Die große Variante hat doch mal jemand zur Geisterbahn umgebaut. Da gab es mal ein Foto in der park+ride, gemacht von einem wahnsinnig gutaussehenden, weitgereisen, sympathischen Typen. Aufgenommen auf der Foire du Trône.
Soll ich die mal suchen ... ach, für Initiativen-Mitglieder tu ich ja bekanntlich alles. Außerdem sollt ihr ja nicht dumm sterben ...
Ein Wagen:
Front:
Rückseite:
Seitenansicht:
Sehr lustig war damals übrigens der Live-Erschrecker, der in dem doch recht schnell durchfahreren Indoor-Part irgendwie auf verlorenem Posten war. Nicht zuletzt, da die große Variante keinen Fußboden hat und der arme Tropf die Schiene ungefähr auf Hüfthöhe hatte.
Die Bahn im Prater stand vorher übrigens im walisischen Grove Land, unweit von Oakwood. Erklärt auch den Schriftzug "Nemesis" an der Front.
Wahnsinns Gerät! Die Bahn könnte es glatt in meine Top Ten schaffen. Seit dem ich irgendwann mal in der PKR davon gelesen hatte will ich damit fahrne.. hoffentlich klappt es dieses Jahr. Immerhin habe ich ja noch den Star Flyer Gutschein in einer P+R..
Hiho. Bin die Bahn gestern gefahren und ich muss sagen es ist eine echte Spaßmaschine. Allerdings lassen die meisten Praterbesucher die Bahn wohl links liegen, da sie von außern doch sehr unauffällig aussieht. Aber gerade der Dunkelpart mit seinen zahlreichen Richtungswechseln macht richitg viel Spaß.
>Allerdings lassen die meisten Praterbesucher die Bahn wohl links liegen, da sie von außern doch sehr unauffällig aussieht.<
Zusätzlich besteht auch das Problem, dass der Standort in einer Nebenstraße liegt. Ich befürchte daher, dass die Bahn nicht lange im Prater stehen wird.
Je öfter man damit fährt, umso mehr Spaß macht sie! ;-)
>Zusätzlich besteht auch das Problem, dass der Standort in einer Nebenstraße liegt. Ich befürchte daher, dass die Bahn nicht lange im Prater stehen wird.
.... Hoffentlich noch bis Oktober, da ich dann meine Prater-Premiere feier ;-)
>Zusätzlich besteht auch das Problem, dass der Standort in einer Nebenstraße liegt. Ich >befürchte daher, dass die Bahn nicht lange im Prater stehen wird. > >Je öfter man damit fährt, umso mehr Spaß macht sie! ;-)
Das stimmt. Die Platzierung ist sehr ungünstig. Außerdem ist die Fassade dazu ja auch noch sehr unscheinbar. Nur die Wagen zeigen, dass es eine interessante Fahrt sein könnte.
Nach einer nächtlichen Fahrt gestern mit Galaxia hat mir der Ride-Op erzählt, dass die ganze Anlage noch im laufe des Sommers innen und außen komplett erneuert wird.
Der neue Prater-Eingangsbereich wurde heute um 18:00 Uhr für die Öffentlichkeit freigegeben. Die Fassaden sind grundsätzlich fertig. Shops und Gastrobereich ist bisher nur teilweise fertiggestellt. Ebenso ist der Simulator und das magische Theater noch geschlossen.
Die Fassade vor dem Riesenrad finde ich nicht so gelungen.
Auch die neue Fassade (Schild) auf dem Autodrom (rechts im Bild) ist nicht so passend.
Letzte Bearbeitung am 25-Apr-08 um 21:50 Uhr () Im Ganzen sieht es doch noch deutlich besser aus, als ich während der Bauphase erwartet hatte. Allerdings gibt es da ein paar Dinge die ich einfach nur sehr billig und unpassend finde. Am meisten stört mich immer noch die Uhr mit dem blauen Bogen.
Da hier Wolfgang schon eine Menge Bilder vom Eingangsbereich gezeigt hat, werde ich nicht meine kompletten Fotos posten, die im großen und ganze das Gleiche zeigen.
