfest der 19. Dezember genannt. Brandenburgs Wirtschaftsminister Ulrich Junghanns (CDU) und der malaysische Geschäftsführer der Tropical Island Management GmbH, Colin Au, enthüllten aus diesem Anlass gestern einen Countdown-Zähler, der die letzten 60 Tage bis zur Eröffnung anzeigt.
"Das ist unser schnellstes Bauprojekt und es entsteht in Brandenburg", sagte Au. Gemeinsam mit dem börsennotierten Konzern Tanjong aus Malaysia hatte der Tourismus-Unternehmer Au im Frühjahr auf dem 550 Hektar großen Militärflugplatzgelände im Spreewald mit der Nachnutzung des gescheiterten Luftschiff-Konzeptes begonnen.
"Der Fortgang am Bau bei Tropical Islands ist atemberaubend", erklärte Minister Junghanns. Das Freizeitzentrum setze wichtige Impulse für den Arbeitsmarkt in der Region, erklärte der Minister. Neben den direkten Arbeitsplätzen bestehe die Chance auf weitere Jobs im Umfeld, insbesondere im Tourismussektor. "Die Landesregierung werde alles tun, damit das Projekt erfolgreich und termingerecht vollendet werden kann", so Junghanns.
In nur dreimonatiger Bauzeit wurden bereits im September alle Stahlbetonarbeiten auf dem Gelände beendet. Das tropische Meer und das Servicegebäude sind fertiggestellt. Fast abgeschlossen ist der Austausch von 20 000 Quadratmetern Dachhaut, die durch eine durchsichtige Spezialfolie ersetzt wird. Inzwischen wächst auch schon der tropische Regenwald mit 15 000 tropischen Bäumen und Pflanzen in 700 Arten. Gegenwärtig entstehen die ersten der sechs Tropenhäuser in der 360 Meter langen und 107 Meter hohen Halle. Gegenwärtig sind über 250 deutsche und ausländische Arbeiter aus etwa 30 Firmen am Bau des Freizeitparkes beteiligt. Nach der Eröffnung rechnet der malaysische Betreiber jährlich mit rund 2,4 Millionen Besuchern aus dem In- und Ausland. beo
[h2]Paradiesische Zustände in Cargolifter-Halle[/h2][Von ftd.de, 21:09, 07.12.04]
In wenigen Tagen eröffnet in der früheren Cargolifter-Halle ein riesiger Freizeitpark. Brandenburgs Behörden unterstützen das Projekt nach Kräften - obwohl es ökonomisch und ökologisch fragwürdig ist.
An Herbsttagen wie diesem ist Colin Au ganz beseelt von seinem Vorhaben: Nebelschwaden hängen über dem Spreewald, unablässig klatscht der Regen auf die alte Landstraße, die von Golßen nach Staakow führt. Mitten im brandenburgischen Nirgendwo weist ein Verkehrsschild den Weg nach "Tropical Islands" - zu Aus Paradies unter Palmen, wo die Sonne immer scheint. In der mehr als 100 Meter hohen Halle, in der Cargolifter Luftschiffe bauen wollte, wirkt der kleine Mann aus Malaysia etwas verloren. Das größte stützenfreie Gebäude der Welt ist eine einzige Baustelle, Bagger und Laster fahren herum, Staub liegt in der von Neonlicht durchfluteten Luft. Exotische Gewächse auf künstlichen Erdhügeln und traditionelle Häuser wie in Aus Heimat lassen erahnen, was unter der Riesenglocke entsteht. "Ein einmaliges Projekt in der Freizeitindustrie", sagt der Investor, der früher Kreuzfahrtlinien geführt hat. "Es gibt auf der ganzen Welt nichts Vergleichbares."
