Letzte Bearbeitung am 03-Nov-02 um 23:54 Uhr () Hallo zusammen,
heute am vorletzten Öffnungstag des Parks war so gut wie nichts los. Keine Warteschlangen - man konnte überall sitzen bleiben. Ich glaube Ge Force bekommt für die neue Saison einen neuen Anstrich. Überall wurde Rostschutzfarbe aufgepinselt. Ge Force sieht jetzt ziemlich "fleckig" aus.
Operator von EGF sagten uns, dass Ge Force nächste Saison im Bahnhof ein Dach bekommt.
Die rote Lampe auf dem Mast am Lifthill, hängt nach dem Sturm der letzten Woche auf "halb acht" - bzw. schräg nur noch gehalten von einem Schanier.
Im Park hängen schon Werbebanner für die nächste Saison: Summernights vom 11.07.-06.09.2003!
Ein schöner Saisonabschluss im Hopa mit angenehmen 16 Grad und Sonnenschein und mit der Vorfreude auf den 05.04.2003 zur Saisoneröffnung im Hopa...
Farbe verwittert nunmal schnell oder bleicht aus. Sonnenlicht ist der Erzfeind einer jeden Farbe. Die Eine hält länger, die Andere weniger. Finde es eher positiv das schon ein neuer Anstrich kommt, zeigt es doch, dass man die Anlage pflegt (was leider nicht in allen Parks dieser Welt selbsverständlich zu sein scheint). Allerdings gehe ich nicht unbedingt von einer anderen Farbe aus. EGF geht jetzt erstmal zum TÜV (was die Züge angeht, bzw. eher umgekehrt bei den Schienen) und danach gibt`s die Kosmetik.
>Finde es eher positiv das schon ein neuer Anstrich kommt, zeigt es >doch, dass man die Anlage pflegt (was leider nicht in allen Parks >dieser Welt selbsverständlich zu sein scheint).
Es ist ja leider nicht mal für alle Achterbahnen dieses Parks selbstverständlich - der Superwirbel braucht (micht nur) meiner Meinung nach dringender mal ein paar Liter Farbe als EGF... Oder soll sich da etwa auch was tun?
>Wie die kleinen Kinder, die immer alles auf einmal haben wollen.
Nö. Ich will ja nicht alles auf einmal haben. Lies nochmal, was ich geschrieben habe.
>Kommt Zeit, kommt Farbe (?).
Optimist *g*
>EGF ist doch schon mal ein guter Anfang.
Seltsam verteilte Prioritäten - anstatt eine Bahn, die seit über 20 Jahren im Park steht, und dringend mal ein paar Liter Farbe benötigt, zu streichen, streicht man lieber eine gerade mal zwei Jahre alte Bahn, die noch sehr gut im Lack steht, neu an... das verstehe wer will...
Und nochmal für MIB: SO habe ich es mir vorgestellt... ;-)
1. Superwirbel streichen 2. warten, so 1-2 Jahre 3. EGF streichen
>Farbe verwittert nunmal schnell oder bleicht aus.
Die Farbe ist nicht verwittert. Es wurde Korrosion entfernt, teilweise sogar Sandgestrahlt. Ich vermute das ganze läuft noch unter Gewährleistung, denn es kann nicht sein das nach ca. 18 Monaten solche Mängel auftreten.
>Farbe verwittert nunmal schnell oder bleicht aus.
Je nach Oberflächenbeschichtung (reden wir mal fachmännisch nicht von Farbe, denn die beschreibt nur den optischen Zustand)ein Vorgang, der mehr oder weniger schnell von dannen geht. Allerdings bei einer Außenbeschichtung schon nach weniger als rund zwei Jahren nachbessern zu müssen (oder zu wollen) stimmt mich als als Lacklaboranten doch eher nachdenklich...
Übrigens können einer Beschichtung mehrere Dinge "an der Oberfläche kratzen":
Verwittern: Allgemeine Abnutzung durch Korrosion, schlechte Untergrundvorbehandlung, ungeeignetes Bindemittel, zu sprödes Endergebnis, usw
Verschleiern: das Bindemittel verliert seinen (Hoch)Glanz sichtbar zB bei Autolacken, die nach 10 Jahren "Dienst" eben nicht mehr im Salonglanz daher kommen.
Auskreiden: weißes Pigment löst sich aus der Bindemittelverbindung und trägt auf der Oberfläche auf. (Bleicheffekt)
Ausbleichen allgemein: Farbgebende Pigment-Moleküle zersetzen sich durch harte UV-Strahlung.
Tipp: Investition in gute Untergrundvorbehandlung (feuerverzinken, menningen, ö.ä.) und nachher lieber 3-6 € mehr für den Liter Farbe ausgeben, und dafür mehrere Jahre Ruhe haben (evtl bis auf mechanische Abnutzung). Gute Lacke gibts nämlich auch mit "Lichtschutzfaktor", wasserkorrosionsbeständig und mit "härteren" Pigmenten! Da kann der Pinsel getrost im Malkasten bleiben...
Gut, alles tierisch offtopic, besserwisserisch und "laienhaft". Aber hey, irgendwozu muss die vierjährige Lehre ja gut gewesen sein ;-)
>(reden wir mal fachmännisch nicht von Farbe, denn die beschreibt nur >den optischen Zustand) (...) >und nachher lieber 3-6 € mehr für den Liter Farbe ausgeben,
Ich hätte gerne zwei Liter optischen Zustand... }>
Kann es evtl. sein, daß EGF im jetzigen Zustand nur mit der Grundierung gestrichen ist? Vor einigen Wochen war ich im Park, und man hatte schon begonnen, kleine Stellen zu streichen. Die Bahn sah aus, als hätte sie die Pocken! Für eine neue Bahn sahen die Schienen erbärmlich aus.
