Also wie jetzt? Das soll eine Szene aus "Wizard of Oz" sein? Ich kann das auf dem Bild nicht erkennen, aber wo wird hier etwas typisches aus dem Film dargestellt? Schauen unter dem Haus wenigstens die Beine der bösen Hexe hervor? Stehen irgendwo die vier "männlichen" Protagonisten bibbernd in einer Ecke? Was macht Dorothy am Rande der Veranda? Fliegen nun anstatt der Vögel fliegende, kostümierte Affen den Besuchern entgegen? Und vor allem: Wo ist die böse Hexe des Westens?
War dem PL die "Vögel"-Szene plötzlich zu gruselig? Abgesehen davon, dass "Oz" eine Ikone des alten Hollywood ist, ist der Film in Deutschland weder ein beliebter Familienklassiker, noch anerkannter Bestandteil eigenständiger Sukulturen.
Also dass man sich für eine OZ Szene entschieden hat finde ich (momentan) durchaus nachvollzihbar. Denn Wicked hat meiner Meinung nach jetzt schon einen kleinen OZ Kult bzw. "Boom" nach Deutschland gebracht und ist sehr präsent in den Medien (Kino, Radio, Fernsehen (spez. Pro 7, bald Wetten dass?)). Nur über die Umsetzung lässt sich natürlich wirklich streiten. Also auf den Bildern sieht das schon nach einem ziemlichen Armutszeugnis aus und wie du schon erwäht hast sehe ich auch keinen Sinn der dargestellten Szene...naja werde es nächsten Samstag live sehen und vielleicht sieht es ja in Echt gar nicht so schlimm aus... BTW: Thumbs up für die Umgestaltung des Ausgangs! Gottseidank...
>Nur über die Umsetzung lässt sich natürlich wirklich streiten. Also auf den Bildern >sieht das schon nach einem ziemlichen Armutszeugnis aus und wie du schon erwäht hast >sehe ich auch keinen Sinn der dargestellten Szene...naja werde es nächsten Samstag live >sehen und vielleicht sieht es ja in Echt gar nicht so schlimm aus...
>Nur über die Umsetzung lässt sich natürlich wirklich streiten. Also auf den Bildern sieht das schon nach einem ziemlichen Armutszeugnis >aus und wie du schon erwäht hast sehe ich auch keinen Sinn der dargestellten Szene.
Hi,
ich habe die Umgestaltung der Szene zwar noch nicht mit eigenen Augen gesehen und bin der Meinung dass ein Wiedererkennungswert zum Film bzw. Filmcharaktere total fehlt. Wenn ich mich an den Film zurückentsinne fällt mir als erstes dieser Blechroboter mit dem Trichter auf dem Kopf ein, dicht gefolgt von Vogelscheuche und Löwe, aber ganz bestimmt nicht diese Frau vor dem Haus.
Nach all den (zu Recht) negativen Reaktionen auf die neue Oz-Szene hier mal ein Versuch der Ehrenrettung für das PHL:
Könnte es nicht sein, dass das diese "Neugestaltung" aus technischen Gründen sein musste? Soll heißen: Es wäre doch möglich, dass die "Die-Vögel"-Szene schlicht und ergreifend den Geist aufegegeben hatte (z.B. die diversen beweglichen Vögelfiguren). Das würde nämlich sowohl die HT-Schließung während der noch laufenden Saison als auch die Neugestaltung ohne zahlreichere bewegte Szenenelemente erklären. Auch der Umstand, dass das Ganze jetzt wie ein Schnellschuss wirkt, wäre damit plausibel, denn in der Kürze der Zeit und mit einem etwaigen Minimalbudget war vielleicht erst einmal nicht mehr möglich.
Ich frage mich, ob man die Vögel-Szene in den letzten Jahren nicht bereits deswegen "abgespeckt" präsentiert hat. Soweit ich mich erinnere, stürmten früher viel mehr Vögel an drehenden Rädern von oben auf die Besucher ein. Oder täusche ich mich da?
Wie dem auch sei, die Umgestaltung der Szenerie ist nicht wirklich gelungen. Bleibt zu hoffen, dass dies nicht der endgültige Zustand ist.
Ich persönlich muss sagen, dass ich die Änderungen an der Hollywood gesamt sehr positiv sehe. Die Vögel Szene mochte ich eh nie, sie ist halt jetzt durch eine Szene ersetzt worden, die auch nicht besser ist. Bleibt also aus meiner Sicht alles beim Alten.
Allerdings finde ich die Detailverschönerungen sehr gelungen. Gerade die jetzt viel buntere Tarzanszene gefällt mir nun besser.
Der Wiesse Hai; Klassiker - kennt Jeder Und dann?? etwass mitt einer grosse spinne (arachnofobia?) nicht SO bekannt, aber die scene hat eine gute "Hollywood Atmosphäre".
Ali Baba isst da (meiner Meinung nach) die schlechtste Scene im Tour.. Frankenstein: Kennt auch jeder, und wird heut zo tage noch in Filme benutzt
1000 Meilen unter den Mehresboden: Heutzutage nicht só bekannt, aber MMN einer der schönsten sets im Hollywood Tour
Tarzan: Auch immer noch sehr bekannt
Die Vögel: Eigentlich der einzige Film von Hitchcock im Tour.. Irgendwie schade dass er weg isst, aber der Zauberer von Oz isst bekannter.. wenn mann jetzt die Zombië am start des tour (Hitchcock) raus schmeisst, passt dass ganze nog ziemlich gut.
King Kong: Wer kennt Ihn nicht? MMN die beste scene im Tour. Ich bin jedes Mal noch erschtaunt von die viele detailierte, bewegungen die der Affe machen kann.
Und dann der grosse Anti-Climax: Den Lift.. Ich würde mich schon freuen wenn mann hier nog irgendwie eine Scene raus machen könnte.. Ich würde da wählen für ein film der sich für ein grossen Teil in der Luft abspielt, da isst schliesslich noch ein wenig Platz.. Vielleicht "Around the world in 80 Days".. dann könnte mann unten den Heissluftballon durch fahren oder so.. Dann noch eine Tür am ende, und mann hatt eine schöne scene dazu.
