"officially mad" – Der Mega-USA-Trip 06.08. bis 26.08.2008

Diskussionsübersicht

#51

Tag 12 - 17.08.2008 - The Great Escape

Antwort auf Coastermeister, Beitrag #1

Letzte Bearbeitung am 24-Jan-09 um 14:40 Uhr ()
Auf dem Weg nach Kanada führte uns der Weg direkt an einem weiteren Six-Flags vorbei - The Great Escape. Hier war es zumindest auf dem Parkplatz richtig voll. Wir mussten ziemlich weit laufen, bis wir endlich am Eingang dieses etwas kleineren Parks angekommen waren.

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Schon der vordere Parkteil macht klar, dass The Great Escape eher ein gemütlicher Familienpark als ein Thrill-Schwergewicht ist. Schön thematisiert geht es über enge Wege in den Park. Da wir ja Coaster-Fans sind, zog uns der schon vom Parkplatz sichtbare Arrow-Loop-and-Corkscrew Steamin Demon an. Auf dem Weg zum Westernbereich passiert man eine kleine Märchenecke mit Mini-Streichelzoo. Leider waren die Boxen für die Ponys, die sich etwas weiter oben im Westernbereich befinden, viel zu klein und dunkel, das war kein schönes Bild. Und in das Streichelgehege durften wir nicht, da es für Personen, die in den letzten 30 Tagen im Ausland waren, verboten war. Ja ja, die ganzen europäischen Seuchen, die wir mit uns rumtragen...

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"Ansteckende Europäer müssen draußen bleiben!"

Der Western-Bereich ist hübsch gemacht und sehr übersichtlich – und bestach an unserem Tag mit geschlossenen Restaurants.

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Der Dämon ist, wie er ist – Arrow und alt. Auch der Canyon Blaster ist nur nett, denn Geschwindigkeit sucht man hier vergebens. Warum müssen eigentlich die kurzen Arrow Mine-Trains immer mindestens zwei Lifthills haben? Wenigsten war diese Bahn nicht unbequem.

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"Der kleine Mann und der große Coaster..."

Lustig ist die Wildwasserbahn, und der Indoor Schwarzkopf-Jet Star "Cracke Axle Canyon" war und ist leider geschlossen.

Raus aus dem Wilden Westen, rein in den Rest des Parks. Auf dem Weg haben wir die Piratenshow über uns ergehen lassen. Diese war so ziemlich die schlechteste, die wir auf der Tour gesehen haben. Nur die aggressive Naßspritz-Einlage mit vollen Eimern sowie die ansehnliche Akrobatik retten diesen Slapstick-Fehlgriff vor dem völligen Verriss.

Kurz noch den obligatorischen Bumerang mitgenommen, um gleich darauf einen der zahlreichen Six-Flags-Seasons-Pass-Gutscheine zu verspeisen. Natürlich nur im übertragenen Sinne, denn einer davon war für ein Riesen-Pizza-Menue. Dieses bestand aus: einer wirklich große Pizza, ca. 5 Litern Cola in einem Kanister, einem Riesensalat (das war wohl Salat, denn es war grün – und leider sehr geschmacksneutral), haufenweise Pizzabrot und Eis. Und das alles für 25,- $. Wenn man bedenkt, dass wir zu viert nicht alles geschafft haben, diese Monster-Menüs aber reißenden Absatz finden, verwundert es nicht, dass viele Amerikaner so aussehen:

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*SCNR*

An dieser Stelle muss ich allerdings anerkennend feststellen, dass die Anzahl der übergewichtigen Menschen zumindest in den Parks deutlich niedriger war als noch vor ein paar Jahren. Vielleicht tut sich ja mal was, und es kommt irgendwann nicht mehr zu haufenweisen Abfertigungsverzögerungen, weil jemand Beleibteres den Sinn der Testsitze nicht verstanden hat.

Die beiden restlichen Coaster, die unterhaltsame Intamin Bobbahn sowie der ganz spaßige Hybrid-Woodie Comet, bildeten den Abschluss, bevor wir noch ein wenig die Seele im Wasserpark baumeln ließen – ich schlafend im Liegestuhl, Maren irgendwo unterwegs und Carsten und Lars auf irgendwelchen Rutschen.

Auf dem weiteren Weg fuhren wir durch das Touristenstädtchen Lake George. Hier gibt es, wie an vielen anderen touristisch interessanten Orten auch, mehrere Haunted Houses. Wir als Boo-Crewler mussten das natürlich mal ausprobieren. Wir entschieden uns für Dr. Morbids Haunted House. Bereut haben Lars und ich es nicht, auch wenn wir die einzigen Gäste waren. Die Deko war richtig klasse, es gab einige sehr erschreckende Effekte (gelle, Lars? ;)), und die ganze Geschichte wurde von zwei Akteuren vorangetrieben – der Erzählerin, die uns durch die Räume lotste und zielsicher an die "spannenden" Orte brachte, sowie ein kleines Mädchen, das ab und zu ganz unvermittelt aus einer Ecke geschossen kam und durch den Raum fegte. Sehr gut gemacht!

Nach diesem schönen Grusel-Erlebnis ging es weiter Richtung Kanada durch die Adirondack Mountains. Kurz vor der Grenze im kleinen Städtchen Plattsburgh verbrachten wir die Nacht, bevor es am nächsten Tag rüber nach Kanada gehen sollte.
#52

RE: Tag 12 - 17.08.2008 - The Great Escape

Antwort auf Coastermeister, Beitrag #51

Wie wird denn das mit dem Streichelzoo bitte kontrolliert?

Jakob
#53

RE: Tag 12 - 17.08.2008 - The Great Escape

Antwort auf jwahl, Beitrag #52

Letzte Bearbeitung am 27-Jan-09 um 10:52 Uhr ()
Das haben wir nicht ausprobiert. Es stand halt nur auf dem Schild, dass der Zutritt für kranke Personen sowie für Personen, die in den letzten 30 Tagen im Ausland waren, verboten sei. Wahrscheinlich wird damit an die Regelhörigkeit des durchschnittlichen Amerikaners appelliert ("hier steht es, dann ist es auch so"). :)

Viele Grüße

Jan
#54

Tag 13 - 18.08.2008 - La Ronde

Antwort auf Coastermeister, Beitrag #1

Beim Schreiben dieser Zeilen fiel mir auf, dass der Titel des Threads eigentlich schlecht gewählt ist, verbrachten wir doch zweieinhalb Tage in Kanada. Nur ist der Titel "officially mad – der Mega-USA-und-Kanada-Trip 2008" erstens ziemlich lang, und zweitens kann ich ihn jetzt nicht mehr ändern. Also bitte nicht übersehen: wir waren auch in Kanada! :)

Marens monatelange Beobachtungen der Wartezeiten an der Grenze haben sich bewahrheitet, denn als wir ankamen, standen vor uns nur drei Autos. Wir ließen die Einreiseprozedur über uns ergehen und fuhren weiter in Richtung Montréal.

Am Vormittag kamen wir dort an und verließen die Brücke, die über die Insel führt, auf der sich La Ronde befindet. Dieses Bauwerk ist schon sehr dominierend und beeindruckend, und man kann den Park so schon während der Anfahrt prima überblicken.

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Beim Warten auf die Toröffnung, die übrigens mit einer akademischen Viertelstunde Verspätung stattfand, ist uns aufgefallen, dass die Klientel in Kanada eine deutlich andere ist, als in den USA. Und mein Französisch konnte ich auch gleich mal auf die Probe stellen und den Gesprächen lauschen.

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Irgendwann gingen dann die Tore auf, mal wieder wurden getrennt die Taschen weggebracht und der Fast-Pass besorgt.

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Und dann wanderten wir durch den recht übersichtlichen Park zu Goliath, dem neuesten Coaster. Das war ein guter Einstieg, denn was danach folgte, war nicht ganz so erbaulich.

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In diesem Park fällt es mir schwer, das leider notwendige Geschimpfe zu ordnen. Mal sehen, womit wir anfangen. Da wäre z.B. erstmal die potthässliche und sehr runtergekommene Architektur, die sicherlich zur Expo 1967 passte, nun aber einfach nur schäbig wirkt. Dann wäre da als nächstes die Tatsache, dass viele Bahnen nur im Ein-Zug-Betrieb fuhren. Ok, mag manch einer sagen, das geht doch - dazu kommt aber, dass die Ride-Ops durch die Bank weg unfähig waren. Da wird aus ein paar Fahrgästen bei Monstre dank einer Abfertigungszeit von ca. 5 Minuten pro Zug mal schnell eine Warteschlange von einer Stunde. Unsere erfahrene Coastertruppe hatte natürlich den Fast-Pass in petto – der uns aber auch nicht weiterhalf. Mit diesem durften wir meist genauso lange warten wie die normalen Gäste, weil die Ops das Prinzip einfach nicht verstanden haben. Und dann die Bahnen selbst. Goliath ist da wirklich ein Lichtblick, aber was soll man von einem fast neuen B&M auch anderes erwarten. Der später entdeckte Indoor-Coaster war auch ganz lustig, aber das war es dann schon mit dem Lob. Monstre ist bäh, Batman (der hier Vampire heißt) fährt bäh, der Intamin-Standup Cobra ist bäh bäh bäh - wie kann man eine Intamin-Bahn so herunterkommen lassen. Sehr enttäuschend. Der Mantel des Schweigens soll am Schluß über den Vekoma-Schleudern liegen, an denen wir interessante Reparaturmethoden mit Gaffer-Tape beobachten durften.

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Schön aussehen tun sie ja...

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Le Monstre

Maren hatte sich, da sie einen Augenarzt aufsuchen musste (ist im französisch-sprachigen Teil von Kanada eine Herausforderung), viel Pein erspart. Und als wenn das noch nicht genug gewesen wäre, sind wir nach Parkschluss durch den plötzlichen Regen (der übrigens zur Schließung sämtlicher Bahnen führte) bei der erst erfolglosen Suche nach einem Taxi und dann beim Warten auf Maren so nass geworden, dass eine Fahrt auf einem Spillwater wie ein Spaziergang durch die Wüste erschien. Ein passender Abschluss eines desillusionierenden Parkbesuches.

Über eine der vielbefahrensten Autobahnen der Welt, die 401, verließen wir Montréal im strömenden Regen in Richtung Toronto. Das mit dem Verkehr ging eigentlich, so dass wir wie geplant spätabends ca. anderthalb Stunden von Toronto entfernt in unserem Motel ankamen.
#55

RE: Tag 13 - 18.08.2008 - La Ronde

Antwort auf Coastermeister, Beitrag #54

<Maren hatte sich, da sie einen Augenarzt aufsuchen musste (ist im französisch-sprachigen Teil von Kanada eine Herausforderung), viel Pein erspart.

Ganz so würde ich das nicht nennen... Ganz alleine mit minimalen Französischkenntnissen in einer Großstadt einen Augenarzt zu finden ist ein Abenteuer!

Und was ich noch keinem erzählt habe: fast hätte ich bei der "Ich brauche ja kanadisches Bargeld!"-Aktion noch den Schlüssel für unseren Mietwagen verloren...

Schlußendlich konnte die nette Ärztin (gott sei dank mit recht guten Englisch-Kenntnissen) aber nichtmal wirklich was finden, so daß der helle Fleck in meinem Gesichtsfeld wohl tatsächlich eine Art Verbrennung der Netzhaut durch einen Laser aus Lake Compounces Ghost-House gewesen sein muss. Nicht schön, sage ich Euch. Hat ca.drei Wochen gedauert, bis das wieder gut war!

