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#1

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GAAAANNNNZZZZ FRRISSCCHH aus dem Kölner Stadt-Anzeiger der folgende Artikel.

Phantasialand
Wo Elch und Panda Knirpse necken
26 Brasilianer schlüpfen in die Phanti-Kostüme,
um Kinder zum Lachen zu bringen

Von Alexandra Ringendahl

Brühl - Alex muss schon einiges ertragen. Ständig drängt
sich eine Schar wilder Dreikäsehochs um das grüne
Wesen mit den spitzen Drachenohren. "Sein vorstehender
lila Bauchnabel lädt einfach ein, mal ganz frech dran zu
zupfen", zeigt sein Betreuer Baktasch Rahrow
Verständnis. Das gilt wohl auch für den prall ausgestopften
Hintern des Phantasialand-Maskottchens.

Eine echte Mutprobe, dem Außerirdischen tollkühn in den
Allerwertesten zu kneifen. Gerade tritt Niklas aus Köln
zum Kräftemessen an. Mit diebischem Grinsen schleicht
sich der Siebenjährige von hinten an und kickt dem
überraschten Alex in den Schaumstoffpo. Der steckt die
Überraschungsattacke lässig weg und wiegt sich ruckzuck
wieder im Takt der Bigband.

Alex und seine 25 Phanti-Kollegen sind schließlich echte
Profis. Hitzebeständige dazu: Hinter den lebensgroßen
kuscheligen Pandas, Elchen, Löwen und Braunbären
verbergen sich nämlich brasilianische Artisten und
Schauspieler. "Europäer würden das gar nicht aushalten",
erzählt Baktasch Rahrow aus Afghanistan, der sich im
Phantasialand fast rund um die Uhr um die Phantis
kümmert.

15 Grad mehr müssten die Schauspieler im Innern der
Puppen aushalten. Damit nichts anbrennt, achtet
Baktasch fürsorglich darauf, dass sie immer nur eine halbe
Stunde am Stück unterwegs sind. Dann gibt es eine halbe
Stunde Pause und die zweite Phanti-Mannschaft
übernimmt.

Gelegenheit für Luis Cesar Rodrigues Dos Santos, seinen
riesigen Elchkopf abzunehmen. "Für uns sind die
Temperaturen da drin kein Problem, wir sind die Sonne von
Rio gewöhnt", lacht er. Und tatsächlich ist der 28-Jährige
trotz einer halben Stunde Bewegung unter der Zentimeter
dicken Plüschschicht kaum verschwitzt.

Ein alter Hase

Seit 1994 kommt er jedes Jahr von Anfang April bis Ende
Oktober als Phanti in den Brühler Freizeitpark und ist
damit ein alter Hase. So gut wie alle Phanti-Rollen habe er
schon gespielt, erzählt Cesar und zeigt auf die Wand mit
den riesigen Plüschköpfen, die momentan herrenlos an der
Wand hängen und seltsam leblos wirken. "Am liebsten war
ich Alex", gesteht er und die braunen Augen funkeln. Und
in dieser Saison, da ist er Elch. Dass die Arbeit ihm
"Riesenspaß macht", nimmt ihm jeder ab, der ihn
beobachtet.

"Für mich ist es ein Traumjob, Kinder zum Lachen zu
bringen." Und das gelingt ihm scheinbar mühelos: Als ein
dreijähriger Knirps ängstlich vor dem Riesen-Elch Reißaus
nimmt, kniet Cesar sich auf Augenhöhe des Kindes hin,
senkt den Kopf und reibt sich mit seinen großen Pranken
die Augen. Die Botschaft kommt intuitiv an: Der Kleine
nähert sich zögerlich, um den Elch zu trösten. Der Bann
ist gebrochen - an den Bauch des Tieres gekuschelt,
posiert er kurz darauf strahlend für den Schnappschuss
seiner Mutter.

Erst wenn abends die Tore des Freizeitparks schließen,
dürfen sich die 26 Brasilianer wieder ohne ihre zweite Haut
bewegen. Eine der Auflagen des Phantasialandes ist es,
dass sie sich tagsüber nie ohne Kostüm zeigen dürfen.
Aber ab 18 Uhr sind sie wieder Cesar, Sergio, Manuel oder
Rogerio. Untergebracht sind sie in kleinen Häuschen auf
dem Gelände. Gelebt und gekocht wird eher spartanisch.
"Denn die sind supersparsam", plaudert Rahrow aus dem
Nähkästchen.

