Artikel aus dem Brühler Schloss Boten vom 11.7.01

#1

Artikel aus dem Brühler Schloss Boten vom 11.7.01

[h2]Wie wird der See künftig genutzt?[/h2]
[h4]9.Sitzung in der Phantasialand-Mediation[/h4]
Brühl. Ende Juni hat sich der Arbeitskreis zur Standortsicherung des Phantasialandes im Rahmen des Mediationsverfahrens zu seiner neunten Sitzung getroffen.

Nach einer durch den Brandunfall bedingten Unterbrechung ging es in dem Arbeitskreis um die künftige Nutzung der Seenlandschaft. Nach der Demontage der dort betriebenen Wikingerbahn wurde diese Fläche seit einigen Jahren nur noch gering frequentiert.

Das Phantasialand strebt nun dort eine intensivere Nutzung an, wobei der See selbst erhalten werden soll. Jenseits der erforderlichen Ufersicherungsmaßnahmen besteht das eigentliche Interesse der Geschäftsführung in einer Bebauung des Geländes, das sich an das Space Center anschließt, sowie das bereits auf Veranlassung der Unteren Wasserbehörde verfüllten Teils. Ins Auge gefasst wird eine Bauhöhe, die nicht über das Höhenniveau der Grundstücke am Ahornweg hinausgehen soll.

In den Erörterungen des Arbeitskreises wurde deutlich, dass Maßnahmen einer Nutzungintensivierung voraussichtlich auch mit Belastungen für die Anwohner verbunden wären. Dem könnte mit Lärmschutzmaßnahmen, mit einer Dachbegrünung und mit landschaftspflegerischen Maßnahmen begegnet werden.

Ob hierfür ein Kompromiss gefunden werden kann, wird sich noch herausstellen. Die gegenwärtig gelten Bauleitplanung ermöglicht dem Phantasialand eine Nutzungintensivierung, aber nicht die angestrebte Bebauung. Daraus könnte für die Beteilligten eine interessante Verhandlungskonstellation entstehen.

Der neu gegründete Verein der Anliegergemeinschaften (Wir berichteten) ist allerdings noch äußerst skeptisch. Die Bedenken richten sich gegen eine prinzipielle Nutzungintensivierung und werden noch dadurch verstärkt, dass eine Baumaßnahme im vorgesehenen Umfang voraussichtlich einige Jahre dauern würde und zu zusätzlichen Belastungen durch den Baulärm führen würde.

MfG Krummbein123

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Diskussionsübersicht

  1. #1 Artikel aus dem Brühler Schloss Boten vom 11.7.01 Krummbein123
    1. #2 RE: Artikel aus dem Brühler Schloss Boten vom 11.7.01 G.A.S.
      1. #3 RE: Artikel aus dem Brühler Schloss Boten vom 11.7.01 Stephan
        1. #4 RE: Artikel aus dem Brühler Schloss Boten vom 11.7.01 Chino32
          1. #5 RE: Artikel aus dem Brühler Schloss Boten vom 11.7.01 __AxTRIM__
            1. #6 RE: Artikel aus dem Brühler Schloss Boten vom 11.7.01 GR_ANITA
              1. #7 RE: Artikel aus dem Brühler Schloss Boten vom 11.7.01 jwahl
          2. #11 RE: Artikel aus dem Brühler Schloss Boten vom 11.7.01 vestermike
            1. #12 RE: Artikel aus dem Brühler Schloss Boten vom 11.7.01 Merlin813
#2

RE: Artikel aus dem Brühler Schloss Boten vom 11.7.01

Antwort auf Krummbein123, Beitrag #1

Ohh man,
das wird nie was :-(

Aha Pläne für den See gibt es also schon. Sogar was da entstehen soll ist schon klar. Nur die Bewohner wollen es mal wieder nicht.

DANN SOLLEN DIE DOCH ENDLICH DAS NATURSCHUTZGEBIET FREIGEBEN !!!

Ich verstehe nicht warum die sich nicht mit einer hohen Abfindung (GELD) zufrieden geben ?

Immer diese (vor)Rentner, nichts anderes zu tun als Kneipe, Angeln und motzen!

