Letzte Bearbeitung am 21-Aug-08 um 15:16 Uhr ()Wir fliegen von Honolulu nach Los Angeles, Flugzeit 5,22 Stunden. Abends besuchen wir den Santa Monica Pier und versuchen dort etwas Essbares zu finden. Aber außer einigen Hot Dog Ständen, die einen sehr unangenehmen Geruch verströmen und sehr unappetitlich aussehen, finden wir leider nichts. Der Pier ist größtenteils von Lateinamerikanern besucht, die Amerikaner Essen dahinter auf der Santa Monica Main Street, auf der es schöne und exklusive Lokale gibt. Der Pier wird abends von den Menschenmassen regelrecht erdrückt, die Autoschlange zum Pierparkplatz ist kilometerlang. Also verlassen wir diesen im Moment eher unerträglichen Pier und suchen uns landeinwärts etwas zum Essen. (Fotos vom neuen Riesenrad habe ich keine, es war unmöglich in dem Gedränge ein Bild zu machen.)
Six Flags Magic Mountain vs Disneyland- kann man zwar nicht wirklich vergleichen, aber ich mache es trotzdem.
Endlich, SFMM! Wir wohnen in Los Angeles im Vagabond Inn Costa Mesa, ein preisgünstiges und komfortables Hotel, mit dem Auto 15 Minuten vom Disney Resort entfernt. Für Disney ideal, aber nach Valencia benötigen wir 80 Minuten. Wir kommen zum Parkplatz am Magic Mountain Pkwy – und müssen vorher noch die Kleinigkeit von 15 Dollar für das Parken bezahlen - OK, Disney ist mit 12 Dollar Parkgebühr auch nicht viel besser.
Wir parken in der Nähe von Scream und überlegen uns, wie wir diese heiße und große Betonplatte, beziehungsweise den relativ langen Weg bis zum Eingang des Parks am Besten überqueren können. Super, es gibt einen Shuttle Zug – nur der fährt nicht. Der wartet auf irgendetwas. Nach 10 Minuten gehen wir eben zu Fuß.
Dann ein leider, ein fast erwarteter Anblick, die Kassen sind umlagert von großen Menschenmassen. Also gut, dann müssen wir eben Flash Pässe dazukaufen. 60 Dollar Eintritt plus 25 Dollar für vier Flash Pässe - macht zusammen etwa 55 Euro pro Person. Bei Disney zahlten wir für einen Three-Day-Hopper-Pass, pro Tag, pro Person, umgerechnet 41 Euro – ohne Zusatzkosten!
Ich schreite erwartungsvoll durch den Park und verstehe, warum bisher, außer Coaster Bilder, niemand irgendwelche anderen Fotos gepostet hat. Der Park ist gesamt betrachtet sehr begrünt, aber besonders hervorstechend ist das ganze nicht. Viele sehr sehr lange Wege mit diversen Fast Food oder Spielbuden gesäumt.
Natürlich ist unser erstes Ziel X2! Wir finden das Ende einer langen Warteschlange, bekommen einen Zettel mit einer Nummer – und die Auskunft: DREI Stunden Wartezeit. Enttäuschung! Drei Stunden bei 40 Grad im Schatten? Wir diskutieren kurz über den Andrang im Park und beschließen, wenn wir halbwegs ein paar Coaster fahren wollen, dann müssen wir auf X verzichten. Fast alle Coaster haben EINE Stunde und mehr Waitingtime.
Kurz vor Parkschluss wäre die Warteschlange für X2 kürzer, aber wir müssen dann noch 80 Minuten zum Hotel zurückfahren – und am nächsten Tag um 06:30 aufstehen – denn Disney öffnet um 08:00 Uhr.
Der ganze Park ist zum Bersten voll – zu 90 Prozent sind es Lateinamerikaner die SFMM besuchen. Und bei fast jedem Coaster tönt es aus den Lautsprechern – das SFMM der einzige und ultimative Thrillpark ist. Also, das mit der Familienfreundlichkeit, die Six Flags angeblich anstrebt, davon merkt man nichts. Im neuen Thomasland findet man fast keine Besucher, einige andere Kinderattraktionen sind sogar geschlossen.
Etwas enttäuscht gehen wir zu Revolution. Liegt super zwischen den Bäumen versteckt, tolle Lage. Wartezeit 30 Minuten. Schöne Fahrt, aber einmal reicht, schlägt in den Kurven heftig an die Ohren.