>Der Wiesse Hai; Klassiker - kennt Jeder >1000 Meilen unter den Mehresboden: Heutzutage nicht só bekannt, aber MMN einer der >schönsten sets im Hollywood Tour
Hallo Andre, ich wäre Dir ja nie böse wegen Recht- oder Linksschreibfehlern. Aber 1000 Meilen unter dem Meeresboden wäre wohl auch für einen Holländer (10.000 leagues under the sea) eher die "Reise zum Mittelpunkt der Erde". Ist zwar der gleiche Autor, aber da sind die trockenen Fußes runter...
Letzte Bearbeitung am 04-Dez-07 um 16:07 Uhr () Natürlich sind es 20.000 leagues - doofer Tippfehler meinerseits, ansonsten glaube ich, ich meinte es etwas anders, als Du es verstanden hast.
Ich wollte Andre drauf aufmerksam machen, dass 1000 Meilen unter dem Meeresboden wohl doch etwas zu tief sei, und damit eher die Voyage au centre de la Terre gewesen wäre. Wobei ich der Überzeugung bin, dass sich nach einer Tour du monde en quatre-vingt jours, davon vermutlich Cinq semaines en ballon, sicher auch eine Stelle gefunden hätte, vermutlich in der Nähe der Ville flottante wo man nach Vingt mille lieues sous les mers auch noch 1000 Meilen tiefer kommt. Wobei man natürlich auch erst De la Terre à la Lune fliegen kann, weil man von weiter weg einen besseren Überblick hat, und wo man schon mal da ist, auch gleich Autour de la Lune gehen kann.
Das ist aber bestimmt alles Teil der Voyages et aventures du capitaine Hatteras, die ich als eines der klassischen Vernes-Werke leider nie gelesen habe...
Letzte Bearbeitung am 04-Dez-07 um 16:10 Uhr () >Wenn wir schon bei den richtigen Filmtiteln sind... > >Welcher Film steht denn auf der neuen Filmklappe der Sindbad-Szene?
Ich habe zwar nicht auf die Filmklappe geguckt, aber laut Plakat heißt es: "Samson und Delila"....habe ich noch nie gehört ;-)
Hieß die Szene nicht früher so, bevor es zu Sindbad wurde? Mir scheint, als habe man einige Dekoplakate aus dem "alten" Ausgang Richtung Cristallion in den neuen Ausgang der HT eingearbeitet.
Also ich vermute, dass es sich bei der Sindbad-Szene um den originalen Filmtitel "Sindbads gefährliche Abenteuer" aus dem Jahre 1974 handelt.
Letzte Bearbeitung am 04-Dez-07 um 19:53 Uhr () Letzte Bearbeitung am 04-Dez-07 um 19:52 Uhr () >"Samson und Delila"? >Hieß die Szene nicht früher so, bevor es zu Sindbad wurde?
Jep, siehe Beitrag 20. Nur ob Herkules dazwischen noch sein Unwesen in dieser Szene getrieben hat, ist noch unbeantwortet.
Ich habe bis heute nicht begriffen, warum man aus Samson Sindbad gemacht hat. Der mäßige Bekanntheitsgrad des Films bei jüngeren Besuchern kann eigentlich nicht ausschlaggebend gewesen sein, denn das kann auch bei anderen Filmen in der HT passieren. Ob Jugendliche heutzutage "20000 Meilen unter dem Meer" oder "Tarantula" noch kennen, darf genauso bezweifelt werden.
Es ärgert mich jedesmal, wenn ich an der Samson-/Sindbad-Szene vorbeifahre und die einstürzenden Säulen sehe. Das war nämlich ursprünglich die berühmte Filmszene, in der der an die Säulen eines Tempels gekettete Samson mit seinen übermenschlichen Kräften so stark daran zerrt, bis die Säulen herausbrechen und dann der ganze Tempel einstürzt. Genau deshalb war der Samsonfigur in der HT ursprünglich mit sehr großen, muskulösen Armen ausgestattet, die an die Säulen gekettet waren. Und der Ablauf bestand eben darin, dass er daran zieht und die Säulen in Richtung der Bootsinsassen zu Fall bringt. Und welchen Sinn ergibt die Szene heute?????
>Also ich vermute, dass es sich bei der Sindbad-Szene um den originalen Filmtitel >"Sindbads gefährliche Abenteuer" aus dem Jahre 1974 handelt.
Nein, es ist "Sindbad, der Seefahrer". Ist jetzt neuerdings auch auf der Filmklappe zu Beginn der Szene zu lesen.
Also hier nochmal alle ehemals und aktuell vertretenen Filme. Es sind ausnahmslos Klassiker von zumeist legenären Regisseuren, insofern ist die Auswahl für die HT schon recht exklusiv. Aber durch ihr zunehmendes Alter geraten die Filme natürlich ein wenig in Vergessenheit, es sei denn, sie enthalten berühmte Figuren, deren Popularität sich durch fünftausend Neuverfilmungen gehalten hat:
- Der weiße Hai ("Jaws"; 1974; Steven Spielberg) - 20000 Meilen unter dem Meer ("20000 Leagues Under The Sea"; 1954; Richard Fleischer) - Frankenstein ("Frankenstein"; 1931; James Whale) - Die Vögel ("The Birds"; 1963; Alfred Hitchcock) - Der Zauberer von Oz ("The Wizard Of Oz"; 1939; King Vidor & Victor Fleming) - Tarantula ("Tarantula"; 1956; Jack Arnold) - King Kong ("King Kong"; 1933; Merian Cooper & Ernest Schoedsack) - Tarzan (eigentlich: Tarzan, der Affenmensch) ("Tarzan The Ape Man"; 1932; W.S. Van Dyke) - Samson und Delilah ("Samson And Delilah"; 1949; Cecil B. DeMille) - Sindbad, der Seefahrer ("Sindbad The Sailor"; 1947; Richard Wallace)
Danke für dei Korrekturen bzw. Ergänzungen, Dingens!
Was die Umgestaltung der Samson-Szene angeht: ich kann mich schwach dran erinnern, dass in einem anderen Thread mal erwähnt wurde, dass es zwei Gründe waren: erstens irgendwelche Urheberrechtsstreitigkeiten und zweitens dass die Szene angeblich gewaltverherrlichend waren. Ich weiß allerdings nicht mehr, ob das den Tatsachen entsprach oder auch lediglich Spekulationen waren. Hab schon gesucht, aber das entsprechende Posting nicht gefunden.
Wie auch immer, die Sindbad-Szene ergibt für mich auch keinen Sinn mehr. Daher gefällt sie mir auch seither nicht mehr.