Ich hätte schon also lieber den Tag mit den anderen im Park verbracht, doch scheine ich ja tatsächlich nicht viel verpasst zu haben :7

:) Maren
#56

RE: Tag 13 - 18.08.2008 - La Ronde

Antwort auf Coastermeister, Beitrag #54

Halli-Hallo,

SF La Ronde war leider eines der Lowlights der Tour. Dort haben wir das angetroffen, wofür Six Flags lange Zeit gestanden hat: Niedrige Kapazitäten, leicht heruntergekommene aber noch funktionierende Attraktionen und langsames Personal.

Der Park sieht aus, wie es vor vierzig Jahren bestimmt einmal modern war. Hässliche Beton "Kunstwerke", breite Beton Alleen, wenig grün und in der Mitte ein See - um den man aber nicht herum gehen konnte.

Goliath: Die beste Attraktion in diesem Park. Allerdings der schlechteste B&M Hyper auf meiner Liste. Relativ einfallsloses Layout mit vielen Hügeln. Den Sinn dieser Wende verstehe ich auch nicht so ganz, da gibt es, gerade von B&M, viel bessere.

Vampire: Lustig, wie einen die Erfahrungen prägen. Nach dem Lifthill wollte mein Körper nach links in den First Drop, so wie bei allen Batman Clonen. Hier aber geht es nach rechts, und alle folgenden Elemente sind spiegelverkehrt. Dadurch mal etwas anderes, auch wenn diese Bahn leider in einem schlechten Zustand war und rappelte. Natürlich nur im Einzug Betrieb bei einer Wartezeit von über einer Stunde.
Selbst mit unserem, aus den anderen Parks immer Zeitersparnis bringenden, Flash Pass haben wir hier nach dem Quittieren am Eingang noch in der Station 20 Minuten verbracht. Das muss nicht sein.

Cobra: Aua. Mich hat es zwar nicht so hart getroffen wie die Anderen, diese Bahn war aber überhaupt nicht schön. Been there, done that.

Le Monstre: Wie kann man bei einem Racing Woody nicht beide Seiten gleichzeitig auf die Strecke schicken? Damit ist doch diese Bahn sinnlos geworden. Dazu noch Einzug Betrieb auf beiden Seiten und damit Wartzeiten von über einer Stunde. Langsames Kontrollieren der Züge, peinliche Handymusik an die Stationslautsprecher gehalten und die Tore zum Zug erst dann öffnen, wenn alle Fahrgäste ausgestiegen sind und den Bahnhof verlassen haben - das waren die Ride OPs am Monster. Dadurch auch nur eine Seite gefahren, Mist!

Fazit: Kann man hin, wenn man auf 60er Jahre Schnickschnack und Beton Atmosphäre steht.
Kann man hin, wenn man auf lange Wartezeiten trotz wenig Betrieb steht.
Kann man hin, wenn man auf leicht heruntergekommene Attraktionen steht.
Kann man hin, wenn man sowieso gerade in Montreal ist.
Muss man aber nicht ;-)

#57

Tag 14 - 19.08.2008 - Canada’s Wonderland

Antwort auf Coastermeister, Beitrag #1

Letzte Bearbeitung am 07-Feb-09 um 22:32 Uhr ()
Mir ist aufgefallen, dass die letzten drei Parks in unseren Bewertungen nicht so gut weggekommen sind. Dass es auch anders geht, sollten wir in einem der größten Parks auf unserer Reise erleben.

Zuerst machte aber die Autobahn ihrem Ruf alle Ehre, denn wenn selbst die Express-Spur nur im Schritttempo vorangeht, dann will das was heißen. Zum Glück konnten wir rechtzeitig von der sechzehnspurigen Betonpiste abbiegen und uns den Weg Richtung Behemoth& Co. bahnen.

Das Wetter war perfekt, und der Parkplatz nicht zu voll – es versprach also, ein toller Tag zu werden. Der Weg führte uns natürlich zuerst in die Action-Ecke zur Neuheit 2008, Behemoth, denn wir haben von exorbitanten Wartezeiten gehört. Auf dem Weg dahin kommt man an dem Huss Jump2 vorbei, der allerdings fast den ganzen Tag über nicht lief. Daher kommt dieser Fahrbericht erst am Ende.

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Auf dem Foto sieht man übrigens den einmaligen Queue-auf-Weg-Effekt, auf den ich noch zu sprechen komme.

Und da steht er also, der neueste B&M-Hyper in seiner ganzen knallig-orangenen Pracht.

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Die Wartezeit waren angenehme 45 Minuten, die sich allerdings im Laufe des Tages auf ca. 2 Stunden steigerten, so dass gegen Mittag sogar die Queue-Line verlängert wurde. Was hier ein wenig ärgerlich war, ist die Tatsache, dass die Single-Ride-Queue sich erst kurz vor der Station abspaltet, man also maximal 5 Minuten Zeitgewinn hat. Egal, wir waren dann endlich an der Reihe und nahmen in den seltsamen Zügen Platz. Maren und ich saßen in der zweiten Reihe im Wagen und hatten so richtig viel Platz zwischen uns - irgendwie ungewohnt. :) Dafür ist der Blick nach vorne sehr viel besser als bei den normalen Zügen.

Die Fahrt auf Behemoth ist wie erwartet klasse. Hoch, schnell und butterweich. Das Layout bietet keine besonderen Überraschungen, dafür einen zügig durchfahrenen Horseshoe und eine feine Downward-Helix am Ende. So macht Achterbahnfahren richtig Spaß!

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Jetzt wurde es klein wenig stressig, denn es trat ein sehr seltsames Phänomen auf: die Wege waren relativ leer, dafür war jede Queue-Line absolut voll, teilweise bis auf den Weg raus. Das sah schon sehr seltsam aus, bedeutete aber leider auch, dass wir, um alle Bahnen zu fahren, einen strammen Zeitplan vor uns hatten. Es scheint fast so, als wären die Queue-Lines zu kurz designt. Ich habe so etwas noch nie vorher erlebt.

So ging es weiter zum Arrow-Suspended Vortex, der ein schön langes Layout mit einem Lifthill auf den künstlichen Berg hat.

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Der Minetrain Thunder Run, der ebenfalls am und im Berg fährt, begeistert durch eine schicke Dunkelpassage. Wild Beast ist ein Woodie, der bei uns im angenehmen Mittelfeld rangierte. Da haben wir schon schlimmeres erlebt. Und dann mussten wir sogar für den alten Arrow-Looper Dragon Fire anstehen.

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Direkt daneben steht Riptide, ein Mondial Splash Over. Wir haben uns die Fahrt dank langer Wartezeit geschenkt, obwohl so eine Abkühlung durchaus willkommen gewesen wäre.

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Der Vekoma Family Suspended hat richtig Spaß gebracht, was wieder bestätigt, dass die Holländer lieber kleine Bahnen bauen sollten… ;)

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Dann kam der zweite Togo-StandUp unserer Reise dran – SkyRider. In der Queue mussten wir uns mit einer Amerikanerin rumärgern, die die Dreiviertelstunde Wartezeit mit der Ausrede "my kids are in there" verkürzen wollte. Lustig, dass sie dann ohne Kinder und einen Vogel zeigend gefahren ist. Und auch das Mädel, das erst die Queue verlassen hat und später wieder direkt in die Station zurück wollte (mit der Ausrede "ich musste meinen Bruder aufs Klo begleiten"), hat zum Glück nicht nur von uns Gegenwind bekommen – denn der Bruder war ca. 14. Leider sind wir auf der Reise einigen sehr ignoranten Mitmenschen begegnet, die das System des Anstehens nicht so recht begriffen haben. Das sehen viele andere Besucher scheinbar genau wie ich, so dass in Vortex zwei junge Mädchen beim Versuch, einfach quer über die Gitter zu klettern, mit lauten Rufen und anschließendem Klatschen wieder raus gedrängt wurden. Wenn man drei Wochen lang in Queues steht, dann nervt dieses Vordrängeln wirklich.

Aber zurück zum Thema: der StandUp-Coaster. Der fuhr gar nicht mal so schlecht. Ein interessantes Element war der Teil, wo auf einer Geraden der Track einfach ein Stück zur Seite und wieder zurück gebankt ist. Ich hoffe, das ist so gewollt… :)

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An Coaster-Futter gab es dann noch den Backlot-Stunt-Coaster, der auch hier nicht mehr mit allen Effekten betrieben wird, einen recht gut thematisierten SLC, der allerdings sehr bescheiden fährt, und Time Warp, ein weiterer Zamperla-Flyer. Dieser hier schien irgendwie schneller zu fahren als der im Playland-Park, so dass die Fahrt gar nicht so schlimm war.

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Mittlerweile waren die meisten Kinder weg, so konnten wir noch den Ghoster Coaster bezwingen. Ich muss sagen, für einen Kiddie hat dieser kleine Woodie ganz schön was zu bieten.

Und dann endlich lief der Giant Jump – zumindest teilweise. Immer mal wieder wurde gestoppt, wieder entladen usw. Doch dann waren wir dran und hellauf begeistert. Das Ding macht richtig Laune!

Der Parkschluss war noch nicht ganz erreicht, und mit einem Spurt konnten wir sogar noch den Bumerang Bat fahren.

Ein entspannter Spaziergang zum Parkplatz längs der toll beleuchteten Wasserfälle und Fontänen ließ uns diesen tollen Parkbesuch mit einem Lächeln im Gesicht beenden. Canada's Wonderland ist absolut empfehlenswert: sehr schön angelegt, ein großes, umfangreiches und gut gepflegtes Coaster-Portfolio und kompetentes Personal.

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Auf der Fahrt zum nächsten Motel konnten wir dann den CN-Tower aus der Ferne betrachten. Wir hatten uns gegen einen Besuch desselbigen entschieden, um mehr Zeit im Park zu haben. Und da wir noch nicht mal alle Bahnen gefahren sind, war das wohl eine gute Entscheidung.
#58

RE: Tag 14 - 19.08.2008 - Canada’s Wonderland

Antwort auf Coastermeister, Beitrag #57

Letzte Bearbeitung am 07-Feb-09 um 20:43 Uhr ()
Wobei uns nur eine kapazitätsschwache Maus zum kompletten Counten gefehlt hat!

Nur drei Anmerkungen meinerseits:

-Behemoth: Die Sitzposition fand ich klasse und null störend: das ist doch Freiheit pur, wenn man so einen tollen B&M mal ohne den obligatorischen Jan-Arm vor dem Gesicht fahren kann :P

-Der StandUp: Togo sollte sich Gedanken über das Bügelsystem machen, denn auch wenn mir kein Fall bekannt ist, wo jemand rausgefallen ist, so konnten wir doch aus der Q beobachten, wie ein erwachsener Mann (schlank und sportlich) sich in der Schlussbremse nach oben stemmte und so gut wie rausgeklettert war, bis er zur Vernunft kam...

-Geplagt von unzähligen Fällen des Vordrängelns in Warteschlangen diverser Parks und Bahnen war es hier soweit, daß ich dem Mädel beim Togo tatsächlich eine geklatscht hätte, hätte ich sie über den Zug hinaus erreichen können }> . Die Kanadier hatten hier eine Dreistigkeit an sich, die mich wirklich zur Weissglut getrieben hat. Hinterher noch frech angrinsen und verspotten finde ich echt unverschämt!

Von dieser letzten Tatsache abgesehen habe ich den Tag im Canada´s Wonderland wirklich genossen: Ein toller Park mit super Rides, für die es sich lohnt, sogar das Mittagessen (HotDog, musste schnell gehen :D ) IN der Queue einzunehmen!