In großen Dimensionen denken
Am vierten Advent will Au die ersten Besucher in sein Paradies einlassen, in eine blühende Landschaft mit Sandstrand, balinesischer Lagune, einem Regenwald und viel Südsee-Folklore. Tropical Islands wird ein Ort, an dem es an jedem Tag im Jahr 25 Grad warm ist, mindestens. Der Potsdamer Wirtschaftsminister Ulrich Junghanns ist von Aus Plänen angetan. "Das Projekt 'Tropical Islands' ist in Brandenburg willkommen", scharwenzelte der CDU-Mann im Frühjahr bei einem Besuch in Malaysia. Wer in großen Dimensionen denkt, ist in Brandenburg richtig. Die Investoren, die mit Megaprojekten wie Cargolifter, der Chipfabrik in Frankfurt/Oder und dem Lausitzring vorstellig wurden, erhielten stets freundliche Unterstützung in Millionenhöhe - und sind gescheitert. Auch beim neuesten Großprojekt läuft nicht alles rund. Vieles deutet darauf hin, dass Colin Au und seine deutschen Helfer - Berater, Planer, Behörden und Ministerien - in einer Mischung aus Vorsatz und Wunschdenken die Frage der Wirtschaftlichkeit von Tropical Islands vernachlässigt und Vorschriften zu lax gehandhabt haben.
"Die Deutschen lieben romantische Sonnenuntergänge"
Schon dass die Halle, in die zuvor 38 Mio. Euro an Subventionen geflossen waren, vergangenes Jahr für nur 17,5 Mio. Euro - zu einem Viertel ihres Wertes - an Au und seinen malaysischen Co-Investor Tanjong ging, störte außer ein paar düpierten Cargolifter-Aktionären kaum jemanden. Bei der Landesregierung in Potsdam war man froh, dass sich endlich ein Investor gefunden hatte, der für 70 Mio. Euro in der strukturschwachen Lausitz das "größte Lifestyle-Resort in Europa" schafft und mehr als 600 Jobs. Au wird der größte private Arbeitgeber im Landkreis Dahme-Spreewald, vor einer Gurkenfabrik. Doch der Malaysier erwartet Gegenleistungen. Eine Klausel im Kaufvertrag erlaubte ihm, das Geschäft rückgängig zu machen, wenn nicht sämtliche Baugenehmigungen in Rekordzeit erteilt würden. Also schob das Baudezernat des Landkreises Nachtschichten. Und Au bekam seine Genehmigungen. Dem kann es nicht schnell genug gehen. Er glaubt fest an seine Idee, den Urlaub unter Palmen nach Mitteleuropa zu bringen. "Die Deutschen lieben romantische Sonnenuntergänge", sagt Au. In Tropical Islands können sie die Sonne jeden Tag im Meer versinken sehen - auf einer Großbildleinwand. 2,5 bis 3 Millionen Besucher jährlich, so Aus Plan, sollen sich der Tropenillusion hingeben.
Erfolgschancen von Tropical Islands fraglich
Diese Erwartungen sind optimistischer als die Prognose der Hamburger Unternehmensberatung Wenzel Consulting. Die hatte dem Investor bestätigt, dass im Idealfall über 2,4 Millionen Gäste kommen, 6662 am Tag. Mehr Besucher hat nur der Europapark in Rust bei Freiburg. Der direkte Vergleich macht deutlich, wie gewagt die Kalkulation ist: 22 Millionen Menschen können den Europapark in weniger als zwei Autostunden erreichen. Für das Einzugsgebiet von Tropical Islands veranschlagt Wenzel 16 Millionen Menschen mit einer Anfahrtsdauer von bis zu drei Stunden. "Eine Besucherzahl von 2,4 Millionen zu erreichen, ist für jedes neue Projekt ehrgeizig. In dieser geografischen Lage ist es fast unmöglich", sagt Felizitas Romeiß-Stracke, die selbst Freizeitunternehmen berät. Sie wundert sich über den Enthusiasmus der Investoren aus Fernost. Es sei kein Zufall, dass keiner der etablierten deutschen Vergnügungspark-Betreiber an der Cargolifter-Halle interessiert gewesen sei. Beim Verband Deutscher Freizeitparks und Freizeitunternehmen beurteilt man die Erfolgschancen von Tropical Islands hinter vorgehaltener Hand "ziemlich skeptisch".