Jedoch möchte ich am Beispiel zweier Bilder zeigen wie, unstimmig die Fassadengestaltung ist.
In einer Front kommt zweimal die gleich Fassade vor, jedoch einmal
Letzte Bearbeitung am 29-Apr-08 um 07:52 Uhr () Letzte Bearbeitung am 29-Apr-08 um 07:51 Uhr () Prater, Schimt & Kliele 25.04.2008 | 18:26 | Von Liesbeth Waechter-Böhm (Die Presse)
Was passiert, wenn die Stadt Wien einen Fachbeirat für unzuständig erklärt? Die größte architektonische Entgleisung der vergangenen 50 Jahre. Das neue Entree des Wurstelpraters: Besichtigung eines Alptraums.
Humor ist, wenn man trotzdem lacht. Angesichts der Baustelle auf dem Riesenradplatz – ein Teil wurde jüngst eröffnet – bleibt einem das Lachen aber im Hals stecken. Was dort entsteht, spottet einfach jeder Beschreibung. Die Neubauten beim Riesenrad sind nicht nur grausig, sie sind regelrecht obszön. Und unheimlich dumm.
Die Idee, eine neue Eingangssituation für den Prater zu schaffen, war dabei gar nicht falsch. Die alte hatte eine Überarbeitung bitter nötig – wie übrigens der ganze 240 Jahre alte Prater (weltweit der zweitälteste Vergnügungspark, der noch in Betrieb ist). Aber so ein Unterfangen ist eine äußerst diffizile Angelegenheit. Die immer spärlicher werdenden alten Einrichtungen dürften in ihrer Substanz nicht angetastet werden. Zur Rummelplatzästhetik gehört nun einmal auch das etwas Abgenutzte, Improvisierte, sogar das Schmuddelige. Aber wer kann mit so etwas schon umgehen?
Der Ideenfindungsprozess des Jahres 2003 war aus heutiger Sicht eindeutig eine Farce. Aus den insgesamt 75 Konzepten hat man damals den Vorschlag des französischen Themenpark-Experten Emmanuel Mongon (Imageinvest) ausgewählt. Von seinem Masterplan blieben allerdings nur das Thema „Wien um 1900“ und 1,35 Millionen Euro Honorar plus Spesen (siehe Christian Kühn im „Spectrum“ vom 9. Juli 2007). Wirklich zu verantworten hat das, was sich jetzt auf dem Riesenradplatz abspielt, in vorletzter Instanz – zur letzten kommen wir noch – die Firma Explore 5D. Offenbar arbeitet die gern mit einem Architekten aus Osttirol zusammen, einem Herrn Martin Valtiner, der auf seiner Homepage neben kuriosen Villen etwa auch das Projekt für einen Dracula-Park in Rumänien präsentiert, ebenfalls mit Explore.
Üblicherweise lässt sich ein Architekturkritiker von den Architekten zunächst einmal durch das Projekt führen, um die Überlegungen, die ihm zugrunde liegen, authentisch zu erfahren. Das war bei „Prater neu“ nicht möglich. Niemand war bereit zu einer informativen Führung. Es wurde auch niemals ein Architektenname genannt, die Frage danach wurde einfach übergangen. Abwimmeln ist noch ein harmloser Ausdruck. Es war eine Mauer – aus Stahlbeton.
Aus Stahlbeton sind auch die Bauten, die jetzt den Riesenradplatz säumen – mit historisierenden Fassaden, in denen offenbar Schönbrunn anklingen soll, die aber gleichzeitig mit Pseudo-Jugendstil-Ornamenten vollgepickt sind. Ich meine wörtlich: gepickt. Das ist eine so billige Kulisse, dass einem schier die Sprache weg bleibt. Aber es kostet – mindestens – 32 Millionen Euro.
Nun wäre eine solche Entgleisung noch irgendwie erklärlich, würde ein privater Investor dahinterstecken. Nur – in dem Fall wäre unter Garantie der Fachbeirat eingeschritten. Doch der wurde für unzuständig erklärt. Und zwar von der Stadt selbst, namentlich von Vizebürgermeisterin Grete Laska. Aus unerfindlichen Gründen fällt das gesamte Projekt nämlich in ihre Kompetenz.