:) Maren
#59

Tag 15 - 20.08.2008 - Niagarafälle / Martin’s Fantasy Island

Antwort auf Coastermeister, Beitrag #1

Letzte Bearbeitung am 07-Feb-09 um 22:43 Uhr ()
Da wir auf dem Weg von Kanada zurück in die USA an den Niagara-Fällen vorbeikamen, war es selbstverständlich, diese zu besichtigen und damit den zweiten No-Coaster-Kultur-Punkt zu sammeln. :)

Wir parkten recht weit weg auf einem recht leeren Parkplatz genau gegenüber dem Marineland Theme Park, den wir ausgelassen haben (zu wenig Zeit für alles, und 60,- $, um einmal einen alten Arrow-Looper zu fahren, war dann selbst mir zu viel).

Mit dem Gratis-Transferbus fuhren wir zum Table Rock Center, wo alle Touren auf Kanadischer Seite der Fälle beginnen. Wir haben uns das Kombi-Paket gegönnt, um die wichtigsten Sachen zu sehen.

Die erste Attraktion war, bevor wir die Fälle auch nur zu Gesicht bekamen, die Neuheit "Niagara’s Fury", in der die Geschichte der Fälle dargestellt werden soll. Nun ja. Das Positive ist, dass wir die Tickets zum Discountpreis bekommen haben und dass es eine recht lustige Preshow gab. Die Show selber dagegen ist ein normales 360-Grad-4D-Kino, bei dem der Boden etwas wackelt, ein wenig Schaum-Schnee fällt und reichlich Wasser an den Seiten hochspritzt. Dazu ein paar gelungene Aufnahmen der Fälle – das wars. Reichlich enttäuschend.

Jetzt sollte es aber endlich zu den richtigen Fällen gehen. Draußen konnten wir einen ersten Blick auf die Wassermassen ergattern.

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Fürs erste schon sehr beeindruckend. Als nächstes stand die "Journey behind the falls" auf dem Programm. Dazu ging es ein paar Stufen runter in einen stickigen Raum. Ein netter Einweiser drapiert einen vor einer grünen Wand, und schon ist ein Foto gemacht. Aha, Touristen-Geldmache. Danach werden die Gratis-Capes ausgeteilt, und dann ab in den Fahrstuhl und nach unten.

Unterhalb der Fälle wurden einige Tunnel in den Fels gegraben, die einerseits zu einer sehr nassen Plattform am Fuße der Fälle führen, und andererseits zu zwei Stichtunneln, durch die man direkt hinter die Fälle gelangt. Unter mächtigem Tosen sieht man direkt vor sich das Wasser runterstürzen – das macht sprachlos.

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Wieder rauf, in den Shuttle-Bus, und dann kam der nächste Programmpunkt, die Stromschnellen unterhalb der Fälle. Auch hier musste man wieder mit einem leider sehr kapazitätsschwachen Fahrstuhl in die Schlucht runterfahren. Längs der Stromschnellen, die zu den gefährlichsten der Welt gehören, wurde der "White Water Walk" angelegt, ein Holzstieg, auf dem man die Naturgewalten recht gut mitbekommt.

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Das ist übrigens KEINE Fotomontage. Eine gute SLR-Kamera und das passende Licht machen schon seltsame Effekte... :)

Etwas weiter flussabwärts kommt der "Whirlpool", den wir aber nicht besichtigt haben.

Was man dann unbedingt gemacht haben sollte, ist die Fahrt mit dem Schiff zu den Fällen – die "Maid of the Mist".

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Links die Amerikanischen Fälle, rechts die Kanadischen, und auf dem Fluss die Maids.

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Also wieder in den Shuttle-Bus, in einer Queue gewartet, und dann – genau, richtig geraten – mit dem Fahrstuhl nach unten. Wir hatten Glück und kamen sofort auf ein Boot rauf. Regencape über, und dann ging es los.

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Lustige gelbe Plastikmenschen, die unbedingt nass werden wollen… ;)

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Das Erlebnis, innerhalb des Halbrunds der Fälle zu sein, wo rundherum aus über 50 Metern Höhe pro Sekunde 4000 m³ Wasser runterstürzen, ist nicht in Worte zu fassen. Das Tosen, der kräftige Wind, die Gischt – einmalig. Die Natur hat schon so einiges zu bieten.

Auf dem Rückweg sahen wir dann auch, warum die Brücke über die Schlucht "Rainbow Bridge" heißt.

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Das war alles schon ein unbeschreibliches Erlebnis. Das Einzige, was ich etwas schade finde, war, dass die Fälle nicht wie von mir erwartet mitten in der Natur liegen, sondern dass auf Kanadischer Seite mittlerweile ein richtiges kleines Las Vegas entstanden ist, komplett mit riesigen Hoteltürmen. Aber zu der Seite muss man ja nicht schauen.

Recht unkompliziert reisten wir wieder in die USA ein und fuhren in Richtung Motel. Dabei konnte man genau am Highway eine Holzachterbahn sehen, und wie Maren ganz richtig erkannt hatte, könnten wir niemals an sowas vorbeifahren. Also rein in den kleinen, familiären Park "Martin’s Fantasy Island". Sehr übersichtlich mit einigen Kirmes-Rides und zwei Achterbahnen. Die erste, die Holzachterbahn Silver Comet, hat uns mal wieder gezeigt, dass Woodies auch Spaß bringen können. Eine angenehme, tolle Fahrt. Daumen nach oben!

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Die Spinning Mouse war nichts Besonderes. Die Neuheit 2008 dagegen, ein Starflyer, ist für so einen Park eine tolle Bereicherung.

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Es handelt sich zwar um eine kleine Version, bei der man aber trotzdem von oben bis zu den Niagara-Fällen schauen kann. Ich hatte einen ganz mutigen kleinen Jungen neben mir, der, obwohl es seine erste Fahrt war, oben die Hände ausgestreckt hat. Aus dem wird mal was... ;)

Weiß eigentlich jemand, von wem der Starflyer ist? Ich konnte das nicht so richtig rausbekommen. Charakteristisch ist, dass der Ausleger starr am Turm befestigt ist und sich dafür der ganze Turm dreht.

Dieser Park war ein prima Abschluß eines tollen Tages voller schöner Eindrücke. :)
#60

RE: Tag 15 - 20.08.2008 - Niagarafälle / Martin’s Fantasy Island

Antwort auf Coastermeister, Beitrag #59

<Recht unkompliziert reisten wir wieder in die USA ein und fuhren in Richtung Motel.

Naja, ich hatte als Fahrer das Vergnügen, mich mit dem überaus freundlichen Grenzbeamten auseinanderzusetzen. Der Kerl war so respekteinflössend, daß mir doch tatsächlich auf seine Fragen ein "Yes, SIR" rausgerutscht ist! Und das obwohl ich doch sehr wenig von den Amerikanischen Obrigkeiten halte... Wie im Film halt, bloß keinen Ärger kriegen.

Ansonsten interessiert es vielleicht einige, daß wir sehr flott aus den USA nach Kanada und auch wieder zurück gekommen sind. Wenn man seine Dokumente (Pass, Zoll-Zettel und Rückflugticket!) griffbereit hat, dauert es keine 5 Minuten, über die Grenze zu kommen. Länger dauert es nur, wenn im Fahrzeug vor einem jemand erst den Koffer rausholen und darin auf der Strasse nach dem Rückflugticket wühlen muss ;-) Sorry an das Auto hinter uns :D

:) Maren
#61

RE: Tag 15 - 20.08.2008 - Niagarafälle / Martin’s Fantasy Island

Antwort auf Coastermeister, Beitrag #59

>Weiß eigentlich jemand, von wem der Starflyer ist?

Das ist ein Vertical Swing von Zamperla.

CU, Ralph
#62

RE: Tag 15 - 20.08.2008 - Niagarafälle / Martin’s Fantasy Island

Antwort auf Coastermeister, Beitrag #59

Hmmm, ich weiss nicht wie ich es sagen soll... aber Dragon Mountain ist für mich der beste Arrow-Looper...EVER! Besser als Nessie in BGE, besser als Viper in SFMM (war mal toll), besser als Dragon im Ocean Park Hong Kong (beste Location).
Der Lift, die Landschaft, das-seit-20-Jahren-unfertige-Theming-das-in-den-letzten-Jahren-tatsächlich-verbessert-wurde, die Tunnel, der Bowtie, die episch lange Fahrt...
Beim nächsten Besuch sollten euch die 60 CAD nicht zu schade sein.

[hr noshade size="1" color="E96A1C"]StellaVista
#63

Tag 16 - 21.08.2008 - Darien Lake / Waldameer

Antwort auf Coastermeister, Beitrag #1

Letzte Bearbeitung am 08-Feb-09 um 15:16 Uhr ()
Das sollte mal wieder ein Tag mit viel Autofahren und zwei Parks werden. Also auf in den ersten Park und das schöne Wetter ausgenutzt.

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Darien Lake ist ein typisches Beispiel für einen Park, der mal zu Six Flags bzw Premier Parks gehörte. Man sieht noch die Ursprünge des früher scheinbar schönen, schick angelegten und ordentlichen Parks. Dann kam Premier Parks, stellte einen Bumerang und einen SLC auf, benannte den Park in Six Flags um, stellt noch einen Mega-Coaster hin und kümmert sich bis zum Verkauf scheinbar nicht mehr darum. Und genau so sieht es aus. Rund um den feinen Park-Kern stehen uninspiriert die großen Rides, die allesamt in einem miserablen Zustand sind. Farbe scheint dort ein Fremdwort zu sein, und Dreck und Spinnenweben in der Ride of Steel-Station gehören sicher nicht zum Theming.

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Unser erster Coaster sollte auch hier wieder die Neuheit 2008 sein. Der Zamperla-Motocoaster-Prototyp wurde an Darien Lake verkauft und heißt jetzt dort "Orange County Choppers MotoCoaster". Das Setting mit dem Harley-Shop ist ganz lustig und fügt sich gar nicht mal so schlecht in die Westernecke ein.

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Wie zu erwarten gab es auch hier mal wieder einen Breakdown. Zum Glück war die Schlange nicht so lang, denn mangels Überdachung der Queue und praller Sonne war das Warten nicht ganz so angenehm. Irgendwann lief die Bahn dann wieder, und wir durften auf den Motorrädern Platz nehmen. Das Sitzgefühl ist ähnlich wie bei den Booster-Bikes. Der Abschuß ist nicht ganz so knackig wie bei den Vekoma-Pendants, dafür gefiel mir das Rumgekurve etwas besser. Der Motocoaster ist auf jeden Fall eine spaßige Sache, und als transportable Version könnte ich ihn mir gut auf unseren Festplätzen vorstellen.

Der dritte der RoS, hier wieder mit dem etwas langweiligeren Layout wie in Six Flags America, war unsere zweite Herausforderung. Die Ecke, wo der ehemalige Superman steht, ist Six Flags-typisch mickrig thematisiert und irgendwie tot. Dazu eine nicht überdachte Queue und der schlechte Zustand der Bahn – nicht schön sowas.

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Die Züge haben ebenfalls die bösen Beinklammern, die mir mal wieder den Spaß verdorben haben. Dazu rüttelt und vibriert auch diese Ausgabe der Fahrt aus Stahl, wenn auch nicht ganz so schlimm wie die bei Washington. Um dann noch ein klein wenig Angst mit einzustreuen, springen die Wagen auf dem Lifthill, als wären die Räder lose. Was den Coaster rettet, ist die Rückpassage, die über Wasser läuft – ein schönes Setting. Alles in allem fand ich aber auch den Dritten im Bunde der Supermänner alles andere als super.