"Auf die Billigflieger zu setzen, ist Harakiri"
Au ahnt offenbar, dass seine Zielmarken mit Tagestouristen aus Deutschland und den angrenzenden polnischen Provinzen nicht zu erreichen sind. Er will deshalb die Nähe zum Flughafen Schönefeld nutzen und Besucher einfliegen lassen. Er bestätigt Gespräche mit Billigairlines. "Auf die Billigflieger zu setzen, ist Harakiri", sagt Romeiß-Stracke. Wer von weit her kommt, und mehr als einen Tag Strandurlaub machen will, findet die erste Übernachtungsmöglichkeit erst sechs Kilometer entfernt: im "Landhotel Krausnick". Investor Au sieht alle Parameter im grünen Bereich - auch die jährlichen Betriebskosten, die auf 30 Mio. Euro beziffert werden. Vor allem die Ausgaben für Energie schlagen zu Buche. Tropical Islands verbraucht so viel Wärme wie eine Kleinstadt.
Baugenehmigung unter Vorbehalt
Das Landratsamt Dahme-Spreewald erteilte die Baugenehmigungen für Tropical Islands Anfang des Jahres unter dem Vorbehalt, dass das von Au beauftragte Planungsbüro CL Map die Einhaltung der Energieeinsparverordnung durch eine unabhängige Prüfung nachträglich nachweise. Das Gutachten lieferte die Firma SIAT - die vom Bruder des CL-Map-Chefs geführt wird. Diese Unbedenklichkeitsbescheinigung wird von Tropical Islands und CL Map streng unter Verschluss gehalten. Ein anderer Gutachter, der die Zahlen geprüft hat, kommt zum Ergebnis, dass Tropical Islands die Vorschriften erfüllt. Die Energieeinsparverordnung schreibt als Berechnungsgrundlage allerdings eine Innentemperatur von 19 Grad vor. Wie viel Energie bei einer Temperatur von 25 Grad verbraucht wird, wurde nicht untersucht. In den ersten Wochen nach der Eröffnung dürften die Grenzwerte erst recht nicht eingehalten werden: Die Spezialfolie, deren Verwendung in dem Gutachten vorausgesetzt wird, ist inzwischen zwar auf der Halle montiert. Sie ist in den letzten Wochen aber mehrfach gerissen und deshalb wirkungslos. Die Wärmedämmung wird an dieser Stelle derzeit lediglich durch eine drei Millimeter dicke Außenhaut gewährleistet - das heißt, so gut wie gar nicht. Bis die neue Folie aus Japan eingetroffen ist, dürften noch Monate vergehen.
"Die ganze Geheimniskrämerei um Tropical Islands stinkt zum Himmel"
CL Map verweigert die Herausgabe des Energiegutachtens sogar dem brandenburgischen Ausschuss für Immissionsschutz, einem ständigen, gesetzlich vorgesehenen Expertengremium. Dessen Vorsitzender Rolf Kreibich, Leiter des Berliner Instituts für Zukunftsstudien und Technologiebewertung, hält das für einen Skandal. "Die ganze Geheimniskrämerei um Tropical Islands stinkt zum Himmel", sagt er. Kreibichs Versuche, mit Hilfe der Landesregierung Klarheit zu schaffen, gingen ins Leere. Ein Brief an den damaligen Umweltminister Wolfgang Birthler (SPD) blieb unbeantwortet, dessen Nachfolger Dietmar Woidke (SPD) erklärte in der letzten Sitzung des Ausschusses Anfang November lapidar, er könne sich wegen mangelnder Sachkenntnis noch nicht zu dem Projekt äußern, wolle sich aber das ominöse Gutachten beschaffen und das Gremium über den Inhalt unterrichten. Seitdem hat Kreibich nichts mehr vom Minister gehört. Auch der brandenburgische Ministerpräsident Matthias Platzeck (SPD) - einst Umweltminister in Potsdam - will das Projekt nicht in Frage stellen. Er schob eine Anfrage Kreibichs an seinen Wirtschaftsminister Junghanns ab.
