La France

Diskussionsübersicht

#101

La Rochelle - Aquarium

Antwort auf Alex Korting, Beitrag #1

Das Aquarium hatte ein bisschen eine Lückenfüllerfunktion am ersten Tag in La Rochelle - aber es war überraschend gut.

Die Architektur ist von außen neu und klar.

Beitragsbild


Ein Gemälde im Eingangsbereich. (Das Meer ist keine Müllhalde ... ich habs gerade bei Leo nachgeschlagen)

Beitragsbild


Der Besuch beginnt preshow-artig in diesem Raum, in dem man "unter Wasser gebracht wird".

Beitragsbild

Wenn sich die Türen öffnen, liegt dahinter ein Glastunnel. Ein schöner Anfang des Besuchs.

Beitragsbild


Ein paar Eindrücke aus dem Inneren:

Beitragsbild

Eine wie ich finde schöne Mischung aus klarer Präsentation und thematischer Dekoration.

Beitragsbild


Beitragsbild


Beitragsbild


Ganz lustige Idee: Als Untergrund ein welliger Boden und obendrüber das Wasser, auch hin- und herschwappend.

Beitragsbild


Boah 1:

Beitragsbild


Boah 2:

Beitragsbild


Boah 3: (Nemobecken sind eh die tollsten!)

Beitragsbild


Ich möchte es das Aquarium der schönen kleinen Ideen nennen.

Beitragsbild


Am Ende des Rundgangs ist noch dieses Stück Regenwald mit einigen Becken.

Beitragsbild

Oben im Bild ist auch das Restaurant innerhalb des Aquariums zu sehen, von dessen Terasse aus man eine hervorragende Aussicht bei Sonnenuntergang haben soll. Reiseführer Weisheiten... :)
#102

La Rochelle - Musée des Automates (Animatronics)

Antwort auf Alex Korting, Beitrag #1

In einer Seitenstraße liegt das Automatenmuseum. Das hört sich nicht so spannend an, aber es handelt sich dabei im Prinzip um die Vorläufer der Animatronics.

Beitragsbild


Am Empfang. Also ab jetzt vorstellen, dass sich alle abgebildeten Figuren bewegen.

Beitragsbild


Ein großes Panorama mit jeder Menge Figuren im Eingangsbereich. (Ja, das sind zwei zusammengeschnittene Fotos)

Beitragsbild


Beitragsbild . Beitragsbild


Beitragsbild


Beitragsbild . Beitragsbild


Beitragsbild


Im hinteren Bereich des Museums war ein Parier Setting.

Beitragsbild


Beitragsbild


Beitragsbild


Beitragsbild


Beitragsbild


Beitragsbild


Beitragsbild


Beitragsbild


Beitragsbild


Beitragsbild
#103

Bordeaux

Antwort auf Alex Korting, Beitrag #1

Ein Tag in Bordeaux, aber kein besonders guter. Einer dieser Tage halt, wenn einem so eine Reise zu viel wird.

Beitragsbild

Eigentlich hat alles gestimmt - das Wetter war toll und in der oft stark überrannten Jugendherberge habe ich auch einen Platz gefunden.
Aber ich war ziemlich erschöpft von den vorigen Tagen, und meine Füße hatten seit La Rochelle keine Lust mehr weiterzulaufen. Ich hatte sie in meinen ausgelatschten Adidas Sneakern seit Beginn der Reise wohl etwas überlastet.

Und so habe ich mich an diesem Tag nur durch die Innenstadt geschleppt, auf der Suche nach neuen Schuhen, was zu trinken, was zu essen, und ein paar interessante Dinge, die auf dem Weg lagen, angeschaut.

Dieser Torbogen markiert den Eingang zu einer sehr langen Haupteinkaufsstrasse.

Beitragsbild


Beitragsbild


Beitragsbild


Beitragsbild


Beitragsbild



Im Archäologie- und Geschichtsmuseum "Musée d'Aquitaine"

Beitragsbild


Beitragsbild


Bei der Kathedrale von Bordeaux steht der Glockenturm losgelöst vom restlichen Gebäude und kann bestiegen werden.

Beitragsbild

Die Kathedrale von innen, hier konnte ich an einer Seitenwand meinen Akku laden. Ich glaube Kathedralen sind sowieso ein guter Tipp für öffentlich zugängliche Steckdosen...

Beitragsbild


Und dann der Aufstieg auf den Glockenturm, der einen fantastischen Blick über die Stadt bietet. Hier zunächst mal die Kathedrale von oben.

Beitragsbild

Idyllische Dachansichten...

Beitragsbild


Beitragsbild


Vordergrund: Kathedrale | Mitte: Hotel de Ville | Hintergrund: Nicht mehr ganz so idyllische Häuser

Beitragsbild


Beitragsbild


Überraschung beim Blick durch den Sucher: Eine Litfaßsäule auf dem Dach eines Turmes ... alles klar!

Beitragsbild


So setzt sich der Turm noch nach oben fort.

Beitragsbild


Aber auch ein Blick nach unten lohnt sich, denn da ergeben sich auf den Straßen oft spannende Motive.

Beitragsbild


Beitragsbild


Beitragsbild


Beitragsbild


Außerdem bin ich dann auf dieses Gebäude aufmerksam geworden.

Beitragsbild


Und direkt mal hingelaufen.

Beitragsbild

Es ist ein weiteres Gerichtsgebäude von Jean Nouvel (siehe Nantes Bericht) und es ist ähnlich einschüchternd gebaut. Zeit für eine kleine Erkundung. Hier wurden beim Betreten zum ersten Mal alle Fächer meiner Fototasche untersucht, ganz penibel.

Diese großen hölzernen Eier sind die zentralen Punkte des Gebäudes. Sie stehen auf Stützen und man läuft auf der Eingangsebene unter ihnen hindurch.

Beitragsbild


Eine Ebene höher befindet sich der Zugang zu den Eiern.

Beitragsbild


Beitragsbild


Ein Blick durch das kleine Fenster verrät: Es sind die stark abgeschirmten Verhandlungssäle. Das Ganze wirkt in echt extrem beklemmend. Für Klaustrophobiker gar nichts.

Beitragsbild


Es ist natürlich auch immer interessant zu sehen, wie die Nebenräume, insb. die Toiletten, gestaltet sind. Oft wird deren Potential ja auch erkannt und sie werden ordentlich in Szene gesetzt. Aber hier geht's erstmal hinab in den Keller...

