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Beitrag Nr. 7412, 17 Antworten
Bone
Stefan Bonarewitz


 

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17. Neuigkeiten aus Klotten
13-Mar-12, 23:03 Uhr ()
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Cochem Normalerweise tummeln sich hier viele Menschen, Kinder spielen und tollen herum. Doch heute ist es gespenstisch leer auf den sonst so belebten Wegen – fast unheimlich. Doch auf den zweiten Blick erkennt man, dass an allen Ecken und Enden gearbeitet wird. Es ist Winterpause im Wild- und Freizeitpark Klotten.

Es gibt viele Kleinigkeiten, infrastrukturelle Änderungen und Instandhaltungsarbeiten an den vielen kleinen Attraktionen und Fahrgeschäften. Es wird Gestrichen und Geschraubt, Wege Gepflastert und Geputz. Alles, damit der Park zur Saisoneröffnung am 30.03.2012 wieder wie neu aussieht.

Europas höchste, steilste und schnellste Wildwasserbahn


Doch all die kleinen Arbeiten sind nur die üblichen, wie jedes Jahr. Sie scheinen fast unter zu gehen vor dem, was außerdem noch passiert: Um die Achterbahn „Die heiße Fahrt“ herum ist eine Großbaustelle. LKW laden Erde ab, Bagger schaufeln, was das Zeug hält, 15 Mann Schrauben, Hämmern, Sägen, verlegen Kabel usw. Hier ist richtig was los. Bis Ostern entsteht Europas höchste, steilste und schnellste Wildwasserbahn. Die ersten Vorarbeiten wurden schon beim Bau der Achterbahn „Die heiße Fahrt“ vorgenommen, wie der Betonbau, der mal eine Burg wird oder ein Tunnel zum Wasserausgleich. Beim Anblick der Baustelle und dessen, was noch zu erledigen ist, erstaunt es schon, dass in 2-3 Wochen die ersten Gäste ihre Runden drehen. „Das ist bei Baustellen immer so.“, sagt Josef Hennes, einer der beiden Parkleiter. „Am Anfang passiert nichts sichtbares, und am Schluss geht alles ganz schnell“.
Die Bahn ist auch schon weitestgehend fertig. Die Fahrrinnen gegossen bzw. aufgestellt, die Station steht im Keller der zukünftigen Burg, nur der Führerstand fehlt noch – aber die Kabel sind schon verlegt, der Schrank mit den Steuereinheiten ist bestückt.

4 Millionen Euro Investition


„Hier kommen noch Figuren hin.“, so Hennes, „Zwei haben wir bei der Firma Hofmann schon bestellt, in den nächsten Jahren kommen noch welche hinzu“. Gut zu Verstehen, wenn man sich die Größe des Parks und die bisherigen Investitionskosten der Wildwasserbahn von 4Mio. € ansieht. Deswegen wird die Burg auch vermutlich erst in 2 Jahren gebaut. „Wenn die Saison wirklich gut wird, könnten wir auch schon im nächsten Winter bauen“, hofft der Parkchef. Aber was Details angeht hat er ganz klare Vorstellungen. So gibt es eine Aussichtsplattform über das große Wasserbecken mit dem Splashbereich. Nicht weil man sonst nichts sehen würde – das Areal ist von allen Seiten einsehbar – sondern aus ganz anderem Grund: „Hier kommt eine Spritzpistole hin“, freut er sich. So wird man während der Fahrt nass gespritzt – und kann sich anschließend bei den nächsten Fahrgästen revanchieren.
Noch innerhalb der Burg, kurz vor dem Aufzug sind drei Löcher in der Wand. Direkt über der Fahrrinne. „Hier wird noch ein Balkon installiert.“, schwärmt er, „und es wird eine Überraschung geben“. Mehr will Josef Hennes nicht verraten.

hier entsteht eine grüne Oase


Aber das ist vorerst Zukunftsmusik. Noch plagen Ihn andere Sorgen. Der Wartebereich bekommt derzeit ein Dach, aber der Weg darunter ist noch nicht gepflastert. Die Wände vom Ausgang sind von der Farbe noch feucht, beim Zugang zur Station fehlt diese noch ganz. Der Bach zwischen Aufzug und Ausgleichstunnel wird derzeit gesäubert. „Die Farbe der Steine würde sonst das ganze Wasser rot Färben“. Schön für Halloween, aber nicht zu Ostern. „Das muss alles noch ausgewaschen werden.“ Die roten Pfützen zeigen, dass hier noch viel Wasser zum Reinigen fließen muss.
Die Fläche zwischen Wartebereich und Bach soll eine grüne Oase werden. Noch gleicht sie einem Schlachfeld.

