UK-Kirmeswochenende in Nottingham und Hull

#1

UK-Kirmeswochenende in Nottingham und Hull

Letzte Bearbeitung am 16-Okt-11 um 20:42 Uhr ()
Kürzlich hat sich für mich die Gelegenheit ergeben, mich in´s gemachte Nest zu setzen und mich einem Wochenendtrip nach England anzuschließen. Ziel waren die Kirmessen in Nottingham und Hull, das dürften die beiden größten Veranstaltungen auf der Insel sein. Erfreulicherweise fanden beide parallel statt, und da Nottingham um 11 Uhr startet, Hull um 23 Uhr schließt und gerade einmal 2 Stunden Fahrt dazwischen liegen, ließ sich das an einem Tag kombinieren.

Das Wetter war, naja, mäßig, und da Easyjet 30 Euro für Aufgabegepäck nimmt, habe ich nur Handgepäck mitgenommen. Das war mit Regen- und Ersatzklamotten gut gefüllt, daher war kein Platz für eine richtige Kamera. Die Bilder sind also mit einer Kompaktknipse aufgenommen, was bei den Lichtverhältnissen nicht so ideal ist. Noch dazu sind aufgrund des engen Zeitplans alle Bilder mehr oder weniger im Vorbeigehen entstanden. Sie erheben daher keinen künstlerischen Anspruch, und erst recht keinen auf Vollständigkeit. Dafür sind die Kirmessen einfach zu eng, voll und überladen. Das wird vielleicht ein wenig deutlich. In den nächsten Beiträgen kommen die Fotos nach Nottingham und Hull getrennt und nur mit vereinzelten Kommentaren.

Jochen

Der Horizont vieler Menschen ist ein Kreis mit Radius Null - und das nennen sie ihren Standpunkt.
#2

Teil 1: Nottingham

Antwort auf JPeschel, Beitrag #1

Also gut, werfen wir einen Blick auf den Platz in Nottingham.

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Spannend unterbaut, und nein, es ist kein Beton:

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Der Powered Coaster "Runaway Train" stand früher im inzwischen geschlossenen American Adventure Theme Park. Er hat für die Reise eine Sohle verpasst bekommen. Die Unterbauung auf dem zweiten Bild schockiert jetzt ja auch nicht mehr. Die Bahn ist spaßig und stellenweise recht schräg. Ob sich der Aufwand lohnt sei einmal dahingestellt.

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Die Multi-Bullenreiten-Attraktionen kannte ich bisher nur aus Spanien. Als das Ding bei trockenerem Wetter aufmachte, wurde es auch ganz gut angenommen. Nur ein Mädel mit einer riesigen Handtasche konnte sich nicht so recht im Sattel halten.

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Mobile Ponyreitbahnen sind ja so eine Sache, besonders dann, wenn die Fahrt wie hier an Mauern, grünen Zäunen und weggeworfenen Plastikflaschen vorbeiführt. Arbeiterklassen-Theming?

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Waltzer gibt es nicht nur in groß wie Sand am Meer:

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Auch an die Miamis werden die Kinder schon sehr früh herangeführt:

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Eine eigene Stromversorgung ist in UK wohl Standard:

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Auch mal was Neues: Fernlenkboote!

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Höhenunterschiede im Untergrund kann man ausgleichen:

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Hier zeigt sich ein wenig, wie chaotisch die britischen Plätze bebaut sind. Definierte (Rettungs)Wege, Absperrungen oder räumliche Trennung gleichartiger Geschäfte sind nicht zu finden:

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Der High Roller, vom Grundprinzip ein Flipper, aber mit geraden Sitzbänken. Gerade der rechte AUßenplatz ist recht intensiv, aber insgesamt ist die Fahrt eher langweilig, da es keine Geschwindigkeitsänderung der Hauptplatte gibt.

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Sehr beliebt: Schlittenfahrten, die nur vom Mittelbau aus ausgeklappt werden. Vermutlich ist die Brücke in Anhänger-Längsrichtung notwendig, sonst würde die wohl auch noch wegfallen:

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So eine Art Stand-Up-Transformer/Stargate. Ist sagenhaft witzig, und wäre richtig gut, wenn die Sättel in der Höhe verstellbar wären:

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It´s the Roller! Ulkiges Fahrgeschäft, bei dem die Fahrt ganz anders ist, als sie von Außen aussieht. Der Zug fährt in dem Rahmen, und dieser dreht sich noch um die horizontale Längsachse. Die Kräfte sind hier nicht das Entscheidende, sondern das Gegenüber, dem man in den "Kurven" recht nahe kommt. Die Engländerin gegenüber hat mir jedenfalls einen Heidenspaß gemacht. Lachflash!