Ungeduldiges Warten auf Fördermittel
Dessen Behörde teilt die Kritik des Experten nicht. Immerhin hat das Land dem Investor zugesagt, die Zubringerstraße zur Halle samt Bahnüberführung auszubauen. Über Aus Antrag, den Freizeitpark zusätzlich mit bis zu 13 Mio. Euro zu subventionieren, wurde noch nicht entschieden. Allmählich wird der Malaysier ungeduldig: "Ich warte darauf, dass mir das Land die Fördermittel zusagt." Derzeit liegt sein Antrag bei der Investitionsbank des Landes. Dort heißt es, die Entscheidung hätte längst fallen können, wenn die Landesregierung es gewollt hätte. Doch eine Festlegung vor der Landtagswahl im September sei nicht erwünscht gewesen. Als besonders heikel erweist sich die Lage des Tropenparadieses an der Grenze zum Biosphärenreservat Spreewald - einer hochsensiblen Feuchtlandschaft. Bund und Land investieren jährlich Millionen, um gegen das Absinken des Wasserspiegels anzukämpfen. Trotzdem hält der Baudezernent des Landkreises Dahme-Spreewald das malaysische Großprojekt für "ökologisch unbedenklich".
Verfahren rechtlich nicht einwandfrei
Kritiker wenden ein, der für den Freizeitpark geänderte Cargolifter-Bebauungsplan und die Baugenehmigung hätten gar nicht abgesegnet werden dürfen. Nach Ansicht des Berliner Fachanwalts Karsten Sommer war das Verfahren rechtlich nicht einwandfrei und kann vor Gericht angefochten werden: Obwohl die frühere Werft nicht für die Nutzung als Tropenpark konzipiert wurde, sahen die Ämter keine Notwendigkeit, eine neue Umweltverträglichkeitsprüfung zu verlangen. Doch die Prüfung ist bei größeren Bauprojekten vorgeschrieben. CL Map habe das Projekt offenbar in mehrere Teilvorhaben aufgegliedert, um dem langwierigen Ökocheck zu entgehen, sagt Sommer. Für ihn dienen die Teilvorhaben jedoch einem "vergleichbaren Zweck" und stehen in "engem räumlichen Zusammenhang". Colin Au lässt sich von Kritikern nicht beirren. Am 19. Dezember ist definitiv Eröffnung - auch wenn klar ist, dass Tropical Islands dann immer noch eine Baustelle sein wird. "Au will unbedingt, dass wir trotzdem aufmachen", sagt ein Insider. Über den Eröffnungstermin hat sich der Malaysier sogar mit seinem wichtigsten Angestellten zerstritten, dem Operations Manager. Dessen Nachfolger ist bereits der dritte Mann auf diesem Posten seit Baubeginn im April. Widerspruch wird im Paradies nicht geduldet.
Rekord I Der frühere Kreuzfahrt-Manager Colin Au und der malaysische Tanjong-Konzern investieren 70 Mio. Euro in den Freizeitpark Tropical Islands, das angeblich "größte Lifestyle-Resort in Europa". Rekord II Die Halle bei Krausnick, in der ursprünglich Luftschiffe gebaut werden sollten, ist mit 5,5 Millionen Kubikmetern umbauten Raum das größte stützenfreie Gebäude der Welt.
Wenn man sich die Luftbilder anschaut, merkt man, wie gigantisch die Anlage eigentlich ist. Obwohl mich das Projekt doch sehr interessiert und ich schon sehr gespannt bin, die ersten Erfahrungsberichte zu lesen, bin ich trotzdem skeptisch, die Heizkosten allein sind schon gewaltig, ein weiteres Problem dürfte auch die Akustik in der Halle sein, ausserdem muss der Regenwald imho noch etwas wachsen, um seinen Namen zu verdienen...
Eröffnung ist übrigens -wie bereits oben beschrieben- der 19. Dezember. Exakt am gleichen Tag vor einem Jahr eröffnete im Soft-Opening "Europas grösster Indoor-Erlebnispark" in Bremen...wenn das mal kein schlechtes Omen ist!
Ein Spaßbad wird's wohl weniger. Wie seht ihr das - ist das nicht etwas wenig Wasserfläche? Es gibt ja mehr Strand als Wasser. Und Aktivitäten im Wasser scheint es auch nicht in Hülle und Fülle zu geben. Zwei kleine Rutschen und vielleicht einen Mini-Strömungskanal um diese Insel rum, aber das war's dann wohl schon. Ich persönlich denke, dass da eine Menge Potential, dass die Halle bietet, verschenkt wird, zugunsten von Tagungs- und Sonderflächen und einem Regenwaldpfad der niemanden hinter'm Ofen hervorlocken wird.