mehrfach einmalig


Von hier ist der Fuß dessen zu sehen, was schon bei der Anfahrt weit über die Baumkronen hinausragend zu sehen ist: Der Aufzug. In dieser Form einmalig bei einer Wildwasserbahn. Bisher wurde das System nur bei drei Rafting-Anlagen verwendet: Im Wiener Prater und im Steinwasenpark durch den schweizer Hersteller abc rides, der auch für die Anlage am Moseltal verantwortlich ist, sowie im Allgäu SkylinePark, wo der ehemals reisende Eigenbau „Wet’n’Wild“ steht. Die Idee kam aber auch hier von abc rides.

fast schwerelos


Bei diesem Vertikallift, der direkt aus dem Keller der Burg befahren wird, wird man nicht nur einfach auf 25m gehoben, sondern wird während dessen mit einem traumhaften Moselblick um 180° gedreht. Doch bevor es mit bis zu 80km/h den gut 25m hohen und 56° steilen Schuss hinunter geht, muss man noch einen Hügel überwinden. Diesem ist es zu Verdanken, dass man sich in der letzten Reihe mit dem nur 0,2-fachen des eigenen Körpergewichts fast schwerelos zur Schussfahrt schwebt. „Würden wir nicht noch Wirbelstrombremsen auf dem Hügel installieren, würde man sogar vollkommen aus dem Sitz gehoben“, erklärt der Projektverantwortliche Mitarbeiter von abc rides. Doch aufgrund des Zielpublikums, von Familien mit Kindern, macht es durchaus Sinn, auf diesen Nervenkitzel zu verzichten. „Außerdem würden dann Bügel der Kategorie 5 notwendig werden.“, ergänzt er. Diese Bügel sind technisch aufwendiger und erfordern zusätzliche Elektronik.

Mechanik und Elektronik zu verheiraten ist manchmal schwieriger, als Mann und Frau.


Testfahrten hat es bisher noch nicht gegeben. Josef Hennes hofft, nächste Woche starten zu können. Doch einige Hürden gibt es noch zu überwinden.
Die Boote sind noch nicht geliefert worden. „Die werden nächste Woche geliefert“, so Hennes. „Wie abgesprochen.“
Größere Sorgen hat der Projektverantwortliche: Der Lift ist noch nicht in Betrieb. „Mechanik und Elektronik zu verheiraten ist manchmal schwieriger, als Mann und Frau.“ scherzt der Schweizer. Aber er ist zuversichtlich: „Das gehört beim Bau von Fahrgeschäften in der gesamten Branche zum Tagesgeschäft.“
Doch bevor die Testfahrten starten können, fehlt noch das Elementarste der Anlage: Noch befindet sich fast kein Wasser in der Anlage. Ca. 30cm tief ist der Wasserstand im Auffangbecken. Viel zu wenig für die Anlage. „Aber das ist schnell erledigt.“, erklärt der Parkchef. Es wurden extra Brunnen im Park gebohrt. Das Wasser muss nur hoch gepumpt werden.

neue Farbe für eine neue Bahn


Ockergelb bis hellbraun ist der Hochbau der Anlage geliefert und gebaut worden. Mit dunklerer Farbe ist hier eine schöne Holzoptik entstanden. Passend zum Wartebereich und zur Burg, die noch entsteht. Doch ist das hohe Bauwerk auch aus dem Moseltal aus dem Ort Klotten gut sichtbar. Auch Die Achterbahn, um die sich die Wildwasserbahn schlängelt ist gut sichtbar. Diese wurde auf Wunsch der Anwohner dunkelgrün gestrichen, wie vieles andere im Park auch, was über die Baumkronen hinausragt oder aus dem Tal sichtbar ist.
Die Wildwasserbahn sollte hier für farbliche Abwechslung sorgen. Doch die ersten Proteste ließen nicht lange auf sich warten. So wird die Bahn noch bis zur Saisoneröffnung neu gestrichen. Vermutlich wird es ein blau-grau. Immer noch Abwechslung zum einheitsgrün, aber unauffälliger, da dem Himmel ähnlich.
Es gibt also noch viel zu tun und der Zeitplan ist knapp, Saisoneröffnung ist in 2,5 Wochen, stellt der Parkchef fest – und greift zum Schlauch, um die roten Steine auszuwaschen. (sb)


Bilderstrecke:


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Bone
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