Artikel über Halloween
Ich fand heute folgenden Artikel über die MW und Halloween.
Das Entsetzen nimmt seinen gruseligen Lauf
Von ANNE RITTER Dorsten / Kirchhellen - Grusel, Grauen, Gänsehaut - bei Anbruch der Dunkelheit kriechen sie aus ihren Löchern: Mumien, Zombies, Gespenster, Hexen und Vampire. Sie sind die Schatten der Nacht und sie sind überall - vor allem in der Warner Bros. Movie World in Kirchhellen. Dort wird momentan das Halloween-Horror-Fest gefeiert. Auch am kommenden Freitag und Samstag ab 17 Uhr herrscht noch das kalte Grauen. Mitverantwortlich für das schockende Event ist der in Dorsten wohnende Engländer Andi Keating.
Andi Keating ist Abteilungsleiter der "Operations" bei Movie World und zuständig für Entertainment, Strategie, Entwicklung, Budget, Security, Service, Admission, Cooperations, Shows - kurzum: eigentlich für alles, was man im Park sehen kann - der "Mann für alle Fälle".
Das 32-jährige Allround-Talent flog zur Vorbereitung auf das Horror-Fest extra zwei Tage nach Amerika. Dort ließ er sich von amerikanischen Kollegen die Bedeutung Halloweens erklären, schaute sich Videos an und sammelte jede Information über das Gruselfest, die er ergattern konnte. Dann wurde geplant, wurden Shows entwickelt - bis das Entsetzen schließlich seinen Lauf nehmen konnte. . . Angefangen hat alles vor vielen Jahren in einer Kleinstadt in der Nähe von Manchester. Nach seinem Kompositionsstudium begann Andi Keating für Musicals, Theater und Themenparks zu schreiben. Fünf Jahre später spezialisierte er sich mehr und mehr auf die Anforderungen der Freizeitparks, konzipierte Shows. Schließlich war er nur noch für einen Auftraggeber kreativ, "Altontowers", ein großer Freizeitpark-Betreiber in England.
Und dort muss er wohl ziemlich erfolgreich gewesen sein: Eines Tages jedenfalls klingelte das Telefon und ein Headhunter von Movie World wollte Andi Keating nach Deutschland locken. Man einigte sich darauf, dass der Engländer seine Entscheidung nach einer Besichtigung des Parks fällen würde. "Ich fuhr über die Autobahnbrücke, erblickte die Weitläufigkeit von Movie World und wusste, das ist es, was ich machen will", erinnert er sich heute. "Man führte mich durch den Park, ich öffnete ein Tor und stand vor einer Tribüne mit 2300 Sitzplätzen und fast 700 Scheinwerfern. In diesem Moment war mir klar, dass Deutschland mein neues ,home sweet home` werden würde." Ein lukrativer Job, ohne Zweifel, aber "nicht das Geld war meine Motivation, sondern die neuen Möglichkeiten, die sich mir boten."
Im April `98 war es dann soweit. Andi Keating wagte den Sprung über den "Channel" und zog mit den nötigsten Sachen erstmal in ein Hotel ein. Ohne jegliche (deutsche) Sprachkenntnisse begann er seine Arbeit: "Es war sehr schwierig, alle meine Kollegen redeten nur Englisch mit mir. Einmal, weil ich kein Wort Deutsch konnte, vor allem aber auch, weil sie ihr Englisch verbessern wollten", erklärt er die Probleme der ersten Monate.
Nach zwei Umzügen in der Umgebung zog der Engländer nach Dorsten, wo er sich sehr wohl fühlt - nicht nur, weil die Sprachbarrieren endlich der Vergangenheit angehören: "Dorsten ist eine gemütliche Stadt. Die Menschen sind freundlich und wenn die Menschen einer Stadt nett sind, dann ist auch das Klima der Stadt gut. Außerdem mag ich Dorsten, weil es so eine alte Stadt ist. Hier und da ein Türmchen, das schafft Atmosphäre." Obwohl sein Fulltime-Job ihm wenig Freizeit lässt, ist Andi Keating mit seiner Situation glücklich: "Ich habe das getan, was nur wenigen Menschen gelingt: Ich habe mein Hobby zum Beruf gemacht", sagt er mit voller Überzeugung. Nun hofft er nur noch, dass man in zwei Jahren sein Visum verlängert und er weiter seinem "Hobby" in Deutschland frönen kann.