Beitragsbild


... und dann landet man in einem dunklen, dreckigen Raum. Die Toiletten befinden sich in diesem Foto direkt gegenüber der kleinen Waschbecken. Man beachte: Es gibt keine Seifenspender. Da bestätigt sich so manches Vorurteil über Franzosen... }>

Beitragsbild


Zwei Ansichten aus dem Musée des Beaux Arts

Beitragsbild

Auch das ist Kunst...

Beitragsbild


Wenn die Sonne sinkt, werden die Straßen atmosphärischer...

Beitragsbild . Beitragsbild


Beitragsbild


Das obligatorische Karussell in der Stadtmitte

Beitragsbild


Der Brunnen an der Esplanade des Quinconces. Ja, das habe ich gerade im Reiseführer nachgelesen.

Beitragsbild


Beitragsbild


Beitragsbild


Und dann gings zurück in die Jugendherberge, denn weiter wollten mich meine Füße nicht tragen. Und Wäsche waschen musste ich auch noch.

Beitragsbild


Aber ich hatte im Laufe des Tages in einem Skechers Laden zum Glück neue Schuhe gefunden. Rechts die durchgelatschten alten, links die Neuen.

Beitragsbild


Joa, tragbar - und schön gepolstert beim Gehen.

Beitragsbild


Am nächsten Morgen dann, das Zimmer musste schon verlassen sein, bedurfte es eines generellen Neupackens des Rucksacks im Flur, und dann ging es weiter nach Biarritz.

Beitragsbild
#104

RE: Bordeaux

Antwort auf Alex Korting, Beitrag #103

Hallo Alex,

toller Bericht einer tollen Stadt. Ich habe die Stadt selber schon oft besucht und kann

auch beim betrachten Deiner Bilder nicht nachvollziehen wie ein gewisser HP Kerkeling die

Stadt als grau und hässlich bezeichnen kann.

>Vordergrund: Kathedrale | Mitte: Hotel de Ville | Hintergrund: Nicht mehr ganz so
>idyllische Häuser

>Beitragsbild

Die Häuser die Du als nicht mehr so ganz idyllisch betrachtest gehören zu dem in den

Siebzigern errichteten Stadtteil Meriadeck, der geprägt ist durch die französische

Architektur dieser Jahre. Auf jeden Fall ist er zumindest einen Besuch für Architekten

wert.

Gruss, Christian
#105

RE: Bordeaux

Antwort auf CB, Beitrag #104

>auch beim betrachten Deiner Bilder nicht nachvollziehen wie ein gewisser HP Kerkeling
>die Stadt als grau und hässlich bezeichnen kann.

Auch wenn sie mir nicht richtig ans Herz gewachsen ist, ich hörte sie kann richtig schön atmosphärisch sein, besonders nachts und am Fluss und in den Gassen (all das habe ich gar nicht gesehen).
Aber grau ist Frankreich doch nirgendwo, außer im Europa Park. }>


>Siebzigern errichteten Stadtteil Meriadeck, der geprägt ist durch die französische
>Architektur dieser Jahre. Auf jeden Fall ist er zumindest einen Besuch für Architekten
>wert.

Für Hardcore Architekten, die sich auch Le Corbusier geben? ;)
Aber danke für den Tipp. :)
#106

RE: Bordeaux

Antwort auf Alex Korting, Beitrag #105

>
>>Siebzigern errichteten Stadtteil Meriadeck, der geprägt ist durch die französische
>>Architektur dieser Jahre. Auf jeden Fall ist er zumindest einen Besuch für Architekten
>>wert.
>
>Für Hardcore Architekten, die sich auch Le Corbusier geben? ;)

Ja: Ich bin von dem Fach. Und: Ich gebe mir auch Le Corbusier (über den mein Assi gelästert hat: "Der hat ein Haus gebaut und fünf Bücher drüber geschrieben").

Aber: Auf die im Hintergrund sichtbaren Betonklötze kann ich dankend verzichten. Beim Anblick eines solchen "Gebäudes" fiel mir mal der Begriff "Detonationsarchitektur" ein.

Und wenn ich mir die neuesten Machwerke von Nouvel oder Perrault ansehe, möchte ich behaupten, dass ein relevanter Anteil der französischen Architektenschaft seit den Siebzigern leider nicht allzu viel über den Menschen, für den sie bauen, gelernt hat.


Stefan A. Michelfeit - www.ridesonline.de
"Wir werden - einfach ausgedrückt - weniger, älter und bunter." (H. Rech IM BW)
#107

RE: Bordeaux

Antwort auf Michelfeit, Beitrag #106


>Ja: Ich bin von dem Fach. Und: Ich gebe mir auch Le Corbusier (über den mein Assi
>gelästert hat: "Der hat ein Haus gebaut und fünf Bücher drüber geschrieben").

Um Corbu kommt man nicht herum wenn man sich mit der Architektur des 20. Jahrhunderts
beschäftigt. Ein bisschen mehr als ein Haus war es dann ja aber doch. Ich selber bin da aber etwas gespalten. Einige Sachen (Notre Dame du Haut oder die Villa Savoye) gefallen mir, andere (die Unité oder Chandigarh Punjab) überhaupt nicht.

>Aber: Auf die im Hintergrund sichtbaren Betonklötze kann ich dankend verzichten. Beim
>Anblick eines solchen "Gebäudes" fiel mir mal der Begriff "Detonationsarchitektur" ein.

Da ich auch vom Fach bin denke ich, dass man sich auch Sachen anschauen kann und muss die
zumindest heute als nicht gelungen betrachtet werden können.

>Und wenn ich mir die neuesten Machwerke von Nouvel oder Perrault ansehe, möchte ich
>behaupten, dass ein relevanter Anteil der französischen Architektenschaft seit den
>Siebzigern leider nicht allzu viel über den Menschen, für den sie bauen, gelernt hat.


Hier sei übrigens angemerkt dass das oben angesprochene Gebäude, der Justizpalast von

Bordeaux von Richard Rogers und nicht von Nouvel stammt. ;-)

Ich persönlich finde Perrault allerdings harmlos.
#108

RE: Bordeaux

Antwort auf CB, Beitrag #107

>Hier sei übrigens angemerkt dass das oben angesprochene Gebäude, der Justizpalast von
>Bordeaux von Richard Rogers und nicht von Nouvel stammt. ;-)

Oh. Ich hatte Nouvel felsenfest im Kopf, könnte aber auch keine Quelle dafür nennen.
Vielleicht war es die logische Folgerung, dass die unmenschlichen Justizpaläste alle vom gleichen Architekten stammen müssen.
Danke für die Korrektur!
#109

Biarritz - alter Glanz

Antwort auf Alex Korting, Beitrag #1

Als ich in Biarritz ankam, im äußersten Südwesten Frankreichs in der Nähe zur spanischen Grenze, hatte es gerade geregnet, aber die Luft war immer noch schwül und die teilweise wuchernde Vegitation auf dem Weg zur Jugendherberge ließ den Eindruck entstehen, als würde man durch einen Regenwald laufen.

