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Foren-Name: Zoos & Tierparks
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#0, Safaripark Gänserndorf vor dem Aus
Geschrieben von jwahl am 08-Jan-04 um 20:19 Uhr
Von ORF.at

Die Mitarbeiter lassen die Tiere nicht im Stich
Die Situation in Gänserndorf ist weiterhin sehr angespannt. Am Donnerstagabend hat eine Betriebsversammlung stattgefunden. Dabei hat man sich entschieden, noch zehn Tage weiterzuarbeiten.

Schwere Entscheidung für die Mitarbeiter
Die 64 Safaripark-Angestellten haben überlegt, ihre Arbeit im Safaripark zu beenden. Sie standen dabei bei der einberufenen Betriebsversammlung am Donnerstagabend vor einer schwierigen Entscheidung, da sie die Tiere nicht im Stich lassen wollten, aber für ihre Arbeit schon lange kein Geld mehr gesehen haben.

Sie haben sich dann doch dafür entschieden weiterzuarbeiten. Zehn Tage wollen sie noch durchhalten.

Für die Meisten ist das aber nicht einfach, da sie sich die unbezahlte Arbeit eigentlich nicht mehr leisten können. Die Angestellten haben offiziell seit drei Monaten keine Gehälter mehr bekommen. Innoffiziell hört man, dass sie bereits seit August - also seit fünf Monaten - kein Geld mehr bekommen haben.

Konten sind bereits überzogen

Etliche haben ihre Konten bereits um mehrere Tausend Euro überzogen. Sie können ihre Mieten und Rechnungen nicht mehr bezahlen.

Gehälter sind nur für fünf Monate gesichert

Im Falle eines Konkurses wäre die nachträgliche Ausbezahlung der Gehälter über den Insolvenzausgleichsfond gesichert - allerdings nur fünf Monate lang. Diese Frist läuft in wenigen Tagen ab.

Innerhalb dieser Woche soll das Sanierungskonzept der Geschäftsführung vom Land überprüft werden und eine endgültige Entscheidung fallen, ob der Safaripark gerettet werden kann.

Baxter bezahlt für Affenhaus im Voraus

Das Pharma-Unternehmen Baxter will dem Safaripark finanziell unter die Arme greifen: "Die Zukunft der 43 Schimpansen im Safaripark Gänserndorf liegt uns besonders am Herzen, daher haben wir beschlossen, die vertraglich vereinbarte Schimpansenpension in Höhe von 57.000 Euro für das erste Quartal 2004 im Vorhinein zu überweisen", kündigte Baxter-Sprecher Peter Mateyka an.

Zudem sei man derzeit auf der Suche nach Partnern, um ein Konzept zu verwirklichen, das auch künftig die Betreuung möglichst aller Tiere im Safaripark sichern soll, so Baxter-Sprecher.

Spendenkonto:
Wenn Sie den Tierpark finanziell unterstützen wollen, dann können Sie das über ein Spendenkonto tun. Die Raiffeisen Zentralbank Niederösterreich hat eigens ein Konto eingerichtet:

Raiffeisen-Zentral-Bank NÖ
BLZ 32.000
Konto-Nr.: 170 22 880
Kennwort: safaripark