Und dann war es wieder soweit: unsere Liste "böseste Holzachterbahnen der Welt" sollte einen neuen Eintrag bekommen. Das hölzerne Raubtier Predator war sogar so böse zu uns, dass Lars sich zu dem Spruch "der ist ja schlimmer als Grizzly" hinreißen ließ. :) Wahre Coastercounter lassen sich nicht davon abhalten, aber wer nur mal so da ist, der sollte einen Bogen um die Bahn machen. Merkt Euch: Namen, die böse klingen oder mit Raubtieren zu tun haben, sind auch so gemeint: Son of Beast, Mean Streak, Predator, Grizzly… Fahrt diese Bahnen nicht und fragt die, die meine Ratschläge bei Son of Beast in den Wind geschlagen haben... ;)

Lustigerweise versöhnte uns der Arrow Viper wieder ein wenig mit der Coasterwelt, denn dieser Custom-Looper fuhr erstaunlicherweise recht gut.

Und wo fanden wir danach den SLC? Richtig, am Parkrand auf einem ehemaligen Teil des Parkplatzes, schließlich hat Premier Parks ihn ja aufgestellt.

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Und der Name dieser Kreation war...äh...Mind Eraser. Sehr strange war die Stationsbeschallung, die aus Hiphop-Musik, abgespielt über einen iPod-Kopfhörer am Mikro des Rideops bestand. Ein akustischer Hochgenuß. Die Fahrt war wie erwartet. Merke auch hier: wo Mind Eraser draufsteht, ist Aua drin. Das ist scheinbar so gewollt. Und was ich in einem selbstlosen Experiment feststellen durfte: den Rücken an die Lehne zu pressen ist eine gute Idee. Ich hatte versucht, mich mal ein wenig nach vorne in den Bügel zu drücken, was ein Fehler war. Zu den seitlichen Schlägen noch Schläge in Fahrtrichtung zu bekommen, ist ein Erlebnis.

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Man sieht Maren an, was sie von der Bahn hält...

Ein passender Abschluss für diesen Park war die Fahrt auf dem Bumerang.

Darien Lake ist eigentlich ein ganz anständiger Park. Man darf nur von den großen Bahnen nichts erwarten, dann lässt sich dort sicherlich ein schöner Tag verleben.

Wir machten uns auf den Weg zum Lake Erie und dann in südöstlicher Richtung immer an der Küste längs. In Erie angekommen, fanden wir schnell den Weg zum Waldameer Park.

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Dieser kostet keinen Eintritt, man muss nur Tickets für die Rides kaufen. Der Park ist sehr schön im Wald angelegt und hat eine tolle Atmosphäre. Mehrere Spiel- und Fressbuden, ein paar Rides dazwischen, und vorm Eingang Grillplätze. Ganz familiär und sehr gemütlich.

Unser Ziel war natürlich als erstes auch hier die Neuheit - Ravine Flyer II.

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Die neueste Gravity Group-Perle hat uns völlig überzeugt und es auf Anhieb auf einen Spitzenplatz in unserer Coaster-Liste geschafft. Es gibt auf dem ganzen Ride keine einzige langweilige Stelle, und das Gravity Group-typische Out-of-control-Feeling kommt sehr gut rüber. Schnell, kurvig, knackig – so kann man dieses Holzachterbahn-Glanzstück bezeichnen.

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Es ist schon nett, dass man den Zügen den Weg über die Brücke zeigt... ;)

Bevor wir noch eine Fahrt wagten, kamen noch die anderen Coaster dran. Mangels Ausleih-Kindern blieb uns der Ravine Flyer 3 verwehrt, nur der Spinning Coaster und der Comet luden uns zu einer Fahrt ein.

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Der Comet ist zwar schon über 50 Jahre alt, fährt aber immer noch prächtig. Es ist schon ein klasse Gefühl, wenn die ganze Struktur wackelt und knarzt und der Zug über das Stationsdach rumpelt.

Nach einer erneuten Fahrt auf dem Ravine Flyer II und einem kurzen Fotostop ging es dann endlich in Richtung Coaster-Mekka.

Sehr spät am Abend kamen wir in Sandusky an, und weil das schon Tradition hat, fuhren wir nach einem reichlichen Einkauf erstmal auf den Parkplatz von Cedar Point. Endlich hatte Lars die lang ersehnte Skyline live vor Augen. Voller Vorfreude bezogen wir unsere Unterkunft und genossen im Dunkeln auf der Terasse einen Salat – mit Blick auf Millennium Force und Dragster... ;)
#64

Tag 17 - 22.08.2008 - Cedar Point

Antwort auf Coastermeister, Beitrag #1

Letzte Bearbeitung am 11-Mar-09 um 23:08 Uhr ()
Wir hatten schon ziemlich viele gute Parks und einige wirkliche Überraschungs-Highlights, aber trotzdem bleibt für Coasterfans ein Besuch in Cedar Point immer einer der absoluten Höhepunkte - besonders, wenn man zwei Freaks dabei hat, die noch nie da waren.

Zuerst begann der Morgen mit einem Frühstück mit einmaligem Ausblick.

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Da schmeckt das Toastbrot gleich doppelt so gut. :)

Gestärkt ging es in Richtung Park, um rechtzeitig zum Early Entrance dort zu sein. Und dann passierte es: wir mussten feststellen, wir klein die Welt ist. Ich wusste zwar, dass Tom und Georges zur gleichen Zeit wie wir unterwegs waren, aber dass wir ausgerechnet in der Schlange vorm Einlass nebeneinander standen, war doch schon eine mächtige Portion Zufall.

Und so zog die erweiterte Gruppe in Richtung purem Coasterspaß.

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Zusammen mit den zügig in Richtung Old West strömenden Massen zog es uns zu unserem ersten Ritt des Tages. Yippieh ya yeah!

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Zum Glück mussten wir nur etwas über eine halbe Stunde warten, später, nach regulärer Parköffnung, sah das dann so aus:

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Der erste Eindruck ist schon sehr stimmungsvoll. Die alte White Water Landing-Station passt perfekt, und die Country-Musik macht Laune. Da vergeht die Zeit bis zum Einstieg recht schnell.

Ich war sehr gespannt auf die Fahrt, denn bei meinem letzten Besuch am Erie-See wurde gerade das Ersatz-Schienenstück für die entfernte Rolle eingeschweißt – und zwei Tage später eröffnete die Bahn. Nun konnte mir der wilde Gaul aber nicht mehr entkommen.

Der Lift ist das erste Erlebnis. Schon komisch, wenn es so fix nach oben geht.

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Dann über die Kuppe, und der Wahnsinnsritt beginnt! Die erste Fahrt verteilt noch ein paar Ohrfeigen, weil die Streckenführung doch sehr überraschend ist. Der Vergleich mit einem bockenden Pferd ist gar nicht mal so weit hergeholt. Maverick hat mehrere von diesen Elementen, bei denen der Zug zur Seite kippt und sich wieder aufrichtet. Stengel Dive extrem. Besonders der Dive nach der Kurve über dem See ist fast eine Inversion, kippt aber sofort wieder zurück. Wahnsinn. Dabei fährt der Zug erstaunlich sanft, viel besser als Fahrenheit. Bis auf die Überraschungs-Auas ist die Fahrt ein Erlebnis. Und als Sahnehäubchen treffen sich jeweils zwei Züge an mehreren Stellen. Was für ein Coaster! Yeeeeeeeeehaaaaa!

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Maverick hat uns sofort auf Betriebstemperatur gebracht, die wir auch halten wollten. Top Thrill Dragster sollte uns die nächste Coaster-Keule verpassen, und das hätte auch geklappt, wäre nicht so etwas passiert:

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Die Jungs vom Eriee-See haben ihr Intamin-Problemkind allerdings besser im Griff als die Kollegen aus New Jersey, und so hieß es bald "Are you ready for Top Thrill Dragster?". Ich muss dazu nicht viel sagen, denn das habe ich schon öfter gemacht. Nur soviel: Dragster ist besser als KingdaKa. Das Gesamterlebnis rockt. Finde ich. Und die anderen auch, glaube ich. :)

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Da kann man ja nur zu

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werden...

Bevor der Rest des Fuhrparks in Anspruch genommen wird, fehlte natürlich noch die große alte blaue schnelle Dame:

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(es geht natürlich um die Bahn im Hintergrund, nicht um Carsten ;))

Wie immer zeigte sich Millennium Force in Topform. Gutes Fahrgefühl, schnell, ohne Ausfälle und mit ordentlichem Durchsatz. Ich weiß nicht genau, was es ist, aber nach jeder Fahrt ist mir wieder klar, warum Tante Millie dauerhaft auf Platz 1 bzw. ganz nah dran rangiert.

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Jetzt sind auch die beiden endlich mal mit dieser Perle gefahren.

Der Rest des Tages bestand aus viel Laufen und viel Achterbahnfahren – wie es sich gehört.

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Die Dinger werden ja langsam zu einer Rarität.

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Mantis gefiel mir besser, als ich es in Erinnerung hatte. Das Teil macht schon ganz ordentlich Druck bei der Fahrt.

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Und selbst der Arrow-Schnarch-Suspended wirkt mit seiner Dragster-Lackierung gut.

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Eine schöne Deko, die Aua macht, wenn man damit fährt. :)

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Und selbst die Kiddie-Coaster wurden bezwungen. Dank einer netten Familie (die wir nicht überreden mussten) konnten Maren und ich mit dem Woodstock Express fahren. Und Maren hat dann sogar noch den Jr. Gemini mitgenommen - "mein" Kind hatte es sich leider kurz vor der Fahrt anders überlegt.

Maren hat dann noch ihre 300 geschafft – und Magnum XL hat sie geschafft. :)

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Bis zum späten Abend blieben wir im Park, den ich mal wieder verteidigen möchte. Klar, es gibt viel Beton, aber es gibt auch viele schöne Ecken. Und die Coaster-Auswahl ist über jeden Zweifel erhaben. Cedar Point ist einfach toll. Beeindruckend war auch das Personal: an jeder großen Bahn gab es einen Master-Ride-Op, der mit Headset ausgestattet für Stimmung sorgte und den Betrieb organisierte. Da merkt man gleich, dass man es mit Profis zu tun hat.
#65

RE: Tag 17 - 22.08.2008 - Cedar Point

Antwort auf Coastermeister, Beitrag #64

>Nur soviel: Dragster ist besser als KingdaKa. Das Gesamterlebnis rockt.

Ja und ja! Und ich weiss nicht ob die Gleichung: Je grüner desto rappel zwangsweise nur an der Farbe liegt ;-)

CU,
Michael
*It's gonna be legen...wait for it....dary!*
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#66

RE: Tag 17 - 22.08.2008 - Cedar Point

Antwort auf Coastermeister, Beitrag #64

>Gestärkt ging es in Richtung Park, um rechtzeitig zum Early Entrance dort zu sein. Und
>dann passierte es: wir mussten feststellen, wir klein die Welt ist. Ich wusste zwar,
>dass Tom und Georges zur gleichen Zeit wie wir unterwegs waren, aber dass wir
>ausgerechnet in der Schlange vorm Einlass nebeneinander standen, war doch schon eine
>mächtige Portion Zufall.

Jungs, es war echt supernett, mit Euch gemeinsam einige Ecken des Parks unsicher zu machen, ich fand es klasse, Euch getroffen zu haben! Und ich hätte irgendwie gerade Appetit auf ein Elephant-Ear... :7


>http://www.werft72.de/jan/coastertrip2008usa/cp_23.jpg

Seltsam: Sonst bin ich ja der große "Intamin-vibriert-irgendwie-und-haut-mich-manchmal-Kritisierer"... aber diese Bahn hat mich vollends überzeut. Kann mich an keinen Schlag erinnern. Für mich mit die beste Intamin-Bahn, die ich bis jetzt gefahren bin!



