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Titel: "Potsdam: Spaßbad für 30 Mio Euro von Architektur-Legende"     Vorheriger Beitrag | Nächster Beitrag
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Foren-Gruppen Spaßbäder Beitrag Nr. 176
Beitrag Nr. 176
jwahl

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Potsdam: Spaßbad für 30 Mio Euro von Architektur-Legende
19-Jan-05, 22:31 Uhr ()
Aus Die Welt:

Spaßbad auf dem Brauhausberg für 30 Millionen Euro
Potsdam - Die brasilianische Architektur-Legende, der 98jährige Oscar Niemeyer, soll Potsdams neues Spaß- und Freizeitbad unterhalb des Brauhausberges entwerfen. "Wir wollen vor allem mit Blick auf unsere Bewerbung als Kulturhauptstadt moderne architektonische Akzente in der Innenstadt setzen", sagt Potsdams Oberbürgermeister Jann Jakobs (SPD). Potsdam verstehe sich als "Architektursammlung von Weltrang". Das neue Bauwerk solle Bestandteil des architektonischen Gesamtwerks werden, umgesetzt von einem Architekten, der als "Klassiker der Moderne" ausgewiesen sei.


Niemeyer sagte nach Angaben des Oberbürgermeisters, er würde sich sehr freuen, das Vorhaben zu realisieren. Das 31,5 Millionen Euro teure Schwimmbad soll am Hang unterhalb des Landtages gebaut werden. Dafür müssen der Gebäudekomplex, in dem früher das Restaurant Minsk untergebracht war, und die bestehende, aber marode Schwimmhalle weichen. Das neue Bad muß bis spätestens zum Ende des Jahres 2007 errichtet worden sein, da sonst die Fördermittel des Landes von bis zu 80 Prozent der Gesamtsumme zu verfallen drohen. Die Vorplanung soll daher bis Mitte März abgeschlossen sein, ein erster Entwurf bis dahin vorliegen.


Das Bad soll neben einem 50-Meter-Becken und sechs Bahnen auch Wasserlandschaften und Rutschen sowie ein parkartiges Außengelände erhalten. Ein Besuch Niemeyers in Potsdam ist zunächst nicht geplant. D.S

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Potsdam: Spaßbad für 30 Mio Euro von Architektur-Legende, jwahl, 19-Jan-05, 22:31 Uhr, (0)
  RE: Potsdam: Spaßbad für 30 Mio Euro von Architektur-Legende, jwahl, 02-Jun-05, 09:45 Uhr, (1)
  RE: Potsdam: Spaßbad für 30 Mio Euro von Architektur-Legende, jwahl, 24-Jun-05, 09:54 Uhr, (2)
  Baugenehmigung für Niemeyer-Bad erteilt, jwahl, 23-Sep-05, 09:21 Uhr, (3)
     Bilder, Kaiji, 23-Sep-05, 21:43 Uhr, (4)
         RE: Bilder, larsi, 23-Sep-05, 22:35 Uhr, (5)
             RE: Bilder, tricktrack, 24-Sep-05, 10:14 Uhr, (6)
  Niemeyer-Bad auf der Kippe, jwahl, 11-Nov-05, 13:49 Uhr, (7)
  Niemeyer-Entwurf geht baden, jwahl, 30-Nov-05, 10:11 Uhr, (8)
  Es war abzusehen, jwahl, 13-Mai-06, 17:47 Uhr, (9)
  RE: Potsdam: Spaßbad für 30 Mio Euro von Architektur-Legende, jwahl, 05-Dez-06, 01:49 Uhr, (10)

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jwahl

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1. RE: Potsdam: Spaßbad für 30 Mio Euro von Architektur-Legende
02-Jun-05, 09:45 Uhr ()
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Die Märkische Allgemeine berichtet:

02.06.2005
Schwimm- und Badewelt mit Hindernissen

Oscar Niemeyers ambitioniertes Freizeitbad ist von Geld- und Zeitmangel bedroht

VOLKMAR KLEIN

MITTE Das Auto verschnauft auf einem der 300 Plätze in der zweigeschossigen Tiefgarage. Raus aus dem Lift und ran an die Kasse. Jetzt muss man sich entscheiden zwischen drei, bislang nicht kalkulierten Preis- und Spaßkategorien: Will man nur Bahnen ziehen im 50-Meter-Sportbecken, will man zusätzlich Rutschentempel, Spaß- und Wellenbad oder - so die Premiumvariante - das ganze Wellnessprogramm mit Sauna und Solebad noch obendrauf. Man kann ja erstmal beim Kaffee oben im Panoramarestaurant darüber nachdenken ...