Ich habe schnell meine Sachen in der Herberge abgegeben und bin dann zum Strand gelaufen, der gut 2km von der Herberge entfernt lag.

Beitragsbild


Das Casino liegt an einem der beiden Surfstrände.

Beitragsbild


Wenn auch chronologisch falsch, vielleicht erstmal ein Blick von den Klippen auf den Strand "Le Grande Plage" hinab.

Beitragsbild


Von hier oben hatte man eine tolle Aussicht. Aber spannender war es doch unten am Wasser.

Beitragsbild


Das ist der 73m hohe Leuchtturm oben auf den Klippen. Natürlich kann man noch extra zahlen für die Aussicht von ganz oben - aber die Klippen sind doch eh schon hoch genug.

Beitragsbild


Beim Weg die Klippen hinauf und wieder hinab bin ich an einer Reihe schmucker Kitschvillen vorbei gekommen:

Beitragsbild


Beitragsbild


Rechts ein schöner Kontrast, denn in Strandnähe dominiert eher diese "moderne" Bebauung.

Beitragsbild . Beitragsbild


Beitragsbild


Beitragsbild


Das hier erinnert mich an ein Gebäude im Disneyland/Fantasyland. Der Schneewitchen Eingang?

Beitragsbild


Rostende Ornamente, gibt es etwas Schöneres?

Beitragsbild


Hier auch ein Hauch von vergangenem Glanz.

Beitragsbild


Über dem Strand trohnt das Hôtel du Palais (1854).

Beitragsbild

Das lässt es sich bestimmt auch gut schlafen.

Beitragsbild


Und die goldene Kuppel dahinter sieht auch interessant aus.

Beitragsbild


Reiseführer Weisheit: "Es ist die russisch-orthodoxe Kirche 'Église Alexandre Newsky', von russischen Aristrokraten, die häuftig in Biarritz residierten, für ihresgleichen erbaut."

Beitragsbild


Die tolle Kuppel im Detail. An das Fotografierverbot im Inneren habe ich mich mal gehalten. Ausnahmsweise.

Beitragsbild
#110

Biarritz - wildes Wasser

Antwort auf Alex Korting, Beitrag #1

Jetzt einmal nur Bilder vom Meer, das so wild war an diesem Tag, mit verhangenem Himmel und jeder Menge Surfer im Wasser. Am liebsten wollte ich mich direkt ins Wasser stürzen. :)

Also zunächst Bilder vom Grande Plage, mit den gefährlich wirkenden Felsen vorm Strand.


Beitragsbild


Beitragsbild


Beitragsbild


Surf's up, sisters!

Beitragsbild


Beitragsbild


Auf den ersten Blick wirkten die Surfer wie Haie im Wasser. :)

Beitragsbild


Beitragsbild


Beitragsbild


Beitragsbild


Beitragsbild

Ein Blick zurück auf diesen Strand, und dann weiter.

Beitragsbild


Einige der Felsen im Meer sind über Brücken erreichbar. Das wirkt natürlich spektakulärer, wenn unter der Brücke auch tatsächlich Wasser ist.

Beitragsbild


Beitragsbild


Beitragsbild


Die Farbtöne der Felsen hier am Rocher de la Vierge (Fels der hl. Jungfrau) wirkten wie aus einer anderen Welt.

Beitragsbild


Beitragsbild


Beitragsbild


Und unten sprudelt das Wasser.

Beitragsbild


Wirklich magisch war dann der Ausblick auf den zweiten Strand, "Plage de la Côte des Basques".

Beitragsbild


Beitragsbild


Beitragsbild


Von wo aus ich zurück zur Jugendherberge gegangen bin, mit einigen Umwegen.

Beitragsbild


Ist klar. ;)

Beitragsbild


Beitragsbild
#111

RE: Biarritz - wildes Wasser

Antwort auf Alex Korting, Beitrag #110

Wiedermal schöne Bilder und gut beschrieben. Mittlerweile eignet sich dieser Thread schon zum testen der Internetbandbreite, da er ja nun schon eine mehr als beachtliche Größe angenommen hat. Respekt!
#112

RE: Biarritz - wildes Wasser

Antwort auf McMac83, Beitrag #111

Oder um zu testen wie gut man dieses Forum bedienen kann }>

MfG TomSC
[small]"Der wo sich fragt ob der Thread schon fertig ist oder er sich noch auf mehr freuen darf"
[/small]
#113

Biarritz - Surf's up!

Antwort auf Alex Korting, Beitrag #1

Ein kleines bisschen gehts noch weiter... (Tom) ;)
Ich war noch für einen zweiten Tag in Biarritz, und es war einer der schönesten Tage auf der gesamten Tour. Rückblickend war es auch der letzte schöne Tag.

Also morgens bin ich auf die Idee gekommen, das mit dem Surfen auch mal zu probieren. Und ich habe ein paar Surfschulen angerufen, und erfahren, dass die Kurse alle morgens stattfinden, weil am Nachmittag die Wellen zu hoch sind. Der einzige Kurs würde in fünfzehn Minuten beginnen. Dann bin ich also zur Jugendherberge gerannt und habe mir meine Schwimmsachen und etwas Geld geschnappt und bin von dort die paar Kilometer zum Strand gerannt. Von dort habe ich nur ein paar Handyfotos.

Beitragsbild

Beitragsbild

Ich habe es noch gerade rechtzeitig geschafft und bekam meine Trockenübungen am Strand alleine, während die anderen schon im Wasser waren.

Ja und dann war ich das erste Mal surfen! :)
Oder so ähnlich... ich habe es zumindest versucht und es hat so viel Spaß gemacht! Ich glaube ich habe mal für ein paar Sekunden gestanden!^^

Hier noch das peinliche Beweisfoto...