Nun kann man Frau Laska alles Mögliche nachsagen – Verständnis für Architektur, gar architektonisches Wissen sicher nicht. Schonvor Jahren hat sie mit der grandiosen Idee, eine Art Schul-Prototyp zu entwickeln und den dann für die verschiedenen Standorte einfach zu multiplizieren, Schiffbruch erlitten. Ich frage mich daher ernsthaft, wer auf die Idee gekommen ist, ausgerechnet ihr ein Projekt wie den Prater anzuvertrauen. Auch wenn man nichts für Rummelplätze übrig hat, eine gewisse Wahrzeichen-Funktion für Wien hat er.
Der wirkliche Skandal bei dieser Angelegenheit: dass dieses architektonische Grauen von der Stadt Wien nicht nur befördert, sondern zur Hälfte auch finanziert worden ist. Immerhin sitzen dort profilierte Leute, denen die Stadt und ihre Architektur ein Anliegen ist. Aber die waren nicht befasst. Und sie haben es auch nicht verhindert. Für die ist der Prater „exterritoriales Gebiet“.
Man weiß gar nicht, wo man anfangen soll, um den Alptraum zu beschreiben. Etwas so Grausiges hat es in der Stadt zumindest in den letzten 50 Jahren nicht gegeben. Der neue Platz – laut Rathauskorrespondenz vergleichbar dem Michaelerplatz (!), weil er auch 60 Meter Durchmesser hat – wird von einer Kulissenarchitektur gesäumt, die einfach vollkommen jenseitig ist. In eineraktuellen Aussendung des Praterverbands heißt es: „Sogar die Befürworter der ,Pseudonostalgie‘ haben teilweise nun ihre Zweifel in Anbetracht der Umsetzung.“
Es geht um immerhin 16.000 Quadratmeter Nutzfläche. Sie werden zwischen Stahlbetonmauern, aber hinter angepinselten, vollgeklebten, läppisch dekorierten Fassaden (etwa gemalte Fenster, in die echte eingeschnitten sind, oder eine gemalte Straßenbahn hinter einer gemalten Otto-Wagner-Geländer-Adaption), Serviceeinrichtungen à la Schließfächer, Information und Sanitäreinrichtungen enthalten, diverse Shops,„anspruchsvolle“ Gastronomie mit „Wiener Touch“, angeblich auch allerlei Attraktionen (irgendwo ist von einem Liliput-Zimmer die Rede). In einer zweiten Etappe im Herbst wird auch eine Art Mammut-Disco (Wien um 1900?) eröffnet. Nett, was die Rathauskorrespondenz dazu sagt: „Der Zutritt wird ausschließlich gepflegt erscheinenden Personen über 18 Jahren gewährt werden.“
Es kommt der Tag, an dem der Riesenradplatz samt seiner Bebauung umgetauft werden wird: in „Grete-Laska-Memorial“ – mit einem Schild über dem Opferstock zur Finanzierung des Abrisses. Darauf steht: „Schimt Kliele Schokoschka“. ■
Letzte Bearbeitung am 29-Apr-08 um 11:02 Uhr () >Die Neubauten beim Riesenrad sind nicht >nur grausig, sie sind regelrecht obszön. Und unheimlich dumm.
>Das ist eine so billige Kulisse, dass einem schier die Sprache weg bleibt.
Herrlich! :7
Die Homepage des verantwortlichen Architekten ist übrigens ein wahrer Augenschmaus. Dem fehlt nicht nur jegliches Gefühl für Ästhetik beim Bau, auch die Fotos auf der Seite sind sowas von grottig - und das lässt sich bei Architekten doch meist 1:1 auf die Qualität der Bauwerke übertragen.
Riesenrad-Platz verlor zehn Tage vor der EM den General-Bauunternehmer Von Alexa Jirez
Aufzählung Rätselraten um Kündigungs-Grund. Aufzählung Firmenchef soll Häupl-Freund sein.