Über Treppen und Lifte kommt man zur verglasten Galerie. Sie verbindet die fünf weißen Betonkuppeln, die der Sonne Lichtfenster bieten und verschiedene Badewelten überwölben. Zu welcher man den Zugang erkauft hat, weiß der programmierte Chip. Die Galerie öffnet sich im Sommer für einen Spaziergang durch die Parkanlage oder für Müßiggang auf der Liegewiese.

Der Entwurf des brasilianischen Stararchitekten Oscar Niemeyer fand gestern bei seiner ersten Präsentation im Nikolaisaal uneingeschränkten Beifall. Neben der kompletten Rathausspitze war Sportminister Holger Rupprecht gekommen. Finanzminister Rainer Speer besah sich gleichfalls wohlwollend, wofür die Landeshauptstadt Geld von ihm will. Geschäftsgrundlage zwischen dem Land als Fördergeber und den Stadtwerken als Bauherr ist bislang eine Investitionssumme von 31,5 Millionen Euro. Bezuschusst würde sie laut Speer mit 24 Millionen Euro - vorrangig EU-Geld, das er ohne Reue durchreichen würde, weil es der touristischen Infrastruktur diene, Arbeitsplätze schaffe und architektonisch "über den Tag hinaus" Bestand habe. Doch der wunderbare Entwurf hat einen Haken. Die bislang in den Förderunterlagen stehende Summe reicht nicht. Wilfried Mollenhauer, Präsident der Brandenburgischen Ingenieurkammer, überrascht das nicht: "Das Bad wird funktionieren. Aber es kostet mehr in der Investition und im Unterhalt als ein normales." Speer sagte, sein Ministerium werde erst nach baufachlicher Prüfung sehen, was förderfähig sei. Niemeyers Hülle könne man aber nur ganz oder gar nicht bauen.

Stadtwerkechef Peter Paffhausen mochte die Summe aus der aktuellen Kalkulation nicht nennen. Er habe da "nur mal kurz drauf gucken" können: "Eine Überschreitung ist nicht auszuschließen." Abspecken würde man eher bei der Innenausstattung, sagte er und sprach von "gewissen Korrekturen und Vereinfachungen". Das zweite Problem: Zeitdruck. Spätestens im Herbst 2007 muss angebadet werden, sagt Paffhausen, um die Fördermittel noch pünktlich abrechnen zu können. Einsprüche gegen die Vergabe von Planungsleistungen verzögern den Ablauf um mindestens sieben Wochen. "Wenn sich jahrelanger Rechtsstreit anschließt, ist das Projekt tot", sagte Paffhausen. Mit diesem Fall rechne er aber nicht


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jwahl

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2. RE: Potsdam: Spaßbad für 30 Mio Euro von Architektur-Legende
24-Jun-05, 09:54 Uhr ()
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Die Berliner Zeitung berichtet, dass einem vom Lesen schon schlecht wird. Da wird ein brasilianischer 97jähriger Architekt beaufragt anstelle hiesigen aufstrebenden und wahrscheinlich sehr viel billigeren Architekten eine Chance zu geben. Aber die betreffenden Personen wollten wohl mal Dienstreisen nach Brasilien machen...

Die Sparrunden von Rio de Janeiro
Stararchitekt Niemeyer streicht Spaßbad-Entwurf zusammen - Kosten liegen bei 38,5 Millionen Euro
Martin Klesmann

POTSDAM. Und wieder war der Potsdamer Stadtwerke-Chef Peter Paffhausen vergangene Woche nach Rio de Janeiro geflogen. Dieses Mal musste er dem 97-jährigen brasilianischen Stararchitekten Oscar Niemeyer beibringen, dass dessen Entwurf für das Potsdamer Spaßbad viel zu teuer geraten war. Paffhausen war als Sparkommissar unterwegs.

