Da der Moviepark Saisonpass außer in den beiden Madrider Freizeitparks auch bereits in der Seilbahn und im Zoo Aquarium so anstandslos aktzeptiert wurde, beschloss ich am letzten halben Tag in Madrid, dem Dienstag auch noch dem zweiten Zoo von Parques Reunidos einen Besuch abzustatten.
Allerdings stellte sich die Frage, was ich dann so lange mit meinem Gepäck mache, eine Aufbewahrung war im Studentenwohnheim nicht vorgesehen. Also fuhr ich schon morgens an den Flughafen, um erstens bereits einzuchecken (online geht das nur 48 Stunden im Voraus und einen Drucker hatte ich in Madrid ja nicht zur Hand). Also eine Stunde Schlange stehen mit Leuten, die auf ihren Gepäckwagen kunstvolle Koffer-Türme balancierten… Das Beste waren 9 ausgewachsene Koffer für 2 Mann…
Check-in und Kofferabgabe waren dann, als ich an der Reihe war aber auch so früh vor Abflug schon problemlos möglich.
Schnell zurück mit der Metro in die City und ans andere Ende der Stadt zu Faunia. Da dieses Ziel etwas spontan in die Planung aufgenommen wurde, wusste ich nicht viel außer der Metrostation. Nach etwas Suchen und Fragen war der Park dann aber gefunden:
http://www.martinspies.de/album/faunia11/FOTO01.JPGAn der Kasse wurde ein kurzer Blick auf die Karte geworfen und schon war ich drin. Nach der „Mainstreet“ stößt man auf die erste Upcharge-Attraktion:
http://www.martinspies.de/album/faunia11/FOTO02.JPGRechts liegt dann ein kleiner Bereich mit Haustieren:
http://www.martinspies.de/album/faunia11/FOTO03.JPGUnd einem kleinen Streichelzoo:
http://www.martinspies.de/album/faunia11/FOTO04.JPGIn dieser Arena gibt es verschiedene Programme mit Freiflugvorführung und einigen anderen Tieren:
http://www.martinspies.de/album/faunia11/FOTO05.JPGAm See turnen Affen auf ihren Gerüsten herum:
http://www.martinspies.de/album/faunia11/FOTO06.JPGDahinter liegt die erste große Anlage: Das Teatro Lago
http://www.martinspies.de/album/faunia11/FOTO07.JPGDa es zeitlich genau passte setzte ich mich kurz dazu und schon begann ein Moderator auf spanisch zu quasseln… Und meinte damit wohl mich. Jedenfalls schauten mich auf Kommando alle anderen erwartungsvoll an. Schon doof so komplett ohne Spanischkenntnisse…
http://www.martinspies.de/album/faunia11/FOTO08.JPGhttp://www.martinspies.de/album/faunia11/FOTO09.JPGDanach konnte man noch etwas mit den Seelöwen Frisbee spielen… Und sich dabei teilweise duschen lassen ;)
http://www.martinspies.de/album/faunia11/FOTO10.JPGDa hat jemand die Quelle gefunden:
http://www.martinspies.de/album/faunia11/FOTO11.JPGDa zwei Tage zuvor die Schule in Spanien wieder gestartet ist, waren nicht besonders viele Besucher im Park, so dass sich der Betrieb der Zusatzattraktionen auch nicht lohnte.
Die geschlossene Reitbahn:
http://www.martinspies.de/album/faunia11/FOTO12.JPGhttp://www.martinspies.de/album/faunia11/FOTO13.JPGBei meinem Bericht aus dem Zoo Aquarium hatte ich betont, dass das dort ein „normaler“ Zoo sei. Im Gegensatz dazu ist Faunia eine Themenwelt mit zahlreichen Themenhallen. Unter freiem Himmel spielt sich hier nur sehr wenig ab.
In der ersten kleineren Halle warten schon die Krokos:
http://www.martinspies.de/album/faunia11/FOTO14.JPGDer zweite Teil dieses Gebäudes ist ein Schmetterlingsdschungel:
http://www.martinspies.de/album/faunia11/FOTO15.JPGNach wenigen schritten auf dem Rundweg ist schon das nächste Gebäude erreicht. Dabei handelt es sich um ein recht großes Nachttierhaus:
http://www.martinspies.de/album/faunia11/FOTO16.JPGhttp://www.martinspies.de/album/faunia11/FOTO17.JPGZugegeben: Auf den Fotos sieht man nicht viel, war ja auch Nacht… Das Haus hat mir gefallen mit seinem Querschnitt durch die verschiedensten nachtaktiven Tiere.