Das ist nicht Vertigo. Das ist die Frankenstein-Szene, in der der Unhold (Frankensteins Monster) die Braut seines Schöpfers, Elisabeth, aus Missgunst ermordet.
nehmen wir doch mal auseinander was ich als Jugendlicher noch kenne
>- Der weiße Hai ("Jaws"; 1974; Steven Spielberg)
Ich mein den Titel gehört zu haben, habe aber keine Ahnung was das für ein Film ist.
>- 20000 Meilen unter dem Meer ("20000 Leagues Under The Sea"; 1954; Richard Fleischer)
Ich kenne zwar den Titel und weiß ungefähr was dadrin vorkommt, aber da bin ich wohl einer der wenigen.
>- Frankenstein ("Frankenstein"; 1931; James Whale)
Namen kennt man, habe ich aber nie gesehen(einer der wenigen Szene die ich erkannt habe auf an hieb?
>- Die Vögel ("The Birds"; 1963; Alfred Hitchcock)
Nie gehört
>- Der Zauberer von Oz ("The Wizard Of Oz"; 1939; King Vidor & Victor Fleming)
Ja, den sollte man kennen
>- Tarantula ("Tarantula"; 1956; Jack Arnold)
Nie gehört
>- King Kong ("King Kong"; 1933; Merian Cooper & Ernest Schoedsack) ä
Titel kenne ich natürlich aber nie gesehen, sollte ich glaube ich mal machen, das ist wohl eine Bildungslücke. :+
>- Tarzan (eigentlich: Tarzan, der Affenmensch) ("Tarzan The Ape Man"; 1932; W.S. Van >Dyke)
Das soll Tarzan dastellen? Ja ich kenne den Film
>- Samson und Delilah ("Samson And Delilah"; 1949; Cecil B. DeMille)
Nie gehört
>- Sindbad, der Seefahrer ("Sindbad The Sailor"; 1947; Richard Wallace)
Nie gehört
Ich denke zwar das ich etwas unterm durchschnitt bin, aber ich schon würde voll mein Alter vertreten kann. Ja es ist so das ich die ganzen Filme nicht kenne.
P.S.:So das muss jetzt nicht ausdiskutiert werden, das ich die Filme nicht kenne kann man mit diskutieren nicht ändern.
>Ich denke zwar das ich etwas unterm durchschnitt bin, aber ich schon würde voll mein >Alter vertreten kann. >Ja es ist so das ich die ganzen Filme nicht kenne.
"Etwas"? Mein 10 Jahre junger Neffe kennt all diese Filme, ich denke du bist da weit abgeschlagen und nicht etwas unter dem durchschnitt.
Ich glaube kaum, daß Dein zehnjähriger Neffe alle Filme kennt, da der Großteil davon entweder überhaupt gar nicht mehr im TV läuft oder teilweise nur auf Arte oder 3Sat zu einer Uhrzeit gesendet wird, wo ein kleiner Junge schon längst im Bett liegen sollte.
Und wenn man mal ehrlich ist: Ohne den Nostalgiefaktor ist der Unterhaltungsgrad der meisten dieser Klassiker in der heutigen Zeit ja auch eher bescheiden - die cineastische Bedeutung von Ray Harryhausen oder Karloffs Bedeutung für das Horrorfilm-Genre erschließen sich nun einmal nicht jedem!
>Ich glaube kaum, daß Dein zehnjähriger Neffe alle Filme kennt, da der Großteil davon >entweder überhaupt gar nicht mehr im TV läuft oder teilweise nur auf Arte oder 3Sat zu >einer Uhrzeit gesendet wird, wo ein kleiner Junge schon längst im Bett liegen sollte.
Ob du es glaubst oder nicht, die DVD ist erfunden, genau wie das Video, und seine Eltern haben so einiges an DVDs und Videobändern, ausserdem läuft an Fiertagen einiges an alten Schätzen.
Der weiße Hai ("Jaws"; 1974; Steven Spielberg)
Hat er tausend mal gesehen.
>- 20000 Meilen unter dem Meer ("20000 Leagues Under The Sea"; 1954; Richard Fleischer)
Hat er in einer Neuverfilmung gesehen.
>- Frankenstein ("Frankenstein"; 1931; James Whale)
Kennt er auch in einer neueren Version.
>- Die Vögel ("The Birds"; 1963; Alfred Hitchcock)
Hat er mit mir zusammen gesehen.
>- Der Zauberer von Oz ("The Wizard Of Oz"; 1939; King Vidor & Victor Fleming)
Kennt er.
>- Tarantula ("Tarantula"; 1956; Jack Arnold)
Hat er Feiertags gesehen und sich köstlich über die Spinne amüsiert *g*
>- King Kong ("King Kong"; 1933; Merian Cooper & Ernest Schoedsack) ä
Kennt er sicher nicht in der Version von 33, dafür alle anderen.
>- Tarzan (eigentlich: Tarzan, der Affenmensch) ("Tarzan The Ape Man"; 1932; W.S. Van >Dyke)
Auch hier in einer Neuverfilmung
>- Samson und Delilah ("Samson And Delilah"; 1949; Cecil B. DeMille
Kenne ich jetzt eventuell auch nicht direkt, aber Sindbad und solch ein kram kennt er genauso wie ich.
Tiefer steige ich in die Disskussion jetzt aber auch nicht ein ;-)
Ich will auch nicht weiter einsteigen in diese Diskussion, kann mir aber zwei Anmerkungen nicht verkneifen:
01. Der Look von Whales Frankenstein ist einmalig - wer Karloff nicht als Frankenstein gesehen hat, wird die Szene auch kaum wiedererkennen (vor allem wenn man ihn vergleicht mit der unsäglichen Neuverfilmung von Kenneth Branagh).
02. Dein Neffe ist 10 und hat bereits den weißen Hai schon hundertmal gesehen? Naja, ich will mich ja nicht in die Erziehung einmischen, aber ein Film, der von der FSK ab 16 eingestuft wurde, ist wohl eher nichts für kleinere Kinder...
>ein Film, der von der FSK ab 16 eingestuft wurde, >ist wohl eher nichts für kleinere Kinder...
Ich brauch dir doch nicht zu erklären, dass zwischen einer Einstufung aus den 70ern und einer heutigen Einstufung meilenweite Unterschiede bestehen, oder? Heute würde der Streifen locker mit einer FSK-12 davonkommen. OK, dafür ist Blitzens Neffe immer noch zu jung, aber ich finde, dass man den Weißen Hai locker einem 10-jährigen zumuten kann. Und ich bin eigentlich jemand, der bei sowas immer als erster auf der Palme ist.