CU
Gavin

Contact me @
http://www.togaco.com
http://www.gavin.de (mit PL-Galerien)
#3

RE: Artikel aus dem Brühler Schloss Boten vom 11.7.01

Antwort auf G.A.S., Beitrag #2

Tja, Kompromiß gefunden? Also ich habe nicht das Gefühl das von den Anwohnern her irgend eine Kompromißbereitschaft besteht. So glaube ich auch nicht an eine Einigung. Mit dem Naturschutzgebiet ist es ja nun mal auch immer so eine komplizierte Sache. Da werden auch noch genug Leute etwas gegen haben. ALso mir tut das PL ja richtig leid, aber ich hoffe natürlich darauf das doch noch alles sich zum Guten wendet.

Stephan
#4

RE: Artikel aus dem Brühler Schloss Boten vom 11.7.01

Antwort auf Stephan, Beitrag #3

LETZTE BEARBEITUNG AM 11-Jul-2001 UM 11:52 Uhr ()

Von den Anwohnern scheint es recht selten eine Kompromissbereichtschaft zu geben. Endlich hat der Schrebergärtner etwas gefunden, wo er seine Macht über seinen Garten hinaus ausleben kann.

Was die Bebauung des Sees angeht, kann man nur aufs Verhandlungsgeschick der Parkbetreiber hoffen (ob hier vernünftige Argumente noch zählen?). Was die Erweiterungsfläche angeht: Einerseits bin ich ja schon dafür, dass sich das PHL ausbreiten soll, aber für die abgeholzten Bäume sollte ausreichend Ersatz geschaffen werden, immerhin handelt es sich um ein Naturschutzgebeit. Schlimm genug, dass bei Neuanpflanzungen Ewigkeiten dauern wird, bis sich dort wieder eine ähnliche Artenvielfalt ansammelt. Aber ausreichender Ersatz (war nicht mal die Bepflanzung der Obstplantage angedacht?) wäre ein guter Kompromiss.

Aber wie wir unseres liebes Deutschland kennen, würde sich bei einer angedachten Erweiterung das Genehmigungsverfahren erstmal Jahre hinziehen. Danach würden die Grünen Einspruch erheben und und und....

Ingmar
www.brainoff.de

Träume gehen Hand in Hand
#5

RE: Artikel aus dem Brühler Schloss Boten vom 11.7.01

Antwort auf Chino32, Beitrag #4

aha,

auf die natur nimmt man rücksicht, nicht aber auf das individium mensch. man, man leute, ihr seit echt ignorant.
hallo? jemand zu hasue? in den angrenzenden häusern wohnen menschen! und diese haben auch rechte. ihr - genau wie ich - liebt das phl, dass gibt ihm aber noch lange nicht das recht sich auszubreiten wie es gerade nur geht. die anwohner die dort wohnen haben wichtigere rechte als das phl. menschliche interessen sind IMMER vor wirtschaftliche zu stellen. egal ob es um den bau einer fabrik oder einer achterbahn geht.
ich liebe das brummen einer fahrenden stahlachterbahn, mir würd also die nachbarschaft nichts ausmachen. ein anderer liebt den geruch von zuckerrüben, er könnte also problemlos neben einer zuckerfabrik wohnen, ich würd im gegensatz dazu nur kotzen. so sind auch hier ALLE interessen zu begutachten und genau gegeneinander abzuwiegen. kompromiss wird man finden, wenn es auch seine zeit dauert. und stellt bitte nicht immer das wohl des phl an nummer 1 der prioritäten-list.

DANKE!

AxTRIM
#6

RE: Artikel aus dem Brühler Schloss Boten vom 11.7.01

Antwort auf __AxTRIM__, Beitrag #5

Tja, auch ich kann mich da AxTrim und Vestermike nur anschließen!

Ich weiss, was es heisst, in einem Neubaugebiet zu wohnen, in dem seit über zwei Jahren Baustellenverkehr und Baulärm herrschen. Davor habe ich jahrelang zwei Häuser neben einem Kindergarten gewohnt und das war von der dort herrschenden Lautstärke her auch alles andere als angenehm.

Vor einiger Zeit habe ich schonmal geschrieben, dass es z.B. sicher klasse wäre, wenn am „Ende“ des Sees, so beim Sumpfmuck, ein Eisstand und die „Schlemmerkate“ stünden - aber wer würde schon gerne in seinem Garten täglich 9 bis 11 Stunden lang Würstchen- und Friteusengeruch schnuppern wollen?? Ich echt nicht!

Es sieht zwar so aus, als ob die Anwohner in einigen Punkten tatsächlich etwas kleinlich wären (Ich weiss z.B. nicht, was für einen Grund es gibt, sich über die Bauhöhe des MC zu beschweren!), aber man muss sich auch immer die möglichen Ausmaße von getroffenen Entscheidungen vor Augen halten.

