Zeitungsartikel vom Wiedereröffnungstag

#1

Zeitungsartikel vom Wiedereröffnungstag

Nur ein Bretterzaun erinnert an das Flammeninferno:
"Phantasialand" wieder eröffnet
Bonn - Saubere Pflastersteine säumen den Weg von Mexico City nach China Town. Die Gebäude sind frisch gestrichen, am Puppentheater "Tanagra" geben drei Arbeiter der rosaroten Fassade den letzten Schliff. Nur ein dicker Bretterzaun erinnert daran, dass an dieser Stelle vor 16 Tagen im Phantasialand ein Flammeninferno gewütet hatte. Hinter dem Bauzaun liegt nur noch umgewühlte Erde - das Gerüst der "Grand Canyon"-Achterbahn, die am Maifeiertag Feuer gefangen hatte, ist vollständig verschwunden. Am Donnerstag strömten nach der Katastrophe wieder die ersten Besucher in den Freizeitpark.


Wo Gäste sonst über eine Stunde lang Schlange stehen müssen, hatte Familie Peeters am Donnerstag freie Bahn. Die Niederländer hatten per e-mail angefragt, ob der Park wieder geöffnet sei. Die Fahrt ins Blaue hat sich gelohnt. "Es ist alles frei, wir haben richtig Glück", strahlen die Eltern und werden von ihren zwei Kindern Richtung Wildwasserbahn weitergezogen. Auch Jugendliche aus der Umgebung sind am ersten Tag wieder in "ihrem" Park. Von mulmigem Gefühl ist am ersten Öffnungstag nach dem Unglück bei den Jungs keine Spur. "Wir hatten frei und wollten den Tag nutzen." Und: "Wir fühlen uns absolut sicher".

Eine Extrarunde nach der anderen

Nun können sie bei wenig Betrieb eine Extrarunde nach der anderen drehen. "Ist doch klasse, es ist alles leer, in den Fahrgeschäften kann man einfach sitzen bleiben und weiterrasen!" Und Eintrittsgeld haben die beiden auch noch gespart. Das Phantasialand lockt in der ganzen Saison mit ermäßigten Eintrittspreisen. Allerdings bleiben einige Fahrgeräte wie die "Silbermine" und der "Phantasialand-Jet" zunächst geschlossen.

"Mit etwas Wehmut"

Ein Kabelbrand hatte das Unglück vom 1. Mai ausgelöst. Die "Grand Canyon"-Achterbahn und die Gebirgsbahn waren bei dem Feuer vollständig vernichtet worden, 63 Menschen wurden verletzt. "Mit etwas Wehmut" habe sie zugeschaut, wie die verkohlten Reste der Bahn abgetragen wurden, sagte eine Sprecherin des Parks. Der Sachschaden belaufe sich insgesamt auf rund 30 Millionen Mark. Welche Attraktion anstelle der Achterbahn nun zwischen China Town und Mexico City entstehen soll, sei noch nicht entschieden. "Es muss nicht unbedingt wieder eine Achterbahn sein, wir schauen uns erst einmal die neusten Angebote an".

dpa - Rheinzeitung




Jens Uwe Kupka
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RE: Zeitungsartikel vom Wiedereröffnungstag

Antwort auf JUK, Beitrag #1

Aachener Nachrichten

Wiedereröffnung im Phantasialand - Nur wenig Besucher

Nur ein Zaun erinnert noch an den Brand

Brühl (an-o). Keine Warteschlange bei den Geistern, keine an der Wildwasserbahn. Am ersten Tag des wieder eröffneten Phantasialands strömten die Besucher recht spärlich in Europas größten Freizeitpark.

Diejenigen allerdings, die sich weder vom wechselhaften Wetter noch von dem Brand am Maifeiertag haben abschrecken lassen, hatten gar kein mulmiges Gefühl, sondern ziemlich viel Spaß an den leeren Karussells, Kabarettvorstellungen und Pommesbuden.

"Ich glaube, dass es hier so sicher ist wie nie", sagt die 15-jährige Angela, die den Eintritt in den Park von ihren beiden Schulfreundinnen Daniela und Cennet geschenkt bekommen hat. Drei Tage vor dem Kabelbrand in der Grand Canyon Bahn, bei dem 63 Menschen verletzt wurden, war auch Cennets Schwester im Brühler Park, und am Tag des Unglücks eine französische Austauschgruppe aus Niederkassel: "Da haben wir dann überall rumtelefoniert, ob denen nichts passiert ist. Wenn ich daran denke, ist das immer noch ein komisches Gefühl", so Cennet.

An die Fast-Katastrophe erinnert nach gut zwei Wochen nur noch ein Bretterzaun, dahinter die Baulücke, die Grand-Canyon Bahn und die Gebirgsbahn sind komplett abgebaut. Auch das Puppentheater "tanagra" war von den Flammen nicht verschont geblieben. Doch drinnen wird die Bühne bereits wieder bespielt und außen die Fassade frisch gestrichen.

Was hier in der nächsten Saison entsteht, ist noch nicht klar. "Es muss nicht unbedingt wieder eine Achterbahn sein, wir schauen uns erst mal auf dem Markt um", so eine Sprecherin des Phantasialands. Auch die Kinder, die in der Umgebung wohnen und fast alle eine Jahreskarte - eine so genannte Fun Card - in der Tasche haben, sind wieder da. "Ich habe das hier richtig vermisst", gesteht ein Junge, der an diesem Tag gleich zum zweiten Mal durch die Pforte geht.

Solidarisch mit dem Park

Um am ersten Tag - "allein aus dem Gefühl der Solidarität heraus" - dabei zu sein, hat sich Bernd Rieck (32) extra einen halben Urlaubstag genommen. Seit seinem fünften Lebensjahr fährt er mindestens 10 bis 15 Mal im Jahr in Brühl Karussell. Über die Berichterstattung in den Medien hat sich der unerschütterliche Phantasialand-Fan ziemlich geärgert: "Das ist nicht nur der schönste, sondern auch mit Sicherheit ein gut überprüfter Park. Überall passiert mal etwas", so der Hennefer recht lapidar.

Andrea Zuleger


Jens Uwe Kupka
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RE: Zeitungsartikel vom Wiedereröffnungstag

Antwort auf JUK, Beitrag #2

<Am ersten Tag des wieder eröffneten Phantasialands strömten <die Besucher recht spärlich in Europas größten Freizeitpark
:-hmmm

Wow! Gibt es noch einen zweiten Park in Brühl, den ich gar nicht kenne und der genauso heißt? Da hat sich mal wieder ein Journalist richtig gut recherchiert! ;-)

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