Die Rio-Connection war zu Stande gekommen, weil die Stadt Potsdam sich vor einem guten halben Jahr gedacht hatte, dass sie neben den alten Preußenschlössern doch auch mal neuere Architektur bauen müsste. Die Stadtwerke als Bauherr beauftragten schließlich den Stararchitekten Niemeyer, ein riesiges Freizeitbad am Potsdamer Brauhausberg zu errichten. Staatliche Fördergelder stehen noch zur Verfügung. Das Spaßbad sollte zunächst 31,5 Millionen Euro kosten. Als Niemeyer dann aber Ende März seinen Entwurf aus Rio absandte, war das Entsetzen in Potsdam groß - wegen der Kosten. Denn der Entwurf des Architekten sah plötzlich Gesamtkosten von rund 50 Millionen Euro vor. Fast zwanzig Millionen über dem Limit.

Vergangene Woche stand Paffhausen also samt Portugiesisch-Dolmetscher und Freizeitbad-Projektleiter Wilfried Böhme wieder einmal vor Niemeyers Büro an der Copacabana. Doch der Meister hatte zunächst keine Zeit, denn Kronprinz Felipe von Spanien war gerade zu Besuch. Auch die Spanier wollen sich von Niemeyer noch etwas Spektakuläres bauen lassen.

Endlich wurde die Potsdamer Delegation vorgelassen. Mit dem immer noch äußerst vitalen Niemeyer sprach man zunächst über Fußball, die bevorstehende Weltmeisterschaft in Deutschland und die jüngsten Fan-Krawalle in Südamerika. Dann erst präsentierten die Potsdamer ihre preissenkenden Änderungswünsche. Fünf Tage wurde in den Sparrunden gefeilscht und gefachsimpelt. Dann sagte Niemeyer auf Französisch: "Très bien" - sehr gut. Ein Saunagebäude, ein Fitnessbereich und die Tiefgarage waren ausradiert. Zum Abschluss gingen die ungleichen Partner unweit der Strandpromenade zum Italiener essen. "Niemeyers erster Entwurf war sehr, sehr stark am Architektonischen orientiert. Wir hätten wohl schon früher eingreifen müssen", sagte Stadtwerke-Chef Paffhausen am Donnerstag in Potsdam. 38,5 Millionen Euro soll das Freizeitbad zu Füßen des Landtages nun noch kosten. Der städtische Hauptausschuss hat diesem Kostenplan bereits zugestimmt - gegen die Stimmen der PDS, die die Baukosten nicht über die ursprünglich genehmigten 31,5 Millionen Euro hinausgehen lassen will. Das finanzielle Risiko sei sonst zu groß. SPD, CDU und die meisten anderen Parteien argumentieren hingegen damit, dass ein Niemeyer-Bad städtebaulich erwünscht sei und Potsdam so noch stärker zu einem touristischen Anziehungspunkt werden könne. Der städtische SPD-Fraktionschef Mike Schubert nannte die 38,5 Millionen Euro eine "Maximalsumme". Wichtig sei, dass die Fördermittel wie geplant fließen.

Pfaffhausen sage am Donnerstag, dass er mit 28 Millionen Euro Fördermitteln rechne. Dabei handelt es sich um Infrastruktur-Mittel aus der Gemeinschaftsaufgabe Ost, die von Land und Bund bereitgestellt werden - kombiniert mit EU-Geldern. "Anfang Juli kommen alle nötigen Unterlagen auf den Tisch", sagte Paffhausen. Zehn Millionen Euro müssen die Stadtwerke und die Stadt aufbringen. Die Vergabekammer des Landes muss zunächst noch über die Klage zweier Architekturbüros entscheiden, die bei der Bauausführungsausschreibung unterlegen waren. Sollten diese Firmen gerichtlich klagen, wäre das Großprojekt ernsthaft in Gefahr. Denn die Fördermittel müssen bis 2007 abgerufen sein.

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jwahl

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3. Baugenehmigung für Niemeyer-Bad erteilt
23-Sep-05, 09:21 Uhr ()
Als Antwort auf Beitrag Nr. 0
 
Aus den Potsdamer Neuesten Nachrichten:

Baugenehmigung für Niemeyer-Bad erteilt

Abriss des Restaurants „Minsk“ in diesem Jahr / Alte Schwimmhalle auf Brauhausberg fällt Herbst 2006 (22.09.05)