Es würde mich doch stark wundern, wenn Universal für die DVD-Erscheinung keine neue FSK beantragt hätte, doch diese ist ebenfalls erst ab 16 freigegeben. Ganz im Gegensatz zu beispielsweise "The Wild Bunch", dessen Kinofreigabe ab 16 für die DVD-Veröffentlichung auf 12 Jahre heruntergesetzt wurde. Anscheinend ist es also so, daß die FSK auch heute noch der Meinung ist, daß Spielbergs Hai-Epos erst ab 16 zu empfehlen ist.
Und da Blitzens Neffe den Film ja nach eigenen Worten schon tausendmal gesehen hat, wird er dies wohl eher nicht in den letzten Monaten getan haben. Von daher: Das Kind war definitiv noch zu jung für den Film!
Naja, der Film kann einem im Fernsehen durchaus auch mal um 20:15 begegnen, daher muss es ja eine auf FSK-12 geschnittene Fassung geben. Und da FSK-12 heutzutage automatisch "in Begleitung der Erziehungsberechtigten frei ab 6" bedeutet spricht auch vom Gesetz her nix mehr dagegen ;)
Das muss zwangsweise überhaupt nicht stimmen. Fürs Fernsehen, oder den sog. Telemedien gelten ohnehin andere Richtlinien, welche die KJM unter Ihrer Obhut hat. Zwar liegen hier die "Richtlinien" der FSK zu Grunde, jedoch kann die KJM dies etwas ändern, anhand des Ausstrahlungstermin. "The Thing" beispielsweise, ist indiziert, dürfte somit nicht vor 23 Uhr laufen und schon garnicht ohne Schnittauflagen. Kabel eins strahlte den jedoch völlig ungekürzt aus nachdem die KJM diesen Film für diese Uhrzeit als "unbedenklich" einstufte und keine Kürzungen vorgab. Deshalb sind die Filme aber nicht "runtergeschnitten" da sie das Prüfsiegel der FSK einmal haben, unabhängig davon, was das Fernsehen dann letzen Endes ausstrahlt.
>01. Der Look von Whales Frankenstein ist einmalig - wer Karloff nicht als Frankenstein >gesehen hat, wird die Szene auch kaum wiedererkennen (vor allem wenn man ihn vergleicht >mit der unsäglichen Neuverfilmung von Kenneth Branagh).
Uneingeschränkte Zustimmung.
>02. Dein Neffe ist 10 und hat bereits den weißen Hai schon hundertmal gesehen? Naja, >ich will mich ja nicht in die Erziehung einmischen, aber ein Film, der von der FSK ab >16 eingestuft wurde, ist wohl eher nichts für kleinere Kinder...
Uneingschränkte Zustimmung hoch drei. Den Film mit 10 Jahren schon mehrfach gesehen zu haben, erweckt den Eindruck, ihn das erste mal deutlich unter 10 Jahren gesehen zu haben. FSK hin oder her. Verzweifelte Todesschreie und blutige Zerfleischungszenen in Cinemascope zu Psychomusik für unter 10-Jährige. Wow, das allein ist schon gruselig.
Ich weiß nicht, ob ich mit 23 noch zur Jugend zähle, aber doch zumindest (so hoffe ich) zu den jüngeren :-)
Kommen wir mal auf die Filme nur zum Vergleich sven ;-) (nicht böse sein)
>- Der weiße Hai ("Jaws"; 1974; Steven Spielberg) Bekannt und schon mindestens dreimal gesehen. Für Kult befunden, wenn auch nicht mehr technisch zeitgemäß (jaj, die Jugend ;-) )
>- 20000 Meilen unter dem Meer ("20000 Leagues Under The Sea"; 1954; Richard Fleischer) Ich weiß nicht welche/s Original/e es gibt, aber die Verfilmung von Disney schon ein Paar mal gesehen (2x)
>- Frankenstein ("Frankenstein"; 1931; James Whale) Ok hier gebe ich zu, dass er mal lief (Version Mary Shelly (Schreibt mans so?))aber ich war am PC beschäftigt und habe nicht wirklich viel mitbekommen
>- Die Vögel ("The Birds"; 1963; Alfred Hitchcock) Ein Kult und auch schon gesehen.
>- Der Zauberer von Oz ("The Wizard Of Oz"; 1939; King Vidor & Victor Fleming) Wer kennt den nicht? Den Zauberer von Oz sollte jedes Kind mal gesehen haben.
>- Tarantula ("Tarantula"; 1956; Jack Arnold) OK hier habe ich eine Lücke, den kenne ich nicht.
>- King Kong ("King Kong"; 1933; Merian Cooper & Ernest Schoedsack) ä Neuverfilmung von Peter Jackson im Kino gesehen. Die alten Originale waren mir zu langweilig. ;-)
>- Tarzan (eigentlich: Tarzan, der Affenmensch) ("Tarzan The Ape Man"; 1932; W.S. Van >Dyke) Auch hier habe ich kein Original gesehen, aber wohl den Disney Film. (Bin halt vernarrtin Disney Klassiker)
>- Samson und Delilah ("Samson And Delilah"; 1949; Cecil B. DeMille) Nein gänzlich unbekannt. Nur der Name Samson sagt mir was.
>- Sindbad, der Seefahrer ("Sindbad The Sailor"; 1947; Richard Wallace) Sindbad kennt doch auch jeder. Die Geschichten um den Seefahrer. Es gab auch hier mal ne Zeichentrickumsetzung oder?
>Ich denke zwar das ich etwas unterm durchschnitt bin, aber ich schon würde voll mein >Alter vertreten kann. >Ja es ist so das ich die ganzen Filme nicht kenne.
Ich hoffe ich bessere den Schnitt, obwohl ich nicht die wirklichen Klassiker/die Originale gesehen habe.
@Sven: Du solltest den einen oder anderen Film doch mal gucken ;-)
hier nun die Meinung eines Liebhabers klassischer Hollywoodfilme.