>http://www.werft72.de/jan/coastertrip2008usa/cp_01.jpg
>Die Dinger werden ja langsam zu einer Rarität.

Kann mir bei der Gelegenheit vielleicht mal jemand erklären, warum die Dinger nicht als Coaster zählen? Ich versteh es nicht.


>Maren hat dann noch ihre 300 geschafft – und Magnum XL hat sie geschafft. :)
>
>http://www.werft72.de/jan/coastertrip2008usa/cp_36.jpg

Tja, was soll ich dazu sagen, er hat Recht. Ich hätte nicht gedacht, daß ein 300. Coaster mich noch besonders flashen könnte, aber ich wurde eines Besseren belehrt. Ob es nun an der besonderen Hitze an diesem Tag lag oder ich einfach ein Weichei bin, nach Magnum XL hatte ich weiche Knie, wie damals nach meiner ersten Kingdaka-Fahrt (ca. Coaster Nummer 30, damals wohl durchaus verständlich). Für mich war nahezu die gesamte Fahrt von einem ausgeprägten "Out-of-Control-Feeling" bestimmt, etwas was ich sonst ausschließlich auf Woodies erleben durfte. Irgendwie fuhr der Zug die Stecke für mein Empfinden einfach zu schnell! Zudem kam auf Höhe des letzten Hügels ein verlorenes Base-Cap auf Augenhöhe auf uns zugerast, welches aber glücklicherweise von einem blitzschnellen Typen in der Reihe vor uns aus der Luft geschnappt wurde, bevor es uns ins Gesicht klatschen konnte. Er rief nur locker "Got it", während ich mich schon blind im Krankenhaus gesehen hatte! Danke nochmal an den Kerl!

Und ja, ich oute mich hier: Ich finde KingdaKa besser (Duck und renn weg:+)

:) Maren
#67

RE: Tag 17 - 22.08.2008 - Cedar Point

Antwort auf QueendaKa, Beitrag #66

>Und ja, ich oute mich hier: Ich finde KingdaKa besser!

*seconded*
#68

RE: Tag 17 - 22.08.2008 - Cedar Point

Antwort auf QueendaKa, Beitrag #66

Kann mir bei der Gelegenheit vielleicht mal jemand erklären, warum die Dinger nicht als Coaster zählen? Ich versteh es nicht.

- Weil diese mit eigener Energie einen Berg/Hügel auch wieder hinauffahren sollen.

Das sich so vorstellende Grüße,

Dirk

Der neue oMS - Mit onride besser auf Events informiert!
#69

RE: Tag 17 - 22.08.2008 - Cedar Point

Antwort auf stilbruch, Beitrag #68

In der verbreiteten Definition ist "der geschlossene Kurs" der entscheidende Punkt. Ist aber auch nicht befriedigend, weil somit wären die Winjas und Togos Ultratwister auch keine Coaster. Besonders letztere werden aber gezählt.
Shuttle Loops?
Bin ich froh, dass ich nicht "counte"!

[hr noshade size="1" color="E96A1C"]StellaVista
#70

Tag 18 - 23.08.2008 - Cedar Point / Indiana Beach08

Antwort auf Coastermeister, Beitrag #1

Letzte Bearbeitung am 14-Mar-09 um 23:02 Uhr ()
Im Gegensatz zu unserem ersten Tag in Cedar Point hat uns der zweite leider nicht so gut gefallen. Morgens konnten wir zwar mit relativ geringer Wartezeit erneut Maverick reiten, aber dafür wurde die Atmosphäre richtig ätzend. Ich habe in diesem Park noch nie ein so unangenehmes Publikum erlebt – das hatte schon fast den ursprünglich in Six Flags Great Adventure erwarteten Level. Da kam uns nach den obligatorischen Fahrten auf Dragster und Millennium Force ein prima Routen-Umplanungs-Gedanke. Eigentlich hatten wir nach langem Überlegen aufgrund des immensen Umweges Indiana Beach aus unserem Plan gestrichen. Angesichts der unlustigen Gäste-Entwicklung allerdings haben wir den kleinen Park mit der verrückten Neuheit spontan wieder aufgegriffen. Und so fuhren wir gegen Mittag in Richtung Indiana.

Die Fahrt dahin war recht interessant. Nicht von der Landschaft her, denn Ohio und Indiana sind eigentlich nur andere Umschreibungen für "langweilig". Dafür durchfuhren wir Gegenden, in denen die Zivilisation recht seltsame Ausprägungen aufweist. Uns kamen spontan Gedanken an gewisse Horrorfilme in den Sinn, in denen arglose Urlauber in verlassenen Siedlungen auf unschöne Weise mit den Einheimischen aufeinandertreffen. Und so drückten wir alle Daumen, dass wir es ohne Panne und damit ohne Anhalt-Zwang durch diesen tristen Landstrich schaffen würden.

Wir haben es geschafft, sonst würde ich jetzt nicht diesen Bericht schreiben. :) Am späten Nachmittag erreichten wir bei drückenden Temperaturen den Parkplatz und den unscheinbaren Kassenbereich von Indiana Beach, an dem unsere innere Temperatur gleich noch höher stieg. Denn: gemäß Aussage eines Schildes und des Mitarbeiters würde Steel Hawg nicht laufen. Mist.

Nun gut, wir waren da, also wollten wir das Beste draus machen. Über eine arg schwingende Brücke erreicht man den Park - das könnte für einige Mitreisende durchaus schon als erste Attraktion gegolten haben ;).

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Der Park liegt auf einer Landzunge und hat richtigen Pier-Charakter.

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Wer gleich die volle Thrill-Packung haben möchte, sollte als erstes die Toiletten ausprobieren. Die waren nicht nur dreckig wie ein Bahnhofsklo, sondern hatten bei den Kabinen sehr lustige Türen. Die fingen ungefähr 30 cm über dem Boden an und hörten bei 1,40 m wieder auf – sind also völlig sinnlos. Aus Pietätsgründen haben wir keine Fotos gemacht...und aus Rücksicht auf die Verfassung der Leser.

Der Park an sich hat einen sehr interessanten Charme. Mir gefiel der etwas trashige Boardwalk-Charakter. Dazu kommt die seltsame Mehretagen-Bauweise der Attraktionen. Die Station des Hoosier Hurricane z.B. liegt über einer Straße.

Als wir dann so durch den Park schlenderten, sahen wir einen Wagen auf Steel Hawg – und der fuhr. Also fix dorthin, und tatsächlich: es standen Leute an, und ab und zu fuhren sogar welche. Die Wartezeit war recht lang, aber auch das ging vorbei.

Von S&S haben wir nicht viel erwartet – und wurden mehr als zufriedengestellt. Die Wagen sind recht bequem, die Schulterbügel stören überhaupt nicht. Ein guter Start also. Rauf auf den Lift, und was dann folgte, war eine der spaßigsten Achterbahnfahrten, die ich je hatte. Die erwarteten Schläge im Drop blieben aus, und vom ersten Moment an überzeugt das Modell "El Loco" durch eine sanfte Fahrt, tolle und sehr gut choreografierte Fahrfiguren und genug Spaß, um gleich nochmal zu fahren. Aus Zeitgründen blieb uns das leider verwehrt, aber auch so denke ich gerne an diese kompakte und schicke Neuheit zurück.

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Hocherfreut von diesem überraschenden Erlebnis widmeten wir uns den beiden Woodies. Der Cornball Express ist eine der letzten Holzachterbahnen von CCI (die letzte war die am Ende folgende). Ich habe wenig Erinnerungen daran, außer, dass sie ok war, mir aber leider einen blauen Fleck verpasst hat. Nichts Schlimmes, aber auch kein Highlight. Das Gleiche gilt für den Hoosier Hurricane, der ein schön langes Layout und eine sehr hoch liegende Station hat, und dank weniger Schläge eine durchaus angenehme Fahrt liefert.

Von Holz zu Stahl zogen wir zum alten Jet-Star Tig'rr, der komplett auf einem Gebäude steht. Mir gefällt es, in Wagen ohne Bügel und Gurt durch die knackig berechneten Kurven zu rasen und dabei dank deutscher Wertarbeit keinerlei Schläge zu verspüren. Dieses alte Schmuckstück ist was ganz besonderes.

Auf dem Weg zu Galaxi, der ebenfalls sehr fahrbaren S.D.C.-Rarität, kommt man am Darkride Den of Lost Thieves vorbei. Der sehr lange und über zwei Etagen verlaufende interaktive Darkride macht richtig Laune, auch wenn das nicht immer eingehaltene Lichtraum-Profil für spannende Momente und lustiges Kopf-Einziehen sorgt.

Es war leider schon sehr spät geworden. Für den dadurch bedingten Verzicht auf den ausgezeichneten Walkthrough Dr. Frankenstein’s Haunted Castle lassen wir uns gerne schelten, aber wir wollten die letzte Coaster-Kuriosität in Indiana Beach unbedingt testen. Nach ausgiebigen und eindringlichen Gesprächen ließ uns der nette Ride-Op eine zusätzliche letzte Fahrt auf Lost Coaster of Superstition Mountain mitmachen – während seine dazugekommene Freundin hinter uns die Queue-Line abriegelte. Sehr familiär eben.

Der zum Coaster umgebaute Darkride ist so ziemlich das absurdeste, was wir auf unserem Trip hatten. Mit einem Vertikal-Aufzug geht es nach oben. In den Wagen sitzen jeweils 4 Personen – zwei vorwärts, zwei rückwärts. Nach dem Lift kommt ein kleiner Outdoor-Teil, und dann folgen die wahrscheinlich engsten Kurven, die jemals auf einer Achterbahn gebaut wurden. Der Track folgt dem alten Darkride, mit Effekten, scharfen Turns und teilweise völlig im Dunkeln. Der Sinn, aus der Attraktion eine Holzachterbahn zu bauen, erschließt sich mir nicht ganz, aber trotzdem war es lustig, mit diesem verrückten Teil zu fahren.

Wir waren nach der Fahrt die letzten Gäste im Park, und so konnten wir ohne Menschenmassen zurück zum Parkplatz wandern und durch die Nacht in Richtung Chicago fahren. In der Nähe von Six Flags Great America erreichten wir sehr spät das Motel. Trotz des beachtlichen Umweges hat sich der Besuch von Indiana Beach auf jeden Fall gelohnt.
#71

Tag 19 - 24.08.2008 - Six Flags Great America

Antwort auf Coastermeister, Beitrag #1

Der letzte Six Flags-Park auf unserem Trip, von dem wir uns viel versprochen haben. Ich hatte von meinem letzten Besuch vor acht Jahren einen sehr positiven Eindruck mitgenommen, der sich jetzt bestätigen sollte. Aber ordentlich der Reihe nach.

Der Eingangsbereich ist sehr schön gestaltet. Neben den Kassen und den obligatorischen Shops erwarten den Besucher ein großes Karussell und ein in amerikanischen Parks scheinbar sehr beliebter künstlicher Teich.

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An diesem vorbei kommt man in einen hübschen Bereich, wo wir als erstes den bereits bewährten Flash Pass abholten. Dank dieser Hilfe sind wir die Bahnen im Park wieder kreuz und quer gefahren. Die Besucherzahlen hielten sich in Grenzen, so dass wir (bis auf eine Ausnahme) nirgendwo wirklich warten mussten.