© Westline
Das Entsetzen nimmt seinen gruseligen Lauf
Von ANNE RITTER Dorsten / Kirchhellen - Grusel, Grauen, Gänsehaut - bei Anbruch der Dunkelheit kriechen sie aus ihren Löchern: Mumien, Zombies, Gespenster, Hexen und Vampire. Sie sind die Schatten der Nacht und sie sind überall - vor allem in der Warner Bros. Movie World in Kirchhellen. Dort wird momentan das Halloween-Horror-Fest gefeiert. Auch am kommenden Freitag und Samstag ab 17 Uhr herrscht noch das kalte Grauen. Mitverantwortlich für das schockende Event ist der in Dorsten wohnende Engländer Andi Keating.
Andi Keating ist Abteilungsleiter der "Operations" bei Movie World und zuständig für Entertainment, Strategie, Entwicklung, Budget, Security, Service, Admission, Cooperations, Shows - kurzum: eigentlich für alles, was man im Park sehen kann - der "Mann für alle Fälle".
Das 32-jährige Allround-Talent flog zur Vorbereitung auf das Horror-Fest extra zwei Tage nach Amerika. Dort ließ er sich von amerikanischen Kollegen die Bedeutung Halloweens erklären, schaute sich Videos an und sammelte jede Information über das Gruselfest, die er ergattern konnte. Dann wurde geplant, wurden Shows entwickelt - bis das Entsetzen schließlich seinen Lauf nehmen konnte. . . Angefangen hat alles vor vielen Jahren in einer Kleinstadt in der Nähe von Manchester. Nach seinem Kompositionsstudium begann Andi Keating für Musicals, Theater und Themenparks zu schreiben. Fünf Jahre später spezialisierte er sich mehr und mehr auf die Anforderungen der Freizeitparks, konzipierte Shows. Schließlich war er nur noch für einen Auftraggeber kreativ, "Altontowers", ein großer Freizeitpark-Betreiber in England.
Und dort muss er wohl ziemlich erfolgreich gewesen sein: Eines Tages jedenfalls klingelte das Telefon und ein Headhunter von Movie World wollte Andi Keating nach Deutschland locken. Man einigte sich darauf, dass der Engländer seine Entscheidung nach einer Besichtigung des Parks fällen würde. "Ich fuhr über die Autobahnbrücke, erblickte die Weitläufigkeit von Movie World und wusste, das ist es, was ich machen will", erinnert er sich heute. "Man führte mich durch den Park, ich öffnete ein Tor und stand vor einer Tribüne mit 2300 Sitzplätzen und fast 700 Scheinwerfern. In diesem Moment war mir klar, dass Deutschland mein neues ,home sweet home` werden würde." Ein lukrativer Job, ohne Zweifel, aber "nicht das Geld war meine Motivation, sondern die neuen Möglichkeiten, die sich mir boten."
Im April `98 war es dann soweit. Andi Keating wagte den Sprung über den "Channel" und zog mit den nötigsten Sachen erstmal in ein Hotel ein. Ohne jegliche (deutsche) Sprachkenntnisse begann er seine Arbeit: "Es war sehr schwierig, alle meine Kollegen redeten nur Englisch mit mir. Einmal, weil ich kein Wort Deutsch konnte, vor allem aber auch, weil sie ihr Englisch verbessern wollten", erklärt er die Probleme der ersten Monate.
Nach zwei Umzügen in der Umgebung zog der Engländer nach Dorsten, wo er sich sehr wohl fühlt - nicht nur, weil die Sprachbarrieren endlich der Vergangenheit angehören: "Dorsten ist eine gemütliche Stadt. Die Menschen sind freundlich und wenn die Menschen einer Stadt nett sind, dann ist auch das Klima der Stadt gut. Außerdem mag ich Dorsten, weil es so eine alte Stadt ist. Hier und da ein Türmchen, das schafft Atmosphäre." Obwohl sein Fulltime-Job ihm wenig Freizeit lässt, ist Andi Keating mit seiner Situation glücklich: "Ich habe das getan, was nur wenigen Menschen gelingt: Ich habe mein Hobby zum Beruf gemacht", sagt er mit voller Überzeugung. Nun hofft er nur noch, dass man in zwei Jahren sein Visum verlängert und er weiter seinem "Hobby" in Deutschland frönen kann.
© Westline