Zunächst sollte man aber ein Wort über die Auswahl der Filme verlieren. Alle diese Filme hatten vor dem Bau der Hollywood-Tour eine entsprechende Präsenz im Fernsehen, welches damals noch aus nur 2 Hauptprogrammen und diversen Unterprogrammen (3.) bestand - und nebenbei bemerkt qualitativ um Längen über dem heutigen Fernsehen stand! Die meisten Nutzer der damals jungen HT kannten also die Filme. Das (Film-)Konsumverhalten ist bedingt durch die Überschwemmung mit privattelevisionären (und mittlerweile auch öff.-rechtlichen) Schund ein anderes geworden. Unterstützt von Programmzeitschriften, die jede noch so stumpfsinnige Explosionsorgie ohne Story und Schauspieler zum Tagestipp hochhypen, geht es heutzutage scheinbar nur noch um tricktechnische Brillianz und dumme Sprüche. Zumindest bei den Blockbustern, die man sich ja anschauen "muss". Anfang der 80er sah die Welt noch ein bischen anders aus. Insofern finde ich die Filmauswahl in Ordnung, es sind nämlich tatsächlich alles Klassiker - nicht unbedingt immer des Kinos, auf jeden Fall aber des nicht-privaten Fernsehens...
Und nun zu den Filmen:
>>- Der weiße Hai ("Jaws"; 1974; Steven Spielberg) >Bekannt und schon mindestens dreimal gesehen. Für Kult befunden, wenn auch nicht mehr >technisch zeitgemäß (jaj, die Jugend ;-) )
DWH ist ein Meilenstein des Tierhorrorfilms und hat viele nachfolgende Filme beeinflusst. Vor allem aber hat er auch Menschen beeinflusst! Nicht nur meine Wenigkeit hat sich beim Schwimmen im Meer des öfteren mulmig gefragt, ob das wirklich nur Film war. Diese fast schön bösartige "You better look beneath the surface"-Botschaft hat es, wie kaum eine andere Message aus der Welt des Films in unser Bewusstsein geschafft. Insofern möchte ich RickTrack vehement widersprechen: Der Film hat einen nicht unbedeutenden Einfluss gehabt - wenn auch nicht unbedingt cineastisch. Ich finde auch nicht, dass sich DWH technisch hinter neueren Produktionen verstecken muss. Sicher, der Hai bewegt sich recht hölzern, aber die animierten "Schnellhaie" aus "Deep Blue Sea" z.B. sehen aus und bewegen sich wie Kreaturen aus dem PC, aber wirklich nicht wie echte Haie. Und mangelnde Spannung kann ich in diesem Film weiß Gott nicht entdecken. Der Film arbeitet mit einer sich langsam steigernden Spannung, die häufig nur im Hintergrund bedrohlich wirkt. Dann muss nicht einmal der Hai gezeigt werden um ein Bibbern zu erzeugen. Dann reicht es Fässer zu zeigen, die unversehens ab- oder auftauchen oder Dialogen zu lauschen, die vom Überbordgehen in haiverseuchte Gewässer handeln. Um diese hintergründige Spannung zu spüren muss man solche Filme allerdings konzentriert schauen. Nebenher zu diskutieren, ob der vielleicht besser zu animieren wäre, nimmt einem einen Großteil des Gruselspass´. Der Film selbst war noch in diesem Jahr in nahezu allen 3. Programmen zu sehen, lief also 2007 mehrfach...
>>- 20000 Meilen unter dem Meer ("20000 Leagues Under The Sea"; 1954; Richard Fleischer) >Ich weiß nicht welche/s Original/e es gibt, aber die Verfilmung von Disney schon ein >Paar mal gesehen (2x)
20000M ist ein herrlicher Disneyfilm, der nicht zu gruselig daherkommt, aufwändig gemacht wurde und ein klassischer Erzählfilm ist (also einer, der seine Geschichte ohne Riesensprünge und ach so unvorhergesehene Wendungen erzählt). Und auch ein bischen als Inspiration für den (Ebenfalls Disney-) Film "Das schwarze Loch" gedient hat. Er ist vielleicht nicht mehr so häufig im TV wie DWH, dafür gibt es hier ab und an eine Neuverfilmung zu sehen...
>>- Frankenstein ("Frankenstein"; 1931; James Whale) >Ok hier gebe ich zu, dass er mal lief (Version Mary Shelly (Schreibt mans so?))aber ich >war am PC beschäftigt und habe nicht wirklich viel mitbekommen
Die Frankensteinfilme mit Boris Karloff gibt es kaum noch im TV - schade eigentlich. Wie Mike ja bereits anmerkte, sind das Design sowohl der Filme als auch Karloffs Monsterverkörperung legendär. Und was wäre die Filmgeschichte ohne die Blumenmädchenszene... "Mary Shelleys Frankenstein" ist übrigens eine Verfilmung des ganzen Romans, die nicht auf den Horrorteil reduziert ist. Es ist also eine gänzlich andere Art von Film, nicht 100% gelungen , aber auch nicht "unsäglich", wie Mike schreibt.
>>- Die Vögel ("The Birds"; 1963; Alfred Hitchcock) >Ein Kult und auch schon gesehen.
Über diesen Film noch etwas zu schreiben, hieße Eulen nach Athen zu tragen. Dieses wahrscheinlich beste Beispiel eines Spannungsaufbaus überhaupt, gibt es glücklicherweise regelmäßig im TV.
>>- Der Zauberer von Oz ("The Wizard Of Oz"; 1939; King Vidor & Victor Fleming) >Wer kennt den nicht? Den Zauberer von Oz sollte jedes Kind mal gesehen haben.
Finde ich wirklich erstaunlich, dass ausgerechnet diesen Film fast jeder kennt. Vielleicht weil es ein Musical ist und jeder "Somewhere over the rainbow" trällern kann? Auf jeden Fall ein toller Kinderfilm, der früher immer zu Weihnachten kam, heutzutage aber eher selten läuft...
>>- Tarantula ("Tarantula"; 1956; Jack Arnold) >OK hier habe ich eine Lücke, den kenne ich nicht.
