Hallo zusammen,
nachdem gestern die mit Spannung erwartete Sitzung abgehalten wurde, möchte ich kurz ein paar Pressemeldungen zum Ausgang bzw. den Ergebnissen der Sitzung hier einstellen:
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Eisners Macht wird gestutzt
Der Disney-Verwaltungsrat hat sich für eine Trennung der Ämter von Konzernchef und Vorsitzendem ausgesprochen. Dem einstimmigen Votum vom Mittwochabend zufolge wird ab sofort das Verwaltungsratsmitglied George Mitchell dem Disney-Chef Michael Eisner zur Seite stehen. Zugleich stärkte das Gremium Eisner und dessen Unternehmensstrategie erneut den Rücken.
Der 61-jährige Eisner, der seit 20 Jahren an der Spitze des Medienkonzerns mit seinen rund 112.000 Mitarbeitern steht, liegt im Clinch mit den früheren Verwaltungsratsmitgliedern Stanley Gold und Roy Disney, dem Neffen des Firmengründers Walt Disney. So hatte Roy Disney bei seinem Ausscheiden den Rücktritt Eisners gefordert und ihm vorgeworfen, das Unternehmen werde als "habgierig, seelenlos und stets auf der Suche nach dem schnellen Dollar" wahrgenommen. Gold und Disney haben bereits angekündigt, die Hauptversammlung des Unternehmens Anfang Mai für eine Generalabrechnung mit Eisner zu nutzen.
(c) Stern - Wirtschaft, 4.3.2004
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Disney-Chef Eisner bekommt Aufpasser
Michael Eisner, Chef des Disney-Konzerns, muss einen Teil seiner Macht abgeben. Manche Aktionäre möchten ihn am liebsten ganz los werden.
Der Verwaltungsrat beschloss das Amt des Konzernchefs (CEO) und des Vorsitzenden (Chairman) zu trennen. Bislang hält Eisner beide Posten. Nach dem einstimmigen Votum vom Mittwochabend wird ab sofort das Verwaltungsratsmitglied George Mitchell dem 61-Jährigen zur Seite stehen.
Zugleich stärkte das Gremium Eisner und dessen Unternehmensstrategie erneut den Rücken. Es werde "jeden vernünftigen Vorschlag für eine Fusion sorgfältig prüfen und analysieren". Das Direktorium bekräftigte, dass ein Übernahmeangebot von Comcast den Disney-Aktionären nicht nutzen werde.
Viele Aktionäre hatten zuvor auf der Hauptversammlung dem Konzernchef jedoch ihre Unterstützung verweigert und damit Rufe nach seinem Rücktritt ausgelöst. Rund 43 Prozent der Aktionäre stimmten gegen eine Wiederwahl Eisners.
Disney-Neffe rebelliert gegen Eisner
Führende Köpfe der Gegner Eisners, der seit 20 Jahren an der Spitze des Medienkonzerns mit seinen rund 112.000 Mitarbeitern steht, sind die ehemaligen Verwaltungsratsmitglieder Stanley Gold und Roy Disney, der Neffe des Firmengründers Walt Disney. Roy Disney hatte vor einigen Wochen bei seinem Ausscheiden den Rücktritt Eisners gefordert und ihm vorgeworfen, das Unternehmen werde als "habgierig, seelenlos und stets auf der Suche nach dem schnellen Dollar" wahrgenommen. Gold und Disney haben bereits angekündigt, die Hauptversammlung des Unternehmens Anfang Mai für eine Generalabrechnung mit Eisner zu nutzen.
(c) Financial Times Deutschlandt, 4.3.2004
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Disney trennt Aufgaben von Chairman und CEO
Bei der Walt Disney werden die Positionen von Chairman und CEO künftig nicht mehr mit ein und derselben Person besetzt.
Auf der Hauptversammlung des Unternehmens am Mittwoch wurde Michael Eisner, der bisher beide Funktionen ausfüllte, von seinem Amt als Chairman entbunden. Eisner bleibt jedoch CEO des Unterhaltungskonzerns. Gleichzeitig schuf der Board von Walt Disney das Amt des Chairman of the Board. Zum Non-Executive Chairman wurde George Mitchell ernannt.