Beitragsbild


Irgendwann im Wasser bin ich vom Brett gefallen, und als ich wieder auftauchte, stand Jody neben mir im Wasser. Jody, der Kanadier, den ich mit Freundin in La Rochelle getroffen hatte, und die beide auch nach Biarritz wollten. Ich hatte schon in der Jugendherberge nach ihnen gefragt, aber sie hatten in einer anderen eingecheckt. Naja, und so traf man sich wieder, beim Surfen. Jody war auch noch nie Surfen, aber hatte sich einfach ein Brett am Strand gemietet und es probiert. Die coolere Variante, aber bei den Felsen im Wasser auch die gefährlichere.

Beitragsbild


Laura war auch da, am Strand. Als mein Kurs viel zu schnell vorbei war, habe ich mir mit Jody sein Brett geteilt, bis die Wellen so stark wurden, dass es sich nur noch unkontrollierbar anfühlte. Dann war es aber immer noch toll, sich einfach ohne Brett in die Riesenwellen zu stürzen. Und mit jeder Welle gab es eine Ladung aufgewühlte Kieselsteine vom Grund ans Bein geschossen.

Naja, und so verging der Tag am Strand und in der Stadt. Nachmittags bin ich nochmal zurück zur Jugendherberge um meine Klamotten zu wechseln und die Kamera zu holen, und dann habe ich mich mit Jody und Laura am Strand wieder getroffen.

Der Strand jetzt ganz ruhig im Abendlicht...

Beitragsbild


Und dann sind wir am Wasser entlang zu dem anderen großen Strand gegangen.

Beitragsbild


Spanien in der Ferne.

Beitragsbild


Beitragsbild


Hier am Strand fand eine Surferparty statt, zu der wir eingeladen worden waren. Ich weiß gar nicht mehr, von wem. Es war erst so eine Art Picknick, dann hat auch eine Band gespielt und später waren Surffilme zu sehen, man hat in Biarritz scheinbar den Jahrestag gefeiert, seitdem man an dieser Küste surft.

Beitragsbild


Beitragsbild


Mal ein Gruppenfoto. :)

Beitragsbild


Und dann ging die Sonne unter, und davon jetzt ein paar Bilder. Es war wirklich wunderschön.

Beitragsbild


Beitragsbild


Beitragsbild


Beitragsbild


Beitragsbild


Beitragsbild


Beitragsbild


Beitragsbild . Beitragsbild


Beitragsbild


Beitragsbild


50m weiter den Strand runter fand eine Gegenparty vom Bayonne Strand statt, dort wurde ein riesiges Festessen aufgefahren, für alle. Wir sind dann immer zwischen den Party gependelt. Die große Wolke auf diesem Bild ist vom Grill mit den Fischen. Kinder liefen mit großen Platten voller gegrillter Fische herum und boten sie jedem an, mehr als man essen konnte.

Beitragsbild


"Den kannst du einfach so essen. Nur nicht den Kopf."

Beitragsbild


Und noch mehr Essen. Die Leute dort waren so gastfreundlich. :)

Beitragsbild


Jody und Laura sind noch für eine Weile in Biarritz geblieben. Ich wollte am nächsten Morgen weiter. Eigentlich war das schade. Wenn es in Toulouse nicht so toll wäre, habe ich dann gesagt, würde ich wieder zurück kommen und wir würden noch ein paar Tage in Biarritz surfen (oder es versuchen).

Beitragsbild

Ich hätte einfach dort bleiben sollen.

Beitragsbild
#114

Lourdes

Antwort auf Alex Korting, Beitrag #1

Anderthalb Tage in Lourdes. Gedacht, um mal zwischendurch zur Ruhe zu kommen.

Ankunft am Bahnhof

Beitragsbild


Und der erste Blick auf die Stadt.

Beitragsbild


Ich war als Kind schon zweimal dort und hatte es sehr schön in Erinnerung. Diesmal habe ich aber auch die Stadt drumherum mehr wahrgenommen und die schrecklichen Souvenirläden, die das Stadtbild um den kirchlichen Bereich prägen. Ein paar Bilder davon:

Beitragsbild


Beitragsbild


Beitragsbild


Beitragsbild


Beitragsbild


Beitragsbild


Beitragsbild


Nachdem ich mein ganzes Gepäck in das zu teure, zu weit außerhalb gelegene Hotel gebracht hatte (merke: Pensionen im Zentrum sind dort außerhalb der Saison viel billiger als erwartet), ging ich dann Richtung Grotte.

Oberhalb der Grotte, in der Bernadette die hl. Jungfrau erschienen ist, wurde diese eindrucksvolle dreigeschossige Kirche (bzw. drei seperate Kirchen) gebaut.

Beitragsbild


Aus der Entfernung...

Beitragsbild


Hier ist der große Vorplatz mit Zugang zur unteren Kirche. Zu den oberen Ebenen gelangt man über steile Treppen, oder über die großen Rampen, die den Platz einrahmen und ein wenig wie Aquädukte wirken.

Beitragsbild


In der unteren Kirche.

Beitragsbild


Die Rampen und die Kirche nochmal von der Seite.

Beitragsbild


Diese Bogenkonstruktion sieht ganz spannend aus.

Beitragsbild


An diesen Automaten kann man sich die ziemlich teuren Kerzen kaufen, die neben der Grotte aufgestellt werden.

Beitragsbild


Dort gibt es eine lange Reihe voller Kerzenständer, und während man ansteht um die Kerze dort aufzustellen, sieht man, wie halb abgebrannte Kerzen von Angestellten gelöscht und entsorgt werden, um Platz für neue zu schaffen. Gebets-Hochbetrieb, irgendwie.

Beitragsbild


Ein Blick von der Kirche oben hinab auf den Platz...

Beitragsbild


Und die Burg im Hintergrund. Die fand ich als Kind ganz toll, diesmal war ich aber nicht dort.

Beitragsbild


Oberhalb der Kirche führt ein Kreuzweg über einen Felsen, mit lebensgroßen Figuren.

Beitragsbild


Beitragsbild


Abends ... das Neonlicht an diesem 'otel unterstützt die französische Aussprache.

Beitragsbild


Beitragsbild


Auf dem großen Platz fand eine Lichterprozession statt. Jeder hat so eine Kerze mit Windschutz, auf dem der Text dieses Marienlieds abgedruckt ist.

Beitragsbild


Beitragsbild

Eine beeindruckende Atmosphäre, auch wenn ich mich dieses Mal sehr als Tourist gefühlt habe. So ein Eintages-Zwischenstop ist wirklich nicht das richtige dort.

Beitragsbild


Am nächsten Morgen habe ich mich auf die Suche nach der Bergbahn zum Pic du Jer gemacht...

Beitragsbild


Gefunden...

Beitragsbild


Das Eingangsgebäude und im Hintergrund die steile Auffahrt auf den Berg.