Klare Bildungslücke! T ist ein sehr clever gemachter Film mit tollem Spannungsaufbau und guter Spinnenanimation - allerdings nicht so genial wie bei "Die unglaubliche Geschichte des Mr.C." ebenfalls von Jack Arnold. Und Leo G. Carroll sieht mit seinem von Wachstumsstoffen gemaserten Gesicht einfach granatig aus... Und wem dieser Film gefallen hat, dem empfehle ich unbedingt noch "Formicula"
>>- King Kong ("King Kong"; 1933; Merian Cooper & Ernest Schoedsack) ä >Neuverfilmung von Peter Jackson im Kino gesehen. Die alten Originale waren mir zu >langweilig. ;-)
Schade, denn gerade der 33er KK ist ein Juwel von einem Film, der heut noch Spass macht. Willis O´Briens Stop Motion Technik hat die Trickeffekte revolutioniert. Der Film teilte sich übrigens Stab, Kulissen und Teile des Casts mit dem legendären "Graf Zaroff - Genie des Bösen", der in seiner deutschen Übersetzung eine der legendärsten "Punchlines" der (synchronisierten) Filmgeschichte hat: "Der Mann jagt immer zuerst das Tier...und dann die Frau" KKUDWF gab es im abgelaufenen Jahr übrigens auch im Fernsehen, er ist aber leider selten...
>>- Tarzan (eigentlich: Tarzan, der Affenmensch) ("Tarzan The Ape Man"; 1932; W.S. Van >>Dyke) >Auch hier habe ich kein Original gesehen, aber wohl den Disney Film. (Bin halt >vernarrtin Disney Klassiker)
Jaja, wer erinnert sich nicht an Johnny Weissmüller und den legendären Tarzanschrei. Die Originalfilme sieht man im TV leider fast gar nicht mehr. So können wir auch nicht mehr nachprüfen ob Otto W. mit seiner These recht hat, woher der Tarzanruf käme ("Greif die Liane Jane...greif sie.."). Übrigens, der tierische Hauptdarsteller Jiggs (Rollenname: Cheeta) lebt noch immer und ist mit fast 76 Jahren der älteste lebende Menschenaffe der Welt!
>>- Samson und Delilah ("Samson And Delilah"; 1949; Cecil B. DeMille) >Nein gänzlich unbekannt. Nur der Name Samson sagt mir was.
Ein typischer Sandalenfilm der 50er, auch wenn er schon `49 in Dreh ging. Es ist der einzige der Filme, an den ich mich nicht in Einzelheiten erinnern kann. Sandalenfilme waren nicht so meins. Gab es diesen eigentlich in den letzten 15 Jahren im TV? Meine letzte Erinnerung an "Samson and Delilah" hat nix mit dem Film zu tun, sondern mit Bruce Springsteens Song "Fire"...
>>- Sindbad, der Seefahrer ("Sindbad The Sailor"; 1947; Richard Wallace) >Sindbad kennt doch auch jeder. Die Geschichten um den Seefahrer. Es gab auch hier mal >ne Zeichentrickumsetzung oder?
Netter Abenteuerfilm mit vielen akrobatischen Einlagen von Douglas Fairbanks jr. Bekannter ist aber fast der Ray Harryhausen StopMotion Klassiker "Sindbads 7. Reise"
Ok, betrachtet diese lockeren Kommentare als kleine Aufforderung, sich diese Juwelen (noch) einmal anzusehen. Es gibt noch eine Filmwelt jenseits von "300", "Herr der Ringe", "Piraten der Karibik" oder "xXx"
Letzte Bearbeitung am 06-Dez-07 um 19:29 Uhr () >Alle diese >Filme hatten vor dem Bau der Hollywood-Tour eine entsprechende Präsenz im Fernsehen, >welches damals noch aus nur 2 Hauptprogrammen und diversen Unterprogrammen (3.) bestand ... >Anfang der 80er sah die Welt noch ein bischen anders aus.
Dem sei nur der Vollständigkeit halber widersprochen, denn die Hollywood-Tour ist erst 1990 eröffnet worden, nicht Anfang der 80er. Hast aber trotzdem recht mit der anderen Fernsehlandschaft, denn das sehrwohl schon vorhandene Privatfernsehen war damals zumindest noch nicht so dominant und hat zudem aus Budgetgründen anfangs ebenfalls viele alte Filme gezeigt.
Ich möchte dich nicht angreifen das seih schon mal vorweg gesagt, aber diese Filme nicht zu kennen zeugt schon von einer argen Bildungslücke. Ich hab ja, um jetzt mal beispielsweise die Vögel herauszugreifen, noch Verständnis dafür, dass man den Film nicht gesehen hat, aber zumindest davon gehört haben sollte man schon mal! Vielen Leuten sind die Filme ja auch zuwieder weil sie teilweise in Schwarz-Weiß sind, aber selbst diese Leute wissen wenigstens dass es diese File gibt und meistens auch noch in etwa worum es darin geht! Meine Schwester ist Jahrgang 90, also nicht viel älter als du, und die hat schon fast alle dieser File gesehen. Diese Filme sind ja schließlich nicht wahllos gewählt, sondern haben die Geschichte des Films geschrieben! Ich empfehle dir beim Durchforsten der Fernsehzeitung auch mal das Programm der 3ten zu beachten! Da kommen diese Filme nicht umsonst ständig, oder noch besser in eine gute Videothek zu gehen und dir die Filme auszuleihen. Da dein jugendliches Gehirn leider mit Effekthascherei der heutigen Hollywoodproduktionen versaut ist empfiehlt es sich vorher ein wenig über die Filme schlau zu machen und zu wissen mit welch billigen Mitteln oft sehr gute Effekte erziehlt worden sind. Als Beispiel sieht man in dem Film Tarantula immer nur den Schatten der Spinne da es nicht anders möglich war, diese zu vergrößern. Davon waren die Leute damals weitaus mehr schockiert als von einer computergenerierten Spinne a la Arac-Atack (Ohhh wie ich diesen Schundfilm hasse!!! Ich hoffe den hast du wenigstens auch nicht gesehen!) Mir blutet mein Cineastenherz wenn ich höre, dass du solche Toptitel noch nicht gesehen, geschweige denn davon gehört hast. Also bitte hol das schnellstmöglich nach!!!
Bitte fühl dich nicht durch mein Statement angegriffen aber da Filme nun mal mein Hobby sind geh ich etwas emotional an deine Aussage ran!