Interessant finde ich, dass das Bad 24 Stunden geöffnet hat - allerdings möchte ich wissen wie sich das rechnen soll...
>Interessant finde ich, dass das Bad 24 Stunden geöffnet hat
Ebenfalls interessant finde ich das man am Paradies-Strand auch übernachten kann, wie auf der Homepage unter Besucher-Info angegeben:
Zelte können Sie bei uns mieten, um am Paradies-Strand zu übernachten. Die Preise: 2-Personen-Iglu / 12 Stunden EUR 10,- / 24 Stunden EUR 15,- 4-Personen-Iglu / 12 Stunden EUR 15,- / 24 Stunden EUR 20,-
Ob man auch seinen Holzkohlegrill mitbringen kann? :+
Dass die Betreiber auf größere Attraktionen im Wasser-Bereich verzichtet haben, mag mir noch mit der Begründung eines eher auf Erwachsenen ausgelegten Vergnügens logisch erscheinen. Dennoch hast du nicht ganz Unrecht, dass die ein oder andere weitere Wasserfläche dem ganzen sicher nicht geschadet hätte, ein Lazy River wäre da wohl relativ perfekt gewesen, handelt es sich dabei doch um kein lärmendes Vergnügen sondern eher eine gemächliche Fahrt (durch den Regenwald). Ich finde das Projekt beeindruckend und auch wenn ich einiges anders aufgezogen hätte, ich würds mir gerne mal anschauen. Dabei hoffe ich, dass das Projekt einen langen Atem hat, wird doch der Regenwald Teil sicher doppelt so reizvoll, wenn die Bäume auch wirklich in die Höhe wachsen...
Endspurt in Brand Von Jürgen Schol Brand - Die groben Vorbehalte aus dem weihnachtlichen Berlin schneiten etwas unvermittelt in die Riesenhalle hinein, so kurz vor Einsetzen der brandenburgischen Tropenzeit: Die Europaabgeordnete Elisabeth Schroedter brachte gestern in der Bundeshauptstadt öffentlich ihre Sorge um die Rentabilität des Unternehmens Tropical Islands zum Ausdruck. Die frühere Luftschiffhalle sei für eine Arbeitstemperatur von 18 bis 19 Grad konzipiert worden, teilte sie mit, aber für den Freizeitpark mit Strand und Regenwald seien 25 bis 30 Grad geplant, was die Energiekosten exorbitant in die Höhe und den Gewinn dramatisch in die Tiefe drücken könne. Mag sein, daß hinter der ökonomischen Warnung ein ökologischer Gedanke steht, schließlich gehört Schroedter zu den Grünen.
Der Abgeordneten scheint das Unternehmen auch sonst nicht ganz geheuer zu sein. Die Landesregierung, forderte sie, sollte jedenfalls auf die frühere Zusage des Investors bestehen, das Projekt ohne öffentliche Förderung zu realisieren. Hintergrund ist, daß das malaysische Konsortium Au/Tanjong bei der Investitionsbank des Landes für Infrastrukturmaßnahmen Fördermittel in Höhe von 13 Millionen Euro beantragt hat; die Gesamtinvestition beträgt 70 Millionen Euro. Entschieden ist über die Förderung noch nicht.
Aber unabhängig davon kann Islands-Chef Colin Au in seiner künstlichen Lagune gar nicht mehr zurückrudern. Der Termin für die Eröffnung steht fest, es ist der 19. Dezember um 6 Uhr früh. Am Vortag wird mit geladenen Gästen gefeiert, die Einladungen sind raus, auch die an Matthias Platzeck (SPD). Mit ihm wird zum zweiten Mal ein brandenburgischer Ministerpräsident dort die Eröffnungsrede halten: Vor ziemlich genau vier Jahren hatte das Platzecks Vorgänger Manfred Stolpe (SPD) getan, damals ging es noch um Luftschiffe.