Wien. Nun ist es also amtlich. Der Vertrag mit dem Generalunternehmer "Explore 5D", der mit der Neugestaltung des Riesenradplatzes beauftragt war, wurde offiziell "gelöscht", wie es Walter Gröblinger von der mitfinanzierenden Volksbank-Tochter "Immoconsult" formuliert. Der Grund: Die "Explore 5D" konnte ihren vertraglichen Verpflichtungen nicht mehr nachkommen.
Sowohl die "Immoconsult" als auch die "Stadt Wien Marketing und Prater Service Gmbh" sind ein wenig ratlos bei der präzisen Definition der Schwierigkeiten von "Explore 5D": Von "plötzlicher Stilllegung der Baustelle", bis zu "größeren finanziellen Problemen" ist die Rede. Aber "was genau die Schwierigkeiten sind, verstehen wir auch nicht", so Gröblinger.
Pleiten, Pech & Pannen
Die Geschichte von "Explore 5D"-Gründer Gerhard Frank ist keine glänzender Erfolge: So konzipierte Frank einst die "Anderswelt" im Waldviertel. Nach zwei Jahren musste Konkurs angemeldet werden.
Ein ähnliches Schicksal widerfuhr der "Blue-Dome-Wassererlebniswelt" am Wolfgangsee. Sie war im Oktober 2007 ein Fall für den Konkursrichter. Andere Projekte – etwa eine "Dracula-Welt" in Siebenbürgen – scheiterten bereits in der Planungsphase.
Doch Frank scheint Beziehungen zu haben. Wiens Bürgermeister Michael Häupl soll gar ein Studienkollege sein. "Ich habe über Frösche gearbeitet, er über Lurche, da lernt man sich kennen", erzählte der gelernte Biologe in einem "trend" - Interview im vergangenen Jahr. In nämlichem Interview bekannte er auch freimütig: "Ich hab’ alle ang’haut, auch den Michl, und gesagt, wenn’s was habt’s, denkt’s an mich." Jetzt ist er trotz mehrmaliger Versuche der "Wiener Zeitung" zu keiner Stellungnahme bereit.
Die Pleite der "Explore 5D" kam nicht aus heiterem Himmel: Die grüne Planungssprecherin Sabine Gretner warnt schon länger vor einem drohenden Konkurs des Generalunternehmers. Einzelne Handwerker seien in den letzten Woche an sie herangetreten, weil die "Immoconsult" ihnen nahegelegt haben soll, einen Preisnachlass von 20 Prozent zu gewähren, um den Konkurs abzuwenden, erzählt sie der "Wiener Zeitung". Zu einer Einigung kam es nicht, die "Explore 5D" bekam die Kündigung.
Nun wird die "Immoconsult" einspringen und "alles tun, damit der Betrieb vor der EM aufgenommen werden kann", so Gröblinger.
Haustechnik und Tonanlage fehlen, und auch die Bemalung an der Außenfassade zur Ausstellungsstraße ist noch nicht fertig. Die Fußball-EM beginnt auf jeden Fall in zehn Tagen.
>Kommen die beiden Attraktionen von Explore 5D dann nicht?< >Und war Explore 5D nicht gleich Kumbak?<
Soweit ich es weiß: Die Technik für das Show-Theater Miraculum kommt von der Firma KumbaK, für die Umsetztung beider Attraktionen, Theater und Simulator, ist (war) Explore 5D zuständig. Ein Teil der Technik ist schon vor Ort, aber wie das jetzt weitergeht wissen sicherlich auch die "neuen" Verantwortlichen noch nicht.
Ich habe selten so eine "nostalgische" Bahn gesehen. Die Fahrt kostet 2,50 Euro und macht wirklich Spaß. Ich bin eigentlich relativ erwartungslos eingestiegen - in die wirklich kleinen und engen Wagen - und war sehr positiv überrascht von dieser Bahn. Ich hatte mich auf eine sehr unsanfte Fahrt eingestellt, aber ganz im Gegenteil, sie fährt eigentlich relativ sanft.
Hier beginnen die Onride-Bilder
Wer sich überraschen lassen will, sollte jetzt nicht mehr weiterlesen...
...es gibt während der Fahrt auch Wechsel vom Darkrideteil ins Freie und wieder umgekehrt.
