...nachdem Anja und ich gestern abend zurückgekehrt sind, mach ich mich nun an die Bilder und den Bericht.
Wie Moni oben bereits geschrieben hat, ist sie wegen ihrer Flugangst zuhause geblieben, schade, zu dritt wäre es sicher noch lustiger gewesen...
...trotzdem war es in einigen Situationen sicher besser so, zumindest auf dem Basar in Kairo, wo die Händler und Kameltreiber über 30 Hände verfügen um Dich in ihre "Geschäfte" zu zerren, wäre es durch die liebenswerte Art meines Sputzelteiles sicherlich zur Katastrophe gekommen }>
Es war ein klarer Vorteil mitten in der Nacht in Hurghada zu landen, denn so entgingen wir Marcels üblen Erfahrungen, der Flughafen war wie ausgestorben...
...die ersten beiden Tage haben wir in Makadi Bay relaxt und uns von der Gefangenschaft im Saarbrücker Loch erholt, Sonntag Nacht um 1 Uhr sind wir dann ins Abenteuer Kairo gestartet...

...um dort nach gut 7 Stunden Fahrt putzmunter *g* anzukommen...
Apropos Fahrt...an die Polizeikontrollen alle paar Kilometer gewöhnt man sich, dient es ja der eigenen Sicherheit...obwohl es schon ein seltsames Gefühl ist, Polizisten in schusssicheren Westen, die mittels Spiegeln den Unterboden des Busses in dem man sitzt nach Bomben absuchen, zu beobachten...
Woran wir uns nicht gewöhnt haben, ist dass man in Ägyten anscheinend prinzipiell ohne Licht fährt, allenfalls blendet man kurz auf, wenn man zum Überholvorgang ansetzt...
...achja...und der Warnblinker hat eine ungeheuer wichtige Bedeutung...er wird aktiviert, wenn man die oft unvermutet auftauchenden Bodenschwellen passiert...
...man warnt also den nachfolgenden Verkehr, an dieser Stelle doch bitte von den geschätzeten 130 kmh auf Schrittgeschwindigkeit abzubremsen, um eine Kollision zu vermeiden...
Auch an der Stadtgrenze von Kairo gibt es natürlich eine Sicherheitskontrolle und die Gelegenheit für den Fahrer einen Schein loszuwerden...

Ganz Kairo scheint eine Baustelle zu sein:

Mittlerweile bevölkern zwischen 17 und 25 Millionen Menschen (genaue Zahlen gibt es nicht) die Stadt und ihre Randgebiete.
Dichter Smog liegt wie eine Glocke über allem:


In den höher gelegenen Gebieten, wird die Luft deutlich besser, im Bild die Zitadelle mit der Mohammed-Ali-Moschee:

Wir verlassen nun den Stadtkern und nähern uns Gizeh...das Land hat ein Müllproblem:


Wir sind am Ziel...die 3 großen Pyramiden liegen vor uns:







Hier bei den Pyramiden scheint die Zeit stehen geblieben zu sein auch wenn sie früher wohl ganz anders ausgesehen haben. Trotzdem strahlen sie immer noch etwas geheimnisvolles und unwirkliches aus.
Nicht empfehlen würde ich allerdings den Gang durch die Cheops-Pyramide...zu teuer und wer auch nur die geringsten Anzeichen von Platzangst verspürt, bekommt da drin ein Problem.
Wir besuchen nun den Sphinx, über dessen Funktion oder Bedeutung die Wissenschafftler wohl nie Sicherheit erlangen werden:


River Quest ist überall...

Es handelt sich um das Grundwasser des naheliegenden Dorfes, das in kürze den Sphinx bedrohen wird.
Wir kehren zurück nach Kairo und erleben die verschiedenen Gesichter dieser unvorstellbaren Stadt:
Prachtbauten, direkt neben Menschen, die ums nackte Überleben kämpfen:


Auf diesem seltsamen Nilschiffen wird harmlosen Touristen viel Geld für mieses Essen aus der Tasche gezogen...


Ikea-Kairo haben wir nicht getestet...

Wohingegen die Märkte interessanter als die in der Heimat sind:


Gegen Abend stand dann noch der Besuch des Ägyptischen Museums auf dem Programm:

Extrem schade, dass man im Inneren nicht mehr fotografieren darf, früher war nur das Blitzlicht verboten.

Dieser freundliche Herr verabschiedete uns aus Kairo:

Zum Abschluss des Tages "gönnten" wir uns noch den Besuch des Basars, wo ich (man möge es mir verzeihen...aus Sicherheitsgründen) keine Fotos geschossen hab...

Erwähnte ich bereits die zahlosen streunenden Hunde und Katzen, die mein Sputzelteil Moni sicherlich alle mit nach Hause nehmen gewollt hätte?

Kurz nach eins, also nach genau 24 Stunden waren wir wieder im Hotel, total am Ende, aber überwältigt von den Eindrücken...

So...das war Teil 1 unseres Berichtes, in den Tagen gehts dann weiter mit der Antwort auf die Frage, ob wir Nemo gefunden haben...

Mit Sicherheit zurückkehrende Grüße,
Neptun