Das nächste Hause gegenüber beheimatet hauptsächlich die Pinguine:
http://www.martinspies.de/album/faunia11/FOTO18.JPGMit echtem Schnee:
http://www.martinspies.de/album/faunia11/FOTO19.JPGSeltsame Spezies:
http://www.martinspies.de/album/faunia11/FOTO20.JPGAuch im Becken sind Fenster integriert, so dass man den Tieren beim Schwimmen unter Wasser zusehen kann.
Weiter führt der Rundweg durch den Park. Rechts liegt ein abgesperrter Teil mit zwei nicht mehr (öffentlich) genutzten Gebäuden. Auch die nächste Halle links des Weges, eine recht große sogar, scheint derzeit leer zu stehen.
http://www.martinspies.de/album/faunia11/FOTO21.JPGUm einen Erdmännchenhügel herum gelangt man schließlich in eine reine Ausstellungshalle zum Thema Dinosaurier:
http://www.martinspies.de/album/faunia11/FOTO22.JPGDaran schlisst sich die Aufzuchtstation mit kleiner Schaubrüterei an:
http://www.martinspies.de/album/faunia11/FOTO23.JPGIm Hintergrund sind hier wieder mindestens zwei abgesperrte Halle zu sehen. Der freigegebene Rundweg biegt nach links und führt mit Minen-Deko in den Untergrund.
http://www.martinspies.de/album/faunia11/FOTO24.JPGDort unten gibt es dann zahlreiche Terrarien und Aquarien zu sehen:
http://www.martinspies.de/album/faunia11/FOTO25.JPGhttp://www.martinspies.de/album/faunia11/FOTO26.JPGhttp://www.martinspies.de/album/faunia11/FOTO27.JPGIm Durchgang passiert man zwangsläufig auch einen großen (etwas getarnten) Aufzug. Das wirkt so, als habe der die Gäste mal in eine weitere Ebene zu einem Rundgang und dann wieder zurück in diese Etage gebracht. Der ist aber nun außer Betrieb und steht einfach auf beiden Seiten als Durchgang offen.
Wieder am Tageslicht führt der Weg am Pelikanteich vorbei:
http://www.martinspies.de/album/faunia11/FOTO28.JPGWeiter geht der Rundgang durch eine große Voliere. Hier leben neben einigen Vogelarten auch Äffchen:
http://www.martinspies.de/album/faunia11/FOTO29.JPGhttp://www.martinspies.de/album/faunia11/FOTO30.JPGDaran schließt sich direkt das Dschungelhaus an. Über verschiedene Ebenen wandert man vorbei an ein paar Gehegen und durch einige auch hindurch:
http://www.martinspies.de/album/faunia11/FOTO31.JPGhttp://www.martinspies.de/album/faunia11/FOTO32.JPGhttp://www.martinspies.de/album/faunia11/FOTO33.JPGGanz unten in dem Gebäude angekommen taucht man unter die Gewässer ab, die man in den anderen Gehegen von oben als Teiche am Boden wahrgenommen hat. Erst jetzt wird deutlich, dass diese Becken recht groß sind und auch unter Wasser noch einiges an Leben herrscht. Höhepunkt ist dann der lange Glastunnel:
http://www.martinspies.de/album/faunia11/FOTO34.JPGhttp://www.martinspies.de/album/faunia11/FOTO35.JPGAuf dem Weg zum Ausgang passiert man noch ein letztes Themenhaus. Was wohl dort drinnen ist?
http://www.martinspies.de/album/faunia11/FOTO36.JPGRichtig, Fische ;)
http://www.martinspies.de/album/faunia11/FOTO37.JPGNatürlich gibt es zahlreiche Schlangen zu sehen. Die Ausstellung bezieht sich aber wohl, wenn ich das richtig verstanden habe, auf giftige Tiere.
http://www.martinspies.de/album/faunia11/FOTO38.JPGhttp://www.martinspies.de/album/faunia11/FOTO39.JPGAls Zugabe gibt es hier dann auch noch das große Heibecken für alle, die diese Tiere im Glastunnel schon vermisst hatten:
http://www.martinspies.de/album/faunia11/FOTO40.JPGWelches Tier kommt wo vor?
http://www.martinspies.de/album/faunia11/FOTO41.JPGMit etwa 2,5 Stunden war ich nun schon länger hier, als ich im Voraus dachte. Und das obwohl ich nur einen recht zügigen Rundgang gemacht habe.