Beitragsbild


Beitragsbild


Aber leider: geschlossen.

Beitragsbild


Ein Bild noch aus dem Bahnhof.

Beitragsbild



Dann wieder zurück ins Zentrum, dort gibt es noch eine unterirdische Beton-Kirche.

Beitragsbild


Beitragsbild

Abgefahrenes Teil.

Beitragsbild


Vor der großen Kirche fand ein Gottesdienst statt...

Beitragsbild

Die Rampen als Tribüne.

Beitragsbild


Die Alten, Kranken und Behinderten werden in Lourdes mit diesen Karren transportiert, die von Angehörigen oder Freiwilligen gezogen werden.

Beitragsbild


Am frühen Nachmittag war es das dann mit dem seltsamen Zwischenstop hier, ich holte meine Klamotten aus dem Hotel und wartete am Bahnhof auf den Zug nach Toulouse...

Beitragsbild
#115

RE: Lourdes

Antwort auf Alex Korting, Beitrag #114

Mal wieder ein formidabler Bericht!

Man stelle sich vor, man müßte in Lourdes leben (oder hätte eine durchgeknallte Popstar-Mutter, die einem diesen Vornamen anhängt)! `Schauder`

Ich finde diese Souvenierläden ja immer wieder faszinierend und stelle mir vor, wer wohl die ganzen Produkte entwirft und für gut befindet, die dann von blutenden Kinderhänden in irgendwelchen Sweatshops aus Plastik gegossen werden.

Die unteridische Kirche sieht allerdings fantastisch aus. Sehr Ken Adams-esque.

[hr noshade size="1" color="E96A1C"]StellaVista
#116

RE: Lourdes

Antwort auf tricktrack, Beitrag #115

>Mal wieder ein formidabler Bericht!

Volle Zustimmung! Dickes Danke für Deinen Reisebericht!


>Die unteridische Kirche sieht allerdings fantastisch aus. Sehr Ken Adams-esque.

Genau das war auch mein erster Gedanke! Googeln hilft allerdings:
http://en.wikipedia.org/wiki/Basilica_of_St._Pius_X
http://de.wikipedia.org/wiki/Pierre_Vago



Stefan A. Michelfeit - www.ridesonline.de
"Wir werden - einfach ausgedrückt - weniger, älter und bunter." (H. Rech IM BW)
#117

RE: Lourdes

Antwort auf Alex Korting, Beitrag #114

Hi Alex

Dank deinem neuen Beitrag kann ich diesen Thread jetzt nur noch Beitragsweise öffnen. Der virtuelle Speicher reicht nicht aus um die Seite zu laden bei meinem Internetrechner. *lach*

Wie immer aber fantastische Bilder! Wusste garnicht das es dort in der Pilgerstadt so krass abgeht!
Die Betonkirche ist wirklich krass! Die wirkt auf den Bildern allerdings auch gigantisch groß von innen! Ist diese den ganz Unterirdich, bzw was sieht man von Aussen von ihr?

Auch die Aufnahmen der Sonnenuntergänge in deinem letzten Beitrag waren gigantisch! Willst du die nicht mal als Desktopmotiv irgendwo zum Download anbieten? Zumindest ein oder zwei. ;)

Mach weiter so. Freu mich schon auf weitere Bilder.
#118

RE: Lourdes

Antwort auf McMac83, Beitrag #117

Hallo Alex :)

Normalerweise bin ich kaum noch hier unterwegs und hab auch mein Passwort schon seit ewig vergessen.

Trotzdem hab ich ein neues beantragt nur um zu posten das dein Bericht ,über den ich heute gestolpert bin und die Bilder absolut klasse sind.

Du hast ein tolles Auge für Motive und details. Habs wirklich genossen die ganzen Berichte durchzulesen/anzuschauen.

Naja,jedenfalls wollt ihch nur mal hallo sagen und dir für den Reisebericht danken.

Bis denne
>- Nobody -<

#119

OT

Antwort auf Nobody, Beitrag #118

Schön Dich wieder hier zu sehen, Nobody!
#120

RE: Lourdes

Antwort auf Nobody, Beitrag #118

Hey Tobias!
Wow, vielen Dank und schön wieder von dir hören! Ich muss dir mal ne PN schreiben... :)
#121

Wallpaper Sonnenuntergänge

Antwort auf McMac83, Beitrag #117

Danke euch für die Kommentare!

Die Betonkirche wird, wenn ich mich richtig erinnere, oben zu einem großen Teil von einer Grünfläche verdeckt. Man bemerkt sie jedenfalls nicht.

Die Sonnenuntergänge habe ich mal in groß rausgesucht und lade sie hier hoch. Weil die Desktopgrößen alle so unterschiedlich sind, lasse ich sie einfach mal im Originalformat und wer mag, kann es sich ja passend auf den Desktop im Größenverhältnis zuschneiden.

Und weil es ca. 30 MB sind, die ja nicht unbedingt angezeigt werden müssen, muss das x am Ende des Links entfernt werden.

Datei nicht vorhanden

Datei nicht vorhanden

Datei nicht vorhanden

Datei nicht vorhanden

Datei nicht vorhanden

Datei nicht vorhanden

Datei nicht vorhanden
#122

RE: Wallpaper Sonnenuntergänge

Antwort auf Alex Korting, Beitrag #121

Vielen vielen Dank! Und schon hat mein Desktop ein wundervolles neues Hintergrundbild!

Gruss Marc
#123

RE: Wallpaper Sonnenuntergänge

Antwort auf Alex Korting, Beitrag #121

Hallo Alex,
vielleicht wird es langweilig, wenn alle dasselbe sagen, aber ich kann es auch nicht ändern. Deine Berichte sind wirklich eine Freude!
Ich freue mich jedesmal, wenn 'La France' wieder oben steht und noch mal ein Stück Frankreich mit tollen Bildern präsentiert wird.
Solltest Du irgendwann mal ein fotografischen Rundgang durch Deinen Kühlschrank posten, werde ich auch da vermutlich staunend vor dem Fotothread sitzen. :+

Grüße,
Olli
#124

Toulouse

Antwort auf Alex Korting, Beitrag #1

Der Teil letztendlich, den ich die ganze Zeit rausgezögert habe.
Die eine schreckliche Nacht in Toulouse.

Irgendwie ist alles schief gegangen. Das Zugticket dorthin hatte ich schon fest in Biarritz gekauft, um die Übernachtung habe ich mich erst einen Tag vorher von Lourdes aus gekümmert.