Ich kann meinem Vorredner nur zustimmen. Gut, ich stamme auch nicht mehr aus der Generation, welche die alten Hollywoodverfilmungen verschlungen hat. Aber vom Hören-Sagen kenne ich sie auf jeden Fall alle. Gesehen hab ich die Erstverfilmungen von Der Weiße Hai, King Kong, Tarantula, Die Vögel und Frankenstein. Von daher denke ich, kann ich schon ein klein wenig mitreden. Auch mir gefällt gerade an den alten Verfilungen der Einfallsreichtum der Macher, da es Computer, Blue Box oder ähnliches noch nicht gab. Die Tarantula-"Animation" als Schatten fand ich genial. Obwohl man natürlich sagen muss, dass der Effekt in einem Buntfilm wohl nicht mehr so toll gewirkt hätte. Bosenders an den Hitchcockverfilmungen mag ich die sich aufbauende Spannung. Besonders kultig war immer der versteckte Cameo-Auftritt des Altmeisters himself.
Naja, ich merke schon dass ich bzw. wir vom eigentlichen Thema ein wenig abdriften.
Nun, ich arbeite in der Branche, habe den Kram studiert und mich durch zähe Interpretationen gewühlt, die mir beinahe den Spass an Filmen genommen haben. Grundsätzlich bin ich der Meinung, dass Niemand etwas gesehen haben muss! Auch wenn ich kein Fan von Sven bin, so ist seine ehrliche Meinung und Ignoranz o.k.
Vielleicht ist er ja kein Film-Fan und nicht weiter am Thema interessiert. Was mich an Cineasten immer so stört, ist dieser zwingende Ansatz sich im Rahmen des ewig vorgebeteten Status quo zu bewegen.
Zunächst mal kann man sich in unserem Alter wundern, dass er "Jaws" nicht kennt. Aber muss man das? Wenn man die Struktur eines Blockbusters sezieren will ist das sicher Pflichtprogramm. Aber sonst? Als Film ist "Der weisse Hai" nicht unbedingt ein Klassiker (abgesehen davon, dass die bemerkenswerteste Szene des Films lediglich als Wortbeitrag vermittelt wird). Es ist ein Pop-Phänomen des 20. Jahrhunderts, aber ein schützenswerter Klassiker der das Filmemachen nachträglich beeinflusst hat?
Muss ich die alten deutschen Expressionisten gesehen haben um Tim Burton Filme zu verstehen? Nein, aber ich könnte Tim Burton durchschauen und einen ideenlosen Stümper nennen.
Klar, es gibt heute viele Kids, die sich weigern einen Film anzusehen, wenn er nicht in Farbe ist. Na und? Ihr Verlust. Es gibt immer noch genügend Leute, die sich für alte Filme interessieren.
Als der Tonfilm aufkam waren Stummfilme in nullkommanichts eine tote Kunstform. Niemand hat ihnen nachgeweint, aber die wichtigsten Werke haben überlebt und werden heute immer noch gesehen. Und man kann es Niemandem übelnehmen sich bei einigen dieser Filme tödlich zu langweilen. Cineasten müssen mitunter ziemliche Masochisten sein!
Gerade Cineasten sollten bei der Hollywood Tour einen Anfall bekommen. Mal von der Auswahl der Filme abgesehen: Haben die Gestalter die Filme überhaupt gesehen? Besonders die Frankenstein-Szene ist doch wohl ein Witz. Teilweise sind die Szenen so lieblos und sinnlos in Szene gesetzt.
P.S. Homer Simpson: In Tarantula ist sehr wohl die Spinne zu sehen, und nicht nur der Schatten. Man hat eine echte Vogelspinne teilweise durch Miniaturen stapfen lassen und sie mittels Luftdüsen in die gewünschte Richtung gehen lassen. In anderen Szenen ist die Spinne in die Bilder hineinkopiert worden. Diese Technik war damals eigentlich recht weit verbreitet und wurde bereits bei King Kong benutzt. Allerdings sind die Effekte gerade bei Tarantula teilweise sehr gut, und wie eigentlich alle Filme von Jack Arnold völlig zurecht absolute Klassiker.
Naja, den weißen Hai als Pop-Phänomen des 20. Jahrhunderts abzubügeln und gleichzeitig Jack Arnolds B-Trash-Movies auf das Podest absoluter Klassiker zu heben, finde ich schon ein wenig wagemutig - aber das nur am Rande.
Ich denke, dass "Jaws" ein grossartiger und spannender Film ist. Aber eben auch ein Produkt seiner Zeit, und nicht mehr als eigenständiger Film wahrnehmbar ist. Nicht zuletzt durch seine frühe Präsenz als Attraktion der Studio-Tour.
Aber ist es wirklich ein Film, den man als Cineast gesehen haben muss? Ist es ein künstlerisch wertvoller Film? Hat er heutigen Zuschauern noch etwas zu bieten oder zu sagen? War er einflussreich oder ein Epigone?
Jack Arnolds Filme als B-Trash zu bezeichnen kann natürlich nicht unwidersprochen hingenommen werden. Mal vom immer wieder unpassend verwendeten Gebriff "B-Movie" abgesehen, "Trash" sind seine Filme genauso wenig wie "Jaws" oder "Jurassic Park". Zwei seiner Filme wurden im 3-D Verfahren gedreht und waren durch erhöhten Zeit- und Technikaufwand nicht ganz billig.
Ich bin mir sicher, wenn Jack Arnold kein Honorar-Regisseur gewesen wäre, zählte man ihn heute zu den grössten Hollywood Regisseuren und er hätte seine Karriere nicht mit dem inszinieren von "Ein Colt für alle Fälle"- und "Love Boat"-Episoden beenden müssen.
In ihrem jeweiligen Genre sind seine Filme herausragend und er hat - im Vergleich - weniger schlechte Filme gedreht als Spielberg.
"The incredible shrinking man" ist einer der besten Sc-Fi Filme die je gedreht wurden. Die Schlussszene kann es mit allen philosophischen Bonbons von "2001" bis "Pinocchio/A.I." aufnehmen.
Ich hätte da noch einige heilige Kühe, die dringend der Schlachtung bedürfen.
>Ich denke, dass "Jaws" ein grossartiger und spannender Film ist. Aber eben auch ein >Produkt seiner Zeit, und nicht mehr als eigenständiger Film wahrnehmbar ist.
Natürlich ist "Jaws" ein Produkt seiner Zeit (und ich sehe seine Qualität noch nicht einmal so hoch wie Du es vielleicht tust, da ich ihn auch eher mäßig spannend finde), aber das trifft auch Arnold doch noch in weitaus stärkerem Maße zu. Aus heutiger Sicht beinhalten die meisten seiner Filme doch eher unfreiwllig komische Elemente, die zwar nicht an Ed Wood heranreichen, aber mich alleine schon durch die militärfreundlichen Aussagen zum Schmunzeln bringen.
