Eine neue Art von Bond, ein harter realistischer Stil, der kühle Rächer ohne technische Spielereien. Sehr actionreich, es kommt keine Langeweile auf. Irgendwie auch erfrischend, weil die Handlung aufs notwendigste beschränkt ist: d.h. keine langatmigen erotischen Szenen, keine hübschen Drehorte – alles sehr zweckmäßig und dynamisch.
Also ich fand den Film stellenweise leider doch recht langweilig und die Actionszenen waren unanschaubar! Wackelkamera schön und gut, aber so hektisch muss es ja nun wirklich nicht sein. Ich habe oft gar nicht mitbekommen, was da nun gerade passiert.
So ging es mir auch, da sieht man nur, irgendjemand greift ein Messer, man kann aber gar nicht realisieren, wer es ist, im nächsten Augenblick ringen beide miteinander, plötzlich sieht man wieder das Messer in Großaufnahme, dass gerade wegfliegt... Aber das alles, was ich geschrieben habe, in nicht einmal einer gefühlten Milisekunde.
Irgendwie war für mich die Geschichte zu oberflächlich.
Ich muss zu meiner Schande gestehen, dass ich Casino Royal nicht gesehen hab. Da soll Daniel Craig besser rüber gekommen sein. In Quantum Trost wirkt er auf mich eher, wie so ein rabiater KGB Agent und nicht dieser Womanizer vom MI6.
Mich konnte der Film nicht überzeugen. ________________ Morrrpheus
>Ich muss zu meiner Schande gestehen, dass ich Casino Royal nicht gesehen hab. Da soll >Daniel Craig besser rüber gekommen sein. In Quantum Trost wirkt er auf mich eher, wie >so ein rabiater KGB Agent und nicht dieser Womanizer vom MI6.
An Daniel Craig liegts sicherlich nicht, denn der verkörpert genial was das Drehbuch vorschreibt. Die Bond ist ein Womanizer Zeit ist endgültig vergangene Grüße,
Ich fand den Film einfach nur gräßlich! Zunächst einmal muß ich sagen, daß ich mich mit Craig als Bond keine Sekunde lang anfreunden kann - er ist sicherlich ein guter Schauspieler (genau wie Timothy Dalton), aber er paßt einfach nicht zur Figur. Ihm fehlt einfach die Eleganz, das Leichte und das Augenzwinkern, das vor allem Connery und Moore so auszeichnete. Der Mann sieht nun einmal nicht aus wie ein Sympathieträger, sondern wie ein Bahnhofsschläger - und genau damit funktioniert schon einmal ein großer Teil dessen, was Bond ausmacht, nicht mehr wirklich.
Trotzdem hat mir "Casino Royal" recht gut gefallen. Zwar war der erste Versuch von Craig auch alles andere als ein Bondfilm, aber er war einfach gut gemachtes Kino. Und alles, was bei CR richtig gemacht wurde, wurde bei Quantum falsch gemacht. Die Action-Sequenzen sind hofnungslos überladen, die Wackelkamera wirkt furchtbar aufgesetzt, der Bösewicht ist eine echte Lachnummer, das Bond-Girl ist furchtbar schlecht, der Titelsong ätzend, es gibt Logikfehler noch und nöcher etc. etc.
Interessant ist in diesem Zusammenhang nur, daß "Quantum of Solace" bei der Mehrzahl der Zuschauer durchgefallen ist, während die Filmkritik ihn wie ein rohes Ei behandelt - fast wirkt es, als ob die Presse einen Mythos nicht zerstören will, der sich immer mehr selbst demontiert!
Und falls noch ein Bond-Darsteller gesucht werden sollte, der die Qualitäten von Connery und Moore in sich vereinigt: meine erste Wahl wäre Alexander Siddig!
>Der Mann sieht nun einmal nicht aus wie ein Sympathieträger, >sondern wie ein Bahnhofsschläger - und genau damit funktioniert schon einmal ein großer >Teil dessen, was Bond ausmacht, nicht mehr wirklich.
Nein, im Ernst, ich empfand den Film als gutes Hollywood Kino und find Daniel Craig als Bond sehr viel interessanter als zum Beispiel seinen Vorgänger. Auch wenn es abgedroschen klingt: es ist halt ein anderer Bond.
Die Action Szenen verdienen alleine aufgrund der grandiosen Kamerafahrt beim Sturz im Rahmen der Siena Verfolgungsjagd ein Kompliment und der Titelsong ist schlichtweg großartig, sofern man ihn mehr als zweimal gehört hat.