Innerhalb des Darkrideteils Spoilergibt es einige Lichteffekte (nicht besonderes) und "wildemausähnliche" Kurvenfahrten. Auch einige Figuren sind darin.
Auch wenn die Effekte der Bahn bei weitem nicht vergleichbar sind mit den heutigen High Tech, so macht eine Fahrt trotzdem viel Spaß.
Ein Jahr bleibt sie auf jeden Fall im Prater, eventuell auch länger.
Weia! Auf dem letzten Kopfüber-Bild sitzen nur zwei Leute in aufrechter Position und bei den Fotos vom Boomerang sieht man, wie sich die Oberkörper stark zur Seite neigen.
Hast du soetwas bei deinen Fahrten auch erlebt? Ich kann mir irgendwie immer noch nicht richtig vorstellen, dass die Schulterbügel für die recht kraftvolle Fahrt völlig ausreichen.
>Auf dem letzten Kopfüber-Bild sitzen nur zwei Leute in aufrechter Position und bei den Fotos vom Boomerang sieht man, wie sich die Oberkörper stark zur Seite neigen.<
Ja die Körper kippen teilweise etwas nach vorne, ergibt sich durch die Rückwärtsfahrt. Man erkennt es an den Haaren, ob der Looping vorwärts oder rückwärts auf dem Foto durchfahren wird.
Die Schoßbügel reichen aber völlig - und die Fahrt ist sehr angenehm damit.
Das Riesenrad wird neuerlich für die EM geschmückt. Die erste Bespannung musste sicherheitsbedingt wegen einem Sturm zerschnitten werden. Auf einem großen Gerüst wurde ein überdimensionales Poster errichtet, dass derzeit noch verhüllt ist. Das Plakat soll dann mittels Lichtspielen beleuchtet werden. Auch die Gondeln vom Riesenrad bekommen eine Außenbeleuchtung.
Egal was die Medien darüber schreiben, egal wie politisch umstritten der neue Riesenradplatz ist, er ist auf jeden Fall besser und schöner als der alte Eingangsbereich der ja schrecklich aussah.
Schade ist nur, dass schon einige Wochen nach der Teileröffnung, auf den Fassaden Sprünge zu sehen sind. Hier wurde scheinbar ein wenig zu schnell gebaut, damit alles rechtzeitig zur EM fertig wird. Jetzt wo auch noch der Generalbauunternehmer von der Stadt Wien gekündigt wurde (Konkurs), stellt sich die Frage, wer die Sanierungsarbeiten finanziert.
Die zuständige Stadt Wien Marketing und Prater Service GmbH beauftragt nun die Subunternehmer und rechnet noch bis EM-Beginn mit einer Fertigstellung des neuen Prater-Entrees.
Dem General-Bauunternehmer des Wiener Riesenradplatzes wurde gekündigt: Die zuständige Stadt Wien Marketing und Prater Service GmbH gab am Dienstag bekannt, dass "Explore 5 D" den vertraglichen Verpflichtungen nicht mehr nachgekommen sei. So seien Ende vergangener Woche die Bauarbeiten eingestellt worden, erläuterte Geschäftsführer Georg Wurz. Die wenigen noch ausständigen Arbeiten werden aber noch vor der EM fertiggestellt.
Demnach beauftrage man nun direkt die Subunternehmer. Dabei geht es um Dinge wie die Tonanlage oder die Haustechnik. Der größte Brocken sei die noch fehlende Fassadenbemalung an der Ausstellungsstraße, die eventuell nicht rechtzeitig zur am 7. Juni beginnenden Fußball-Europameisterschaft beendet werden kan, so Wurz.
Die Konstruktion zur Errichtung des neuen Prater-Entrees ist komplex: Dazu hat die gemeindeeigene Stadt Wien Marketing und Prater Service GmbH die "Riesenradplatz-Errichtungs GmbH" gegründet. Als Leasinggeber wurde die Immoconsult installiert. Diese wiederum hatte "Explore 5 D" als General-Bauunternehmer beauftragt, der Subunternehmer mit den eigentlichen Arbeiten betraute. Explore war auch für "die Gesamtdramaturgie der Platzbespielung" zuständig.