Jede Mark werde zweimal umgedreht und dann nach
Hause geschickt. Welchen Stundenlohn die Phantis
kassieren, will Pressesprecherin Kirsten Sander aber nicht
verraten. Was für deutsche Verhältnisse wohl eher wenig
sein wird, reicht daheim zum Hausbau. Der ein oder
andere, der mehrmals dabei war, erfülle sich in Rio den
Traum vom Eigenheim. Cesars Traum ist es, "zuhause
eine eigene Clown-Agentur aufzumachen". "Total
glücklich"

Kein Wunder, dass die sechs Monate Phantasialand trotz
Sonnenmangel und gelegentlichem Heimweh sehr begehrt
sind. "Der Andrang ist riesig", erzählt Baktasch. Alle
müssen sich bei einer brasilianischen Vermittlungsagentur
für Zirkusleute bewerben, die mit dem Phantasialand
kooperiert. Neulinge haben nur dann eine Chance, wenn
der Park mit einem nicht mehr zufrieden ist oder jemand
nicht mehr will. Der 20-jährige Sergio ist neu in der
Mannschaft.

Der Zirkuskünstler ist "total glücklich, dass die Agentur
mich ausgewählt hat". Die anderen haben schon mehrere
Jahre die Saison hier verbracht. Wegen der Sprachbarriere
haben die meisten jedoch kaum Kontakt zu Deutschen
und verbringen ihre Freizeit in der Gruppe oder in der
Kölner Brasilianischen Gemeinde. Manual Duarte hat sich
deshalb in diesem Jahr eine Privatlehrerin engagiert, um
Deutsch zu lernen. Damit eifert er Cesar nach, der dank
einer Saison in der Infobox Deutsch spricht.

Aber für ihre Arbeit brauchen sie die Sprache ja nicht.
Schließlich heißt die zweite goldene Regel, dass die
Phantis nicht reden dürfen. Nur mit Gestik und Mimik
sollen sie die Kleinen entzücken und die Großen ärgern.
Wenn der Panda dem Hobbyfotografen ins Objektiv kriecht
oder seine Pranke einem von hinten auf die Schulter packt,
ist Humor gefragt.

Den Spasstest bestehe aber längst nicht jeder, erzählt
Baktasch Augen zwinkernd. Manchmal seien die Phantis
ganz ohne Worte mittendrin in einem Eifersuchtsdrama:
Als der Bär letztlich einer Frau fürs Erinnerungsfoto den
Arm um die Schulter legte, befürchtete der Freund einen
Nebenbuhler und machte dem Plüschteddy eine Szene.
"Er bestand darauf, zu sehen, ob ein Mann in dem Kostüm
steckte." Was natürlich -siehe goldene Regel eins -
unmöglich war.

Um die Szene zu beenden, hätten sie sich schließlich in
einen der Container zurückgezogen, um den Bären zu
enttarnen. Als tatsächlich ein Mann dahinter steckte,
wollte der "gehörnte" Freund Anzeige erstatten. Bislang
musste aber noch kein Phanti zum Prozess erscheinen.

http://www.planet-interkom.de/jensuwe.kupka/guest.gif JUK
#2

RE: Artikel

Antwort auf JUK, Beitrag #1


>Alex muss schon einiges ertragen. Ständig drängt sich eine Schar wilder Dreikäsehochs um das grüne Wesen mit den spitzen Drachenohren. "Sein vorstehender lila Bauchnabel lädt einfach ein, mal ganz frech dran zu zupfen", zeigt sein Betreuer Baktasch Rahrow Verständnis. Das gilt wohl auch für den prall ausgestopften
Hintern des Phantasialand-Maskottchens.

...Ja, ja! Unser Admin! }>


MFG Euer Onkel Jürgen
http://home.t-online.de/home/juergen.meinerzhagen/selber.JPG
#3

RE: Artikel

Antwort auf Onkel Juergen, Beitrag #2

Jürgen bekommt eine rosa-Plüsch-Karte mit aufgemalten lila Bauchnabel. Bei weiteren Verstössen ....
}>
Alex
Freizeitparkweb.deFreizeitparkweb.de
mailto:alex@Freizeitparkweb.de
#4

RE: Artikel

Antwort auf Alex, Beitrag #3

>Jürgen bekommt eine rosa-Plüsch-Karte mit aufgemalten
>lila Bauchnabel. Bei weiteren Verstössen
>....
>}>

...Uhh... Wie tuffig! *schmacht* ...da wird mir ja GAAAANNNNZ WAAARM... :* :* :9


MFG Euer Onkel Jürgen
http://home.t-online.de/home/juergen.meinerzhagen/selber.JPG