Der Parc Futuroscope - Frankreichs Film-Themenpark - ist direkt ans TGV-Netz angeschlossen. Direkt zur Parköffnung bin ich dort angekommen.

Der eigentliche Parkeingang befindet sich auf der gegenüberliegenden Parkseite vom Bahnhof, deswegen hat der Bahnhof selbst einen Eingang, und der ist ziemlich clever gestaltet.
Innerhalb des Bahnhofgebäudes kann man für 5 Euro sein Gepäck aufgeben (das dann aufs Zimmer von einem der sieben (?) Hotels neben dem Park gebracht wird). Wenn man den Ballast los ist, kauft man Tickets und kann den Park von der Rückseite betreten. Die Zugangskontrolle findet noch im Gebäude statt - die Brücke über die Bahntrasse, auf der ich im nächsten Foto stehe, gehört also schon zum Park.


Direkt rechts befindet sich eine der letzten Neuheiten, Danse avec les robots.

Hier sind die zwei Eingänge erkennbar, einmal für Zuschauer (Je Regarde) und einmal für all diejenigen, die mit den Robotern tanzen wollen. :)

Die Warteschlange sieht so aus (naaaja!).

Und sie führt an einigen Roboter Ausstellungsstücken vorbei. Im Hintergrund erkennbar ist ein Roboterhund, in einem anderen Käfig war der Kopf des Roboters von Metropolis.

Der Ride selbst sind die Kuka-Roboter, ähnlich denen im Legoland.
Im Gegensatz zum Legoland kann man hier die Fahrt nicht in allen Schritten selber programmieren, sondern nur zwischen drei Härtegraden wählen. Das ist aber auch in Ordnung (wer reizt die Möglichkeiten im Legoland schon aus?).

Außerdem ist wird dem Ganzen hier nicht so eine hanebüchene Storyline aufgedrückt ("Helft den Minenrobotern", ja klar). Im Futuroscope läuft auf der großen Leinwandrolle oberhalb der Roboter ein Tanzvideo, dazu passende Musik, und zu Beginn der Fahrt bittet der Tanzlehrer alle auf ihre Plätze.

Die Musik unterstützt die Fahrt gut. Als Fahrtprogramm habe ich direkt das heftigste ausprobiert, aber besonders die lange Überkopffahrt war sehr unangenehm. Toll sind die Bewegungen zur Musik, und die kommen auch im leichtesten Programm gut, darin kann man sie sogar besser genießen. Einmal stoppen auch alle Roboter für einen Moment vor einer Kamera, damit diese ein Foto macht.


So, bis hierher genug des Lobs, jetzt kommt der Rest des Parks und der ist eher bescheiden.
Zu schnell gealterte Architektur zum Beispiel.

Ansichten aus dem Innenraum dieses Pavillons.

Ein malender Roboterarm. Den Roboterzoo gab es leider schon nicht mehr.


In diesem Gebäude wird der Atlantis Film gezeigt, wie auch im Phantasialand.

Und so hübsch hier die Fassade ist, so ernüchternd ist der Innenraum. Ein Betontrichter, in dem Treppen bis nach oben läuft. Tolles Theming: Gelegentliche Aquarien und Felsen, die halt mal so an der Wand sind.

Die Eingangsportale zum Simulator überzeugen auch nicht. Besonders nicht mit den Fernsehern, der Decke und der Klimaanlage im Sichtbereich. In solchen Momenten fragt man sich doch, warum hier überhaupt gestaltet wird, wenn nicht mal ansatzweise die Erfolgsaussicht besteht, den Besucher in eine fremde Welt zu bringen.
Schön: Der Film hatte 3D Brillen, und wenn man gegen Ende des Films merkt, dass man diese auch anschalten kann, ist die Wirkung wirklich gut.

Hier befindet sich eine ganz interessante Attraktion "Star du Futur".

Es ist eine Mischung aus Movie Magic und Darkride.

Beim Betreten des Gebäudes bekommt man (alleine oder als Gruppe) eine Keycard in die Hand gedrückt und schreitet dann durch drei oder vier Szenen, vor denen man jeweils die Karte an einem Scanner vorbei schwenkt. Dann werden die folgenden Handlungen aufgezeichnet.
Mal muss man eine Kristallkugel umklammern, mal balancieren, mal wie ein Prominenter winken.

Nach diesen Aufnahmen setzt man sich in einen Omnimover und es beginnt ein Darkride Teil. Die Karte hat man vorher abgegeben und die eigenen Filme werden jetzt in die Handlung eingebaut. Der Story konnte ich nicht folgen.
Einige Szenen erinnern an die Hollywood Tour oder die Gremlins Fahrt, also ein Backstage Setting, dann einige seltsame Geisterbahnszenen und auch Zukunftsszenen. Vor allem aber fährt man an einer Menge Leinwände mit Filmen vorbei.

Sehr wirr, aber das Konzept an sich war ganz spannend. Auch wenn an vollen Tagen die Szenenaufzeichnung die Kapazität des Darkrides sicherlich herunterfährt.

Eine Minisite zur Attraktion kann man sich hier anschauen:
www.stardufutur.comDen Auschnitt eines Onrides (Schluss der Fahrt, hier werden die ganzen persönlichen Szenen eingebettet), gibt es hier:
http://youtube.com/watch?v=giK9OlCo7kY
Zurück im Park.

Vor allem gibt es ja viele, viele, viele Filme und man muss gut planen um viele davon sehen zu können. Nach einer Weile fragt man sich aber, ob man wirklich so viele sehen muss. Nach noch einer Weile fragt man sich dann wiederum, was man denn sonst machen soll...

Hier also ein Unterwasserfilm. Einen Besuch im Futuroscope kann man sich so vorstellen, als wäre man für zehn Stunden in einem Imax eingesperrt (mal mit 3D Brille, mal ohne, mal mit wackelnden Sitzen, usw.) in dem nur der Discovery Channel läuft.
Hier findet die Nightshow statt.



Die Brücke führt über das neue Splash Battle.

Diesen Ride hat man erst am frühen Nachmittag geöffnet.

Herzlichen Glückwunsch, Futuroscope! Das sind die hässlichsten Boote...

...und das hässlichste Theming für ein Splash Battle, das ich je gesehen habe!
Vom langweiligen Fahrtverlauf ganz zu schweigen.

In einem "Kuppelkino" mit Weltraum(doku)film waren die Vorräume ganz ansprechend - leider eine Ausnahme.


Anderes Kino, andere Leinwand, andere Sitze.

Noch ein anderes Kino, aber hier ist die Leinwand besonders. Denn der hier sichtbare Teil ist nur die Hälfte der Leinwand.

Die andere Hälfte befindet sich unter den Zuschauern, die den Film durch das Glas unter ihren Füßen auch dort sehen können. Im folgenden Bild ist also oben die normale Leinwand und unten die verborgende Leinwand zu sehen. Der Effekt ist ganz nett, aber eben auch nur ein teurer Effekt für einen bestimmten Film. Sowas finde ich als stille Storyunterstützung wie im Simulator der Zoom Erlebniswelt gut, aber das ganze Kino nur dieses Effekts wegen zu bauen ist halt übertrieben.

Nächstes Kino, nochmal Simulatorensitze und ein weiterer durchschnittlicher Film. Herrje, und dabei ist es erst 11 Uhr...

Fortsetzung folgt...