Also da gibt es garnicht so viele Details. Das System beruht auf einem geschlossenen Seilkreislauf. Das seil hat also theoretisch kein Anfang und kein Ende. In der Praxis sieht das ein wenig anders aus. Der Zug selber läuft auf einer Achterbahn ähnlichen Schiene (erinnert stark an D.H. Morgan). Hat auch alle Rollen die es bei einer Achterbahn gibt. Nur das sie hier nur als Führungsrollen arbeiten und die Last nicht direkt tragen. Der Seillauf sieht folgender Maßen aus. Am oberen Ende des Fahrgastträgers bfindet sich Schekel (U-Form mit einer Schraube an einer Seite die das U abschließt), dieser Schekel bildet die Verbindug zwischen Seil und Fahrgastträger. Das Seil läuft weiter (ungeführt)an der Wand entlang bis oben, wo es durch eine Umlenkrolle weiter nach unten geleitet wird. Dort verschwindet es dann in einem Pneumatikzylinder und tritt erst unten wieder aus. Dort folgt dann nochmal eine Umlenkrolle wie oben. Diese Rolle lenkt das Seil nun wieder nach oben, wo es wieder mit einem Schekel an der Unterseite des Fahrgastträgers befestigt ist. In dem Zylinder wabelt das Seil aber nicht einfach so rum. An dem Seil im Zylinder befindet sich eine Art Verschluss. Dieser Verschluss dichtet die Röhre (Zylinder) luftdicht ab. Dieser Verschluss befindet sich jetzt im obeen Teil der Röhre und der Fahrgastträger im unteren Teil der Anlage. Die Röhre ist dazu noch am Anfang und am Ende Verschlossen, bis auf ein kleines Loch für das Seil. Die Röhre teilt sich nun in zwei (durch den Verschluss am Seil)Hälften auf. Eine kurze oben und eine lange unterhalb des Verschlusses. Gibt man nun in den oberen Bereich der Röhre Luft, baut sich ein Druck auf. Wenn der Druck ausreicht, ´drückt er den Verschluß nach unten. Dieser Verschluss zieht nun auch das Seil mit, welches den Fahrgastträger hoch hieft. Je schneller ich die Luft in den Zylinder drücke, umso schneller bewegt sich der Verschluss nach unten und der Fahrgastträger nach oben. Wenn man nun den Druckzufluss stop bleibt der Verschluss stehen und damit auch der Fahrgastträger. Lässt man jetzt die Luft wieder entweichen, so würde das Gewicht des Fahrgastträgers das Seil nach unten ziehen und den Verschluss wieder nach oben. Das passiert eigentlich immer, aber der Verschluss hat keine Möglichkeit gegen den Luftdruck an zu kommen. Das entweichen sowie das einströmen der Luft, kann man mit so genanntet Proportionalventielen kontrollieren und steuern. Proportionalventiele sind elektrisch betrieben. Je nach angelegter Spannung, öffnen sie weiter oder weniger weit. Die Luft ström also mal schnell mal langsam in den Zylinder oder wieder raus. Will man nun eine sehr schnellen Fall der Gondel, kann man auch den verschluss von unten mit Luft hoch drücken. Das funtioniert dann genau wie in die andere Richtung, nach oben. Der betriebsdruck liegt bei ca. 110 Bar( 110 N pro cm² oder 11kg pro cm²) Der Druck liegt weit ausserhalb eines normalen Pneumatik-System, der liegt bis max. 6Bar. Bei so hohen Drücken in der Pneumatik ist es wichtig, das dee r Druck nicht zu schnell abfällt, das sonsz die Luft in den Schläuchen und Rohren kondensiert (Wasser bildet sich). Man hätte dann ja schon fast eine Hydraulik (LOL), bei der 110 Bar bis 320 Bar normal Druck sind. Der Start passiert aber nicht ganz schlagartig, das liegt daran,das die Fahrgastträger erst mal die Wirbelstrombremse passieren müssen. Die Wirbelstrombremsen befinden sich auch im oberen Teil des Turms. Sie sorgen dafür, das die Schlitten oben gebremmst werden und nicht an die Decke knallen, falls das System mal versagt, und die Ventiele nicht schließen. Die elektonik misst übrigens den Luftdruck. Durch Luftdruck und hinzugefügter Luft kann der Rechner das Gewicht der >Gondel berechnen, und weiss, Wie groß der Luftzufluss sein muss um den Nenndruck zu erzeugen. Dieser Wert wird nur am Anfang einmal gemessen und dann gespeichert. Bei jeder neuen Fahrt muss jedes mal das Gewicht neu bestimmt werden. Ansonsten hat ´die Anlage alle Agregate die man für den Pneumatischen Betrieb braucht. Also Kompressoren, Ventiele, Drosseln u.s.w..
