Monsterauftritt im Filmpark will geübt sein

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Monsterauftritt im Filmpark will geübt sein

LETZTE BEARBEITUNG AM 01-Okt-2001 UM 09:11 Uhr ()



WAZ -Bottrop- 1.Oktober.2001

Monsterauftritt im Filmpark will geübt sein


von Nina Arndt
Werwölfe, Vampire und Zombies werden an den Oktoberwochenenden die Besucher des Warner Filmparks erschrecken. Aber auch das grauenhafteste Geschöpf der Nacht braucht ein wenig Übung, damit der Gruseleffekt nicht zur Lachnummerwird. Am Freitagabend war bei Warner das erste Training von rund 22 Monsteranwärtern. Die Laien in Sachen Schauspielerei lernten in einem Crashkurs, wie man schreit, ohne am nächsten Tag heiser zu sein, und wie man sich als Monster zu bewegen hat. Etwas nervös warten am Anfang noch Daniela und Claas Seidel aus Marl auf den Beginn des Trainings. Während Daniela bei dem Gedanken an das Vortanzen etwas mulmig wird, bibbert Claas eher dem Vorsingen entgegen.Jörg, der Tanztrainer der Monsteranwärter, erklärt, worauf es bei dem Training ankommt: "Ich möchte bei euch das Rhythmusgefühl erkennen." Die erste Aufgabe ist, zu Michael Jackson´s "Thriller" sich wackelig und monströs zu bewegen. Das "wackelig" ein sehr dehnbarer Begriff ist, zeigt sich bei den ersten Takten des Liedes. Der eine lässt sprichwörtlich den Kopf hängen, der andere kreist fachmännisch mit der Hüfte, was noch nicht so ganz gruselig wirkt. Gleichzeitig wird vor der Bühne die Schauspielerin Sonny von der Maskenbildnerin Natascha geschminkt. Ziel ist, dass die hübsche Schauspielerin am Ende aussieht wie eine Mischung aus dem Tod und einer schönen Frau. "Für mich sind solche Masken Alltag", sagt Natascha, während sie Sonny Zähne eines Totenschädels auf die Wange pinselt.Die Monsteranwärter auf der Bühne bekommen derweil die richtige Atemtechnik gezeigt. Jeder darf ein paarmal ins Mikro des Trainers scheien. Danach ist das Improvisationstalent gefragt. Die Monster müssen über die Bühne laufen und sich dabei immer wieder neue Situationen vorstellen: "Jetzt tragt ihr gerade schwere Einkaufstüten, jetzt schaut ihr euch ein Museum an . .
."
Am Ende haben die Monster sowohl ihre Stimme trainiert, als auch die Tanztechnik und die Arbeit mit Requisiten geprobt und
werden nun an den Oktoberwochenenden die Parkbesucher schocken.


Alexander Schulte "Glücklich ist, wer vergißt, was nicht mehr zu ändern ist"

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