Überrascht musste ich feststellen, dass es in der Jugendherberge gebrannt hatte und sie deshalb vorerst geschlossen war.
Der Freund, den ich in Toulouse besuchen wollte, hatte mich übernachtungstechnisch spontan wieder ausgeladen (mir aber ein Hotel für ca. 100 Euro empfohlen), und ob er überhaupt Zeit hätte, war zu dem Zeitpunkt auch fraglich.
Dazu kam noch, dass an dem Abend, als ich in Toulouse ankam, das Halbfinale der Rugby-WM in der Stadt stattfand - dementsprechend ausgebucht waren alle Hotels. Und etwas richtig teures kam bei so einer langen Reise nicht in Frage.

Angekommen in Toulouse um kurz nach acht.

Beitragsbild


Vom Bahnhof bin ich zu meinem Hotel gelaufen. Ich hatte es nachmittags über die Touristeninfo noch empfohlen bekommen. Es war scheinbar echt das letzte Bett der Stadt.
30 Euro die Nacht.
Es war das Hotel Tivoli, nahe am Bahnhof auf einer großen hellen Straße Richtung Innenstadt. Es war allerdings von außen das einzig dunkle, unbeleuchtete Gebäude der Straße, weshalb ich es nicht sofort fand.

Den Angestellten, der sich hinter dem Empfangstischchen fletzte, kann man sich ungefähr vorstellen wie einen Pages des Tower of Terror. Er ging mit mir nach oben, um mir das Zimmer zu zeigen. Im Flur hat er mir gezeigt, wie man gegen den Lichtschalter treten muss, damit er funktioniert. Nur keine Scheu.

Beitragsbild

Das enge abgelaufene Treppenhaus immer höher und höher bis unters Dach und ich habe überlegt, wer wohl davon weiß, dass ich hier abgestiegen bin.

Im Zimmer dann noch der Hinweis, dass ich den Schlüssel an der Rezeption abgeben müsse, wenn ich das Hotel verließe. Und das Zimmer ... ich habe es kaum gewagt mich auf das dreckige Bett zu setzen

Beitragsbild

Der Ausblick aus dem Fenster ging auf einen dunklen, schmutzigen Innenhof. Im Bad funktionierte die Spülung der Toilette nicht und die Dusche wollte ich besser gar nicht betreten.

Beitragsbild

Direkt nach Betreten dieses Zimmers ergriffen mich unglaubliche Enge- und Panikattaken.
Was konnte man dagegen machen? Man konnte mal zu Hause anrufen. Also ließ ich mich gegen die Wand sinken und griff nach dem Telefonhörer und wählte die Null, um nach draußen zu telefonieren...

Beitragsbild

...An die Wand gekauert warte ich also auf das Freizeichen, doch stattdessen flüstert mir plötzlich aus dem Hörer der merkwürdige Rezeptionist ein langes "Hellooooouu" ins Ohr. Voller Schreck schreie ich auf und lasse ich den Hörer fallen. Später erfahre ich, dass man aus dem Hotel überhaupt nicht nach draußen telefonieren kann und immer nur die Rezeption erreicht.

Ich habe das Hotel dann so schnell wie möglich verlassen und bin durch die nächtliche Stadt gelaufen. Habe nochmal bei allen Hotels auf dem Weg überprüft, ob sie etwas für die nächste Nacht freihätten. Irgendwas? Ob sie von einem freien Bett woanders wüssten? Überall Fehlanzeige. Wenn ich jetzt so drüber nachdenke hätte ich sogar einen Stall dem Hotel Tivoli vorgezogen.

Der Place du Capitol im Zentrum der Stadt. Irgendwie und unter anderen Umständen wäre das vielleicht alles ganz schön und ansehnlich gewesen. Die ganzen Backsteinhäuser und Ziegeldächer.

Beitragsbild

Ich habe dann noch mit meinem Freund telefoniert, der sich nicht sicher war, ob er am nächsten Tag Zeit hätte, wegen Uni und einem Projekt an dem er arbeiten müsse, vielleicht am Tag darauf. ...

Dann bin ich noch eine Runde am Fluss, der Garonne entlang gegangen. Die Brücken werden in Toulouse nachts spektakulär beleuchtet.

Schon komisch, irgendwie hatte ich da andere Sorgen, aber das fotografieren kam mittlerweile ganz automatisch und war überhaupt nicht abzustellen.

Beitragsbild


Beitragsbild


Beitragsbild


Beitragsbild


Beitragsbild


Danach habe ich noch ein Internetcafe gesucht um evtl. über diese backpacker Seite ein privates Zimmer/Sofa zu finden, aber die Cafes hatten alle schon seit 22h geschlossen.
Also zurück ins Hotel, was blieb anderes übrig, und am nächsten Tag mal schauen...

Natürlich konnte ich nicht einschlafen dort.
Und natürlich, als ich gegen 2 oder 3 doch schlief, fingen im Zimmer nebenan zwei Frauen zu schreien an. Der Typ von der Rezeption kam hoch, ging wieder, rief schließlich die Polizei weil scheinbar etwas gestohlen wurde. Ich war dank dünnster Wände live dabei. Dann kam die Polizei, und nach anderthalb Stunden war wieder Ruhe.

Am folgenden Morgen checkte ich so schnell wie möglich aus und brachte mein Gepäck in ein Schließfach am Bahnhof. Dann machte ich mich wieder auf die Suche nach einem anderen Hotel. Ein weiteres Zimmer konnte ich mir auch anschauen, wieder über 35 Euro, was eigentlich preislich nicht drin war, und wieder verranzt und beklemmend, so dass ich es mir nur offen hielt.

Was ich bei der Lauferei durch die Stadt noch sah, war die Basilika St-Sernin.

Beitragsbild

Beitragsbild

Beitragsbild

Aber gegen Mittag kam der Punkt, an dem ich es in Toulouse nicht mehr aushielt.
Von dem Freund, den ich besuchen wollte, kam noch eine SMS, dass das heute nichts mehr würde, vielleicht am folgenden Abend.
Nie im Leben würde ich so lange in dieser verdammten Stadt bleiben, so viel war mir klar.

Ich ging also zum Bahnhof und kaufte mir ein Ticket nach Carcassonne, eine Stadt in der Nähe, die als nächstes auf meiner Liste stand, von der aus ich aber auch noch nach Toulouse zurückfahren konnte, sollte er mal Zeit haben.
In der Jugendherberge von Carcassonne gab es auch noch freie Betten.