Unser Rundgang führte uns gegen den Uhrzeigersinn zuerst am Schwarzkopf-Klassiker Whizzer vorbei, den wir später genießen sollten. Die erste Bahn des Tages war dann der Woodie Viper.

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Nach diversen Woodie-Debakeln hatten wir keine großen Erwartungen, wurden aber auch nicht enttäuscht. Die Viper lässt sich gut fahren und bewegt sich im großen und angenehmen Holz-Mittelfeld.

Direkt daneben steht das große Objekt unser Begierde – der B&M-Hyper Raging Bull.

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Schon von außen fällt das für Hyper-Verhältnisse sehr getwistete Layout auf, und die orangene Farbe strahlt dem potentiellen Mitfahrer entgegen. Ein feiner Anblick. :)
Die bereits kurze Warteschlange konnten wir dank Flash-Pass Walk-On-verdächtig auf unter 5 Minuten reduzieren – und zwar den ganzen Tag über. Platz nehmen, Bügel runter, wohl fühlen, und los geht’s. Der First Drop hat den typischen Pre-Drop, der aber nicht ins Gewicht fällt. Unten angekommen geht es erstmal durch einen Tunnel. Der erste Hammerhead-Turn zeigt, wo der rasende Bulle seine Stärke hat – gefühlt flache Kurven mit feinen seitlichen G-Kräften. Man schwebt förmlich durch die Kurven und wird ein wenig nach außen gedrückt. Das, was der Horseshoe bei SilverStar in Ansätzen zeigt, ist bei Raging Bull in jeder Kurve Programm. Das Layout ist interessant, und die Reduzierbremsen stören weniger als befürchtet. Trotzdem wäre die Bahn ohne die Spaßbremsen sicher noch ein wenig besser – ich hatte sie auch etwas knackiger in Erinnerung.

Dank des schönen Wetters und der prima Optik gibt es jetzt eine kleine Foto-Orgie von diesem Prachtstück.

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Auf der anderen Seite des Parks erlebten wir die einzige signifikante Wartezeit des Tages. Bei der Spinning Maus Ragin' Cajun mussten wir über eine dreiviertel Stunde warten. So blieb viel Zeit, die ansprechende Fassade zu betrachten.

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Beim Einstieg in die Wagen wurde uns dann klar, woran es bei dieser Anlage krankt. Es gibt nämlich die unsinnige Regel, dass die Wagen nur mit drei Personen beladen werden dürfen. Das führt natürlich zur Neuorganisation von Vierergruppen und damit zu Diskussionen und Wartezeit beim Einstieg. Die Bahn selber fuhr dann so, wie man es von einem Spinner erwartet.

Nebenan steht ein weiterer Vertreter der Intamin Impulse-Shuttles – Vertical Velocity, oder kurz V². Diese Version ist die am meisten vertretene mit einer Drehung an der vorderen Spike und einer geraden am anderen Ende. Hier gibt es nichts zu schreiben, was nicht auch bei Voodoo, Wicked Twister oder der noch folgenden Steel Venom zu sagen wäre. Kurz, spaßig und gut.

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Der Park ist wirklich schön angelegt und hat viele grüne Ecken – und niedliche Tiere:
Künstliche...

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...und echte...

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Ein Stück weiter steht der erste Batman – The Ride. Es ist erstaunlich, wie kräftig selbst dieses Urgestein noch fährt. Das Layout verliert nichts an Aktualität, und der Fahrkomfort ist gut wie eh und je.

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So ein Coaster-Angebot macht glücklich:

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Neben dem Kiddie-Coaster Spacely's Sprocket Rockets steht der allererste B&M überhaupt – Iron Wolf.

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Dieser Stand-Up ist leider mehr Kult als fahrbar. Es geht hier sehr hart zur Sache, einige Kurven sind einfach zu eng. Das macht z.B. Riddler’s Revenge mit seinen langen Figuren viel besser.

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Mal wieder quer durch den Park, gingen wir zum Mittagessen und zum anschließenden Coastern in die Superhero-Ecke. Hier steht der zweite der neuen Dark-Knight-Coaster. Dank keiner Wartezeit für uns sind wir ihn zweimal gefahren, ohne hinterher besser darüber zu denken. Zum mal eben Mitnehmen ok, aber als Top-Attraktion definitiv zu schlecht.

Gleich daneben wird es aber besser, denn hier wartet ein weiterer Superman – Ultimate Flight. Mit diesem habe ich alle drei durch und kann sagen, dass sie wirklich alle gleich sind. Nur bei dem in Georgia ist das Gelände rundherum etwas ansprechender gestaltet. Macht schon Spaß so ein Flyer, auch wenn ich weiterhin finde, dass das Layout nach dem Pretzel ein wenig zu uninspiriert wirkt.

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Leider mussten wir einen Notstop auslösen, denn irgendein dämlicher Jugendlicher, der sich auf die Abschußliste der Evolution setzen wollte, war der Meinung, seine Kappe unter der Bahn rausholen zu müssen. Klar, Zäune sind ja auch nur zur Zierde da. Es wurde aber schnell gehandelt und der Bursche entfernt.

Am Nachmittag fuhren wir dann die restlichen Bahnen. Der Whizzer ist eine wirkliche Rarität und macht immer noch einen Heidenspaß. American Eagle ist ein Wooden-Racer, der nicht so wirklich synchron fährt. Die Endhelices sind wohl mal überarbeitet worden, und ich möchte mir nicht vorstellen, wie die vorher fuhren. Ansonsten ist die Bahn ok. Hier war übrigens wieder Walk-On angesagt, wobei die Betonung auf "Walk" liegt – man muss nämlich die halbe Warteschlange zurücklaufen, bevor man sich bei der anderen Seite wieder anstellen kann. Bringt also Zeit und gute Schuhe mit, wenn Ihr diese Bahn fahren wollt. :)

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Die letzte Bahn war der legendäre Demon. Leider ohne die nervig-kultige 70er-Jahre-Musik, dafür aber immer noch mit dem Tunnel-Effekt.

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Auf dem Weg zu weiteren Raging-Bull-Fahrten kamen wir noch am Freefall vorbei.

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Dieser hat eine schicke Indoor-Warteschlange, die wir allerdings dank Flash-Pass nicht mitgenommen haben.

In dem Fort in der Western-Ecke findet regelmäßig Live-Musik statt, und hier hatten wir eine nette Begegnung. Angelockt durch sehr gute Country-Musik ging ich Maren hinterher – und wurde mittelprächtig überrascht. Anstatt einer Hochglanz-Band standen auf der Bühne ältere Herrschaften und eine etwas pummelige, sich kaum bewegende Sängerin. Was diese Band dann allerdings für Musik hingeschmettert hat, war brilliant. Maren schwärmt heute noch davon, als der Gitarrist sein Plektrum zu ihr geworfen hat und dann sogar weiterspielend zu uns an den Tisch kam. Solltet Ihr also mal da sein und vielleicht auf die Band Regular Joe treffen, dann supported diese netten Herrschaften bitte.

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Mit ein paar letzte Fahrten auf Raging Bull und Superman beschlossen wir beim schönen Sonnenuntergang einen fantastischen Parkbesuch. Six Flags Great America ist schön, sauber, hat ein beeindruckendes Coaster-Portfolio und lässt die Bahnen mit guter Kapazität fährt. Daumen hoch. :)
#72

Tag 20 - 25.08.2008 - Timber Falls / Mt. Olympus

Antwort auf Coastermeister, Beitrag #1

Die Fortsetzung unseres Berichtes hat leider etwas gedauert - aber dafür schließe ich ihn jetzt endlich ab. :)

In der beliebten Touristendestination "The Dells" in Wisconsin gibt es neben toller Natur, vielen Wasserparks, der Möglichkeit, mit Amphibienfahrzeugen durch die schöne Landschaft zu fahren und haufenweise weiteren Ferienbespaßungen zum Glück auch ein paar Achterbahnen.

Die erste erreichten wir noch vor Parköffnung. "Park" ist hier etwas übertrieben, denn Timber Falls Adventure Park besteht aus einer Wildwasserbahn, Bumper Boats, einem Booster und einem großen Minigolf-Kurs - und drumherum fährt eine Holzachterbahn. Der S&S-Woodie Avalanche (bzw. seit kurzem Hellcat) fährt zweimal um den kleine Park herum - das wars. Zum Glück gibt es dabei aber ein wenig Ejector-Airtime und feine Geschwindigkeit. Leider fährt er etwas ruppiger als z.B. die neuesten GCIs, macht aber trotzdem Spaß.

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Backrow - was sonst? :)

Am Horizont erspähten unsere Coaster-suchenden Augen auch schon die nächsten Möglichkeiten für einen wilden Ritt.

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Ein paar Straßen weiter befindet sich nämlich Mt. Olympus. Hier hatten wir hohe Erwartungen, denn gleich mehrere Woodies und ein außergewöhnliches Theming sollten auf uns warten.

Auf dem Parkplatz angekommen, bietet sich gleich der erste erfreuende Anblick - Hades, der erste Woodie der Gravity Group. Dieser verschwindet im Park in einem Tunnel und kommt mitten auf dem Parkplatz für einen Turn wieder ans Tageslicht, bevor es zurück in die Unterwelt geht. Das macht doch schon mal Lust...

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Der Eingangsbereich ist super gestaltet, und auch die Eingänge der Bahnen sehen prima aus. Aber Aussehen ist ja nicht alles, und so wollten wir uns dem puren Holzgenuss hingeben.

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Heute leider geschlossen...

Den Anfang machte dabei Zeus, der Göttervater aus CCII-Produktion. Es wurde uns schnell klar, wie der Chef des Olymps seine Herrschaft zementierte: mit Gewalt und Schmerzen. Diese Bahn reihte sich ein in den "Fahr da bloß nicht mit"-Reigen. Das Rütteln und Schütteln war gerade noch zu überleben, aber der eine Schlag, der geeignet wäre, die Wirbelsäule in göttliche Höhen zu katapultieren, zählt zu den Dingen, die man nicht wiederholen möchte.
Damit waren die Erwartungen an den Rest der Bahnen auf sehr viel tieferem Niveau angelangt, so dass wir bereit waren für Hades, die Unterwelt.

Sehr interessant waren die Ride-Ops, die in dieser Ausprägung an mehreren Fahrgeschäften im Park anzutreffen sind: junge, südosteuropäisch anmutende Damen, die der griechisch-stämmige Besitzer des Parks scheinbar aus seiner Heimat mitgebracht hat. Das ist zwar was fürs Auge, aber nicht nicht für den Betrieb, denn abgesehen von einer, nett ausgedrückt, zurückhaltenden Arbeitsweise habe ich es noch nie erlebt, dass die Bediener einer Achterbahn plaudernd und Nägellackierend auf den Schienen sitzen.

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Prima Arbeitsmoral

Nun ja, hauptsache wir fahren. und das sogar unerwartet gut, auch wenn Hades teilweise recht ruppig ans Werk geht. Aber das Out-of-control-Feeling im Tunnel und das 90-Grad-Banking, das man nur dadurch erkennt, dass das Licht am Ende des Tunnels irgendwie gekippt aussieht, entschädigen für die rustikale Fahrweise.

Der dritte große Woodie Cyclops war leider geschlossen, und den Kiddie Little Titans durften wir nicht fahren. Der kleine Woodie Pegasus macht trotz der bescheidenen Ausmaße Spaß. Als letzten Coaster bot sich uns Opa an, eine Spinning Maus in einer Halle. Allerdings trifft das „Spinning“ nur auf einen der Wagen zu, die anderen waren fixiert. Von daher hielt sich unsere Begeisterung in Grenzen.