Der Film steht wahrscheinlich nicht unbedingt in der Tradition der alten Bond Filme, aber wären die denn noch zeitgemäß?
>Der Film steht wahrscheinlich nicht unbedingt in der Tradition der alten Bond Filme, >aber wären die denn noch zeitgemäß?
Ganz ehrlich? Ich denke schon! In einer Zeit, wo Comicverfilmungen die Leinwand erobert haben, würde der "alte" Bond besser passen denn je (denn von Goldfinger bis Moonraker waren fast alle Bond-Filme comichaft). "Quantum of Solace" versucht halt, auf der Bourne-Welle mitzuschwimmen, aber da wird er imo meilenweit geschlagen.
Um meine Bewertung von "Quantum of Solace" einordnen zu können, hier vielleicht mal meine TOP10-Bondfilme... ;) :
Platz 01: Goldfinger Platz 02: Im Geheimdienst Ihrer Majestät Platz 03: Moonraker Platz 04: Der Spion der mich liebte Platz 05: Casino Royal Platz 06: Feuerball Platz 07: Im Angesicht des Todes Platz 08: In tödlicher Mission Platz 09: Goldeneye Platz 10: Man lebt nur zweimal
>"Quantum of Solace" versucht halt, auf der Bourne-Welle mitzuschwimmen, aber da wird er imo meilenweit geschlagen<
Also die Bourne-Filme finde ich alle relativ schlecht gemacht, da kommt überhaupt keine Atmosphäre auf. Da sticht der letzte Bond qualitätsmäßig schon weit weit mehr hervor als Bourne. Craig besitzt vor allem weit aus mehr Ausstrahlung als Matt Damon. Damon wirkt sehr fad und oberflächlich in der Film-Triologie. (Wenn man die Bücher gelesen hat und dann den absolut schwachen Bourne-Abklatsch im Kino sieht...)
Noch eine Bemerkung zu Roger Moore: als Schauspieler habe ich ihn immer gerne gesehen, aber als Bond konnte er mich nie überzeugen. Lag möglicherweise auch daran, dass gerade die Moore-Bond-Verflimungen ein extrem seichtes Drehbuch hatten und außerdem auch so gar keine Spannung aufkam.
Als bekennender Wenig-Kinogänger, der auch nicht wirklich Vergleich zu sonstigen Bond-Filmen hat, hier mal meine Meinung als normaler, unbedarfter Kinogänger:
1. Kann mir mal bitte jemand den Handlungsstrang erklären oder gab es den überhaupt nicht?! 2. Schnelle Schnitte schön und gut, aber hier hat jemand maßlos übertrieben. 3. Das gleiche gilt auch für die Wackelkamera.
Hätte ich eine andere Wahl gehabt (es war spät am Abend und es lief sonst nix mehr), hätte ich mir das bestimmt nicht "angetan".
ähnlich wie es Marcel mit "Casino Royal" gegangen ist, ist es mir mit QOS widerfahren. Obwohl ein RiesenBondfan, kam immer etwas dazwischen, so dass QOS der erste Bond seit `74 ist, den ich nicht im Kino sehen konnte. Nach der heutigen DVD-Session muss ich etwas absolut Bemerkenswertes bekennen: Ich stimme Mike zu 100% zu!
Ich möchte das Wichtigste noch mal klarer herausstellen: Dieser Bond sieht nicht aus wie ein Bondfilm, er hört sich nicht an wie ein Bondfilm und - vor allem! - er fühlt sich nicht so an! (Menschen, die Bondfilme lieben, wissen was ich meine...)
Ich hoffe, jetzt hat es ein Ende mit der Vorgeschichte und die Bond-Standards fließen wieder in den Film ein. Ich hoffe also für den nächsten Film auf die Einführung von Moneypenny und "Q", auf eine Gunbarrelsequenz VOR dem eigentlichen Film, auf einen vernünftigen Song, charismatischere Bösewichter, einen würdigen Henchman, und eine Amorszene mit einem Sexybondgirl zum Schluss des Films! Wenigstens das, bitte! Den Bond-Snobismus wird Kollege Craig leider nicht transportieren können...
mit hoffenden Grüßen
Bruno
P.S.: Ich hoffe dieser Depp von Forster macht nie wieder einen Bondfilm!
"All that we see or seem is but a dream within a dream"