Der Park hat mir gefallen, da er mal nicht so typisch Zoo ist. Etwas gewöhnungsbedürftig ist aber der genau vorgegebene Rundweg (es gibt nur ein einzige Abkürzung) und die ständige Musikberieselung. Eigentlich das perfekte Ausflugsziel, falls mal schlechtes Wetter ist. Gibt es so was in der Gegend eigentlich?
Für mich war es nun Zeit wieder an den Flughafen zurück zu fahren. Allerdings noch mit einem kurzen Zwischenstopp am Hard Rock Cafe, um jemanden etwas mitzubringen.
Irgendwie hatte ich die Zeit dann doch etwas verschätzt, so dass es langsam wirklich knapp wurde. Auf meinem Boardingpass war leider auch noch nicht das genaue Gate angegeben, nur dass ich in die Bereiche R, S und U musste. Also schnell durch die Sicherheitskontrolle, runter in den Keller und dann warten! R, S, U ist das Satellitengebäude des Terminal 4. Dorthin gelangt man nur mit einer Flughafeninternen U-Bahn, die offensichtlich höchstens alle 10 Minuten mal fährt. Einen Vorteil hatte diese Zwangspause: Am dort stehenden Automaten konnte ich mir endlich was zu Trinken ziehen. Den ganzen Tag war ich irgendwie noch nicht so richtig dazu gekommen was zu essen oder zu trinken…
Endlich fährt der führerlose Zug ein und bringt mich in rund 8 Minuten ins T4S. Mittlerweile mit Höchstgeschwindigkeit renne ich die Rolltreppen hinauf ins Gebäude. Ein Blick auf den Monitor: Gate U64. Daneben stehen Hinweisschilder: R linksrum, S geradeaus und U1-57 rechtsherum… Hä?
Schnell jemand suchen und fragen: U64? Dahinten lag, wo das Schild U1-57 steht. Und dann immer weiter. Kann man das denn nicht auch einfach auf das Schild schreiben?
Also weitere Minuten den schnurgeraden Gang entlangrennen. U64 nähert sich. Und es steht tatsächlich noch Personal dort. „Mr Spies?“ Nett, hier wird man mit Namen begrüßt ;)
Auch im Flieger wusste man, wer ich war und brachte mich an meinen Platz.
Um 15:03 saß ich auf meinem Sitz. Gut, eine halbe Stunde nach Boardingtime aber noch 12 Minuten vor Abflug. Wer rechnet denn auch damit, dass die in Madrid das Boarding doppelt so schnel hinbekommen wie in Frankfurt und wegemäßig ist ist der Madrider Flughafen unmöglich. Von der Metrostation bis ins Gate 30 Minuten! Ohne Warteschlangen, Check-in oder anderes. Reine Wegzeit. Umsteigen ist da bestimmt lustig. Besonders wenn man noch das Terminal wechseln muss, T1, T2 und T3 sind nämlich noch mal 2 (!) Metrostationen entfernt.
Egal, ich habe es ja geschafft. Möglicherweise nur, da mein Gepäck ja schon im Flieger war, aber ich war drin!
Jetzt konnte ich mich zurücklehnen und Ratatouille (der Hinflug war zu kurz) fertig schauen.
Anflug auf die Heimat:
http://www.martinspies.de/album/faunia11/FOTO42.JPGZurück in Deutschland...
http://www.martinspies.de/album/faunia11/FOTO43.JPG…dachte ich. Aber das war ja ein Non-Schengen-Flug. Und an der Einreisekontrolle waren genau zwei Beamte, die sicher lieber über irgendwelche Farben unterhielten, als auf die Pässe zu schauen. 45 Minuten durfte man deswegen rumstehen. Eine weitere Viertelstunde später hatte ich dann auch den Koffer wieder und konnte erstmal was Essen gehen. Im Fastfoodrestaurant mit der wohl besten Aussicht…
War wirklich eine tolle Tour. Bei meinem „Martin-Programm“ natürlich etwas stressig, nicht nur am Ende um den Flieger zu erwischen. Aber man ist ja nicht jeden Tag in Madrid. Die Stadt ist wirklich toll, die beiden Parks gut, zahlreiche Kirmessen vorhanden und das alles bei bestem Sommerwetter im September.