Was allerdings gegen den Bau einer weiteren Halle hinter dem TotNH-Komplex sprechen würde, ist mir nicht klar. Eine Halle ist schließlich geschlossen und bedeutet nach der Fertigstellung keine weitere Lärmbelästigung. Also hoffe ich für die PL-GF, dass es in diesem Punkt nicht zu unnötigen Querelen kommt.

Wenn es um die Ausweitung über die Berggeiststraße Richtung Autobahn geht, dann müssen jetzt erst einmal die Politiker, die nach dem Brand so schnell mit Versprechungen bezüglich der Zurverfügungstellung waren, beweisen, dass sie die Situation nicht nur zur persönlichen Propaganda nutzen wollten.

Und so, wie es aussieht, hat das PL ja ohnehin schon weitere Pläne in der Tasche:
- Ex-GB-Gelände (kommt durch den Brand nur schneller als geplant)
- Abriss der Gondelbahn für ein neues Projekt
- neues Gebäude hinter dem TotNH-Komplex
...und weiterhin die folgenden Spekulationen (ich nenne das jetzt so, weil bis jetzt davon nichts von offizieller Seite her bekannt ist):
- kompletter Ersatz für den Monorail durch ein neueres System mit dem Bau mehrer Bahnhöfe
- Umthematisierung des Galaxy (Anpassung an einen bestehenden Themenbereich)
- Abriss der WWB sowie der Ecke Condor/CL/Piratenflotte (und Ersetzen durch eine Rafting-Anlage?)

Allein das ist schon Stoff für bestimmt sechs bis acht Jahre, wenn man vom früheren „Neueröffnungsturnus“ von zwei Jahren ausgeht. Und diese Zeitspanne wird man auch benötigen, wenn man den Wald an der Autobahn „bewohnbar machen“ darf...

Am Ende ist es eben nicht so, dass die Familie Löffelhardt nur stolz durch den Park läuft und sich auf die Eröffnung von WT freut. Das Führen eines Unternehmens dieser Größe hat auch Schattenseiten, das muss man sich einfach klar machen. Man braucht viel Weitsicht, Kompromissbereitschaft und Stehvermögen. Und es ist sicher nicht immer leicht, den schönen Schein, den wir so lieben, aufrecht zu erhalten...

Deswegen von mir ein um so mehr aus tiefster Seele kommendes: DANKESCHÖN!
Have a phantastic day! GR_ANITA
#7

RE: Artikel aus dem Brühler Schloss Boten vom 11.7.01

Antwort auf GR_ANITA, Beitrag #6

>Und so, wie es aussieht, hat
>das PL ja ohnehin schon
>weitere Pläne in der Tasche:
>
>- Ex-GB-Gelände (kommt durch den Brand
>nur schneller als geplant)
>- Abriss der Gondelbahn für ein
>neues Projekt
>- neues Gebäude hinter dem TotNH-Komplex

Wobei aber die letzten beiden aufgrund der Anwohner wohl nicht so realisiert werden können, wie es das PHL wollte. Fakt ist doch, dass das PHL den Anwohnern entgegenkommt, nicht aber andersrum (z.B. Colorado Dach, Indoorattraktionen ...). Und die Anwohner weigern sich gegen eine Halle (die den Lärm absorbieren würde) auf dem Gondelbahn-Standort.


>- Abriss der WWB sowie der
>Ecke Condor/CL/Piratenflotte (und Ersetzen durch
>eine Rafting-Anlage?)

Ich weiss nicht, wie dieses Gerücht eigentlich so schnell verbreitet worden ist, aber wie kommt ihr da alle drauf? Ich halte das für äußerst uneffektiv und mühsam.

Gruss
Jakob

Out now: "We bring the noise", das neue Album von Scooter

www.gegenrechtegewalt.com
#8

RE: Artikel aus dem Brühler Schloss Boten vom 11.7.01

Antwort auf jwahl, Beitrag #7

>Und die Anwohner weigern sich gegen eine Halle (die den
>Lärm absorbieren würde) auf dem Gondelbahn-Standort.
Es gab hier 'mal einen Thread mit einem Zeitungsartikel zu diesem Thema, den ich leider nicht wiederfinde.
Darin hieß es, wenn ich mich richtig erinnere, dass es lediglich noch Diskussionen bezüglich der Bauhöhe der dort geplanten Halle gäbe.
(Das ist wieder so ein Punkt, den ich nicht kapiere: höhere Halle = mehr Lärmschutz. Warum also dagegen angehen? Oder sehe ich da was falsch?)