Den Grund für die jetzt aufgetretenen Schwierigkeiten mit dem Generalunternehmer kenne man nicht genau, so Wurz: "Explore dürfte in irgendwelche finanziellen Kalamitäten geraten sein." Die Wiener Grünen hatten am Montag von einem angeblich bevorstehenden Konkurs der Firma berichtet. Bei "Explore 5 D" war auf wiederholte Nachfrage der APA niemand zu erreichen.
Das Kontrollsystem habe jedenfalls gegriffen, unterstrich Wurz. Bisher sind offenbar nur jene Posten bezahlt worden, die auch überprüft wurden. Dementsprechend gebe es auch keine Kostenexplosion bei der Bausumme von 32 Millionen Euro - von denen die Stadt 15 Mio. trägt. Etwaige Steigerungen würden im üblichen Rahmen von bis maximal zehn Prozent Mehrkosten bei derartigen Großprojekten liegen - wenn überhaupt.
Vier Tage vor der Euro ist der Riesenrad-Vorplatz eine große, teils ungesicherte Baustelle
Wiens halbfertige Visitenkarte
Von Alexa Jirez
Lokalaugenschein im Wurstelprater. Unverputzte Fassaden und Fugen. Laska: Keine Stellungnahme.
Wien. "Herrrreinspaziert" lautet die Einladung vor dem neuen Riesenradplatz. Und wenn man in der Mitte des pastellfarbigen Kitschimperiums steht, sieht auf den ersten Blick alles schon recht fertig aus – aber nur auf den ersten Blick. Bei etwas genauerem Hinsehen entpuppen sich die Fassaden als unfertig. Der Verputz fehlt, Spalten sind nicht verfugt, Kabel hängen aus den Styroporwänden. Vier Tage vor der Euro 08 gleicht der Riesenrad-Vorplatz einer Riesen-Baustelle – nur: Keiner arbeitet dort. Die Fassade ums Eck, zur Ausstellungsstraße hin, ist nicht bemalt, die Säle voller Bauschutt. Unverlegte Kabeln baumeln von Gerüsten, auf denen keiner steht. Als Passant kann man ungehindert die Baustelle betreten, es gibt keinerlei Warnschilder, niemand arbeitet weit und breit, kein Klopfen oder Bohren ist zu hören.
Eine Handvoll Männer steht planlos neben einigen Dämmplatten, heben eine auf, diskutieren, legen sie wieder hin und warten.
Der bereits eingeweihte Vorplatz ist ein potemkinsches Dorf. Zwar haben Restaurants und Souvenirläden bereits den Betrieb aufgenommen und beschallen die Touristenattraktion mit Walzer- oder Schrammelklängen, aber hinter den dünnen Wänden stehen Leitern oder Rohre, die ins Leere führen.
Vergangene Woche ist – wie berichtet – der glücklose Generalunternehmer, der die Arbeiten koordinieren sollte, gekündigt worden. Nun soll die Firma Immoconsult das Vorhaben beenden. Obwohl der Riesenradvorplatz alles andere als fertig ist, geben sich die Verantwortlichen gelassen.
Immoconsult-Sprecher Walter Gröblinger versichert: "Die vereinbarten Geschichten werden vor der Euro fertig sein. Andere, wie die Diskothek im letzten Block Richtung Messegelände, werden bis zum Herbst fertig – auch das war vereinbart."
Viele offene Fragen
Die Frage, welche "Geschichten" genau fertig gestellt werden, welche nicht, kann Gröblinger allerdings nicht genau beantworten. Er betont aber, dass derzeit bereits Gerüste abgebaut werden und das Aufstellen von Bauzäunen "für absolute Sicherheit während der Euro" sorgen soll.
Politisch verantwortlich für das 32 Millionen Euro-Projekt ist Vizebürgermeisterin Grete Laska (SPÖ). Aus ihrem Büro heißt es auf Anfrage der "Wiener Zeitung": "Zur Baustelle gibt es sicher keine politische Stellungnahme. Da geht es um die Abwicklung einer Baustelle und Zusammenarbeit mit Subunternehmen – da sind wir nicht zuständig."