Hintergrund der Trennung der Ämter war, daß Eisner das Vertrauen der Aktionäre zum Teil hatte. Auf der Hauptversammlung hatte er 43 Prozent der Stimmen nicht erhalten.
Disney hält das Comcast-Übernahmegebot unverändert für inakzeptabel. Der Board des Unterhaltungskonzerns wies das abermals bekräftigte Gebot des Kabelnetzbetreibers zurück. Das derzeitige Gebot werde sicher nicht zu einer Übernahme führen. Sollte Comcast aber ein angemessenes Angebot vorlegen, werde dieses geprüft und analysiert, hieß es.
(c) Frankfurter Allgemeine Zeitunge, 4.3.2004
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Aus die Maus - mit halbem Ohr
Konzernchef Michael Eisner verliert seinen Posten als Verwaltungsratspräsident bei Disney. Doch trotz des Aktionärsvotums bleibt der 61-Jährige Vorstandschef
Philadelphia - Der Disney-Konzern hat die Konsequenz aus dem verheerenden Aktionärsvotum gezogen und den umstrittenen Konzernchef Michael Eisner von der Spitze des Verwaltungsrates abgezogen. Eisner bleibe jedoch weiterhin Vorstandsvorsitzender, teilte der Verwaltungsrat mit. Mit der Aufsplittung der beiden Posten solle der vorangegangenen Abstimmung in der Hauptversammlung Rechnung getragen werden, hieß es in der Erklärung. Die Führung des Verwaltungsrates wird demnach der ehemalige US-Senator George Mitchell übernehmen, obwohl dieser ebenfalls bei den Aktionären durchgefallen war: 24 Prozent der Anteilseigner hatten Mitchell ihr Misstrauen ausgesprochen. Nach Eisner hatte er damit das zweitschlechteste Ergebnis der Versammlung eingefahren.
Bei der Hauptversammlung stimmten 43 Prozent der Aktionäre gegen eine Verlängerung von Eisners Amtszeit an der Spitze des Medienkonzerns. Der Vorstandschef wird von vielen Aktionären für die zuletzt eher bescheidene Geschäftsbilanz verantwortlich gemacht. Eisner war zehn Jahre lang in Personalunion Vorstandschef und Verwaltungsratspräsident von Walt Disney.
Das Medienunternehmen war zuletzt in die Schlagzeilen geraten, als das höchst erfolgreiche Trickstudio Pixar die Zusammenarbeit kündigte und sich der Konzern gegen ein Übernahmeangebot des US-Kabelbetreibers Comcast wehren musste. Seit Monaten liefert sich Eisner zudem eine Fehde mit Roy Disney und Stanley Gold, die Eisner im vergangenen Jahr zum Rückzug aus der Führung von Disney veranlasst hatte.
(c) Die Welt, 4.3.2004
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43% der Stimmen gegen Disney-CEO und Chairman Eisner
Burbank (vwd) - Michael Eisner, CEO und Chairman der Walt Disney Co, Burbank, hat am Mittwoch auf der Hauptversammlung 43% der Stimmen nicht erhalten. Das teilte das Unternehmen mit. Ehemalige Board-Mitglieder hatten zuvor den Rücktritt von Eisner gefordert. Eisner sei für die schlechte Lage des Senders ABC und die unterdurchschnittliche Aktienkursentwicklung verantwortlich, hieß es zur Begründung.
(c) Vereinigte Wirtschaftsdienste, 4.3.2004
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Disney trennt Aufgaben von Chairman und CEO - Eisner bleibt CEO
Philadelphia (vwd) - Bei der Walt Disney Co, Burbank, werden die Positionen von Chairman und CEO künftig nicht mehr mit ein und derselben Person besetzt. Auf der Hauptversammlung des Unternehmens am Mittwoch wurde Michael Eisner, der bisher beide Funktionen ausfüllte, von seinem Amt als Chairman entbunden. Eisner bleibt jedoch CEO des Unterhaltungskonzerns. Gleichzeitig schuf der Board von Walt Disney das Amt des Chairman of the Board. Zum Non-Executive Chairman wurde George Mitchell ernannt.