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Kommen wir zum Abschluss zu einer kurzen kulinarischen Rundreise. Die Zufahrtsstraßen werden, ein wenig Pützchen-like, schon von verlockenden Angeboten gesäumt:

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Keine Sorge, auf´m Platz wird es nicht besser!

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Im Detail:

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Yummi!

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Es gibt auch französische Spezialität´en:

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Und ein paar Saucen zum labberigen Burger. Oder dem Curry mit Chips (nicht Kartoffelchips, auch wenn wir in England sind, sondern Fritten, weil wir, äh, in England sind):

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Jochen

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#3

Hull

Antwort auf JPeschel, Beitrag #1

Den Rest des Samstags verbrachten wir in Hull. "IN HULL?!?" (Reaktion der deutschstämmigen Rezeptionistin in unserem Hotel auf die Aussage hin, dass wir freiwillig in diesem touristisch zugegebenermaßen eher uninteressanten Ort übernachtet haben).

Also sind hier ein paar abendliche Impressionen:


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Diese Hüpfkarussells habe ich zuerst vor vielen Jahren in Frankreich gesehen und als äußerst spaßig empfunden. In Sevilla gab es letztes Jahr gleich mehrere davon. Und in Nottingham und Hull waren sie vertreten wie Sand am Meer, und zwar in allen Varianten (Dreierbänke mit Gemeinschaftsbügel bis hin zu Einzelsitzen mit Schulterbügeln).

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Mal eine Schlittenfahrt mit Dach:

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Mit Spannung erwartet war Danter´s Air, obwohl in englischen Foren auch darüber spekuliert wurde, ob das Ding nicht vielleicht in Nottingham stehen würde:

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Das Riesenrad mal richtig herum:

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Und mal auf dem Kopf:

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Diese Multi-Bullenreit-Dinger gibt es auch für Kinder.

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Große Reihengeschäfte werden gnadenlos nebeneinander gebaut:

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Der Toboggan, wie ich finde eine der spannendsten reisenden Anlagen, weil sie einfach so krank ist mit dem senkrechten Lift im Turm und der 2160-Grad-Helix drumherum. Und ich fand sie jetzt gar nicht so unangenehm zu fahren.

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Kommen wir aber jetzt zu den heimlichen, aber keineswegs leisen Stars der britischen Kirmessen. In Hull waren sie so zahlreich vertreten wie Bierzelte auf der Wiesn. Sie versuchen, sich gegenseitig mit Lautstärke und Lichtanlagen zu übertrumpfen. Sie gleichen kleinen mobilen Diskotheken: Waltzer. Also bitte, hier ist eine unvollständige (!) Schnappschusssammlung:

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Wir haben den Atmosphere Creator und den Hell-Blazer ausprobiert. Ersterer war lauter, dafür hatte der zweite Live-MCing. Mir hat der Atmosphere Creator besser gefallen, obwohl wir zu viert in der Gondel saßen und ich auf einem Außenplatz um das schiere Überleben gekämpft habe. Dafür waren die Rückenlehnen etwas höher, sodass man zwischendurch mal den Kopf anlehnen kann.

Insgesamt fand ich beide Veranstaltungen sehr unterschiedlich, aber äußerst erlebenswert. OK, die Gastronomie ist sowohl bezüglich der Auswahl als auch der Präsentation etwas gewöhnungsbedürftig, aber hey, es ist England! Die Preise waren durchweg in Ordnung bis günstig, die meisten Fahrgeschäfte haben drei Pfund oder weniger verlangt. Die Waltzer waren AFAIR alle gleich bei zwei Pfund. Für Nottingham gab es im Internet 50-Pence-Coupons, die auch fast überall angenommen wurden. Wenn man das Oktoberfest gewöhnt ist, kommen einem die beiden besuchten Veranstaltungen ziemlich günstig vor. Ich brauche so einen Trip vielleicht nicht jedes Jahr, aber hin und wieder kann man sich so etwas geben.

Jochen

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