Innenstadt - Die Baubeigeordnete Elke von Kuick-Frenz (SPD) übergab gestern offiziell die Baugenehmigung zur Errichtung des Freizeitbades auf dem Brauhausberg an den Geschäftsführer der Stadtwerke Potsdam, Peter Paffhausen. Bauherr des Vorhabens sind die Stadtwerke. Der Entwurf des Bades stammt vom brasilianischen Stararchitekten Oskar Niemeyer. Mit der Planungsleistung wurde die Potsdamer Kock und Lünz Ingenieursgesellschaft beauftragt. Nach Angaben der Baubeigeordneten tagt am 14. November der Förderausschuss des Landes, der über die Höhe der Landesförderung für das Badprojekt entscheidet. „Ab diesem Zeitpunkt stehen die Ampeln auf grün“, erklärte von Kuick-Frenz. Sie gehe von einer 80-prozentigen Förderung für die so genannten förderfähigen Kosten aus. Baubeginn sei für Februar 2006, die Fertigstellung für spätestens Ende 2007 anvisiert. Laut Paffhausen erfolge der Abriss des Restaurants „Minsk“ nach der Tagung des Förderausschusses noch in diesem Jahr. Für den Abriss des „Minsk“ werde ein Los von 150 000 Euro ausgeschrieben. Paffhausen hofft auf geringere Preise der Bauleistungen infolge der derzeit schwachen Konjunktur. Die Gesamtbauleistung werde „zwischen 20 und 30 Millionen Euro“ liegen. Der Hauptausschuss der Stadtverordnetenversammlung hatte die Stadtwerke am 22. Juni beauflagt, die Kosten für das Niemeyer-Bad auf 38,5 Millionen Euro zu begrenzen. Paffhausen erklärte weiterhin, die derzeitige Schwimmhalle auf dem Brauhausberg werde nach Beendigung der Schulsaison 2005/2006 im Herbst nächsten Jahres abgerissen. Architekt Moritz Kock versicherte, es werde „eine möglichst kurze schwimmbad-lose Zeit“ geben. Die Kunstwerke an den jetzigen Brauhausbergbauten, etwa gefärbte Fliesen von Hedwig Bollhagen, werden durch die Stadtwerke gesichert, sagte Paffhausen zu. Der Komplex des bauaufsichtlich genehmigten Freizeitbades umfasst ein Empfangsgebäude mit Fitnessbereich und Gastronomie, Schwimmbad und Rutsche, Saunabereich und Freizeitbad, Außenanlagen mit Außenbecken und Außensaunen sowie eine Stellplatzanlage mit 275 Parkplätzen. Die bebaute Fläche beträgt 13 123 Quadratmeter.

Kock und Lünz können auf die Expertise der Büros Dr. Michael Krieger Architekten und Ingenieure zurückgreifen, nach Kocks Aussage „eines der erfahrensten Büros für Bäderbau in Europa“. Kock und Lünz verantworten Eingangsgebäude, Kuppeln und Fassade, „alles, was von außen sichtbar ist“, so Kock. Für das Schwimmbad ist die pbr Planungsbüro Rohling AG zuständig.

Architekt Kock, der das Designcenter von Volkswagen am Standort Schiffbauergasse entwarf, lobt Niemeyers Herangehen: Er habe sich gut eingefunden in die gegebene Situation, ein Ensemble einem Solitär-Gebäude vorzuziehen „kennen wir schon von Schinkel“. Kock kündigte an, es werde im Bad-Restaurant eine kleine Ausstellung zu Werken Oscar Niemeyers geben. Zu diesen Werken gehört der Hauptsitz der Kommunistischen Partei Frankreichs in Paris, den er beim Tag des offenen Denkmals in Paris besichtigt hatte. Es gebe auch dort ähnlich wie bei dem Entwurf für das Potsdamer Bad eine Kuppel – „sehr schön“, so Kock.

Heinz Eustrup vom pbr Planungsbüro Rohling AG informierte gestern anlässlich der Übergabe der Baugenehmigung über Details zum geplanten Schwimmbad: Es werde 50 Meter lang sein, acht Bahnen haben und eine Wasserfläche von über 1000 Quadratmetern. Zudem wird es mit zwei Sprunganlagen, eine mit einem Meter und eine mit drei Metern über der Wasseroberfläche, ausgestattet sein. Im Bereich der Sprunganlage betrage die Wassertiefe drei Meter, im Schwimmbereich 1,80 Meter. Auf 13 Meter Länge und 21 Meter Breite werde das Schwimmbecken am Grund mit einer Hubvorrichtung ausgestattet sein, die den Beckengrund für den Schwimmunterricht anhebt. Die maximale Tiefe für den Nichtschwimmerbereich beträgt 1,35 Meter. Zudem werde die Schwimmhalle eine Tribüne für 300 Zuschauer haben, auf die Wettkämpfe werde durch Glasfronten „Licht in Hülle und Fülle“ fallen.