Hintergrund der Trennung der Ämter war, dass Eisner das Vertrauen der Aktionäre zum Teil hatte. Auf der Hauptversammlung hatte er 43% der Stimmen nicht erhalten.
(c) Vereinigte Wirtschaftsdienste, 4.3.2004
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Disney-Chef Eisner droht Machteinbuße
Dem umstrittenen Chef des Unterhaltungskonzerns Walt Disney droht ein Machtverlust. Der Disney-Verwaltungsrat erwägt amerikanischen Medienberichten zufolge, Michael Eisner zur Abgabe seines Postens als Verwaltungsratsvorsitzender (Chairman) zu drängen.
Eisner soll nach den Vorstellungen des Verwaltungsrats allerdings seinen Posten als Chief Executive Officer behalten. Am Mittwoch zeichnete sich für Eisner beim mit Spannung erwarteten Aktionärstreffen des Unternehmens in Philadelphia eine herbe Niederlage ab. Schätzungen zufolge wollten mehr als 40 Prozent aller Aktionäre Eisner die Wiederwahl in den Verwaltungsrat verweigern.
Wahlergebnis mit symbolischem Charakter
Das Wahlergebnis hat in jedem Fall vor allem symbolischen Charakter und reicht nicht aus, Eisner tatsächlich aus dem Verwaltungsrat zu drängen. Trotzdem erhöht es den Druck auf ihn, denn ein solches Ergebnis ist für amerikanische Verhältnisse außergewöhnlich hoch. Rund 87 Prozent des Stammkapitals von Disney waren in Philadelphia vertreten. Die große Opposition hatte sich bereits in der vergangenen Woche abgezeichnet. Eine ganze Serie von Pensionsfonds hatte angekündigt, Eisner die „Ja“-Stimme zu verweigern.
Darüber hinaus empfahlen mehrere einflußreiche Beratungsgesellschaften für institutionelle Anleger den Aktionären, gegen Eisner zu stimmen. Auf der Aktionärsversammlung waren vor der Abstimmung überraschend die beiden ehemaligen Disney-Verwaltungsräte Roy Disney und Stanley Gold aufgetreten, die in den vergangenen Wochen eine landesweite Anti-Eisner-Kampagen geführt haben.
Stehende Ovationen für Kritik an Eisner
Die beiden Männer erhielten von den Aktionären stehende Ovationen. Insbesondere Gold griff Eisner scharf an. Er warf dem Disney-Chef eine unterdurchschnittliche Entwicklung des Aktienkurses und einen schwachen Geschäftsverlauf vor. Der Verwaltungsrat habe auf der anderen Seite zu wenig Druck auf das Management ausgeübt. Gold stellte klar, daß ihm ein Rückzug Eisners vom Chairman-Posten nicht ausreicht. „Michael Eisner muß das Unternehmen jetzt verlassen“, sagte er.
Eisner gibt sich kämpferisch
Der fast 62 Jahre alte Eisner gab sich zuvor kämpferisch. „Ich liebe dieses Unternehmen, der Verwaltungsrat liebt dieses Unternehmen, und wir sind begeistert davon, was das Unternehmen leistet“, sagte er. Er wies darauf hin, daß Disney im laufenden Geschäftsjahr ein Ergebniswachstum von 30 Prozent erwartet und daß der Aktienkurs von Disney in den vergangenen zwölf Monaten um 60 Prozent zugelegt hat.
„Dieses Unternehmen hat die Managementqualität und das kreative Talent, um künftiges Wachstum zu sichern“, sagte er. Eisners Vertrag als Chief Executive Officer läuft offiziell noch bis zum September 2006. Seit dem Jahr 1984 steht er an der Spitze des Unterhaltungskonzerns.
Comcast-Übernahmeangebot droht weiter
Der Kabelkonzern Comcast hatte im vergangenen Monat ein feindliches Übernahmeangebot für Disney in Höhe von insgesamt 66 Milliarden Dollar unterbreitet. Der Vorstandschef von Comcast, Brian Roberts, hatte den Zeitpunkt für den Vorstoß angesichts der Tumulte hinter den Kulissen von Disney offenbar für günstig gehalten.