Touristen und Passanten sind nicht ausnahmslos begeistert von der Neugestaltung des Pratereingangsbereichs. Die 32-jährige Maria etwa joggt täglich durch den Prater. Heute wollte sie sich den Riesenradplatz ansehen: "Also, ich finde das grauenhaft. Es ist schade, dass da die Stadt die Gelegenheit nicht genutzt hat, um etwas Nachhaltiges für die Wiener zu bauen. Wien besteht nicht nur aus Gründerzeitnostalgie und Monarchie", meint sie.
Ein deutsches Touristenpaar hat sich gerade ein Eis gegönnt und bummelt am nahen "Basilophon" vorbei. "Das sieht in Disneyland aber professioneller aus", lacht die Pfälzerin und geht weiter.
> >Egal was die Medien darüber schreiben, egal wie politisch umstritten der neue >Riesenradplatz ist, er ist auf jeden Fall besser und schöner als der alte >Eingangsbereich der ja schrecklich aussah. >
100% agree. Auch wenn man wesentlich mehr draus machen hätte können und vieles daneben ging, so ist es zumindest besser als das was vorher war. Allerdings darf man trotzdem nicht vergessen welche Summen an Geld mit welchem Ergebnis hier verbraten worden sind.
Und danke für die vielen Fotos, auch wenn wir im letzten Monat 2mal im Prater waren, so hab ich ein paar Sachen entdeckt die sich vor uns versteckt hatten. Z.B. muß ich wirklich eingestehen, dass die Galaxia-Bahn wirklich so unscheinbar ist, daß wir wohl dran vorbeigegangen sind ohne sie zu bemerken.
Letzte Bearbeitung am 03-Jun-08 um 16:06 Uhr () Im Bereich des Praters wurden die Google-Earth Bilder aktualisiert und sind nun vom 03.02.2008 und somit ziemlich aktuell.
Darauf zu sehen sind jetzt neben dem neuen Eingangsbereich (in bau) auch die neuen Attraktion Turbo, Rotor (Aufbau) und der Topspin der noch in 2 Teilen herumliegt. Neu zu sehen ist jetzt auch die Wildalpenbahn.
Ein paar Eindrück aus dem Prater am Nachmittag vor dem EM-Spiel Kroatien gegen Österreich. Es war eine fröhliche und friedliche Stimmung zwischen den Fans.
Schön wär's gewesen.
Begegnungen 1
Begegnungen 2
Ausgelassene Stimmung beim und im Schweizerhaus.
Die Souveniershops machten ein guten Geschäft an dem Tag (mit schwer überteuerten Preisen).
Taxi gefällig?
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Achja und dann war der noch der Zeh, der nicht im Schuh bleiben wollte ;)
Meine Frau und ich waren heute im Prater, überraschenderweise gibt's einig Neuigkeiten:
BluePlanet ist wieder in Betrieb. Wir waren allerdings nicht drin, somit kann ich nicht sagen, welche Änderungen innen vorgenommen wurden. Der Eintritt kostet nun € 3,00.
Die Große Überraschung war: Der Simulator Flyboard und das 5D Kino Miraculum waren in Betrieb. Da das 5D Kino eher für Kinder ausgerichtet sein dürfte, haben wir uns für eine Fahrt mit dem Flyboard entschieden:
Vor der Tür des Simulator dann die große Enttäuschung: Defekt, heute wird's nicht mehr. Also wieder zurück, Geld retour. Beim nächsten Praterbesuch ein neuer Versuch. Jedenfalls hat Flyboard die einzige und wirklich schön gethemte Queue im Prater.
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Die wagen bei Galaxia wurden neu lackiert:
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Und warum ist es vor dem TopSpin so nass?
Weil die Wasseranlage mittlerweile in Betrieb ist:
Eine wirklich sehr sehr Nasse Angelegenheit.
Zum Abschluss fährt der TS noch mit voller Geschwindigkeit durch die Wasserwand.
Spätestens dann sind auch Zuschauer oder zu nahe stehende Fotografen nass. ;)
So sehen die Mitfahrer nach der fahrt aus:
Und wie sagt der Ride-Op am Ende der Fahrt: "And now it's..."