Wesentlich erschreckender war jedoch die Tatsache, daß man mit Kransteigern im Bereich des ersten Camelbacks und den darunterliegenden Hügeln lackierte WÄHREND DIE BAHN MIT PUBLIKUM FUHR!
Es sah zwar sexy aus, an dem Körbchen mit dem Maler vorbeizusausen, aber trotzdem halte ich diese Praktik für unverantwortlich. Es gab zwar offensichtlich eine Funkverbindung zwischen Operator und Maler, jedoch hat die nahe Vergangenheit gezeigt, daß Kräne auch umkippen können (hust, Europapark, hust).
ich als EX Maler und Lackierer kann dir sagen das EGF komplett lackiert worden ist.Es wäre mir neu das man etwas nur grundiert und keinen Endanstrich aufbringt das könnte dann vieleicht nach hinten oder eher gesagt nach unten losgehen denn wenn die Chancen gut stehen dann rostet der ganze Kram super schnell wech. Aber wie oben schon jemand schrieb, verblassen manche Lacke sehr schnell was drauf schliessen lässt das beim Achterbahn Bau keine besonders guten Lacke verwendet werden was mich persönlich bei den Preisen wundert. Aber dieses Phänomen kann man ja bei vielen Coastern beobachten. Vorallem da wo fast jeden Tag die Sonne scheint.
Letzte Bearbeitung am 05-Nov-02 um 13:08 Uhr () Ich mutmaße mal ins Blaue:
Grundierung und "overall finish" waren bei Herstellung ton-in-ton. Die Verarbeitung war suboptimal, was sich an frühzeitigem Flugrost, Punktrost, Unterwanderungsrost, etc bemerkbar macht(e).
Diese Stellen werden/wurden mit Lack nachgepinselt der zu dem Orginallack kurz nach der Lackierung auch gepasst hätte. Da die Bahn aber schon "etwas in der Sonne stand" hat sich der Ursprungsfarbton deutlich sichtbar geändert, so dass man nun nach dem Nachlackieren die frischen Flicken sieht.
Und schon rächt sich das Sparen am falschen Ende. Die Beschichtung hat längst nicht gehalten, was man so als Anspruch an sie stellen müsste (und auch könnte) & der Orginallack ist nur bedingt uv-beständig... ergo: Nachpinseleien kosten ´nen Haufen Geld (Handarbeit) und sehen "suuuper" aus ("Mami guck mal, die hat ja Flecken").
Schaun wir im nächsten Jahr doch mal genau auf EGF und Goliath. Die Unterschiede/Gleichnisse müssten eigentlich sichtbar sein...
PS: Mir hat jemand aus der Lackbranche gesteckt, dass Intamin seine Schienen für EGF eigentlich "pulvern" lassen wollte, und das zumindest bei der "grauen Schiene" auch getan hat. In wie weit das allerdings den Tatsachen entspricht, und ob die Pulverlacktechnik auf Coasterschienen wirklich praktisch und auch finanziell anwendbar ist, entzieht sich meiner Kenntnis. Würde die Schienen zwar deutlich verteuern, aber auch dauerhafter haltbar machen IMHO.
Eines habe ich noch vergessen: Das Feuerverzinken war auch nur ein Beispiel für eine aufwändigere Untergrundvorbehandlung. Allerdings ändert das nichts an der Tatsache, dass mit einer ordentlichen Vorbehandlung, einem anständigen Lack und einer sauberen Verarbeitung die Lebensdauer der Beschichtung, und damit auch des beschichteten Materials deutlich ansteigt.
Warum sind Autolacke wohl so lange haltbar, und warum gibt es in der Automobilbranche wohl die allerhöchsten Anforderungen an einen Lack?
Eben, weil man nicht mal eben alle 4 Jahre nachpinseln will, und weil Rost eben der schlimmste Feind des Stahls ist.
Bleibt die Frage, was hat die Fachsimpelei über "Farbe" überhaupt so sehr mit Coastern zu tun? Nun, kein soll mir erzählen, dass EGF nur "ein paar Tage halten soll" - und wer verhindern will, dass immense Nacharbeitskosten in den nächsten, sagen wir 10-15 Jahre entstehen, der sollte direkt solide investieren.
Sonst trägt man die Euros im Nachhinein doch als Lackschicht auf... dann aber eben im "Mehrschichtsystem", dass am Ende auch keinen Cent billiger ist...(im Gegenteil)
>Allerdings ändert das nichts an der Tatsache, dass mit einer ordentlichen Vorbehandlung, einem anständigen Lack und einer sauberen Verarbeitung die Lebensdauer der Beschichtung, und damit auch des beschichteten Materials deutlich ansteigt.
Da stimme ich Dir zu. Deshalb wurde bei Colossos im Heide Park das ganze Holz druckimprägniert. Ich glaube, dass dadurch Colossos nur alle 10 Jahre mit frischer Holzschutzfarbe nachgestrichen werden muss.
Nicht ganz ,bei Colossos muss erst wieder in 25 Jahren Hand angelegt werden zumindest was das streichen angeht.So lange hält die Impregnierung nämlich noch ohne dass das Holz anfängt zu faulen.