(c) Frankfurter Allgemeine Zeitung, 3.3.2004
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Presse: Disney wird Aufgaben von CEO und Chairman trennen
New York (vwd) - Der Board der Walt Disney Co, Burbank, wird nach Information der "New York Times" (NYT) möglicherweise am Mittwoch die Aufspaltung der Ämter des Chairman und des CEO bekannt geben. Derzeit werden beide Positionen von einer Person erfüllt: Michael D. Eisner. Sollte es tatsächlich zu einer Aufteilung der Aufgaben kommen, so wäre dies eine Abkehr von der bisher verfolgten Strategie des Board, schreibt die Zeitung am Dienstag auf ihrer Internetseite.
Die "Ämterhäufung" war von Anlegern in jüngster Zeit immer lauter kritisiert worden. Die Investoren werfen dem Unterhaltungskonzern vor, Eisner kaum zu kontrollieren. Das "Wall Street Journal" hatte George J. Mitchell, Director von Disney, am Dienstag dahingehend zitiert, dass der Board mit einer Aufteilung der Positionen bis 2006 warten wolle. Doch in Anbetracht der wachsenden Kritik und der Gefahr, dass Eisner bei der Wahl auf der Hauptversammlung am Mittwoch 30% oder mehr der Stimmen nicht erhalten werde, sei der Board nun zum Handeln gezwungen, schreibt die "NYT" unter Berufung auf informierte Kreise.
(c) Vereinigte Wirtschaftsdienste, 3.3.2004
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Charme-Offensive gegen Disney-Dissidenten
Es ist einer der spektakulärsten feindlichen Übernahmekämpfe seit langem, und doch ist es erstaunlich ruhig geworden um die Beteiligten: Vor zwei Wochen hat der amerikanische Kabelkonzern Comcast die Finanzwelt mit einem Angebot für den Unterhaltungskonzern Walt Disney aufgeschreckt.
Wenige Tage später wies Disney das Angebot als zu niedrig zurück, seither gab es keine entscheidenden Schritte mehr in der Auseinandersetzung.
Warten auf kommenden Mittwoch
Wahrscheinlich ist das nur die Ruhe vor dem Sturm. Die Parteien halten im Moment still, weil sie auf den kommenden Mittwoch warten: Dann findet in Philadelphia - ironischerweise der Hauptsitz von Comcast - das Aktionärstreffen von Disney statt. Dort wird ein entscheidendes Signal für die Zukunft des umstrittenen Chief Executive Officers und Verwaltungsratschefs Michael Eisner erwartet, der sich vehement gegen eine Übernahme stemmt. Wie die anderen Verwaltungsratsmitglieder steht auch Eisner auf dem Treffen zur Wiederwahl.
Es geht vor allem um Symbolik in Philadelphia. Eisners Posten im Verwaltungsrat ist nicht unmittelbar gefährdet. Er hat keinen Gegenkandidaten, und mit hoher Wahrscheinlichkeit wird eine Mehrheit ihn im Amt bestätigen. Gar nicht zur Diskussion steht seine Funktion als Chief Executive Officer: Sein Vertrag läuft bis zum September 2006. Wenn aber ein nennenswerter Anteil von Aktionären diesmal mit "Nein" stimmt, könnte dies als Mißtrauensvotum interpretiert werden. Der Verwaltungsrat könnte sich gezwungen sehen, Druck auf Eisner auszuüben und ihn damit zum Rücktritt von all seinen Ämtern zu bewegen.
Bislang haben die Aktionäre Eisners Wiederwahl in den Verwaltungsrat regelmäßig nahezu unwidersprochen durchgewunken, seit er im Jahr 1984 an die Disney-Spitze gerückt ist. Comcast wird nun beobachten, wie angeschlagen Eisner aus dem Aktionärstreffen herauskommt, und die weitere Strategie im Übernahmekampf danach ausrichten.