Guido Berg

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Kaiji


 
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4. Bilder
23-Sep-05, 21:43 Uhr ()
Als Antwort auf Beitrag Nr. 3
 
Letzte Bearbeitung am 23-Sep-05 um 21:44 Uhr ()
Hier könnte man ein paar Bilder davon sehen. (eher schlechte aber immerhin)

http://www.stadtwerke-potsdam.de/presse/niemeyer/index.php


Mirrch wärrche nei, wänn wirrch chiieerr in Schwyzerdütsch schchreyyben würchhden...

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larsi
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5. RE: Bilder
23-Sep-05, 22:35 Uhr ()
Als Antwort auf Beitrag Nr. 4
 
Wie war das leere Kassen bei den Komunen/Länder/Staat.

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tricktrack

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6. RE: Bilder
24-Sep-05, 10:14 Uhr ()
Als Antwort auf Beitrag Nr. 5
 
Letzte Bearbeitung am 24-Sep-05 um 10:15 Uhr ()
Ich habe das vorher noch gar nichtg gelesen, da ich dieses Forum eher selten besuche.
Niemeyer ist natürlich Gott! Ich wußte gar nicht, dass er noch so viel baut. Um erhlich zu sein, war ich gerade überrascht, dass er überhaupt noch lebt! Schließlich hat der Zahn der Zeit an Brasilia schon ziemlich heftig genagt.
Toll, dass es endlich einen Bau von ihm in Deutschland geben wird. Trotzdem ist die Aussage, dass man dort etwas "Zeitgemäßes" oder "Modernes" bauen will etwas schrullig. Niemeyer ist doch eigentlich klassisches "20th Century Modern". Der Entwurf ist natürlich ganz hübsch.


StellaVista

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jwahl

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7. Niemeyer-Bad auf der Kippe
11-Nov-05, 13:49 Uhr ()
Als Antwort auf Beitrag Nr. 0
 
Die Märkische Allgemeine berichtet

Niemeyer-Bad auf der Kippe

Einwände des Finanzministeriums gegen Potsdamer Freizeit-Paradies

POTSDAM Das geplante Spaßbad in Potsdam steht auf der Kippe. Trotz abgeschlossener baufachlicher Prüfung durch das Finanzministerium wird dem vom brasilianischen Stararchitekten Oscar Niemeyer entworfenen Badeparadies noch kein grünes Licht gegeben. In einem Vermerk zum Prüfbericht, der der MAZ vorliegt, heißt es, dass die veranschlagten Kosten von 38, 8 Millionen Euro angesichts der Planung und des hohen Standards der Anlage "knapp bemessen" seien. Ergänzt wird diese Feststellung durch einen Vergleich mit bisher im Land errichteten Bädern. Der "Niemeyer-Effekt" aus anspruchsvoller Architektur und Ausstattung führt demnach zu Mehrkosten von rund 4,5 Millionen Euro. Auch die Baunutzungskosten dürften höher ausfallen als in bereits vorhandenen Bädern, heißt es. Laut Ministeriumsvermerk könnte man durch Reduzierung des Grundrisses einen preiswerteren kompakten Bau "mit solidem und publikumswirksamem Standard" errichten.

Bauherr der in Form von mehreren Halbkugeln konzipierten Badewelt sind die Stadtwerke Potsdam. Der Baustart ist für den 1. Februar 2006 geplant, im Dezember 2007 soll angebadet werden. Ob das Konzept aufgeht, hängt davon ab, ob das Land aus eigenen sowie aus Bundes- und EU-Töpfen einen erheblichen Anteil der Investitionskosten beisteuert.

Die Stadt hofft auf die Maximalförderung von 80 Prozent. Die Entscheidung soll der Landesförderausschuss auf seiner Sitzung am kommenden Montag treffen. Wegen der Einwände dürfte das Thema jedoch vertagt werden, ließ der Sprecher des federführenden Wirtschaftsministeriums, Steffen Kammradt, gestern durchblicken. Zeitverlust ist das Hauptrisiko des Projekts, in das bis jetzt bereits vier Millionen Euro zur Vorbereitung geflossen sind. Stadtwerke-Geschäftsführer Peter Paffhausen erklärte, dass man "keine Woche" mehr ungenutzt lassen dürfe, weil sonst der Zeitraum verstreiche, in dem die EU-Mittel abgerufen werden können. Die Gelder fließen nur nach Fertigstellung und Rechnungslegung bis spätestens 2007. Dem Vernehmen nach ist für heute ein Krisentreffen mit Ministerbeteiligung geplant. V.Kr./V.Kl.


