Frischer Buslinien Artikel

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Aus der Kölnischen Rundschau

Bus-Linie 705: Teures Unterfangen
Testphase von einem Jahr beschlossen


wod Brühl. Es wird mit Sicherheit teuer. Dennoch lässt sich die Stadt Brühl auf das Wagnis ein, die Buslinie 705 den Stadtwerken zu unterstellen. Das Gesamtdefizit der Linie soll etwa 270 000 Mark betragen. Werden die Stadtwerke diese Kosten übernehmen, werden die Stadtwerke mit einem Unternehmensverlust von 165 000 Mark belastet. Als Eigentümerin der Stadtwerke müsste die Stadt Brühl diesen Betrag auffangen. Die REVG hatte für das Jahr 2001 keinen erneuten Antrag gestellt, die Linie 705 zum Phantasialand weiter zu betreiben.

Die CDU beklagte, das die REVG bislang keine verlässliche Kostenberechnung für diese Linie hat vorlegen können. Die SPD lehnte die Übernahme der Linie generell ab, da diese keine "Erschließungsfunktion" habe, sondern einzig als Zubringer für den Freizeitpark diene. Die Grünen pochten darauf, dass der Unterhalt dieser Strecke nicht allein der Stadt Brühl angelastet wird, sondern auch der Kreis beteiligt wird.

Rechtlich ist die Stadt Brühl als Aufgabenträger allerdings zuständig für den ÖPNV auf ihren Stadtgebiet. So stimmten die Fraktionen, mit Ausnahme der SPD, der Verwaltungsvorlage zu, die Linie 705 befristet auf ein Jahr in städtischer Trägerschaft zu betreiben. Ziel müsse es allerdings sein, so Bürgermeister Michael Kreuzberg, dass der Kreis nicht aus seiner finanziellen Verantwortung entlassen werde. Darüber hinaus müssen aber die Betreiber des Phantasialandes, die Schmidt-Löffenhardt GmbH, die planerische und finanzielle Verantwortung übernehmen.



Jens Uwe Kupka
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