Anti-Eisner-Kampagne
Schon vor dem Comcast-Angebot stand Eisner bei Disney unter Druck. Im Dezember verließ Roy Disney, der Neffe des Unternehmensgründers Walt Disney, den Verwaltungsrat und startete eine Anti-Eisner-Kampagne, in der er den Rücktritt des Managers forderte. Roy Disney gibt Eisner die Schuld an der schwachen Entwicklung des Unternehmens in den vergangenen Jahren. Darüber hinaus wirft er Eisner einen autokratischen Führungsstil vor, der viele talentierte Führungskräfte aus dem Unternehmen getrieben habe. Der bald 62 Jahre alte Eisner weigere sich zudem, eine klare Nachfolgeregelung auf den Weg zu bringen.
Kurz nach Disney legte auch dessen langjähriger Vertrauter Stanley Gold das Verwaltungsratsmandat nieder und schloß sich der Kampagne an. Seither werben Disney und Gold bei Investoren um Unterstützung im Kampf um einen Führungswechsel.
Stimmung könnte drehen
Den Bemühungen von Disney und Gold wurden zunächst wenig Aussichten auf Erfolg gegeben, zumal der Medienkonzern sich nach einigen schwierigen Jahren wieder auf Erholungskurs befindet. Doch die Stimmung könnte drehen. So gab das Platzen der Verhandlungen von Disney mit dem Zeichentrickstudio Pixar über eine Fortsetzung einer wichtigen Partnerschaft den Kritikern unlängst ein weiteres Argument an die Hand. Institutional Shareholder Services, eine einflußreiche Beratungsgesellschaft für institutionelle Anleger, hat sich gerade der Sichtweise der Disney-Dissidenten angeschlossen und empfiehlt, in Philadelphia gegen Eisner zu stimmen. Gold hofft, mit dieser Empfehlung 7 bis 8 Prozent der Aktionäre für sich zu gewinnen. Insgesamt streben Disney und Gold nach eigenen Angaben an, 20 Prozent Gegenstimmen für Eisner zu erreichen.
Eisner bei Larry King
Eisner selbst hat unterdessen im Vorfeld der Aktionärsversammlung eine Charmeoffensive gestartet. Am vergangenen Freitag trat er in der Talkshow des bekannten amerikanischen Moderators Larry King auf. Dabei gab er die Rolle des freundlichen Managers mit Familiensinn, der sich nicht an seine Positionen klammert. Auf die Frage nach dem Ausgang des Übernahmekampfes sagte er: "Ich bin zuversichtlich, daß ich am Ende immer noch drei großartige Kinder und eine großartige Frau haben werde und daß Disney die Oberhand behält. Ob ich dann noch an der Spitze von Disney stehe, bestimmen der Verwaltungsrat, meine Gesundheit und meine Begeisterungsfähigkeit, und die sprechen im Moment alle dafür."
Anfang der Woche gab es außerdem eine Telefonkonferenz mit Eisner und einigen Verwaltungsräten. Ein Verwaltungsrat sagte, Eisner habe Annäherungsversuche von Comcast mit dem Einverständnis des Gremiums und nicht eigenmächtig zurückgewiesen, bevor es schließlich zu dem feindlichen Angebot kam. Weiter wurde darauf hingewiesen, daß der Verwaltungsrat in jüngster Zeit verstärkt über eine Nachfolge von Eisner diskutiere.
Comcast-Aktie verliert
Im Übernahmekampf selbst wird es wohl nicht beim bisherigen Angebot bleiben. Comcast will bislang für jede Disney-Aktie 0,78 eigene Aktien abgeben. Das Angebot bedeutete zunächst einen Aufschlag von rund 10 Prozent auf Disneys Börsenwert. Seither hat aber die Comcast-Aktie an Wert verloren und der Disney-Aktienkurs zugelegt, so daß der Preis mittlerweile unter dem Börsenwert liegt. Analysten halten es für wahrscheinlich, daß Comcast sein Angebot nachbessert und außerdem eine Barkomponente in Aussicht stellt. Ferner gilt es als möglich, daß andere Unternehmen in den Übernahmekampf eingreifen.