Nichts wie raus aus Toulouse.
Ich bin auch nicht wieder zurückgefahren. Und ich glaube ich werde auch nie wieder einen Fuss in diese Stadt setzen.
#125

Carcassonne

Antwort auf Alex Korting, Beitrag #1

Ich hatte mir die Fahrkarte nach Carcassonne gekauft und musste direkt danach feststellen, dass kein Zug fuhr, weil die SNCF lokal streikte. Bravo, SNCF!

Aus einer 45-minütigen Zugfahrt wurde also eine zweieinhalb stündige Busfahrt, über scheinbar jedes Dorf der Umgebung, so dass ich erst am frühen Abend in Carcassonne ankam.

Beitragsbild


Der Bahnhof, den der Bus anfuhr, liegt am Ende der unteren Stadt, der Neustadt quasi.

Beitragsbild


Nach einem Marsch durch die untere Stadt kam ich zu der Brücke Pont Vieux, die über einen Fluss zur Festung auf dem Berg führt. Hier ist der Ausblick von der Brücke auf die Cité.

Beitragsbild

Dort oben, innerhalb der Festung, liegt die Jugendherberge.

Beitragsbild

Der Weg hinauf.

Beitragsbild

Und oben vor den Toren. Es ist ruhig und malerisch, wenn man von den Touristen mal absieht, aber zu der Tageszeit waren nicht mehr so viele in der Stadt und die Läden im Inneren waren im Begriff zu schließen.

Beitragsbild


Der Blick von oben auf die untere Stadt.

Beitragsbild


Weiter durch den Festungswall.

Beitragsbild


Und die Jugendherberge. Sehr zu empfehlen, viel besser gelegen und günstiger gibts dort wohl nicht.

Beitragsbild


Die Festung bei Nacht

Beitragsbild


Beitragsbild


Beitragsbild


Ich habe unten in der Stadt noch ein paar Gespräche geführt, und war mir dann plötzlich sehr sicher, dass ich direkt am nächsten Morgen mit dem ersten Zug nach Hause fahren würde. Auf dem Plan standen zwar noch die komplette Südküste und der Osten des Landes, aber es war jetzt genug.
#126

nach Hause

Antwort auf Alex Korting, Beitrag #1

Früh am nächsten Morgen auf dem Weg aus der Cité, Richtung Bahnhof.

Beitragsbild


Der Zug fuhr am Meer entlang und durch viele der Städte, die ich eigentlich noch besuchen wollte, aber es war ein sehr grauer Tag und nichts sah besonders einladend aus. Hier ist Montpellier um halb zehn morgens.

Beitragsbild


Ein Mall in Lyon für ein Mittagessen und ein paar Mitbringsel, die ich bisher nicht gekauft hatte um sie nicht mit mir rumtragen zu müssen.

Beitragsbild


Insgesamt hat die Fahrt zurück nach Deutschland ein bisschen über 14 Stunden gedauert, Zeit genug alles noch ein bisschen zu ordnen und die letzten Karte zu schreiben, um sie in Lyon abzuschicken.

Das letztes Foto von der Reise, im Bahnhof von Metz. Von dort war es nicht mehr weit zurück.

Beitragsbild


Und damit beende ich diesen Bericht. Vielen Dank für jeden Kommentar und jede Anregung in diesem Thread, vor allem alle die zum Weiterschreiben motiviert haben. :)
#127

Danke!

Antwort auf Alex Korting, Beitrag #126

Wow!

Ich hab mir nach ein paar deiner Berichte gesagt: "Wenn der fertig ist, muss ich mich dafür bedanken - die Berichte sind klasse!". Es sind ein paar mehr geworden als ich zunächst dachte, aber jetzt kann ich endlich:


Vielen Dank für die tollen Einblicke in so viele Städte/Sehenswürdigkeiten von einem interessanten Land. Muss ja ein gigantischer und sicherlich auch mal stressiger Trip gewesen sein. Und super, dass du durchgehalten hast mit schreiben - das Ganze hat mir sehr, sehr gut gefallen.


Keep on riding
Real Coasterfreak :D
[small].: Lifthill.net :.[/small]
#128

RE: Merci

Antwort auf Alex Korting, Beitrag #126


Mit deinem Bericht habe ich viel gesehen, viel gelernt, DANKE!
#129

RE: nach Hause

Antwort auf Alex Korting, Beitrag #126

Auch von mir ein "Danke" und Glückwunsch zu diesem Bericht!
Er war sowohl unterhaltend wie auch faszinierend mitsamt den hervorragend gelungenen Fotos.

Dieser Fotobericht hat mich auch in meiner Entscheidung zum Kauf einer DSLR-Kamera positiv beeinflusst. Die Kamera hab ich inwischen, jetzt muss ich nur noch genau so gute Bilder hinkriegen...! :+
#130

RE: nach Hause

Antwort auf Alex Korting, Beitrag #126

Ich habe ja anfangs fast live Fotos der Tour bewundern können und habe dann irgendwann einmal aufgegeben, die dutzenden Fotos täglich zu bestaunen. Mit Deinen Kommentaren hier hast Du mir Deine Erlebnisse näher gebracht.

Ich bewundere, dass Du soviele Tage alleine durch Frankreich getourt bist und Dinge gesehen hast, die ich wohl nie sehen werde. Ich würde mir wohl nie zutrauen, nur per Bus und Bahn durch ein Land zu touren, bei dem ich vorher nicht einmal weiß, wo ich nachts unterkomme.

Vielen Dank für die Fotos. Ich freue mich auf Deinen Bericht (Insider)...
#131

RE: nach Hause

Antwort auf Alex Korting, Beitrag #126

Danke für diesen tollen Bericht, wie Wolfgang schon schrieb, es gab viel zu sehen und zu lernen.

Dieser Bericht hat mir jetzt fast ein Jahr lang viele Mittagspausen versüßt! Merci!
#132

RE: nach Hause

Antwort auf Alex Korting, Beitrag #126

DANKE!!!

Schön, daß du so eine Tour gemacht hast. Später im Leben wird es immer schwieriger, wenn mal die Verantwortung überwiegt und du nicht mehr so "vogelfrei" durch die Welt ziehen kannst - und du plötzlich feststellst daß du es auch nicht mehr so willst.

meint
Erik
#133

RE: nach Hause

Antwort auf rixmagic, Beitrag #132

Ich hoffe dass ich noch die eine oder andere Tour mache, bevor ich an so einen Punkt komme. :)
#134

RE: nach Hause

Antwort auf Alex Korting, Beitrag #126

Hallo Alex,
auch von mir nochmal Danke für diesen großartigen Bericht. Hier hab ich noch ein paar Anmerkungen.