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8. Niemeyer-Entwurf geht baden
30-Nov-05, 10:11 Uhr ()
Als Antwort auf Beitrag Nr. 0
 
Die Märkische Zeitung berichtet

Niemeyer-Entwurf geht baden

Zeitplan gerissen, Budget hinfällig / Die alte Standortdebatte lebt erneut auf

VOLKMAR KLEIN

MITTE Bei den Stadtwerken jagte gestern eine Architektensitzung die nächste. "Wir müssen versuchen, etwas Niemeyermäßiges zu retten", sagte Geschäftsführer Peter Paffhausen.

Nach dem gestrigen Krisengipfel mit den Ministern für Finanzen, Wirtschaft und Sport gibt es zwei schlechte Nachrichten für die Landeshauptstadt: Das Freizeitbad auf dem Brauhausberg wird auf keinen Fall mehr 2007 fertig. Und es kann nicht nach dem vorliegenden Entwurf des Brasilianers Oscar Niemeyer gebaut werden. "So wie der Antrag jetzt auf dem Tisch liegt, können wir ihn nicht bewilligen", ließ sich der federführende Wirtschaftsminister Ulrich Junghanns (CDU) nach dem Treffen mit den Ressortchefs vernehmen. Nach der PDS rückte gestern die CDU-Fraktion von der Dimension des Star-Entwurfs ab. Statt 39- soll er nur noch 30 Millionen Euro kosten dürfen, sagte Fraktionschef Thomas Lunacek. Der jetzige Entwurf sei ein "Zeichen der Verschwendung".

Oberbürgermeister Jann Jakobs nannte diese Auffassung "bedauerlich", Paffhausen "sehr schade". Beide gewannen ihr aber einen positiven Aspekt ab: Das Projekt an sich sei vom Minister "nicht in Frage gestellt worden".

In Frage steht indes, ob sich ein weiter abgespecktes Bad noch mit dem Namen Niemeyer schmücken darf. Der Brasilianer hatte seinen urheberrechtlich geschützten Erstentwurf bereits um knapp zehn Millionen Euro zusammengestrichen. Jakobs fordert daher, gemeinsam mit dem Land schnell zu förderfähigen Lösungen zu kommen und die Umplanung mit Niemeyer abzustimmen.

Den zusätzlichen Verlust in dem ohnehin längst hinfälligen Zeitplan beziffert Paffhausen auf zwei bis drei Monate. Möglicherweise würde das Bad dann erst Mitte 2008 fertig, sagte er. Ein halbes Jahr zu spät für die Abrechnung der Fördermittel. "Deshalb müssen wir gemeinsam mit dem Land prüfen, wie mit der Fristüberschreitung für die Fördermittel umgegangen wird", sagte der Oberbürgermeister.

Paffhausen bleibt gedämpft optimistisch. Er hoffe, trotz des Zeitverlustes und des kleineren Budgets "noch etwas Gescheites hinzukriegen". Man prüfe mit den Architekten, ob man die Kuppellandschaft statt aus aufwändigen Betonkonstruktionen nicht mit günstigeren Materialien bauen könne.

Mit den neuen Schwierigkeiten lebt die alte Standortdebatte wieder auf. Linkspartei-Fraktionschef Hans-Jürgen Scharfenberg bringt erneut das gescheiterte Freizeitpark-Projekt auf der Brache der Drewitzer Brotfabrik ins Spiel. Dagegen beharrt die SPD-Stadtfraktion auf dem Brauhausberg. Jakobs hält daran jedoch nur mit Einschränkung fest. Man brauche dort ein "städtebauliches Highlight". "Wenn es keinen Niemeyer gibt, müssen wir über den Standort erneut nachdenken", sagte er.