Bis zum 18. Dezember ist noch eine Menge zu tun innerhalb und außerhalb der Halle. Immerhin hat am Dienstag die Flutung der Lagune begonnen, zum Glück nur symbolisch zu Beginn mit 50 Eimern, die in das 1000 Quadratmeter große Becken entleert wurden. Den Rest besorgen Pumpen. Die viermal größere märkische Südsee ist bereits gefüllt. Am selben Tag wurde auch das Bali-Haus eröffnet. An Bali-Tor und Regenwald wird weiter intensiv gearbeitet. Wenn die ersten Gäste zur Eröffnung der Anlage eintreffen, sollen alle Hauptattraktionen von Tropical Islands fertig sein, versichert Sprecherin Vivian Kreft. Allerdings müßten noch zwei Häuser des Tropischen Dorfes aus dem Kongo und aus Amazonien aufgebaut werden.
Im Tropenrandgebiet wird auch nach Weihnachten genug zu tun sein, vor allem im Bereich Verkehr. Am Bahnhof soll eine Brücke die Autos über die Gleise führen, die sich zu Anfang an der Schranke stauen dürften. Allerdings ist bei Colin Au stets mit unkonventionellen Lösungen zu rechnen. Wie etwa bei der bisher mangelhaften Anbindung von Brand an den Regionalexpreß. Damit der zukünftig stündlich vor dem Tropenstrand hält, wurde der Ort Raddusch im Kreis Oberspreewald-Lausitz mit Gegengaben überzeugt, seine bisherigen "Rechte" am regelmäßigen RE-Stop an Brand abzutreten.
Eine Illusion sollte sich der potentielle Gast so kurz vor der Eröffnung übrigens ersparen: daß man sich in Tropical Islands überall so unbekümmert offen bewegen kann wie in einer Strandbar auf Mallorca, also in Badehose oder Bikini: In Brand ist Badekleidung nur in der Südsee und der Bali-Lagune erwünscht.
Langsam krieg ich so richtig Lust auf den Laden. Aber am liebsten würde ich dann auch mal da oben in die Kuppel, das bleibt aber wohl den Besitzern vorbehalten...
Letzte Bearbeitung am 13-Dez-04 um 17:40 Uhr () Um Himmelswillen! Wie will man 5,5 Millionen m³ Luft auf angenehme 25° Celsius (nehme ich mal an) bringen, zumal die Außenhaut keine Dämmfunktion hat. Haben wir neuerdings Energiepreise wie in Amerika. Ein Freizeitbad mit einer 100m hohen Kuppel wäre ja auch idiotisch. Auch wenn es interessant ausschaut. Das kann von vorne herein nichts werden. Leider!
Letzte Bearbeitung am 13-Dez-04 um 17:44 Uhr () Denke ich nicht, in Zoos klappt es ja auch in deren teilweise gigantischen Tropenhallen, richtig zu wärmen. (*z.B. an Burgers Zoo denk*)
>Letzte Bearbeitung am 13-Dez-04 um 17:44 Uhr >() >Denke ich nicht, in Zoos klappt es ja auch in deren teilweise gigantischen >Tropenhallen, richtig zu wärmen. (*z.B. an Burgers Zoo denk*)
Aber "Burger's Bush" ist nichtmal annähernd so groß wie diese Halle...
---------------------- Tobi - Ich fahr alles, auch wennet en Fahrstuhl is. ThemenParX - 100% Freizeitspaß!
Hi Tim (und die Anderen), hier ein paar Infos zu Burgers Bush:
Der BUSH ist 150m lang,95m breit(also nicht ganz 1,5ha) und max. 20m hoch(im Innern befindet sich u.a. der höchste Wasserfall der Niederlande mit 17m Höhe)
Die Halle wirkt wesentlich niedriger, weil sie größtenteils in die Erde eingegraben ist(was sicherlich die Isolierung noch einmal verbessert...). Das Dach besteht aus 765 mit Luft gefüllten Folienkissen aus Hostaflon(Größe: je 3mx6m), die einerseits alle Anteile des Sonnenlichts durchlassen, andererseits aber eine gute Wärmedämmung garantieren.
