Kölner-Stadt-Anzeiger "Kurzschluss war Brandursache"
[http://www.ksta.de/landregion/1895043.html]
Phantasialand
Gutachter bestätigen Kurzschluss an der Achterbahn
Von Alexandra Ringendahl
Die Ursache des Großbrandes im Phantasialand steht knapp drei Monate nach dem Unglück definitiv fest: "Die beiden unabhängig voneinander erstellten Gutachten haben ergeben, dass ein technischer Defekt vorlag", sagte der Kölner Oberstaatsanwalt Bernhard Jansen dem Kölner Stadt-Anzeiger.
Damit habe sich der Verdacht eines Kurzschlusses mit daraus folgendem Kabelbrand bestätigt. "Ein Fremdverschulden ist somit definitiv ausgeschlossen", sagte Jansen.
Nach dem Brand auf der Achterbahn des Freizeitparks, bei dem am 1. Mai 63 Personen verletzt worden waren, hatten Brandexperten des rheinischen Lan¦deskriminalamts (LKA) eine mehrmonatige umfangreiche Untersuchung durchgeführt.
Hauptaugenmerk lag auf einem Kabel, das Spuren eines Kurzschlusses aufgewiesen hatte. Auch die Versicherung des Phantasialandes hatte ein unabhängiges Gutachten erstellt, das zu demselben Ergebnis gekommen war.
Die Ermittlungen wegen fahrlässiger Körperverletzung gehen nach Angaben des Oberstaatsanwaltes jedoch weiter. Es werde noch Monate dauern, bis auch die Überprüfung des sachgemäßen Verhaltens der Mitarbeiter abgeschlossen sein werde. Mit Anklagen ist aber offenbar nicht zu rechnen.
Unterdessen liegen Jansen mehrere Anzeigen von geschädigten Parkbesuchern vor. Neben drei Studentinnen, die in einem Zivilprozess Schmerzensgeld einklagen wollen, haben weitere Geschädigte aus Kerpen und Nideggen wegen gesundheitlicher Schäden beziehungsweise wochenlanger Arbeitsunfähigkeit Strafantrag gestellt.
Das Phantasialand selber wollte sich gestern weder zu den Gutachten noch zu den möglichen Zivilprozessen äußern. Derzeit wird in dem Park, der seit dem Brand einen starken Besuchereinbruch verkraften muss, unter Hochdruck an der Fertigstellung der neuen Attraktion "Wuze Town" gearbeitet, die ursprünglich bereits Anfang Juli eröffnet werden sollte.
Die Arbeiten werden voraussichtlich erst im August abgeschlossen werden können. Derzeit prüft ein Brandschutzingenieur des Erftkreises die neue Anlage. Auch für die anderen Fahrgeschäfte und Attraktionen seien neue Brandschutzgutachten erstellt worden, erläuterte der Leiter des Kreisordnungsamtes Peter Metternich. Die Untersuchungen seien aber noch nicht abgeschlossen.
Phantasialand
Gutachter bestätigen Kurzschluss an der Achterbahn
Von Alexandra Ringendahl
Die Ursache des Großbrandes im Phantasialand steht knapp drei Monate nach dem Unglück definitiv fest: "Die beiden unabhängig voneinander erstellten Gutachten haben ergeben, dass ein technischer Defekt vorlag", sagte der Kölner Oberstaatsanwalt Bernhard Jansen dem Kölner Stadt-Anzeiger.
Damit habe sich der Verdacht eines Kurzschlusses mit daraus folgendem Kabelbrand bestätigt. "Ein Fremdverschulden ist somit definitiv ausgeschlossen", sagte Jansen.
Nach dem Brand auf der Achterbahn des Freizeitparks, bei dem am 1. Mai 63 Personen verletzt worden waren, hatten Brandexperten des rheinischen Lan¦deskriminalamts (LKA) eine mehrmonatige umfangreiche Untersuchung durchgeführt.
Hauptaugenmerk lag auf einem Kabel, das Spuren eines Kurzschlusses aufgewiesen hatte. Auch die Versicherung des Phantasialandes hatte ein unabhängiges Gutachten erstellt, das zu demselben Ergebnis gekommen war.
Die Ermittlungen wegen fahrlässiger Körperverletzung gehen nach Angaben des Oberstaatsanwaltes jedoch weiter. Es werde noch Monate dauern, bis auch die Überprüfung des sachgemäßen Verhaltens der Mitarbeiter abgeschlossen sein werde. Mit Anklagen ist aber offenbar nicht zu rechnen.
Unterdessen liegen Jansen mehrere Anzeigen von geschädigten Parkbesuchern vor. Neben drei Studentinnen, die in einem Zivilprozess Schmerzensgeld einklagen wollen, haben weitere Geschädigte aus Kerpen und Nideggen wegen gesundheitlicher Schäden beziehungsweise wochenlanger Arbeitsunfähigkeit Strafantrag gestellt.
Das Phantasialand selber wollte sich gestern weder zu den Gutachten noch zu den möglichen Zivilprozessen äußern. Derzeit wird in dem Park, der seit dem Brand einen starken Besuchereinbruch verkraften muss, unter Hochdruck an der Fertigstellung der neuen Attraktion "Wuze Town" gearbeitet, die ursprünglich bereits Anfang Juli eröffnet werden sollte.
Die Arbeiten werden voraussichtlich erst im August abgeschlossen werden können. Derzeit prüft ein Brandschutzingenieur des Erftkreises die neue Anlage. Auch für die anderen Fahrgeschäfte und Attraktionen seien neue Brandschutzgutachten erstellt worden, erläuterte der Leiter des Kreisordnungsamtes Peter Metternich. Die Untersuchungen seien aber noch nicht abgeschlossen.