Analystin Jessica Reif Cohen von der Investmentbank Merrill Lynch hält hierbei eine gemeinsame Offensive des Medienkonzerns Liberty Media und der Internetgesellschaft Interactive Corp. für das wahrscheinlichste Szenario. Einige andere potentielle Kandidaten wie die Medienkonzerne News Corp und Viacom haben offiziell abgewunken. Auch der Wettbewerber Time Warner und der Softwarekonzern Microsoft wurden als mögliche Interessenten ins Spiel gebracht. Für wenig wahrscheinlich hält Reif Cohen, daß Disney selbst ein Unternehmen zukauft, um den Angriff abzuwehren, zum Beispiel den Satellitenbetreiber Echostar. Zur Verteidigung hat Disney kürzlich einen New Yorker Anwalt angeheuert, der auf die Einrichtung sogenannter Giftpillen spezialisiert ist, mit denen eine Übernahme erschwert werden soll.
(c) Frankfurter Allgemeine Zeitung, 25.2.2004
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Machtkampf bei Disney spitzt sich zu
Die Kampagne eines Neffen von Walt Disney gegen den langjährigen Chef des US-Unterhaltungskonzerns Michael Eisner dürfte mit der Hauptversammlung in Philadelphia ihren vorläufigen Höhepunkt erreichen. Roy E. Disney und Stanley Gold hoffen dass mindestens 20 Prozent der Stimmen gegen Eisner abgegeben werden.
Der Ausgang der Abstimmung auf dem Aktionärstreffen könnte die Zukunft von Eisner entscheiden, der das Unternehmen seit rund 20 Jahren führt. Niemand erwartet zwar, dass Eisner sofort ausgebootet wird, ein Gegenkandidat steht auch gar nicht zur Wahl. Disney und Gold, beides ehemalige Mitglieder des Verwaltungsrats, hoffen aber, dass der Verwaltungsrat bei einem hohen Prozentsatz von Gegenstimmen die Konsequenzen aus diesem Misstrauensvotum ziehen und Eisner in absehbarer Zeit entlassen wird. Das Aufsichtsgremium hat sich bisher immer voll hinter Eisner gestellt.
Disney und Gold werfen Eisner vor, den Konzern nicht gut genug zu führen. Sie waren im vergangenen Jahr aus dem Verwaltungsrat ausgeschieden. Sie hatten seither eine intensive Kampagne gegen Eisner geführt und dessen Rücktritt oder Entlassung gefordert. Andere Kritiker forderten zudem eine Trennung des Postens des Firmenchefs und des Vorsitzenden des Verwaltungsrates, die Eisner in Personalunion innehat.
Eindeutige Strategie
"Wir sind dafür, dass die beiden Rollen getrennt werden und Michael Eisner sollte keinen der beiden Posten innehaben", sagte am Dienstag auch Stanley Gold, Präsident der Investmentfirma Shamrock Holdings, die das Vermögen des Disney-Erben Roy Disney verwaltet. Gold wollte am Dienstag in Philadelphia keine Angaben dazu machen, wie er und Roy Disney weiter verfahren werden, sollte Eisner auf der Hauptversammlung am Mittwoch doch den Löwenanteil der Stimmen gewinnen. Er betonte aber, dass sie ihre Kampagne fortsetzen würden. "Wir sind solange hier, bis Herr Eisner gegangen ist", sagte Gold.
Gold und Roy Disney, der Neffe des Firmengründers Walt Disney, hatten am Dienstag zu einer Pressekonferenz und einem Aktionärstreffen eigeladen, um noch mehr Unterstützung für ihren Feldzug gegen den umstrittenen Disney-Boss zu mobilisieren. Dieser hatte ein feindliches Übernahmeangebot des größten US-Kabelfernsehbetreibers Comcast abgewehrt. Comcast dürfte sich am Mittwoch dem Protest gegen Eisner anschließen. Der Konzern hofft, auf diese Weise vielleicht doch noch mit Disney ins Gespräch zu kommen und den Verwaltungsrat umzustimmen. Allerdings wird erwartet, dass der Verwaltungsrat auch am Mittwoch an seiner ablehnenden Haltung festhält und das Angebot als zu niedrig bewertet. Auch mehrere Pensionsfonds haben angekündigt, dass sie Eisner nicht unterstützen werden.