Übrigens wächst der Urwald in Burgers Bush sooo schnell, dass jedes Jahr rund 20 Tonnen Pflanzenmaterial weggeschnitten werden muss, um das empfindliche Dach aber auch bestimmte kleinere, aber wichtige Pflanzen zu schützen.
Die augenblicklich größte Tropenhalle mit Tierhaltung in Europa ist allerdings jetzt die Masoala-Halle im Zoo Zürich. Die größte überhaupt war bis jetzt die Halle des Eden-Projekts in Cornwall,GB mit einer überbauten Fläche von 2,3ha und einer max. Höhe von 50m
Zwar kenn ich mich nicht ganz so mit beheizen von Hallen aus aber ich denke das dieses Projekt schon von vorne bis hinten hunderte male durchgerechnet und durchdacht worden ist! Die Planungen und Vorbereitungen können einen so wichtigen Punkt nicht aus den Augen lassen!
Man hat immerhin die Sonnenseite mit einer transparenten Außenhülle versehen, so dass man sich den Treibhauseffekt zu Nutze machen kann, was auch im Winter nicht zu vernachlässigen ist.
Ein malaysischer Geschäftsmann will das Licht und die Wärme der Südsee in das verschnupfte Brandenburg bringen. Schon mit 5000 Besuchern pro Tag rentiert sich das Konzept. Warum nur glaubt niemand daran?
Naja, die Aussage von Colin Au, dass Leute aus ganz Europa extra mit dem Flieger anreisen werden, halte ich für leicht übertrieben. Der redaktionelle Schlußsatz von Polylux trifft es da schon eher: "Dank ihm (Colin Au) scheint die Sonne in Brandenburg und sei es nur für eine Badesaison"
bei der Ausführung und den Widersprücheninnerhalb des Konzeptes gebe ich Tropical Island max. 2-3 Jahre (wenn überhaupt!).
Ein Wasser- oder Freizeitpark würde hier schon viel bewirken!Ebenso fehlt ein Wellnessangebot!
Ich werde wohl erst mal nachts dort hin gehen- 5€ tun dann nicht so weh!Allerdings glaube ich, dass der 24h-Öffnungsmodus die erste Streichung sein wird!
Schöne Idee, die schlecht konzipiert und in der falschen location errichtet wurde-schade, denn die Halle hätte eine effektivere Nutzung verdient gehabt!
ich frage mich immer wieder, warum die investoren ihre konzepte nicht mal von leuten mit normalem menschenverstand durchsehen lassen.
anfangs dachte ich bei dem projekt: ein ordentlicher wasserpark mit guten (riesigen) rutschen und tropenfeeling (vgl. schwimmbäder der centerparcs), etc., das könnte was werden. tja, das ergebnis ist mehr als enttäuschend. dafür würde ich noch nicht mal 5 euro/tag ausgeben!
Anfangs wird es sicherlich am schwersten. Die Eröffnung kam auch einfach viel zu früh. So sind zB die Temperatur noch zu niedrig («Es ist eher wie ein Spaziergang an der Nordsee») und an vielen Stellen wird noch gearbeitet («Es sieht noch einiges nach Baustelle aus»). Außerdem sind die notwendigen Klarsichtplanen an der Hallenwand noch nicht installiert. Zwar können die Pflanzen wohl noch ein paar Tage ohne UV-B und UV-A auskommen, aber ich frage mich, wie die das bei einer 24h Öffnung ohne größere Beeinträchtigungen hinbekommen wollen. Der Dschungel wird seinen Namen wohl auch erst in 2 - 3 Jahren verdienen. Bis dahin ist die Pflanzenwelt eher unspektabulär. Was mich auch etwas stören würde, ist die geringe Wassertiefe von 120 cm.
Toll allerdings die Möglichkeit, dort in einem Zelt übernachten zu können. Mit ein paar Leuten kann das bestimmt lustig werden. Natürlich erst dann, wenns keine Baustelle mehr ist und der Dschungel schon etwas gewachsen ist. Ob wir das allerdings erleben werden, das steht noch in den Sternen.
p.s: Entschuldigt mein schreckliches "deutsch", aber mein Kopf fühlt sich momentan an wie Apfelmuß.