Gruß Marc Elektrotechnik und Maschinenbau Gott Kirchhofs
vielen Dank für diese wirklich sehr kompetente Antwort!
In deinem ersten Satz schriebst du :"Also da gibt es garnicht so viele Details" - Ich wollte es detailreich aber was du dort verfasst hast war mir schon fast zu detailreich :-) RESPEKT!
Mit freundlichen Grüßen - p h a n t a f a n - -www.DaBro.de is coming soon-
Hey, ETgott, bist du vielleicht ein Mitarbeiter von Intamin? Woher weißst du das denn alles? Ich habe mir ja auch schon einiges an Wissen angeeignet aber so genau hätte ich es auf keinen Fall erklären können!
Erstmal muß ich sagen Respekt hätte es kaum Besser erklären können, einfacher nurnoch zeichnen *grinst. Aber es sind kleine Fehler enthalten...
>Der Zug selber läuft auf einer Achterbahn ähnlichen Schiene (erinnert stark an D.H. Morgan). Hat auch alle Rollen die es bei einer Achterbahn gibt. Nur das sie hier nur als Führungsrollen arbeiten und die Last nicht direkt tragen.
FALSCH: Auf diesen Profilschienen laufen pro Seite jeweils oben und unten 3 Führungsklötze (insgesamt 12 pro Spur), keine Rollen.
>Wenn man nun den Druckzufluss stop bleibt der Verschluss stehen und damit auch der Fahrgastträger.
FALSCH: in ca. 20m höhe wird dir Luft aus dem System rausgelassen, d.h. wenn der Kolben mehr wie die hälfte des Weges zurückgelegt hat. Die letzten Meter bis in die Bremse werden physikalisch überwunden ( Masse, Bewegung, Trägheit etc...)
>Der betriebsdruck liegt bei ca. 110 Bar
FALSCH: Die 4 Kompressoren arbeiten in einem 10 bar System, mit 60.000 Liter Druckspeicher oben über der Betondecke auf 60M.
Das mit den Führungsklötzen wusste ich nicht hatte das mit den Rollen eigentlich am efektivsten gehalten.
Das mit dem Druckwechsel in 20 Metern Sind doch eher 25 Meter aber egal) habe ich nicht erwähnt. Man sieht aber auf Fotos das da Druckvergleicher sitzen. Also ne parallele Röhre an der ein ausgleich statt findet.
Aber das mit den 10 Bar kann ich noch nicht so richtig glauben. Bist du dir da sicher das es nicht noch eine Jet-Düse gibt die den entgültigen Druck erhöht. Ich habe nähmlich mal was gelesen das der Arbeitsdruck 110 Bar beträgt. Rechnerisch würde die Kraft mit 10 Bar auch nicht ausreichen, es sei den der Durchmässer der Rohre wäre rund ein Meter dick. Muss ich aber nochmal nachrechnen.
Aber ich habe dafür noch dazu gelernt, das es 4 Kompressoren gibt und der Speicher 60.000 Liter fasst.
Aber ich habe da noch ein paar fragen. Welche SPS nutz das Gerät und von welcher Firma wurden die Elektro und Pneumatik Agregate geliefert. Wie ist das SPS Programm aufgebaut. Hats du vieleicht genaue Schalt- und Programm Pläne.
>Aber ich habe da noch ein >paar fragen. Welche SPS nutz >das Gerät und von welcher >Firma wurden die Elektro und >Pneumatik Agregate geliefert. Wie ist >das SPS Programm aufgebaut. Hats >du vieleicht genaue Schalt- und >Programm Pläne.