Der Disney-Chef, so die Kritik, verwalte seit zehn Jahren nur noch den Status Quo und habe weder Umsatz noch Gewinn oder den Aktienkurs steigern können. Roy Disney und Gold legten vergangenen November ihre Ämter aus Protest nieder, seitdem versuchen sie Aktionärsstimmen für die Absetzung Eisners zu gewinnen. "Wenn wir die Anteilseigner nicht dazu bringen können, dass sie das Board überzeugen, wird sich der Verfall des Unternehmens fortsetzen", sagte Roy Disney am Dienstag. Er und Gold attackierten Eisner abwechslungsweise wegen der schlechten Leistungen bei Disney-Sparten wie dem Fernsehsender ABC sowie der einst legendären Zeichentrickfilmsparte.
(c) Financial Times Deutschland, 3.3.2004
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Comcast bestätigt: Werden Offerte für Disney nicht erhöhen
New York (vwd) - Die Comcast Corp, Philadelphia, hat Agenturmeldungen bestätigt, dass sie die Offerte für die Übernahme der Walt Disney Co, Burbank, nicht nachbessern will. Der Kurs des Zeichentrickherstellers war jüngst infolge des Angebots von Comcast über einen Aktientausch im Verhältnis 1:0,78 gestiegen. Beobachter hatten eine Nachbesserung der Offerte erwartet. "Das ist, was wir immer gesagt haben", sagte ein Sprecher von Comcast am Dienstag. Das Angebot sei großzügig und angemessen und biete einen 10-prozentigen Aufschlag auf den höchsten Kurs der letzten 3 Jahre.
(c) Vereinigte Wirtschaftsdienste, 4.3.2004
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Disney hält Comcast-Gebot unverändert für inakzeptabel
Philadelphia (vwd) - Die Walt Disney Co, Burbank, hält das Übernahmegebot der Comcast Corp, Philadelphia, unverändert für inakzeptabel. Der Board des Unterhaltungskonzerns wies am Mittwoch auf der Hauptversammlung das erneut bekräftigte Gebot des Kabelnetzbetreibers zurück. Das derzeitige Gebot werde sicher nicht zu einer Übernahme führen. Sollte Comcast aber ein angemessenes Angebot vorlegen, werde dieses geprüft und analysiert, hieß es.
(c) Vereinigte Wirtschaftsdienste, 4.3.2004
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Disney-Gebot läßt Comcast-Aktie durch den Aufwärtstrend fallen
Der Übernahmewahn an der Wall Street greift weiter um sich. Nun hat der amerikanische Kabelnetzbetreiber Comcast rund 50 Milliarden Dollar oder 49 Milliarden Euro in Aktien für den weltbekannten Unterhaltungskonzern Walt Disney geboten und ist bereit, zusätzlich die Schulden in Höhe von knapp 12 Milliarden Dollar zu übernehmen. Die Aktie des Unternehmens fällt daraufhin durch den kurzfristigen Aufwärtstrend und liegt im späten Handel mit einem Minus von knapp sieben Prozent bei 31,58 Dollar.
Die Papiere von Disney legen dagegen satte 14 Prozent zu auf 27,50 Dollar. Das ist nicht nur die Krönung des im März des vergangenen Jahres etablierten, kurzfristigen Aufwärtstrends, sondern damit ist es der Aktie auch gelungen, die zuletzt erreichte Widerstandszone bei 25 Dollar deutlich zu überwinden.
Analysten sehen Fusion als Chance - bei nachgebessertem Preis
Analysten weisen daher auf die Notwendigkeit einer Nachbesserung der Offerte hin. “Das Angebot muß höher ausfallen“, sagte Analystin Angela Kohler von Federated Investors. Der faire Wert für die Titel von Disney liege “weit über 30 Dollar“. Analyst Larry Haverty von State Street Research sieht den Fairen Wert bei knapp über 32 Dollar. Passen würde der Zusammenschluß von Sendeinhalten und Sendeplätzen jedenfalls, heißt es in Analystenkreisen.
Merrill Lynch sieht Disney und Comcast als “perfekte Partner“ für einen Zusammenschluß. Für Comcast bedeute das Geschäft in der momentanen Struktur “absolut keine Belastung für die Bilanz“. Comcast habe eine “lange Geschichte“ beim Schaffen von Shareholder Value, die “absolut außerordentlich“ sei. Beobachter wiesen dabei auf die erfolgreiche Akquisition von AT&T Broadband durch Comcast hin, wobei Comcast beim Kauf vor 15 Monaten nur halb so groß wie die übernommene die AT&T-Sparte gewesen sei.