Dann die Bahn, auf die ich mich nach X auch schon gefreut hatte: Tatsu. Ja man hätte vom Gelände her noch mehr herausholen können – aber Respekt – die Bahn hat es in sich. Der Bahnhof ist riesig und wirkt dadurch eher unschön. Und ja, bei etwa 90 Minuten Wartezeit wird die Doppelladestation nicht genutzt – Einzugbetrieb – Fu##ing Six Flags! Auch der Flash Pass ist keine sehr große Hilfe, er verkürzt die Warteschlange nur um zwei Drittel.
Bei Tatsu ist schon der Lifthill imponierend. Durch die liegende Position wirkt die Höhe extrem gut (52 m lt. RCDB). Schöne lange Fahrt – der Pretzel Loop ist wirklich sehr heftig. Also ich habe nach der Fahrt einen ganz schönen Druck noch auf der Brust gespürt.
So, wir brauchen bei der Hitze eine Pause – also rein zur Stuntshow. Die Show orientiert sich nach dem Inhalt von Batman Beginns. Recht nett gemacht.
Bei der Hitze sind natürlich auch Getränke wichtig. Gute Idee von Six Flags, einen Getränkebecher um 13 Dollar für den ganzen Tag anzubieten, mit Refill-Funktion. Aber, bei jeder Refill-Bude mindestens 15 Minuten Wartezeit.
Bei fast jedem Coaster muss ich einen Dollar für das Schließfach zahlen. Und je länger ich in SFMM verweile, umso mehr bekomme ich den Eindruck, dass für die paar Coaster Fahrten ganz schön abkassiert wird.
Dann zu Ninja – nette Fahrt, der einzige Coaster ohne Wartezeit und hier muss man kein Schließfach bezahlen.
Supermann – auch hier eine Stunde Wartezeit. Ist auch ganz nett, jedoch im Vergleich zu Xcelerator fad. Natürlich auch hier Einzugbetrieb, bez. nur eine Strecke.
Riddlers Revenge – mein erster Stand Up. Aber ich denke das es hier egal ist ob man sitzt oder steht – das Layout ist genial – ein Coaster vom Feinsten! Hier war trotz Drei-Zug-Betrieb 90 Minuten Waitungtime.
Wir brauchen wieder eine Erfrischung und fahren mit den beiden Log Flumes. Die wirken zwar veraltet und irgendwie abgenutzt, aber sie haben ein tolles Tempo drauf.
Scream. Ein Traum von einem Coaster, ein Alptraum von einem Setting. Ja, Silver Star fährt auch über den Parkplattz – aber hier in SFMM – das ist schon weit über der Schmerzgrenze. Ich erinnere mich wehmütig an das Setting vom Kraken. Der zweite Coaster mit Drei-Zug-Betrieb - nützt auch nichts, Minimum 60 Minuten warten. Da zahlt man doch gerne 6 Dollar für eine Flash-Pass-Fahrt :-(
Colossus – überraschend gute und interessante Fahrt, gefällt mir.
Personal in SFMM: etwa zur Hälfte sehr sehr freundlich, die andere Hälfte stand herum, trotz Menschenschlangen und bediente nicht.
Ich habe eher wenig fotografiert, bin leider durch den übervollen Park wenig gefahren – habe im Verhältnis zu Disney, in SFMM viel mehr Geld ausgegeben. Auch war letztendlich der Erlebniswert bei Disney ungleich höher. Vorteile bei Disney: Die längeren Öffnungszeiten, ein wenig kann man mit dem kostenlosen Fast Pass System Zeit sparen, bei Shows und Paraden gibt es keine Wartezeiten, beziehungsweise kann man in dieser Zeit relativ ohne Wartezeiten mit den Attraktionen fahren. Fazit: Im Sommer kann man bei großem Andrang relativ problemlos zu Disney gehen, aber SFMM ist katastrophal.
Erstmal einige allgemeine Fotos von SFMM:

Die nächsten beiden Bilder zeigen so etwas wie einen kleinen Platz kurz nach dem Eingang. (Bei Disney würde hier z.B. das Schloß stehen)










Auf Fotos hat mir die Idee bisher gefallen - aber vor Ort sieht das schlimm aus - da würde ich nie mein Kind hineinsetzen!



Der typische SFMM-Besucher, bevor er den Park verlässt.

Die Parkbilder von den Gehwegen sehen sehr leer aus - stehen ja alle bei den Bahnen, habe leider vergessen die extrem langen Warteschlangen zu Fotografieren.
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