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Der geschlossene Cyclops mit Hades und Zeus im Hintergrund

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For Kids only!

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Leider abgebaut...schniff...

Der Park ist größtenteils sehr schön thematisiert. Hier wurde mit viel Liebe zum Detail gearbeitet. Auch die Landschaft ist klasse und sehr gepflegt.

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Im Park kann man eine "Probe-Tour" mit einem der Dells Army Ducks-Amphibienfahrzeuge machen. Da das aber nur einmal im Kreis und durch einen Teich ging und die Wartezeiten zu groß waren, haben wir das gelassen.

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Das Essen haben wir außerhalb eingenommen, und auch eine weitere Haunted Attraction haben Maren und ich überstanden. Im Castle of Terror wurde, nachdem wir die Tickets gekauft hatten, erstmal ein Mitarbeiter per Funk gerufen. Der kam dann auch - unkostümiert. Er ließ uns rein, gab uns kurze Anweisungen und war weg. Wir gingen also durch die überwiegend stockdunklen Gänge mit wenigen statischen Props. Und plötzlich wurde uns klar, wo der freundliche Erschrecker abgeblieben war - nämlich direkt neben uns, in einem Parallel-Gang. So hauchte er uns ins Ohr "I‘m right behind you", atmete schwer und rief "get out". Was für ein Effekt! Die beklemmende Stimmung dabei war fantastisch.

Danach ging es zurück in den Park, denn Mt. Olympus hat neben seinen Woodies auch noch mehrere Cart-Bahnen. Wir haben leider nur eine geschafft, aber die war mit mehreren Etagen, einer Brücke und einer Unterwasser-Passage (so hieß das, es war aber natürlich nur eine Unterführung) angenehm lang.

Der dritte Teil des Parks ist der Wasserpark. Hier wurde mit dem schnellsten Lazy River der Welt, dem River Troy, geworben. Er stellt die Grenze zwischen Ober- und Unterwelt da. Na ja, schnell war er, aber von dem Thema war irgendwie nichts zu erkennen. Die Rutschen sind da schon viel besser, gerade die Speed-Slides waren fein. Und auf der Reifen-Rutsche mit dem Triple-Down hat es uns den Hintern versohlt. Zum Abschluss hat uns Poseidon mit seiner Monsterwelle gekickt. Auch der Indoor-Bereich ist schön, so dass der Nachmittag sehr angenehm verstrich.

Auf der Weiterfahrt haben Maren und ich dann noch einen ungewöhnlichen Count mitgenommen: den Wisdom-Coaster Minor Mike der in Knucklehead's Bowling & Family Entertainment neben einer Mall untergebracht war. Sogar der Teppich lag noch unter dem Kiddie...

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Fazit: Auch wenn es bessere Woodies gibt, hatten wir im griechischen Göttersitz unseren Spaß. Aber irgendeinen komischen Nachgeschmack hinterlässt der Park, denn einiges will nicht so ganz zum guten Ansatz passen, wie z.B. der lieblose Spinner in der kahlen Halle, die von außen wirklich toll aussieht. War trotzdem schön, so dass wir zufrieden in Richtung Minnesota weiterfuhren.
#73

RE: Tag 20 - 25.08.2008 - Timber Falls / Mt. Olympus

Antwort auf Coastermeister, Beitrag #72

Letzte Bearbeitung am 18-Jul-09 um 17:11 Uhr ()
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>Das Essen haben wir außerhalb eingenommen, und auch eine weitere Haunted Attraction
>haben Maren und ich überstanden. Im Castle of Terror wurde, nachdem wir die Tickets
>gekauft hatten, erstmal ein Mitarbeiter per Funk gerufen. Der kam dann auch -
>unkostümiert. Er ließ uns rein, gab uns kurze Anweisungen und war weg. Wir gingen also
>durch die überwiegend stockdunklen Gänge mit wenigen statischen Props. Und plötzlich
>wurde uns klar, wo der freundliche Erschrecker abgeblieben war - nämlich direkt neben
>uns, in einem Parallel-Gang. So hauchte er uns ins Ohr "I‘m right behind you", atmete
>schwer und rief "get out". Was für ein Effekt! Die beklemmende Stimmung dabei war
>fantastisch.

Ja, das war wirklich eine eindrucksvolle Erfahrung, wieviel Beklemmung ein Typ mit Jeans und Turnschuhen so wecken kann, wenn man nicht weiss, wo der als nächstes auf uns wartet!
Auf jeden Fall empfehlenswert, wenn auch etwas kurios :7 !

Allerdings vergass Jan zu erwähnen, daß wir eigentlich den Park zur Mittagszeit verlassen haben, da uns die Preise des Essens für das Gebotene einfach zu happig waren! Da hat uns Kentucky Fried Chicken deutlich mehr für's Geld geboten, und das Maze haben wir dann eher zufällig auf dem Weg entdeckt ;)
#74

RE: Tag 20 - 25.08.2008 - Timber Falls / Mt. Olympus

Antwort auf Coastermeister, Beitrag #72

Halli-Hallo,

auch dieser Tag hatte wieder viele tolle Eindrücke für uns parat. Der Minigolgplatz hatte schon etwas und Avalanche hat mir persönlich richtig gut gefallen. Für eine Bahn, die Besucher nur anlocken soll, damit sie Golf spielen, schon richtig toll.

>http://www.werft72.de/jan/coastertrip2008usa/timberfalls-4.jpg
>Backrow - was sonst? :)
>

Auch wenn ich die Bahn Frontrow gefahren bin }>

Im Mount Olympus Park war ich wieder hin- und hergerissen. Einerseits tolle Bahnen, gutes Theming und ein spaßiger Wasserpark. Andererseits auch echt miese Bahnen und solche Mitarbeiter...
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...da dreht sich mir als Ex-Ride-OP der Magen um.

Insgesamt aber ein netter Park in der Kategorie: "Wenn man mal vorbeikommt oder in der Nähe ist - auf jeden Fall hin". Weite Anreisen würde ich aber nicht empfehlen.


>Auf der Weiterfahrt haben Maren und ich dann noch einen ungewöhnlichen Count
>mitgenommen: den Wisdom-Coaster Minor Mike der in Knucklehead's Bowling & Family
>Entertainment neben einer Mall untergebracht war. Sogar der Teppich lag noch unter dem
>Kiddie...

Während Jan und Maren diesen Minicoaster gefahren sind, haben Carsten und ich viel Geld in einem der Outlet-Malls ausgegeben. Auch dafür ist Winsconsin Dells bekannt. Echte Schnäppchen der bekannten Sport- und Bekleidungsmarken. Für mich hat sich dieser Abstecher wirklich gelohnt, neue Turnschuhe, Sportkleidung und Sonnenbrille zu sehr guten Preisen.

#75

RE: Tag 20 - 25.08.2008 - Timber Falls / Mt. Olympus

Antwort auf Maccoaster, Beitrag #74

>Auch wenn ich die Bahn Frontrow gefahren bin }>

Stimmt! Die fuhr ja nach rechts raus....was für ein Patzer! :+
#76

Tag 21 – 26.08.2008 – Valleyfair! / Nickelodeon Universe

Antwort auf Coastermeister, Beitrag #1

Letzte Bearbeitung am 18-Jul-09 um 17:04 Uhr ()
Am letzten Tag unseres Wahnsinns-Trip stand noch eine Neuheit von GCI auf dem Programm. In der Nähe von Minneapolis erwartet den Weitgereisten der Cedar-Fair Park Valleyfair!. Bei bestem Wetter und kaum vorhandenem Andrang wurden wir von einer schönen Skyline aus Morgan-Coaster und Intamin Impulse Shuttle begrüßt. Unser erster Anlaufpunkt im sehr wenig gefüllten Park (was für ein Glück am Ende der Reise) liegt im hinteren Parkteil. Auf dem Weg dorthin fuhren wir als Erstes die Arrow-Maus Mad Mouse. Durch die teilweise gebankten Kurven ist das Fahrgefühl ein wenig anders als bei den Standard-Mäusen. Uns hat der kleine Nager gefallen.

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Und dann kam einer der lang erwarteten Momente der Reise. Der Outlaw-Coaster Renegade, eine 2007er-Kreation von GCI, komplett mit den leckeren Millennium-Flyer-Zügen, lud fast ohne Warteschlange zum Mitfahren ein. Das Layout ist von Parkseite aus nicht einsehbar, und so waren wir sehr gespannt auf die Fahrt. Der erste Kick ist der Drop, der erst nach rechts führt, um dann auf halber Strecke nach links wegzukippen. Dann kommt der GCI-typische Kurs aus vielen Kurven, wenig Geraden und Airtime-Umschwüngen, bis es mit mehreren engen Kurven in die Station zurückgeht. Aber leider kam dieser Woodie nicht so recht aus dem Knick. Andere Woodies auf der Tour hatten viel mehr Dampf, und sogar Troy bietet mehr Action als Renegade (wie gut, das schont den Geldbeutel :)). Selbst am Nachmittag, als die Bahn etwas schneller fuhr, wollte sich nicht das übliche schnelle hin-und-her-Gefühl einstellen, das wir nun schon mehrfach genießen durften. Um nicht falsch verstanden zu werden: Renegade ist ein klasse Woodie. Aber ein klein bisschen agressiver dürfte es schon zugehen.

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Weiter gehts! Der Woodie High-Roller von 1976 bietet als Kontrast-Programm ein sehr überschaubares Oldie-Feeling, auch hier mal wieder fahrbar, aber nicht beeindruckend.

Zurück zum vorderen Parkteil, gab es den gefühlt x-ten Intamin Shuttle in der Standard-Ausführung. Über Steel Venom schreibe ich daher auch nichts, außer, dass es wie immer eine kurzweilige, spaßige Fahrt war.

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Zum Fotografieren sind die Dinger wirklich gut

Eine Überraschung wartete grün und groß ein paar Schritte weiter. Nach kurzem Zwischenstop auf der S&S-Schaukel hieß es mal wieder, in hochbeinigen Zügen eckige Fahrfiguren zu absolvieren.

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Aber sehr überraschenderweise machte dieser Morgan sogar Spaß. Während wir Steel Force für eine Schnarchnummer hielten, kam bei Wild Thing fast so etwas wie Spaß auf. Das könnte an den annehmbaren Fahreigenschaften liegen oder an der großen, zügig durchfahrenen Kurve - auf jeden Fall fand ich das erste Mal eine Fahrt auf einem Morgan-Coaster gut.

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Nach diesem mit Morgan versöhnenden Erlebnis versuchten wir das noch mit einer der seltenen Arrow-Bahnen mit Holzstruktur. In der hintersten Ecke des Parks steht Excalibur, die wir nach einigem Suchen des richtigen Weges gefunden haben. Im Gegensatz zur guten Gemini ist Excalibur aber leider keine Freude. Minetrains von Arrow gehen ja noch, aber große Bahnen sollten mit diesen Schienen einfach nicht gebaut werden. Schlechtes Banking, Schläge und dafür zu hohes Tempo sind nicht lustig. Es wirkt fast, als wäre bei der Planung irgendwas schief gelaufen.

Bevor wir den Parkbesuch mit ein paar weiteren Runden auf Renegade beendet haben (die wie schon erwähnt immer noch nicht so richtig knackig waren), sind wir noch den obligatorischen Corkscrew gefahren. Der war allerdings coastermäßig so unscheinbar, dass Maren sich daran gar nicht mehr erinnern kann. :)

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Auch für die ganz Kleinen gibt es was zum Fahren

Dank des geringen Besucherandrangs und des fantastischen Wetters hat Valleyfair! richtig Spaß gebracht. Es fehlen zwar, von Renegade mal abgesehen, die richtigen Highlights, aber in der Masse kommt der Coasterfan durchaus auf seine Kosten.