>Ich weiss nicht, wie dieses Gerücht eigentlich so schnell
>verbreitet worden ist, aber wie kommt ihr da alle drauf?
Ich zitiere aus einem anderen Thread: "Phantasialandforum von Freizeitparkworld.de unter dem Titel Neu Wildwasserbahn ". Und da ich auch nicht weiss, ob es sich da um die Wahrheit oder um Kinderphantasien handelt, habe ich das ganze 'mal vorsichtig unter "Spekulationen" gefasst.

>Ich halte das für äußerst uneffektiv und mühsam.
Da gebe ich Dir allerdings zu 100% Recht! Vor allem, wenn man bedenkt, dass die schön gestaltete neue Queueing-Area noch gar nicht so alt ist!

Alles in allem glaube ich eh immer nur das, was ich sehe, aber aus den Zeitungsartikeln kann man eben entnehmen, dass es eben doch schon eine Menge Planungen für die Abteilung "more to come" gibt. Wir werden sehen...
#9

RE: Artikel aus dem Brühler Schloss Boten vom 11.7.01

Antwort auf jwahl, Beitrag #7

Also nichts gegen Temple of the Night Hawk und Wuze Town, aber ich fänd's echt schade, wenn es zukünftig nur noch solche Indoor-Attraktionen geben würde. Das wäre auf Dauer doch etwas eintönig.

Es ist doch auch ziemlich schön etwas draußen zu fahren. Ich finde schon diese neue Lärmschutzverkleidung bei Colorado Adventure hässlich und unpassend. Im ersten Jahr sah die Bahn an der Stelle viel schöner aus und das passte auch viel besser.

Mal sehen, was die Zukunft in dieser Hinsicht bringt...
#10

An AxTRIM

Antwort auf __AxTRIM__, Beitrag #5

Was sind schon einige Hundert Arbeitsplätze und damit soziale Existenzen gegen ein Dutzend kleiner Häuschen mit deren Anwohnern? Jemand zu Hause?? Wirtschaftliche Interessen sind auch menschliche Interessen!!!!!!!!!! Das Phantasialand ist nicht Konkurrenzlos, um muss, um sich zu behaupten, selbstverständlich expandieren. Ansonsten gibt es diesen Park, zumindest wenn er in dieser Größe bestehen bleibt, irgendwann in 10 oder 20 Jahren nicht mehr. Wenn ich in oder in die Nähe eines gewerblich genutzten Gebietes ziehe, muss ich mit Lärmbelästigung rechnen. Auch, wenn es nicht so aussieht, Brühl ist eine Stadt und kein Luftkurort, hier gibt es Firmen und Arbeitsplätze. Und welche Art der Industrie hier beheimatet ist, weiß ich vorher. Es ist genauso, als würde ich nach Bochum ziehen und mich dann beschweren, wenn Opel oder Nokia expandiert. Deine Argumente sind schwer nachzuvollziehen. In einem anderen Posting von Dir begründest Du Deine Einstellung u.a. damit, dass Du aus ganzem Herzen Sozialdemokrat bist. Vielleicht solltest Du Dir Nachhilfeunterricht von Herrn Clement geben lassen (Garzweiler, Dosenpfand...). Deine Argumente sind auch vergleichbar mit denen des Transrapides. Fahren soll er, in möglichst großen Städten halten, aber gleichzeitig nicht durch bewohntes Gebiet. Genauso widersprüchlich sind Deine Argumente! Jemand zu Hause??? Stell nicht immer die "Handvoll" Anwohner auf Platz eins, sondern die Menschen, die durch das Phantasialand direkt und auch indirekt eine sichere Existenz haben.
#11

RE: Artikel aus dem Brühler Schloss Boten vom 11.7.01

Antwort auf Chino32, Beitrag #4

1. So ein Freizeitpark erzeugt schon einen ganz schönen Lärmpegel (von den Belästigungen durch an- und abfahrende Autos mal ganz abgesehen). Mit zunehmendem Alter kommt immer stärker der Wunsch nach Ruhe - von daher kann ich die Anwohner schon verstehen. Mir würde es auch nicht gefallen, wenn direkt hinter meinem Garten eine Discothek aufmachen würde.
So sehr ich das PL auch mag - aber man muß auch Verständnis für die Situation der Anwohner haben