Comcast verspricht rosige Zeiten nach Zusammenschluß
Comcast sieht sich als potentiellen Sanierer von Disney. So seien die Margen einiger Bereiche von Disney unterdurchschnittlich und könnten durch die Fusion verbessert werden, sagte President Steve Burke, der früher selbst zwölf Jahre lang bei Disney tätig war. Durch eine Fusion ergibt sich laut Comcast ein Sparpotential von 300 Millionen bis 500 Millionen Dollar jährlich, der Cashflow könne um 200 Millionen bis 300 Millionen Dollar gesteigert werden. Disney könne unter anderem vom Kabelnetz Comcasts profitieren.
Aktuelle Lage läßt Anleger an Disney zweifeln
Augenmerk auf die Vorteile des Zusammenschlusses dürften Disney-Aktionäre vor allem legen, weil der Konzern sich jüngst in eine schwache Lage gebracht hat. “Wir reden nicht davon, Disney in nie gesehene Höhen zu tragen. Aber davon, einige Sparten wieder dahin zu bringen, wo sie vor fünf Jahren waren“, sprach Comcast-President Burke wohl einigen Anlegern aus der Seele. Die Aktie von Disney war im Jahr 2000 noch mehr als 45 Dollar wert.
Disney-CEO Michael Eisner hatte den Rückhalt vieler Aktionäre verloren. Die Trickfilm-Sparte verdankt ihre momentane Bedeutung beispielsweise nicht mehr dem Unternehmen selbst, sondern der Zusammenarbeit mit Pixar, deren computeranimierte Filme allesamt große Erfolge waren. Diese Kooperation läuft aber mit dem übernächsten Pixar-Film aus.
Disney rät zum Abwarten
Walt Disney rät den Anlegern, zunächst abzuwarten. Der Board werde den Comcast-Vorschlag prüfen. Comcast hatte mitgeteilt, daß CEO Eisner sich in einem Gespräch Anfang der Woche gegen den Vorschlag einer Fusion entschieden hatte. Am Nachmittag präsentierte Disney überraschend früh Quartalszahlen, was Beobachter als Versuch sahen, den eigenen Unternehmenswert herauszustellen. Die Umsätze sind demnach im ersten Quartal 2003/04 in allen vier Geschäftsbereichen gestiegen. Comcast veröffentlichte ebenfalls Zahlen. Das vierte Quartal 2003 zeigte dabei einen um 58 Prozent auf 4,74 Milliarden Dollar gekletterten Umsatz und einen Nettogewinn von 383 Millionen Dollar oder 28,24 Cents je Aktie. Auf dieser Basis ist das Papier mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von 111 extrem teuer. Selbst wenn man unterstellte, daß das Unternehmen alleine im kommenden Jahr 60 Cents je Aktie erzielen könnte, läge das KGV immer noch bei teuren 52.
Comcast-Aktie ziemlich teuer
Bei allem Optimismus der Analysten, scheint Comcast mit einer überbewerteten Währung bezahlen zu wollen. Gleichzeitig hat Comcast bei einer Marktkapitalisierung von knapp 70 Milliarden Dollar Anleihen im Gegenwert von 23,4 Milliarden Dollar ausstehen. Das Rating liegt bei BBB und ist nicht gerade überragend. Einzelne Ratingagenturen haben durchblicken lassen, daß sich das Rating einer fusionierten Einheit verbessern könnte. Das zeigt allerdings, das das wohl ein gutes Geschäft wäre für die Comcastaktionäre und eher ein schlechtes für die Disneyaktionäre. Ob sich die Synergieeffekte in prognostizierter Höhe realisieren lassen würden dürfte auch noch dahingestellt sein. Zu oft haben sich solche Prognose als heiße Luft erwiesen. Insgesamt sollte man wohl die Comcast-Aktie eher vorsichtig betrachten.
(c) Frankfurter Allgemeine Zeitung, 4.3.2004
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Grüße aus Kaltenkirchen,
Mathias Arp
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