Unser Rückflug am nächsten Morgen ging von Minneapolis, so dass wir am Abend als Abschluß die Mall of America und das Nickelodeon Universe besuchen konnten.

Die Mall ist sehr beeindruckend und wirklich groß. Da es aber schon spät war, die Geschäfte zum Teil bereits geschlossen waren und in der Mitte des riesigen Gebäudes ein leckerer Freizeitpark wartete, zog es uns sofort dort hin.

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Ganze fünf Coaster sind unter dem Glasdach untergebracht. Der Avatar Airbender, eine Intamin Halfpipe, ist spaßig und bietet eine gute Portion Thrill, da die Schiene recht nah an die Decke reicht.

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Back at the Barnyard Hayride ist ein sehr kleiner Zamperla Powered Coaster, der nur einmal im Kreis fährt, dank der ulkigen Thematisierung aber sehr drollig ist.

Die Thematisierung ist sowieso eine Sache für sich. Eigentlich bin ich kein Fan der Nickelodeon-Figuren, aber im Universe sind sie einfach sehr stimmig und sorgen für ein Grinsen auf dem Gesicht. Am besten sind die Wristband-Scanner, die beim erfolgreichen Einscannen ein Spongebob-Quietschen von sich geben.

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Der sehr lange Tivoli Pepsi Orange Streak ist eine richtige Spaßmaschine. Teilweise recht knackiges Tempo und ein famoses Layout quer durch die Halle sorgen für gute Laune.

Und dann war es Zeit für die Neuheit: SpongeBob SquarePants Rock Bottom Plunge. Wie dieser Eurofighter in das Gebäude gequetscht wurde, ist ein Phänomen. Teilweise sind zwischen Stützen und Wand nur wenige Zentimeter Platz. Und auch der Lift geht bis in die Deckenstruktur. Zu allem positiven Überfluß fährt die Bahn auch noch sehr gut und ist trotz der kurzen Strecke sehr interessant. Ein Looping, eine Heartline-Roll ohne großartige Hangtime und ein Horseshoe, gepaart mit butterweichem Fahrverhalten - das ergibt ein sehr positives Gesamtergebnis. :)

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Der letzte Coaster ist der Spinner Fairly Odd Coaster (wer denkt sich eigentlich diese Namen aus?). Mit der richtigen Beladung dreht sich das Ding ganz schön heftig, so dass Lars mal wieder allen Grund für einen Lachanfall hatte.

Ein paar andere Fahrgeschäfte runden das Angebot ab, unter anderem eine totale Überraschung zum Schluß der Trips. Die Wildwasserbahn stand bei uns gar nicht auf der Liste, wir wollten sie einfach so mitnehmen. Wir hätten uns geärgert, wenn wir das nicht getan hätten. Sie ist ziemlich lang, hat zwei Drops, einen aufwändigen Indoor-Teil und insgesamt tolles Theming mit vielen Animatronics. Das hätten wir nicht erwartet. Da hat der Gott der Freizeitparks uns für das Ende unserer Reise nochmal einen Spaß-Klopper vorgesetzt.

Damit war das Power-Coastern dann auch beendet. Noch eine Übernachtung, dann ging es am nächsten Tag zurück in die Heimat. Irgendwie schade...
#77

Fazit

Antwort auf Coastermeister, Beitrag #1

Es fällt mir schwer, diesen Wahnsinnstrip zusammenzufassen. Fange ich mal mit den technischen Daten an: ohne die akribische Planung von Maren wäre es purer Streß gewesen. Auch hätten wir viele kleine Parks übersehen oder verpasst, wenn nicht alles so gut getimed gewesen wäre. Das Auto lief zuverlässig, das Essen war nicht erwähnenswert, und die Motels waren fast alle super.

Unsere Truppe war klasse, mir hat es besonders viel Spaß gebracht, die Gesichter unser beiden "USA-Coastertrip"-Neulinge Lars und Carsten zu beobachten, wie sie das erste Mal vor Millennium Force stehen oder sprachlos aus Kingda Ka aussteigen.

Bei der Auswahl der Coaster überwiegen die positiven Erinnerungen. Die paar Ausreisser und Flops, die wir hatten, bestätigen nur, wie viele gute Achterbahnen es eigentlich gibt. Und wir hatten wirklich alles dabei - von alt und klein bis zum Weltrekord. Ich habe für mich wieder festgestellt, dass ich definitiv das richtige Hobby habe, und dass so ein Tripp der beste Urlaub ist, den ich machen kann.

Und jetzt sitze ich hier und versuche, ein adäquates Schlußwort zu finden. Das ist echt schwierig...daher lasse ich es und hoffe nur, Ihr habt beim Lesen unseres Berichtes viel Spaß gehabt. :)
#78

RE: Fazit

Antwort auf Coastermeister, Beitrag #77

Halli-Hallo,

fast ein Jahr ist es nun her und ich träume gerade wieder und schwelge in Erinnerungen von diesem tollen Trip.

Was wir in diesen Tagen alles für Highlights erlebt haben und was wir für tolle Bahnen fahren konnten. Natürlich waren die großen Parks mit den Knallerbahnen die absoluten Höhepunkte. Ich werde nie meine Empfindungen nach den Fahrten auf El Torro, Kingda Ka, Millennium Force, Griffon oder Dominator vergessen. Aber auch viele kleinere tolle Erlebnisse hatten wir, wie beispielsweise die Besuche und Bahnen in Knoebels, Lake Compounce und Waldemeer.

Am Ende die obligatorischen Danksagungen:

  • Danke an die tolle Truppe, die den Trip so lustig und erlebnisreich gemacht hat. Neben den Fahrten gab es noch viele technische Diskussionen und selbst verschiedene Meinungen über Bahnen konnten sachlich ausdiskutiert werden.

  • Danke an Maren für die akribische Planung des Trips. Alles hat gepasst und ich konnte mich immer darauf verlassen, dass es am Abend ein sauberes Bett für mich gab.

  • Danke an B&M, Intamin und GCI für die berauschenden Fahrterlebnisse. Aber auch die anderen Hersteller haben sich meistens Mühe gegeben ;-)

  • Danke an die amerikanischen Bierbrauer. Dank ihrer "Braukunst" hatten wir nie einen Kater und konnten am nächsten Morgen die Bahnen und Parks genießen }>

  • Danke an Taco Bell :9 Dort hatte man wenigstens das Gefühl, etwas gesundes zu essen }>

  • Danke an meine Frau, die den ersten Teil der Tour über sich "ergehen" ließ und trotz unseres "Unfalls" kurz vor dem Trip tapfer dabei war. Und Danke für das Kamera- und Rucksackhalten ;-)

  • Danke an meinen kleinen Schatz Tamo, der damals die Tage im Bauch überstanden hat und auch schon seine ersten Coastercounts schaffte. Und welcher "frisch erzeugte" kann schon von sich behaubten, auf Hydra, Leap the Dips, Volcano und diversen Wasserbahnen gefahren zu sein?
    Aber wenn man ihn sich heute ansieht: Es scheint ihm nicht schlecht bekommen zu sein...
    http://www.lars.nordwand.net/bilder/Segelfliegen/Ruppin16.jpg
    [/ul]

    Ich würde jedem Achterbahn- und Parkfan mindestens einmal in seinem Leben eine solche Tour ans Herz legen.

#79

Diverses

Antwort auf Coastermeister, Beitrag #1

Letzte Bearbeitung am 18-Jul-09 um 17:20 Uhr ()
Einige Fotos konnte ich nirgendwo unterbringen, daher schiebe ich sie hier hinterher.

Da wäre zum Beispiel ein Carsten, der mitten auf dem Washingtoner Interstate-Ring seine Blase erleichtern musste. Das sah dann verbotenerweise so aus:

http://www.werft72.de/jan/coastertrip2008usa/outtakes-5.jpg
Die vorbeifahrenden Personen (und das waren mitten in der Rush-Hour sehr viele) haben recht "erstaunt" geguckt. Wir haben nur auf die Schlagzeile am nächsten Tag gewartet... :)

Ein paar weitere Fotos:

http://www.werft72.de/jan/coastertrip2008usa/outtakes-1.jpg
Nur ein paar Spritzer... :)

http://www.werft72.de/jan/coastertrip2008usa/outtakes-3.jpg
Was für ein Timing - der Dominator als 200... (die 300 war dann ja Magnum)

http://www.werft72.de/jan/coastertrip2008usa/outtakes-4.jpg
Schöne Tankstellenlektüre

http://www.werft72.de/jan/coastertrip2008usa/outtakes-6.jpg
Fast zu Hause

http://www.werft72.de/jan/coastertrip2008usa/outtakes-7.jpg
Die arme Anja. Gerade erst angekommen, und wir setzen sie gleich in Kingda Ka... :)

http://www.werft72.de/jan/coastertrip2008usa/outtakes-2.jpg
Werbung in Cedar Point

http://www.werft72.de/jan/coastertrip2008usa/outtakes-8.jpg
Was Carsten da macht, weiß ich nicht - denn so heftig sind die Dinger ja nun wirklich nicht... :)

http://www.werft72.de/jan/coastertrip2008usa/twg-5.jpg
Trains not on tracks and without guests
#80

RE: Diverses

Antwort auf Coastermeister, Beitrag #79

>
>http://www.werft72.de/jan/coastertrip2008usa/twg-5.jpg
>Trains not on tracks and without guests

Ich weiss es, ich weiss es!

http://www.rcdb.com/m/de/id3606.htm

Von wegen "in Storage", wohl eher "Waiting for wreckage/higher steel prices" :+


Von diesen "in Storage"-Bahnen haben wir leider so einige gesehen auf unserer Tour, wobei dieses tatsächlich das erschreckendste Beispiel ist :-(

Es war ein toller Urlaub, der viel zu schnell vorbei ging und ganz schön schwer zu toppen sein wird!

Maren
#81

Special: Trains on tracks without guests

Antwort auf Coastermeister, Beitrag #1

Letzte Bearbeitung am 18-Jul-09 um 17:19 Uhr ()
Es kam häufiger vor, dass nach irgendwelchen Breakdowns leere Züge auf den Bahnen fuhren, so dass wir einen neue Foto-Rubrik eingeführt haben: Trains on tracks without guests. Damit haben wir dann bald alle Kombinationen von Schienen, Zügen und Gästen durch... :)

http://www.werft72.de/jan/coastertrip2008usa/twg-1.jpg
Time Warp, Canada's Wonderland

http://www.werft72.de/jan/coastertrip2008usa/twg-2.jpg
Mantis, Cedar Point

http://www.werft72.de/jan/coastertrip2008usa/twg-3.jpg
Motocoaster, Darien Lake

http://www.werft72.de/jan/coastertrip2008usa/twg-4.jpg
Predator, Darien Lake

http://www.werft72.de/jan/coastertrip2008usa/twg-6.jpg
Ravine Flyer II, Waldameer
#82

RE: Special: Trains on tracks without guests

Antwort auf Coastermeister, Beitrag #81

Wirklich ne super Tour!

Ich möchte soetwas auch mal miterleben. Was kostet der Spaß komplett pro Person?
#83

RE: "officially mad" – Der Mega-USA-Trip 06.08. bis 26.08.2008

Antwort auf Coastermeister, Beitrag #1

Danke für den tollen Bericht!

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