1) Glaubst du Toulouse hätte dir unter "normalen Umständen" gefallen? Kommt dein negativer Eindruck also eher von der Stadt selbst oder von den Problemen die du mit Übernachtung/Treffen hattest?
2) Du schreibst: "Ich habe unten in der Stadt noch ein paar Gespräche geführt, und war mir dann plötzlich sehr sicher, dass ich direkt am nächsten Morgen mit dem ersten Zug nach Hause fahren würde. Auf dem Plan standen zwar noch die komplette Südküste und der Osten des Landes, aber es war jetzt genug." Kannst du das noch näher beschreiben? Mich würde interessieren, wo genau der Punkt war bzw. was genau der Anlass war, die Reise zu beenden. War es reine "Erschöpfung" oder eher das Gefühl, alles schon gesehen zu haben, nichts neues sehen zu werden?
3) Man kann Puy du Fou auch ohne Auto erreichen. Dazu gibt es ein Kombiticket, welches sowohl den Eintritt in den Grand Parc und/oder Cinescenie als auch den Bustransfer beeinhaltet. Der Bus fährt dabei auch SNCF-Bahnhöfe an (u.a. Challans, La Rochelle). Aktuelle Infos gibts jedes Jahr neu auf tourisme-ocean.com/PDF-sans_hebergement.htm
4) Falls du mal wieder Lust auf Frankreich hast: Vergesse nicht Marseille. Das ist die total unterschätzte Stadt, die prachtvollere Boulevards als ein sog. Paris hat..
5) Du hast geschrieben das La Rochelle schön ist, es dort aber nicht viel zu tun gibt. Wie findest du in dieser Hinsicht im Vergleich Bordeaux?
#135

RE: nach Hause

Antwort auf rusty, Beitrag #134

>1) Glaubst du Toulouse hätte dir unter "normalen Umständen" gefallen? Kommt dein
>negativer Eindruck also eher von der Stadt selbst oder von den Problemen die du mit
>Übernachtung/Treffen hattest?

Toulouse ist der Vorort der Hölle.
Naja, sie scheint schon was zu haben, und ich wollte auch ursprünglich mehr davon sehen. Aber vor Ort kam mir die Stadt dann unfreundlich und abweisend vor, das hat sicher auch etwas mit meinen Erlebnissen zu tun.
Außerdem ist es auch erstaunlich, dass es dort überhaupt keine Hostels gibt. Die (geschlossene) Jugendherberge war nicht im Lonely Planet gelistet.
Sehenswürdigkeiten gibt es genug, im späten Sommerabendlicht soll die Stadt auch toll wirken, ich wäre gerne noch in der Nähe nach Albi gefahren ins Museum von Toulouse-Lautrec. In Toulouse in der Nähe des Bahnhofs gibt es eine Art Wissenschaftspark / Space Park, die "Cité de l'Espace", die ich mir sehr gerne noch angesehen hätte, aber wie gesagt, ich wollte raus aus der Stadt. http://www.cite-espace.com/content/gb/


>2) Du schreibst: "Ich habe unten in der Stadt noch ein paar Gespräche geführt, und war
>mir dann plötzlich sehr sicher, dass ich direkt am nächsten Morgen mit dem ersten Zug
>nach Hause fahren würde. Auf dem Plan standen zwar noch die komplette Südküste und der
>Osten des Landes, aber es war jetzt genug." Kannst du das noch näher beschreiben? Mich
>würde interessieren, wo genau der Punkt war bzw. was genau der Anlass war, die Reise zu
>beenden. War es reine "Erschöpfung" oder eher das Gefühl, alles schon gesehen zu haben,
>nichts neues sehen zu werden?

Naja, wenn der Mix nicht stimmt, wiederholt es sich schon recht schnell. So schön aber alle Städte auch sind, am meisten Spaß hat es unterwegs mit anderen Leuten gemacht. Dann hätte es auch weitergehen können.
Es war dann aber vor allem Erschöpfung, sicher auch Enttäuschung darüber wie es in Toulouse gelaufen ist, darüber hatte ich abends noch mit Freunden zu Hause und entsprechendem Freund aus Toulouse gesprochen, um die Frage von Marc zu beantworten.


>3) Man kann Puy du Fou auch ohne Auto erreichen. Dazu gibt es ein Kombiticket, welches
>sowohl den Eintritt in den Grand Parc und/oder Cinescenie als auch den Bustransfer
>beeinhaltet. Der Bus fährt dabei auch SNCF-Bahnhöfe an (u.a. Challans, La Rochelle).
>Aktuelle Infos gibts jedes Jahr neu auf tourisme-ocean.com/PDF-sans_hebergement.htm

Klasse Info. Schade, dass es nicht auf der Website stand - und im Park selbst wusste das auch niemand. An vielen Tagen findet der Transport ja nicht statt, aber besser als nichts.


>4) Falls du mal wieder Lust auf Frankreich hast: Vergesse nicht Marseille. Das ist die
>total unterschätzte Stadt, die prachtvollere Boulevards als ein sog. Paris hat..

Ja Marseille auf jeden Fall. :)
Irgendwann will ich den Süden noch genauer erkunden. Und Puy-en-Valey, Mont Blanc, die große Schlucht, usw.
La France #2 ;)


>5) Du hast geschrieben das La Rochelle schön ist, es dort aber nicht viel zu tun gibt.
>Wie findest du in dieser Hinsicht im Vergleich Bordeaux?

Durch Bordeaux habe ich mich wegen des falschen Schuhwerks eher mühselig geschleppt, aber es ist gar kein Vergleich zum ruhigen La Rochelle. Ich könnte mir schon vorstellen dort länger zu bleiben.
#136

RE: nach Hause

Antwort auf Alex Korting, Beitrag #126

Hi Alex

Schade das leider alles mal ein Ende hat. Und was für ein Umfang dieser Thread mittlerweile angenommen hat...

Viele richtig schöne Bilder, immer tolle Berichte dazu; von dieser Reise wirst du noch deinen Enkeln erzählen!

Etwas verwundert hat mich dann aber doch das plötzliche Ende. Mich würde auch interessieren wie es dazu kam. Ich meine, einfache Gespräche in der Stadt führen doch bestimmt nicht so einfach zum Ende der Reise oder?

Hoffe das du dies noch ein wenig erläutern kannst.

Gruss Marc

Reaktion auswählen