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jwahl

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9. Es war abzusehen
13-Mai-06, 17:47 Uhr ()
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Keine Fördermittel für Niemeyer-Bad in Potsdam
Potsdam (dpa) Das vom brasilianischen Stararchitekten Oskar Niemeyer in Potsdam geplante Freizeitbad wird nicht gebaut. Das gab Oberbürgermeister Jann Jakobs (SPD) bekannt. Zuvor hatte ihm das brandenburgische Wirtschaftsministerium mitgeteilt, dass es einen Alternativentwurf ebenfalls nicht für förderfähig hält.

Es werde auch keine Ausschreibung für andere Bäderbauten geben, kündigte Jakobs an. Im Januar 2005 war ein Vertrag zwischen Niemeyer und der brandenburgischen Landeshauptstadt unterzeichnet worden.

In dem futuristisch anmutenden Gebäudeensemble sollten auf 42 000 Quadratmetern x-förmig angeordnete Becken in Form von Kuppelbauten entstehen. Dazu sollten ein Eingangsgebäude mit Panorama-Café, Erlebnisbereiche und wettkampftaugliche Schwimmbahnen kommen. Die Kosten einer «weiterentwickelten» Variante unter Einbeziehung der alten Schwimmhalle wurden auf 36,2 Millionen Euro veranschlagt.

Finanzminister Rainer Speer (SPD) stellte eine 80-prozentige Förderung in Aussicht, weil es auch um eine Touristen-Attraktion gehe. Dagegen zeigte sich das CDU-geführte Wirtschaftsressort skeptisch und verlangte, das Renommierprojekt abzuspecken. Die Stadt müsse begründen, warum Niemeyer, der Brasiliens Hauptstadt Brasilia entworfen hat, beauftragt wurde. Auch einheimische Architekten hatten ihren Unmut geäußert, weil es keine Ausschreibung gegeben hatte.

Keine Fördermittel für Niemeyer-Bad in PotsdamPotsdam (dpa) Das vom brasilianischen Stararchitekten Oskar Niemeyer in Potsdam geplante Freizeitbad wird nicht gebaut. Das gab Oberbürgermeister Jann Jakobs (SPD) bekannt. Zuvor hatte ihm das brandenburgische Wirtschaftsministerium mitgeteilt, dass es einen Alternativentwurf ebenfalls nicht für förderfähig hält.

Es werde auch keine Ausschreibung für andere Bäderbauten geben, kündigte Jakobs an. Im Januar 2005 war ein Vertrag zwischen Niemeyer und der brandenburgischen Landeshauptstadt unterzeichnet worden.

In dem futuristisch anmutenden Gebäudeensemble sollten auf 42 000 Quadratmetern x-förmig angeordnete Becken in Form von Kuppelbauten entstehen. Dazu sollten ein Eingangsgebäude mit Panorama-Café, Erlebnisbereiche und wettkampftaugliche Schwimmbahnen kommen. Die Kosten einer «weiterentwickelten» Variante unter Einbeziehung der alten Schwimmhalle wurden auf 36,2 Millionen Euro veranschlagt.

Finanzminister Rainer Speer (SPD) stellte eine 80-prozentige Förderung in Aussicht, weil es auch um eine Touristen-Attraktion gehe. Dagegen zeigte sich das CDU-geführte Wirtschaftsressort skeptisch und verlangte, das Renommierprojekt abzuspecken. Die Stadt müsse begründen, warum Niemeyer, der Brasiliens Hauptstadt Brasilia entworfen hat, beauftragt wurde. Auch einheimische Architekten hatten ihren Unmut geäußert, weil es keine Ausschreibung gegeben hatte.

Eine zweite Variante sah einen Kompaktbau für 31,8 Millionen Euro vor. Bei einer dritten Variante sollte es ein neues Bad in der nahe gelegenen Speicherstadt an der Havel geben. Landeshauptstadt und Stadtwerke hatten sich jüngst wieder für die Niemeyer-Variante ausgesprochen. Die Arbeiten sollten 2007 beginnen, die Fertigstellung war für Anfang 2009 geplant.

(Stand: 13.05.2006 13:24)

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jwahl

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10. RE: Potsdam: Spaßbad für 30 Mio Euro von Architektur-Legende
05-Dez-06, 01:49 Uhr ()
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Zum ersten Mal gibt es nun eine ausführliche Vorstellung des Projekts auf der Internetseite der Stadtwerke Potsdam. Vom Hocker reißen tut mich es irgendwie nicht:
http://www.swp-potsdam.de/swp/de/stadtwerke-potsdam/angebote-swp/freizeitbad_swp/aktuell/st_aktuell.php

Jakob

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