Arnold ist für mich der König des SF-Trash, ähnlich wie Corman für das Grusel-Genre oder Franco für die Schund-Erotik. Er ist sicher Kult - vor allem bei Genrefans, aber das macht die Filme ja nicht unbedingt besser, oder?
Und wo wir gerade bei heiligen Kühen sind, die geschlachtet gehören: Dazu zählt für mich auch an oberster Stelle die von Dir erwähnte Kubrick-Space-Oper, die zwar sicherlich filmhistorisch wertvoll gewesen sein mag, bei mir aber besser wirkt als eine ganze Flasche Baldrian. Und die philosophischen Ansätze bei AI wurden in der zweiten Filmhälfte von Onkel Steven dermaßen versemmelt, daß ich drauf und dran war, das Kino zu verlassen.
Letztendlich ist es bei Filmen wohl wie bei der Kunst: Jeder muß für sich selbst entscheiden, was er für wertvoll hält und was nicht. Während Freunde von mir der Meinung sind, Django-Schmonzetten gehören zum Weltkulturerbe, schau ich mir dann doch lieber Burton an, auch wenn der hoffnungslos bei Lang oder Murnau geklaut hat.
Letzte Bearbeitung am 05-Dez-07 um 23:52 Uhr () >Jack Arnolds Filme als B-Trash zu bezeichnen kann natürlich nicht unwidersprochen >hingenommen werden. Mal vom immer wieder unpassend verwendeten Gebriff "B-Movie" >abgesehen, "Trash" sind seine Filme genauso wenig wie "Jaws" oder "Jurassic Park". Zwei >seiner Filme wurden im 3-D Verfahren gedreht und waren durch erhöhten Zeit- und >Technikaufwand nicht ganz billig.
Jack Arnolds Filme gelten allerdings als Paradebeispiele für B-Filme und passen oft genau in die (klassischen) B-Film-Definitionen (vergleichsweise geringes Budget, weitestgehend unbekannte Darsteller, simple Geschichten, plakative Effekte, geringer Tiefgang, einfache Figuren, stereotype Rollenverteilungen - mit anderen Worten: 2. Wahl ("B") auf praktisch allen Produktionsebenen). Arnold wird nicht zufällig in vielen Publikationen fast schon gebetsmühlenartig mit aufgezählt, wenn es um klassische B-Film-Regisseure geht.
Der schrumpfende Mr. C und seine philosphoschen Anwandlungen sind da eher eine Ausnahme. Das heißt ja nicht zwangsläufig, dass B-Filme immer schlecht sind. Auch dann nicht, wenn man ihnen zusätzlich das Trash-Attribut anhängt. Der eine oder andere von Arnolds Filmen hat es immerhin geschafft, zum Kultfilm zu avancieren (z.B. Der Schrecken vom Amazonas).
Möglicherweise beruht Arnolds B-Image aber auch auf dem Umstand, dass gerade seine B-mäßigen Filme seine berühmtesten sind.
Um an dieser Stelle wieder die Kurve zur Hollywood Tour zu kriegen: Einen waschechten Schuss Trash haben dann allerdings die Herren Schmidt/Löffelhardt dem in der Tour vertretenen Arnold-Werk verpasst, in dem sie einen spielzeugartigen Hubschrauber (im Film kommen übrigens gar keine Hubschrauber vor ;) ) mit knatterndem Plastik-MGs auf eine Plüschspinne schießen lassen. Aber gut, die echte Szene ließe sich wohl auch nicht familien- bzw. kindertauglich darstellen (Düsenjets werfen Napalm(!!!)-Bomben auf die hochhausgroße Spinne, die daraufhin in den Flammen jämmerlich abkratzt :( Nun ja.).
>Aber gut, die echte Szene ließe sich wohl auch nicht >familien- bzw. kindertauglich darstellen (Düsenjets werfen Napalm(!!!)-Bomben auf die >hochhausgroße Spinne, die daraufhin in den Flammen jämmerlich abkratzt :( Nun ja.).
An dieser Stelle sollte man nicht vergessen, den Piloten zu erwähnen, der das Napalm abwirft - der noch junge Clint Eastwood spielt ihn nämlich!
Letzte Bearbeitung am 05-Dez-07 um 17:50 Uhr () >P.S. Homer Simpson: In Tarantula ist sehr wohl die Spinne zu sehen, und nicht nur der >Schatten. Man hat eine echte Vogelspinne teilweise durch Miniaturen stapfen lassen und >sie mittels Luftdüsen in die gewünschte Richtung gehen lassen. In anderen Szenen ist >die Spinne in die Bilder hineinkopiert worden. Diese Technik war damals eigentlich >recht weit verbreitet und wurde bereits bei King Kong benutzt. Allerdings sind die >Effekte gerade bei Tarantula teilweise sehr gut, und wie eigentlich alle Filme von Jack >Arnold völlig zurecht absolute Klassiker.
Ich hab ja auch nich behauptet dass die Spinne gar nich zu sehen is! Ich wollte nur auf die Genialität des Schatteneffekts verweisen! Ich sehe allerdings ein das meine Formulierung an dieser Stelle leicht mißverständlich war! Mir brannten halt die Finger... ;)
>Mir blutet mein Cineastenherz wenn ich höre, dass du solche Toptitel noch nicht >gesehen, geschweige denn davon gehört hast.
Von Samson und Delilah hab ich wirklich noch nie was gehört. Ich kenn nur Samson und Tiffy aus der Sesamstraße. :D
Den Zauberer von Oz kenn ich vom Namen her, weiß aber inhaltlich absolut nichts damit anzufangen, und zu Tarzan fällt mir nur Johnny Weissmüller ein. Den Rest hab ich mehr oder weniger im Vorbeigehen wahrgenommen. Wirklich in voller Länge gesehen hab ich glaub ich nur Der Weiße Hai (vor 20 Jahren oder so) und King Kong (90er-Version und die von Jackson).
Meine Motivation, diese "Bildungslücke" zu stopfen, hält sich allerdings auch arg in Grenzen.
... um mal wieder auf Thilos Wunsch zurückzukommen:
"Ich persönlich würde mir schon hoffen das die HT wieder eröffnet. Vielleicht unter einem ganz neuem Thema. freu mich jedenfalls schon wen sie wieder eröffnet."
--- da hat er ja seinen Willen fast ganz erfüllt bekommen.