2. Eigentlich bin ich sogar gegen eine größere Ausweitung des PL aus mehreren Gründen: Das PL ist sicherlich einer der am besten thematisierten Parks in Europa (und das, ohne das Budget eines DLP zu haben). Der Grund dafür ist unter anderem die dichte Bebauung. Wenn das PL größere Flächen zu thematisieren hätte, würde dies aus Kostengründen zu Lasten der Qualität gehen. Was das PL so auszeichnet, ist meiner Meinung nach die Liebe zum Detail - und die kann man nicht großflächig verwirklichen. Es gibt im ganzen Park keine einzige Stelle (den Seebereich aus bekannten Gründen mal ausgenommen), der nicht nahezu perfekt durchgestylt wäre. Ein weiterer Grund ist, daß ich ein ziemlich fauler Mensch bin und die kurzen Wege zwischen den einzelnen Attraktionen sehr begrüße. Auf den Platz, den SFH für einen Boomerang mit ein bißchen Grün drumherum braucht, hat man in Brühl einen ganzen Park draufgebaut, der noch dazu besser ist als der komplette SFH.

Mike

Lebe so, wie, wenn Du stirbst, Du wünschen wirst, gelebt zu haben
#12

RE: Artikel aus dem Brühler Schloss Boten vom 11.7.01

Antwort auf vestermike, Beitrag #11

Einerseits kann ich die Anwohner verstehen. Der Park trägt sicher nicht zu einem lauschigen Plätzchen am Brühler Stadtrand bei. Der Lärm und die ganzen Menschen in der Sommerzeit sind schon eine große Belastung.
Andererseits finde ich es schon unverständlich, wie die Brühler ihre meiner Meinung nach größte Wirtschaftskraft immer wieder so schlecht machen und Steine in den Weg legen müssen. Hier ein Bürgerforum, da eine Gegenbewegung. Wenn es das Phantasialand nicht geben würde, würde man Brühl mit dem A**** nicht angucken.
Ich denke schon, dass die Parkbetreiber einen Konsenz mit den Bürgern finden müssen, allerdings sollten die Bürger mehr Kompromissbereitschaft zeigen. In meinen Augen stellen die sich zu oft einfach zu stur.

Viele Grüße!
#13

RE: Artikel aus dem Brühler Schloss Boten vom 11.7.01

Antwort auf Merlin813, Beitrag #12

Ja, ich stimme zu, auch ich kann die Anwohner sehr gut verstehen, allerdings ist da auch meine Liebe zum PHL.
Was ich mich die ganze Zeit frage:

Wie siehts bei anderen Parks aus ? Haben die keine Anwohner, haben sie "tolerantere" oder haben die einfach nur genug Fläche übrig ?

Der Heidepark steht ja z.B. relativ verlassen und einsam, das es da keine Probs mit Anwohnern gibt leuchted ein.

Andererseits...wie manche Leute hier schon geposted haben:
Das PHL ist quasi die Stadt Brühl...und auch ein dickes Wahrzeichen der Umgebung, da muss es doch Mittel und Möglichkeiten geben, das man beiden Seiten gerecht wird.

Politiker maßen sich doch immer an, alles regeln zu können...naja, das sie das nicht können sollte ja klar sein, siehe "wichtigere, alltäglichere" Dinge als Freizeitparks...

Ein nachdenklicher

Olli aka Ciaco
#14

RE: Artikel aus dem Brühler Schloss Boten vom 11.7.01

Antwort auf Krummbein123, Beitrag #1

Hallo,

als potentiell Lärmgeschädigter muß ich mich jetzt auch mal äußern. Etwas aus dem Leben:

Wir haben das "Glück", etwa 500m Luftlinie vom größten Saftladen Deutschlands (Europas?) entfernt zu wohnen. Es ist die Firma STUTE - Haus und Hoflieferant in Sachen Marmelade und Säfte bei Aldi.
Und diese Firma STUTE kocht alle möglichen Sachen ein - ein Vorgang dauert etwa 20 bis 30 Minuten. Dann wird der Druck aus den Kesseln gelassen. Und das zischt gewaltig. Da is nix mit Schalldämpfung. Und dieser Lärm läuft saisonbedingt wochenlang rund um die Uhr. Das ist teilweise so laut, daß es durch das geschlossene Fenster zu hören ist. Aber wer möchte im Sommer bei geschlossenem Fenster schlafen?
Stell dir vor, du liegst abends im Bett - bist kurz davor abzutauchen - dann wieder tschhhh, tschhhh. Da ist man vor Schreck erst mal wieder hellwach. An manchen Tagen kommt mir das Schlafzimmer vor wie eine Folterkammer. Jeden Abend der Wettlauf gegen die Zeit: der Versuch, so schnell einzuschlafen, daß man das nächste Zischen nicht mehr hört.
Seit Mai letzten Jahres ist dazu noch ein Quietschen zu hören, das sich anhört wie eine Mischung aus Flugzeugturbine und Gabelzinken, die über einen Porzellanteller gezogen werden. Durch Anrufe und reichlich Briefwechsel habe ich vom technischen Leiter erfahren, daß eine neue Safttüten-Schweißanlage installiert wurde. Die entwickelt viel Hitze, die von Ventilatoren abgesaugt wird. Und im Dauerbetrieb machen die Schlapp - quietschen dann wie Teufel.
Gespräche mit Nachbarn ergaben, daß auch die sich belästigt fühlen und bei sommerlicher Hitze die Wahl haben, bei offenem Fenster mit Lärm oder mit geschlossenem Fenster in stickiger Luft einzuschlafen.
Ich starte weitere Anrufe, schickte einige freundliche Briefe mit der Bitte, diesen Lärm abzustellen. Die Ventilatoren wurden gewechselt. Aber das Zischen blieb. Zwei Monate später fing es wieder an zu quietschen. Ich rief an - nichts passierte.
Mir reichte es und ich rief das staatliche Umweltamt an.
Die haben mir erst mal erklärt, daß man 43dB Lärmpegel aushalten muß. Aber das ist ein leises Rascheln der Blätter, wenn etwas Luft weht. Mit einem mobilen Meßgerät stellten wir uns etwa 200m vor STUTE auf. Dann kam wieder ein Dampfstoß - 55dB zeigte sein Meßgerät (zur Info: alle 6dB ist eine Lautstärkeverdopplung). Toll dachte ich, da kann man doch gegen die Firma angehen. Denkste - bei impulsmäßigen Lärmquellen wird über eine Stunde gemittelt. 2 Dampfstöße zu je 1 Min. werden auf die restlichen 58 Min. je Stunde verteilt. Es sei denn, ein Dampfstoß kommt auf über 60dB. Das ist dann die Grenze bei impulsmäßigen Lärmquellen. Da kann man sofort aktiv werden.
Mit anderen Worten - das Umweltamt hat keine rechtliche Handhabe, gegen diesen Saftladen vorzugehen. Da kriegt man echt die Krätze.
Lärm kann etwas Schreckliches sein - auf jeden Fall, wenn er wochenlang in der Nacht auftritt.

Zurück zum PL
Ich denke, hier liegt der Fall etwas anders. Das PL hat ja nicht rund um die Uhr offen. Gegen 18:00 bis 20:00 Uhr verlassen die Gäste den Park - dann ist Ruhe und die Anwohner können besser schlafen als ich.

Aber:

> Mit zunehmendem Alter kommt immer
> stärker der Wunsch nach Ruhe - von daher
> kann ich die Anwohner schon verstehen. (vestermike)
Diesen Aspekt sollte man nicht vergessen. Was ist, wenn man mal krank ist und einfach nur Ruhe haben will?

> Und die Anwohner weigern sich gegen
> eine Halle (die den Lärm absorbieren würde)
> auf dem Gondelbahn-Standort. (jwahl)
Kommt darauf an, wie weit diese Halle von den Anwohnern entfernt steht. Ich fände es auch nicht toll, im Garten sitzend gegen eine Wand zu sehen, die mir vielleicht noch einen Teil des Sonnenlichts nimmt.

> Wie siehts bei anderen Parks aus ? Haben
> die keine Anwohner, haben sie "tolerantere"
> oder haben die einfach nur genug Fläche
> übrig ? (Ciacomix)
Wir haben jetzt mehrmals in Rust eine Ferienwohnung mit Gartennutzung gehabt. Wenn wir dort saßen, war immer die Geräuschkulisse des EP zu hören - für uns Freizeitparkfreunde angenehm. Die Anwohner habens auch gelassen gesehen (andere Mentalität?). Oder liegt es daran, daß der EP mehr fürs Dorf tut? Jeder Ruster bekommt kostenlos eine Jahreskarte, der ortsansässige Fußballverein wird gesponsort, bei Festlichkeiten im Dorf schickt der EP kostenlos seine Animateure.

Gruß Bernhard
we

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