Gestern, 05.07.2008, wurde am Sturmboot gearbeitet. Es wurden allerdings nur schon lange vorhandene Teile endlich aufgestellt. Man darf gespannt sein, ob das ein Zeichen ist, dass auch der Rest bald einlangt.
Vienna Airlines und Miraculum, zwei neue Attraktionen in 5 Dimension, haben seit heute, 07.08.2008 geöffnet. Interessierte finden diese Rides im Bereich vom neuen Riesenradplatz.
Vienna Airlines ist ein Flugsimulator, der alle Sinne anspricht. Es können etwa 30 Besucher gleichzeitig dieses einmalige Flugerlebnis genießen. Die Attraktion besteht aus einem Film, der einen Flug über die Dächer von Wien simuliert. Dabei stehen die Fahrgäste auf einer hydraulischen Plattform, die sich in alle Richtungen bewegt und dadurch die Flugbewegungen simuliert. Um das Flugerlebnis für die Besucher sicher zu gestalten, lehnen diese an einer gepolsterten Halterung, an der Haltegriffe montiert sind. Technisch betrachtet ist dieses Flyboard-System sehr anspruchsvoll, zusätzlich wird mit Ton und Wind das Erlebnis besonders realistisch gestaltet. Hervorzuheben ist auch der wunderschön thematisierte Wartebereich, der die Besucher auf das Kommende einstimmt.
Das Miraclium ist ein 5D-Kino. Die Besucher betreten auch hier einen prächtigen Wartebereich und bekommen eine 3D Brille. Der Vorführraum fasst 108 Personen, die alle eine uneingeschränkte Sicht auf die Leinwand haben. Auch für Rollstuhlfahrer wurde vorgesorgt. Der Film erzählt die zauberhafte Geschichte über Calafattis Erbe Basilio Junior, wobei viele Spezial-Effekte während der 13 Minuten langen Vorstellung dieses magische Theater unvergesslich machen. Beide Attraktionen sind technisch aufwendig gestaltet und lassen einen Hauch von Disneyland spüren. Für den Prater ein positiver Schritt! Wünschenswert wäre das die Preisgestalltung noch ein wenig reduziert wird. Derzeit Euro 6,50 pro Attraktion, als Kombiticket 11 Euro.
>Hmm... wie toll ist denn der Simulator nun wirklich? Ich fand das Flyboard-System ja immer ein wenig "merkwürdig".<
Also mir hat es wirklich gut gefallen, auch nach mehrmaligen Vorstellungen. Zeitweise finde ich den Film ein wenig unscharf, aber das Flugerlebnis kommt wirklich toll herüber.
Ich konnte mir vorher mit dem stehenden Flyboard System auch nicht wirklich etwas vorstellen, aber es gefällt mir.
Man könnte eventuell noch anmerken, der Film sei möglicherweise zu fad - weil nichts spektakuläres gezeigt wird, Flug über die Dächer von Wien und zwischen den Häuserzeilen, eventuell zu wenig Schockeffekte. Aber ich finde ihn trotzdem unterhaltsam und gut gemacht. Grundsätzlich empfindet sicherlich jeder den Film seht unterschiedlich, da könnte man wie bei jedem Film ihn stundenlang polarisieren.
>Außerdem: Wer hat beide Attraktionen denn nun zuende gebaut, nach der Pleite von Explore5D?<
Meine Interpretation: Aus der Kette von "mehreren Subunternehmen", ist Exlpore5D ausgeschieden, ob die Kette ohne Explore5D weitermacht oder einen weiteren Subunternehmer beauftragt hat weiß ich nicht. Auf jeden Fall soll alles bis in den Herbst hinein fertiggestellt werden (z.B. die noch fehlende Diskothek).
Der Eingang ist etwas unscheinbar, oder? Sieht für mich eher nach Souvenirshop aus. Außerdem sitze ich gerne in Simulatoren und Kinos, besonders bei einem langen Tag unterwegs. Schade, dass man das in beiden Attraktionen nicht kann. Oder sollte. :)